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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Autor: DHoffmann erstellt am: 08.07.2008 15:49
RSW Blog
2. Schuljahr
Die letzten Wochen waren bei mir und auch bei uns in der Schule sehr arbeitsintensiv und ziemlich voll. So bin ich in den letzten beiden Schulwochen nicht regelmäßig zum "bloggen" gekommen...
Ich habe nun die Einträge nachgeholt und eingestellt!
Ich hoffe, Sie lesen sie auch mit dieser kleinen Zeitverzögerung gerne.
So wünsche ich allen Lesern nun erst einmal schöne und erholsame Herbstferien!
2. Schuljahr
In meinen Berichten und Einträgen der letzten Wochen ist immer wieder die Verschiedenheit meiner Schüler in ihrem Schreibprozess ersichtlich geworden.Außerdem habe ich berichtet, dass einige Kinder die Inhalte des LB-Zimmers bereits so gut und nachhaltig beherrschen, dass sie diese Schreibungen auch in freien Texten beachten und umsetzen.Dennoch habe ich auch diese Schüler zunächst weiter im LB-Zimmer arbeiten lassen. So konnten sie in Ruhe die Arbeitstechniken erlernen und verinnerlichen, da sie nicht übermäßig Konzentration für die inhaltliche Seite ihrer Arbeit aufwenden mussten.Dies haben sie nun ausführlich getan. Sie beherrschen die Techniken und Arbeitsweisen sowohl mit dem Modellwortschatz als auch mit den Abschreibtexten, sodass sie für die Weiterarbeit, auch in den nächsten Zimmern, gut vorbereitet sind.Ziemlich bald nach den Herbstferien werde ich in meiner Klasse ein Diagnosediktat schreiben und entsprechend der Arbeitsergebnisse einzelne Schüler in anderen Zimmern weiter arbeiten lassen. Die Materialien...
2. Schuljahr
Im ersten Schuljahr habe ich in meinem Blog häufig auch von anderen Bereichen des Deutschunterrichts geschrieben und dabei vom Freien Schreiben oder anderen Schreibaktivitäten meiner Klasse berichtet.Bis jetzt habe ich mich im zweiten Schuljahr sehr auf den Bereich der Rechtschreibung konzentriert, zumal dies ja auch eigentlich der Inhalt der Rechtschreibwerkstatt ist.Dennoch möchte ich an dieser Stelle wieder einmal einen kleinen Einschub vornehmen, der sich eher auf andere Bereiche als die Rechtschreibung bezieht.In unserer Klasse steht nach wie vor der Briefkasten, in dem im letzten Schuljahr immer wieder Post von Ela ankam oder in den wir unsere Briefe an sie steckten.Dieser Briefkasten konnte auch damals schon für Post genutzt werden, die innerhalb unserer Klasse verschickt werden sollte.Auch jetzt nutzen meine Kinder diesen Briefkasten immer wieder für kleine Botschaften untereinander. Sie laden sich per Brief zum Geburtstag ein (manche stecken ihre Einladungen wirklich hier rein, bevor sie sie als Postbote...
2. Schuljahr
Schon letzte Woche habe ich in meinem Eintrag von der selbstständigen Arbeit meiner Klasse an den Abschreibtexten berichtet. Ich hatte erwähnt, dass es einigen Kindern nicht leicht fällt, schwierige Stellen, also Stellen, an denen sie anders schreiben müssen als sie sprechen, zu erkennen und dann entsprechend zu markieren.Auch in dieser Woche wurde diese Problematik wieder deutlich:Der Abschreibtext wird gelesen und mir häufig mit dem Kommentar gezeigt, nichts sei daran schwierig gewesen. „Das kann ich mir gar nicht vorstellen“, gebe ich häufig zur Antwort und setze mich gemeinsam mit dem jeweiligen Kind an seinen Tisch, um den Text gemeinsam zu bearbeiten. Dabei liest, wie ich schon letzte Woche schrieb, das Kind den Text Wort für Wort laut vor. Meistens stelle ich nur die Frage „Hörst du alles, was du schreiben musst?“. Diese kurze Interaktion reicht oft schon aus, damit mein Schüler oder meine Schülerin selbstständig feststellt, an welcher Stelle im Wort markiert werden muss.Die Ursache für diese Schwierigkeiten...
2. Schuljahr
Ich habe schon seit längerer Zeit nicht mehr von unserem Montagkreis und dem anschließenden Schreiben in das Geschichtenheft berichtet.Mit Beginn des zweiten Schuljahres hat sich hier etwas verändert: • Zum einen haben wir nun nicht mehr eine Eigenfibel (dies war eine festeingebundene Kladde in DIN A5), sondern ein Geschichtenheft. Unser Geschichtenheft ist ein DIN A4-Heft mit unlinierten Seiten. Jedes Kind hat dafür von mir ein liniertes Blatt bekommen, dessen Zeilenabstand größer ist als bei den beigefügten Einlegebättern und eine gesonderte Linie für eine Überschrift hat.Beim Schreiben der Montagsgeschichte legen meine Schüler dieses Blatt jeweils unter die rechte Seite ihres Heftes und können nun ihre Geschichte schreiben. Wenn sie darüber hinaus noch etwas zu ihrem Text malen möchten, können sie dies entweder auf der Seite links daneben oder unter ihrem Text tun ohne dabei von Schreiblinien behindert zu werden.• Zum anderen erzählen wir nicht mehr jede Woche mündlich vom Wochenende, bevor wir unsere Erlebnisse...
2. Schuljahr
Mittlerweile sind die Abschreibtexte schon seit drei Wochen eingeführt. Wie ich schon einmal berichtet habe, arbeiten die Kinder nun selbstständig an diesen Texten, d.h. wir markieren nicht mehr gemeinsam schwierige Stellen, sondern jedes Kind führt diese Arbeit selbstständig durch. Im Arbeitsprozess liest jedes Kind den Text zuerst und beantwortet für sich die unter dem Text stehende Frage. Dann markiert es seinen Text. Wer diesen Schritt vollzogen hat, zeigt mir seine Markierungen. Nun gebe ich Hinweise, ob es noch weitere Stellen gibt, an denen anders geschrieben als gesprochen wird. Zwar sollen die Schüler diese Arbeit selbstständig tun, doch die Kinder müssen erst stärker für solche Stellen sensibilisiert werden. Zunächst sage ich ihnen, wie viele solcher Stellen noch im Text zu finden sind. Wer so noch nicht alle Stelle findet, bekommt genauere Hinweise für die einzelnen Zeilen – meistens sprechen wir diese Stellen dann gemeinsam durch. Oft hilft es den Kindern, wenn sie an meiner Seite die einzelnen...
2. Schuljahr
Die Arbeit mit dem Modellwortschatz ist auch diese Woche sehr gut weiter gegangen. Sehr selbstständig sortieren immer mehr meiner Schüler Wörter nach bestimmten Kriterien aus.
An vielen Stellen bemerkt man jetzt auch in freien Texten, dass einige dieser besonderen Schreibungen übernommen werden. Selbstverständlich geschieht das noch nicht durchgängig, da beim Freien Schreiben häufig der Inhalt und das damit verbundene persönliche Erlebnis so sehr im Vordergrund steht, dass es vielen Kindern schwer fällt, auszublenden und auf rein systematische Aspekte zu achten.

In nächster Zeit wird sich dies immer weiter entwickeln.
Zudem werden wir im Unterricht auch immer wieder bestimmte Phänomene bewusst gemeinsam thematisieren, um das bei der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt Erarbeitete und Erlernte auch dadurch noch einmal zu sichern und zu festigen.
2. Schuljahr
Von der vergangenen Schulwoche kann ich leider nicht viel berichten. Ich war krank und konnte nur einen Tag in die Schule gehen. Deshalb kann ich mich nur auf das beziehen, was mir meine Kollegen berichteten, die mich in dieser Woche vertraten. Zwei Kollegen haben im Rahmen des Vertretungsunterrichts mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet. Viele Kollegen machen dies gerne in Vertretungsstunden, da die Kinder sehr gut selbst wissen, was sie arbeiten müssen und wie sie diese Arbeit zu erledigen haben. In diesen Stunden wurden zwei unterschiedliche Feststellungen gemacht: 1. Die Kinder konnten in der Tat gut selbstständig arbeiten und brauchten wenige Hilfestellungen seitens der jeweiligen Lehrkraft. 2. Den Kindern fiel es allerdings schwerer als sonst, ruhig und ohne lange Unterhaltungen mit dem Tischnachbarn zu arbeiten. Auch in den Rechtschreibstunden, die ich mit den Kindern halte, brauchen meine Schüler immer wieder die Erinnerung, an ein zügiges und wenig abgelenktes Arbeiten. Gerade durch die Vielzahl...
2. Schuljahr
Alle Kinder meiner Klasse arbeiten seit Beginn des neuen Schuljahres mit dem Modellwortschatz. Die erste Aufgabe ist immer, den Modellwortschatz einmal komplett abzuschreiben. Dabei verinnerlichen die Kinder die Abschreibtechnik und werden mit der Dokumentation ihrer Arbeit auf den Karten und dem Einsortieren der bearbeiteten Karten vertraut.Viele Kinder, vor allem diejenigen, die schon im letzten Schuljahr mit der Modellwortschatzarbeit begannen, haben diese Arbeit mittlerweile abgeschlossen.Sie sortieren nun Wörter nach bestimmten Kriterien aus, z.B. Wörter, die auf „en“, „er“ oder „el“ enden. Zunächst nehmen sie diese Sortierung visuell vor und schreiben dann mit der bereits eingeübten Abschreibtechnik diese Wörter in ihr Modellwortschatzheft. So erstellen sie sich selbst Wörterlisten mit einem bestimmten Rechtschreibphänomen. Weiterführend kann diese Sortierung auch in Partnerarbeit vorgenommen werden; die Wörter werden dann auditiv sortiert und dann vom Partner diktiert aufgeschrieben.Ich habe überlegt, welche...
2. Schuljahr
Zum Ende dieser Schulwoche haben wir unseren zweiten Abschreibtext bearbeitet. Wir begannen noch einmal gemeinsam und wiederholten die einzelnen Arbeitsschritte: - Text lesen, Frage am Textende beantworten und damit das inhaltliche Verständnis überprüfen - Text in die Folie auf der Heftvorderseite stecken - alle Stellen markieren, an denen man anders schreiben muss als man spricht - Text abschreiben - geschriebenen Text lesen - Text kontrollieren Wir lasen den Text noch einmal gemeinsam, beantworteten auch die Frage zusammen und markierten die schwierigen Stellen im Text. Dann bekam jedes Kind den Abschreibtext noch einmal auf einem Blatt für sich und musste die Markierungen nun noch einmal selbstständig vornehmen. Anders als beim letzten Mal stand nun aber nicht mehr die gemeinsame Markierung auf dem Overhead-Projektor zu Verfügung; ich wollte, dass sich die Kinder dieses Mal mehr auf sich selbst verließen, denn beim letzten Mal hatten viele ausschließlich auf den bereits markierten Text geschaut. ...
2. Schuljahr
Im letzten Schuljahr haben wir ausschließlich mit dem Modellwortschatz gearbeitet, nachdem der Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen war. Wir haben den Modellwortschatz abgeschrieben, Wörter mit –en, -er und –el aussortiert und mit dem Partnerdiktat begonnen.Dabei haben meine Schüler die Abschreibtechnik immer wieder geübt und sich so für die Arbeit an den Abschreibtexten vorbereitet. In diesem Sinn habe ich alle Aufgaben, bei denen auch im Rahmen anderer Arbeiten abgeschrieben werden sollte, immer so konzipiert, dass die Abschreibtechnik „Lesen – Text umdrehen – aufschreiben und leise mitsprechen – wieder umdrehen – kontrollieren“ zwangläufig angewandt werden musste. Dazu habe ich stets Aufgabenblätter erstellt, die auf der Vorderseite die Aufgabe zeigten, z.B. einen Text zu vervollständigen, von dem dann drei oder vier Sätze auf die Rückseite abgeschrieben werden sollten.Sicherlich hätten einige Kinder auch schon im letzten Schuljahr einen Abschreibtext bearbeiten können, doch ich wollte zunächst mit dem...
2. Schuljahr
Mit Beginn des neuen Schuljahres haben wir zwei neue Schüler in unsere Klasse bekommen. Beide haben an ihrer alten Schule nicht mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet und kannten sich deshalb mit den Materialien und Arbeitsweisen nicht aus. Ich bat meine Kinder in einem Unterrichtsgespräch, einmal zu erklären, was die Rechtschreibwerkstatt überhaupt ist, welche Arbeiten dazu gehören und wie man mit den einzelnen Materialien überhaupt umgeht.Dieser Arbeitsauftrag hatte für mich drei verschiedene Perspektiven:erstens bedeutet eine Erklärung für den Erklärenden immer eine Wiederholung und Auffrischung seines eigenen Wissens, zweitens finde ich es wichtig, dass sich Kinder untereinander etwas erklären und drittens war es für mich sehr interessant zu erfahren, was meine Kinder über die Sommerferien von der Rechtschreibwerkstatt behalten hatten und wie sie die Rechtschreibwerkstatt und die damit verbundenen Arbeitsabläufe erleben.Ich habe manche Kinder ihre Erklärungen aufschreiben lassen und werde im Folgenden nun...
2. Schuljahr
Nach sechs Wochen Sommerferien haben wir uns am Montag das erste Mal wieder gesehen. Es gab viel zu erzählen und so dauerte der Montagskreis gleich eine ganze Zeit. Anschließend schrieben wir unsere Montagsgeschichten auf – in diesem Schuljahr jedoch nicht mehr in die Eigenfibel, sondern in unser Geschichtenheft.

Das Schreiben klappte gut und meine Schüler konnten ihr schönstes Ferienerlebnis selbstständig festhalten.

 

Im letzten Schuljahr arbeiteten wir im Grunde jeden Tag an der Rechtschreibwerkstatt, machte der Hör-, Schreib- und Seh-Pass doch einen Großteil unserer Arbeit aus. Wir haben uns selbstverständlich auch mit Büchern und Texten auseinander gesetzt, doch die Gewichtung zwischen der Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Passes und der Arbeit an anderen Bereichen des Sprachunterrichts fiel doch eher zugunsten des Hör-, Schreib- und Seh-Passes aus.



In diesem Schuljahr ist dies etwas anders, sodass die Arbeit an der Rechtschreibwerkstatt nicht mehr einen solch großen Teil...
2. Schuljahr
Mit genau dieser Überschrift habe ich vor gut einem Jahr diesen Blog begonnen. Seit dem ist viel passiert und meine Klasse wird ab Montag das zweite Schuljahr besuchen. Wenn ich mich erinnere, wie nervös und aufgeregt ich am Ende der letzten Sommerferien meinen Eintrag verfasst habe, bin ich froh, jetzt schon genauer zu wissen, was auf mich zukommt: Ich kenne die Kinder meiner Klasse und habe schon Erfahrungen als Klassenlehrerin machen können. Dennoch bin ich auch dieses Jahr wieder aufgeregt, aber ich denke, das ist immer so. Viele meiner Kollegen sagen dasselbe, obwohl die meisten schon wesentlich länger im Schuldienst sind als ich. In den Sommerferien habe ich einiges vorbereitet – auch für die Rechtschreibwerkstatt. Ich habe das Material für die nächsten vier Zimmer (LD, LV, KL, WA) hergestellt, d.h. ich habe Abschreibtexte und Wörterlisten kopiert und laminiert, Sortiertafeln fertig gemacht, mögliche Kontrollen erstellt und alles in Hängeordnern und Schubladenkästen organisiert. Jedes Zimmer hat...
1. Schuljahr

 

Schuljahreswechse 1. - 2. Klasse

 

 nde

1. Schuljahr
Die letzte Schulwoche hat begonnen, das Schuljahr neigt sich nun wirklich dem Ende.Am letzten Schultag halten wir Rückschau:Wir nehmen den Aufrollkalender von der Wand und rollen ihn ganz an den Anfang. Es dauert lange, bis wir angekommen sind und dabei wird uns bewusst, wie lang so ein Schuljahr doch ist.Trotzdem habe ich das Gefühl, die Zeit sei nur so dahin gerast…Als wir am Anfang angekommen sind, rollen wir den Kalender langsam wieder auf und lesen unsere Einträge. Dabei fällt uns vieles wieder ein:Der erste gemeinsam erarbeitete Buchstabe „L“/“l“, die erste Geburtstagsfeier in der Klasse, das Lambertusfest, der Tag, an dem wir Kältefrei bekamen, weil die Heizung ausfiel, die Arbeit am Fliegenden Hut, die verschiedenen Werkstätten im Sachunterricht, Kunst- und Musikstunden…und vieles mehr. Manches hatten wir schon fast vergessen, gut, dass wir immer wieder Einträge in den Kalender gemacht haben!Auch für mich ist diese Rückschau gut und sehr schön! Ich erinnere mich, wie aufgeregt ich zu Beginn des Schuljahres...
1. Schuljahr
Ein Schüler meiner Klasse zieht zum neuen Schuljahr um und wird nach den Sommerferien nicht mehr mit uns zusammen zur Schule gehen.Selbstverständlich möchten wir uns von ihm verabschieden und etwas mit geben, das ihn immer mal wieder an uns denken lässt.So entwickelte sich die Idee, ein Klassen-Erinnerungsbuch zu machen, für das jedes Kind unserer Klasse eine Seite gestaltet – z.B. mit Wünschen, Bildern, Fotos… Schon die Planungsphase war sehr spannend.Wir mussten einmal miteinander sprechen können, ohne dass der Junge unsere Pläne mitbekam. Unter einem Vorwand schickten wir ihn an einem Morgen mit einer Kollegin aus der Klasse und hatten nun Zeit, unser Abschiedsgeschenk zu besprechen.Gemeinsam überlegten wir, was man jemandem schreiben könnte, der in eine neue Stadt mit neuen Menschen, einer neuen Schule, einem neuen Haus zieht. Außerdem wollten wir an schöne gemeinsame Erlebnisse erinnern: „Weißt du noch, als wir…“Jedes Kind bekam ein buntes Blatt Papier und den Auftrag, diese Seite so schön zu gestalten, wie...
1. Schuljahr
Ich habe schon lange nicht mehr von unseren Montagskreisen und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel berichtet.In der letzten Zeit gab es so viele besondere Aktionen, die wir zum Freien Schreiben nutzten, dass ich unbedingt davon erzählen wollte.Gegen Ende des Schuljahres änderten sich unsere Erzählkreise etwas. Es wurde immer auffälliger, dass viele Kinder nur schwer über den gesamten Zeitraum des Erzählens wirklich aufmerksam zuhören konnten. Auch unsere Regeln, nur eine besonders schöne Sache zu erzählen um einen etwas übersichtlicheren Rahmen zu schaffen oder Nachfragen stellen zu dürfen, halfen nur sehr wenig. Irgendwie musste ich also etwas ändern, sodass jedes Kind, wenn es von seinen Erlebnissen berichtete, die Aufmerksamkeit der Mitschüler bekam.Während der Arbeit am Fliegenden Hut hatten wir immer wieder einzelne Texte vorgestellt und vorgelesen. Auch in der letzten Zeit hatten Kinder häufiger geschriebene Texte der Klasse vorgelesen. Dabei war mir aufgefallen, dass meine Klasse in solchen Situationen...
1. Schuljahr
Mit dem gemeinsamen Frühstück mit den Eltern und dem Verfassen der Berichte über dieses schöne Erlebnis schlossen wir dieses Thema im Sachunterricht ab. Mit dem Voranschreiten des Schuljahres und den immer näher rückenden Sommerferien haben wir nun im Sachunterricht mit dem letzten Thema für dieses Schuljahr begonnen: Der Zoo. Zum Einstieg haben wir gemeinsam ein Zoo-Lied gelernt, dass nun immer wieder in die Sachunterrichtsstunden einleitet. Die erste Stunde begann danach mit einer Phantasiereise in den Zoo. Wir machten es uns auf unseren Stühlen bequem und gingen schon einmal in Gedanken durch den Zoo. Diese Erlebnisse hielten wir fest und schrieben sie auf ein Schmuckblatt. Jeder erlebte in seiner Gedankereise etwas anderes und so konnten wir gespannt sein, als wir uns nach der Schreibphase gegenseitig...
1. Schuljahr
Unser Gesundes Frühstück gemeinsam mit den Eltern meiner Schüler war ein wirklich schönes Erlebnis. Um acht Uhr kamen sechs Eltern mit ihren Kindern in die Schule, sie halfen uns bei der Zubereitung der Speisen. Ich hatte die Kinder schon am Tag zuvor in Gruppen eingeteilt, sodass heute jeder schon wusste, für welche Speise er nun heute verantwortlich war. Jedes Elternteil betreute eine Schülergruppe. Im Jahrgang hatten wir Rezepte für ein Gesundes Frühstück zusammengetragen. Dementsprechend hatte ich Einkaufslisten auf Briefumschlägen vorbereitet, in denen jeweils Einkaufsgeld aus der Klassenkasse steckte. Die Kinder gingen nun zunächst in ihren Gruppen mit einem Erwachsenen einkaufen, kamen dann zurück in die Schule und bereiteten an einem Ort im Gebäude die Speise vor. Zu zehn Uhr waren dann alle Eltern der Klasse eingeladen, um gemeinsam mit uns zu frühstücken....
1. Schuljahr
Im Sachunterricht arbeiten wir gerade zum Thema „Gesundes Frühstück“. Wir haben schon einiges über gesunde Ernährung erfahren, die sieben Lebensmittelgruppen kennen gelernt und Vermutungen darüber angestellt, wie viele Stückchen Zucker in der verschiedenen Lebensmittel enthalten sind. Natürlich gehört zu einem solchen Thema auch, dass man sich selbst ein Frühstück herrichtet, das eben diesen Kriterien der gesunden Ernährung entspricht. Unsere Idee im Jahrgang war es, gemeinsam mit den Eltern ein gesundes Frühstück in der Schule zu machen. Wir als Klasse wollen das Frühstück zubereiten und zum eigentlich Essen die Eltern in die Schule einladen. Doch zu einer solchen Einladung gehört es natürlich auch, dass man eine Einladung schreibt, in der man seine Gäste herzlich einlädt. Genau dies haben wir gemacht! Es ist schon etwas her, dass wir den letzten Brief geschrieben haben. Also wiederholten wir noch einmal, was alles in einen Brief gehört. Gemeinsam überlegten wir, was für unsere Gäste wichtig wäre zu wissen,...
1. Schuljahr
Mit immer größeren Schritten geht es auf die Sommerferien zu. Ich bin erstaunt, wie schnell dieses erste Schuljahr mit meiner ersten eigenen Klasse herum gegangen ist!Nun habe ich bereits das Zeugnisformular auf meinem PC und habe begonnen, Zeugnisse zu schreiben. Sicherlich ist es noch ein bisschen hin, aber wir geben die Zeugnisse schon eineinhalb Wochen vor Schuljahresende ab und ich brauche Zeit, um die Texte zu formulieren, dann etwas ruhen zu lassen und sie noch einmal zu lesen. Oft brauche ich eine kleine Pause zwischen Schreiben und Korrektur-Lesen, um wirklich Verbesserungen vornehmen zu können. Der Bereich Sprache ist sehr komplex, umfasst er doch viele unterschiedliche Aspekte: - Das freie Schreiben mit den Gesichtspunkten Laut-Buchstaben-Zuordnung, Einhaltung von Wortgrenzen, Verständlichkeit und Umfang der Texte, Schreibmotivation und dem Schriftbild- die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass- das LesenDabei gilt es auch immer, die Entwicklung des einzelnen Kindes aufzuzeigen und Formulierungen zu...
1. Schuljahr
Wie schon im letzten Eintrag geschrieben, haben viele Kinder meiner Klassemittlerweile den Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen. Bislang hat diese Arbeit einen Großteil unserer Deutsch-Stunden eingenommen. Nun muss das anders sein, denn Rechtschreiben ist nur ein Teil des Spracheunterrichts und kann deshalb nicht alle Deutsch-Stunden füllen.So kümmern wir uns jetzt auch ganz gezielt um Besonderheiten der Schreibung, die eindeutig zum LB-Bereich gehören: Sp/sp, St/st, Sch/sch, Eu/eu, Au/au und Ei/ei.Wir sammeln Wörter zu den einzelnen Lauten, halten sie an der Tafel fest und schreiben sie in unsere Schreibhefte, die wir auch erst seit kurzem benutzen. In einem nächsten Schritt werden wir uns um Besonderheiten am Wortende kümmern und Wörtersammlungen zu –er, –el und –en erstellen. So erarbeiten wir uns nach und nach einen immer tieferen Einblick in die deutsche Sprache und nähern uns der Erwachsenenschreibung. Neben diesen Aspekten, die ebenfalls zum Bereich Rechtschreibung gehören, schreiben wir nach wie...
1. Schuljahr
Die nächsten zwei Wochen sind noch einmal kurze Wochen, d.h. wir gehen jeweils nur drei Tage in die Schule. Einerseits ist das sicherlich angenehm und gerade im Hinblick auf das Schreiben der Zeugnisse für uns Lehrer hilfreich, doch andererseits bringen diese Wochen immer Unruhe in den Schulalltag: Die Kinder kommen mit der zeitlichen Abfolge der Tage nicht mehr zurecht („Frau Hoffmann, warum haben wir heute kein Sport? Am ersten Tag der Woche haben wir immer nach der großen Pause Sport!“ – Der erste Tag der Woche war eben dieses Mal ein Mittwoch…), müssen sich immer wieder mehr in den Schulalltag einfinden als nach einem normalen Wochenenden, da vier Tage, gerade für die Erstklässler, oft wie kleine Ferien erlebt werden…Und außerdem sind es nur noch gut sechs Wochen bis zu den Sommerferien und wir haben noch einiges vor.Also heißt es nun: Endspurt! Es wäre schön, wenn noch einige Kinder den Hör-, Schreib- und Seh-Pass sowie den Lesepass abschließen würden. So muss ich zusätzliche Arbeitszeiten einrichten, gerade...
1. Schuljahr
Am Sonntag ist Muttertag. Ich möchte mit meinen Kindern eine Kleinigkeit vorbereiten. Es soll nichts Großes sein und vor allem etwas, dass wirklich selbst gemacht ist. Eine Kollegin fand ein sehr schönes Gedicht, das im Grunde ein Rätsel ist und von einem Brief handelt, der der Mutter die Botschaft bringt: Ich hab´ dich lieb!Dazu wurde vorgeschlagen, einen Brief auf einem als Fächer gefalteten Blatt Papier zu schreiben, der dann der Mutter zum Muttertag und als Lösung des Rätsels überreicht werden kann.Genauso machten wir es.Schon zu Beginn der Woche bekam meine Klasse das Gedicht. Ich las es zunächst einmal vor und stellte meinen Kindern dabei das Rätsel, das sie nach einem zweiten Vorlesen lösen konnten. Dann lasen wir es zweimal gemeinsam laut; alle Kinder hatten es nun schon viermal gehört. Aufgabe war es nun, diese Zeilen auswendig zu lernen, um es am Sonntag ohne Blatt zum Muttertag vortragen zu können. Ich sagte meinen Kindern, sie sollten die erste Strophe zum nächsten Tag so oft lesen, bis sie schon immer...
1. Schuljahr
Dienstags beginnt unser Schultag weiterhin mit Freier Arbeit; ich habe immer mal wieder davon berichtet.Heute möchte ich meine Ausführungen des vorangegangenen Eintrags mit einem Bericht zur Freien Arbeit unterstützen.In der Freien Arbeit stehen meinen Kindern viele Materialien zur Verfügung, mit denen sie arbeiten können. Selbstverständlich können auch Lesepass und Hör-, Schreib- und Seh-Pass in diesen Phasen als Arbeit gewählt werden.Der Tagesplan an der Tafel zeigt allen Kindern, was in den nachfolgenden Arbeitsphasen des Schultages noch ansteht; dazu gehört häufig auch eine Phase der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt. Arbeitet ein Schüler schon in der Freien Arbeit an seinem Hör-, Schreib- und Seh-Pass wird er an diesem Tag zwei Arbeitsphasen damit haben.Einige meiner Kinder haben, besonders wenn sie ihren Hör-, Schreib- und Seh-Pass fast fertig hatten, die Freie Arbeit genutzt, um zügiger voran zu kommen und die Arbeit daran abzuschließen.Nun ist es schon öfter vorgekommen, dass Schüler in der Freien Arbeit...
1. Schuljahr
Heute haben fünf weitere Kinder mit der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt begonnen, auch sie gaben mir voller Stolz ihren durchgearbeiteten Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Ich traf mich mit diesen fünf Schülern in unserer Arbeitsecke auf dem Teppich hinten im Klassenraum und breitete dort das Material aus, mit dem auch sie nun ihre Arbeit im LB-Zimmer beginnen sollten. Ich zeigte ihnen ihren Rechtschreibpass und jeweils zu den einzelnen Seiten die Übungen und Arbeitsweisen. An manchen Stellen wurde ich kurz unterbrochen: „Frau Hoffmann, das wissen wir schon! Das haben wir doch alles schon bei den anderen gesehen!“ Ich ließ mir dann die Arbeit von den Kindern erklären und ergänzte bei Bedarf Aspekte, die mir wichtig waren.So schickte ich die fünf neuen Rechtschreibwerkstatt-Kinder in die Arbeit und ich muss mit Freude feststellen, dass die Arbeit gut läuft und alle bislang gut mit der Arbeit im LB-Zimmer zurecht kommen.Auch zu dieser Arbeitsphase, in der nun Kinder am Hör-, Schreib- und Seh-Pass, andere in der Rechtschreibwerkstatt...
1. Schuljahr
Nach dem Elternabend stand gleich in der nächsten Woche der Elternsprechtag an. Auch dies bedeutete einige Vorbereitungsarbeit, schließlich wollte ich auch jetzt den Eltern wieder einen umfassenden und verständlichen Ein- und Überblick über den Lernstand ihres Kindes und die vollzogene Entwicklung seit dem letzten Sprechtag geben.Zur Verdeutlichung der Schreibentwicklung waren zwei Dokumente von besonderer Bedeutung: die Eigenfibel und die Auswertungen der letzten Bild-Wort-Teste.Gemeinsam blätterten wir durch die Eigenfibel und verglichen die ersten mit den letzten Seiten – die Schreibentwicklung aller Kinder ist enorm und wurde beim Nebeneinanderlegen sehr deutlich. Viele Eltern stellten erfreut fest, dass man die Texte ihrer Kinder schon richtig gut lesen kann und für sie auch verständlich sind, wenn sie nicht mitbekommen haben, was im Montagskreis erzählt oder in der Lonigeschichte passiert ist.Etwas struktureller konnte ich die Schreibentwicklung mit den Bild-Wort-Test-Auswertungen machen.Ich hatte vor Weihnachten...
1. Schuljahr
Wie im letzten Eintrag eingangs schon erwähnt, hatte ich mittlerweile den zweiten Elternabend.Neben einigen klassenspezifischen Tagesordnungspunkten stand auch die Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt auf dem Plan.Das Haus der Rechtschreibwerkstatt diente auch hier als Orientierung und Übersichtshilfe in ähnlicher Weise, wie es auch uns im Unterricht eine Hilfe gewesen war.Ich hatte mich wieder sehr ausführlich auf den Elternabend vorbereitet, um einen ganzheitlichen, verständlichen, vollständigen und auch einsichtigen Überblick in die Weiterarbeit zu geben.Dabei stellte ich grob das ganze Haus mit seinen einzelnen Zimmern vor, konzentrierte mich dann aber stark auf das LB-Zimmer, da in diesem nun vorrangig weiter gearbeitet werden wird.Die Übungen mit dem Bilderfenster, der Modellwortschatz und die Abschreibtexte waren mir dabei besonders wichtig. Außerdem stellte ich verschiedene Arbeitsweise mit dem Modellwortschatz vor und versuchte dabei auch den Zweck dieser Übungen deutlich zu machen. Die Elternschaft...
1. Schuljahr
Nun endlich mal wieder ein Eintrag in mein Internet-Tagebuch mit neuen Eindrücken aus dem Schulalltag meiner Klasse.Es sind Nachträge der letzten Zeit; insgesamt war sehr viel zu tun – neben den „normalen“ Vorbereitungen der Elternabend und darauf der Elternsprechtag –, sodass ich es einfach nicht zeitnah geschafft habe, da beide Termine schon mit einiger Vorbereitung verbunden waren.Wie ich schon in meinem letzten Eintrag erwähnt habe, sind vier meiner Schüler mittlerweile mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass fertig und arbeiten nun im LB-Zimmer der Rechtschreibwerkstatt. Keiner dieser Kinder hat zeitgleich mit einem anderen den HSSP abgeschlossen, sodass ich die Arbeit und Handhabung der Arbeitsmaterialien sukzessiv eingeführt habe.Doch wie es meist bei derart offenen Unterrichtsformen der Fall ist, schauen viele andere Schüler, die selbst noch gar nicht so weit sind, bei diesen Einführungen zu – und sei es nur etwas vorsichtig von ihrem Platz aus – und lernen so das Material schon ein erstes Mal kennen. Ich...
1. Schuljahr
Diese Woche kann ich nicht so viel Neues berichten: Insgesamt haben wir gut am Hör-, Schreib-Seh-Pass weitergearbeitet und es wird deutlich, dass meine Hilfe bei der eigentlichen Arbeit nicht mehr notwendig ist.

Allerdings haben mittlerweile vier Kinder den Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen und mit dem Rechtschreibpass begonnen.
Ich habe sie in die Arbeit mit der Bildkartei LB und dem Modellwortschatz eingeführt.
Ich werde in den kommenden Tagen ausführlicher dazu schreiben; momentan bereite ich einen Elternabend vor, an dem ich den Eltern die Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt vorstellen werde, sodass ein ausführlicher Eintrag in den Blog neben den Elternsprechtagsvorbereitungen und den „normalen“ Vorbereitungen nicht zu machen ist.
1. Schuljahr
In der letzten Stunde dieses ersten Schultages, nachdem alle Arbeiten geschafft und die Hausaufgaben notiert waren, konnte ich mein Missgeschick von vor den Ferien wieder gut machen: Ich teilte meinen Kindern ihre selbst geschriebenen Bücher „Der fliegende Hut“ aus! Schon am Abend vorher hatte ich sie ganz dicht an meine Schultasche gestellt, um sie auf keinen Fall ein zweites Mal vergessen zu können!Es war ein wirklich schöner Moment, den ich auch durch die Organisation des Tages entsprechend vorbereitet hatte: Alles war geschafft, jeder hatte seinen Tisch ganz frei geräumt und im Anschluss würde ich nur noch beginnen, aus dem neuen Bilderbuch vorzulesen – ebenfalls ein Ritual, mit dem wir die meisten Schultage beschlossen.In diese recht ruhige Atmosphäre hinein verteilte ich die Bücher. „Endlich!“, „Das schenke ich heute meiner Mama!“, „Ich habe mich schon so auf mein Buch gefreut!“ kommentierten meine Kinder.Ich freute mich sehr über die Reaktionen und war fast ein bisschen gerührt über die Freude, mit der...
1. Schuljahr
Nach zwei Wochen Osterferien haben wir am Montag wieder gut begonnen. Alle Kinder kamen gesund und munter zurück und hatten einiges aus den vergangenen Wochen zu erzählen. So war der Montagskreis dieses Mal erstaunlich lang. Hatten sonst viele Kinder oft nur mit einem Satz ihr Wochenende vorgestellt, berichteten jetzt eigentlich alle recht ausführlich, was sie erlebt und wie sie Ostern mit ihrer Familie verbracht hatten.Ich freue mich über diese Entwicklung!Der weitere Verlauf des Tages war wie an anderen Montagen: Nach dem Erzählkreis das Schreiben in die Eigenfibel, danach Weiterarbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Wie selbstverständlich hatten meine Kinder den Tagesplan in dieser Reihenfolge vorgestellt; der Tonfall hatte deutlich zu erkennen gegeben: Ich weiß Bescheid, ich kenne mich hier aus!Auch darüber bin ich sehr erfreut! Genau dies war immer meine Absicht gewesen, wenn ich jeden Tag aufs Neue den Tagesplan anschrieb, von einem meiner Schüler vorstellen ließ und mir dabei Mühe gab, die Tage stets ähnlich...
1. Schuljahr
Ich habe mir alle Hefte, die meine Kinder für die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass brauchen, mit nach Hause genommen. Zwar wird mir auch in der Schule jeder Buchstabe nach seiner Bearbeitung mit allen Bestandteilen gezeigt, bevor ich ihn auf einer Liste als bearbeitet abkreuze, doch ich möchte mir ausführliche Notizen machen.Schon in den Weihnachtsferien hatte ich alle Unterlagen meiner Kinder mitgenommen, durchgesehen und dokumentiert; nach elf Schulwochen möchte ich meine Dokumentation aktualisieren.Es ist eine recht langwierige Arbeit, doch ich bin froh, mich wieder daran gegeben zu haben. Mir tut es gut, genau zu wissen, wer an welcher Stelle im Hör-, Schreib- und Seh-Pass ist. Bald werden einige Kinder damit fertig sein und mit dem Rechtschreibpass beginnen; bislang arbeitet nur ein Schüler daran (dazu in einem späteren Eintrag mehr).Außerdem wird deutlich, wer eventuell im Hinblick auf die Schreibrichtung noch einmal Übung und Unterstützung braucht. Es ist schwer, dies immer während des Unterrichtsgeschehens...
1. Schuljahr
An diesem Freitag fuhr ich frohen Mutes in die Schule. Es versprach, ein schöner Tag zu werden: Die „Fliegenden Hüte“ würden ausgeteilt werden und wir würden noch eine Doppelstunde im Werkraum verbringen und aus Holz einen Hasen zimmern. Auch auf diese Arbeit freute sich meine Klasse schon – und ich mich mit ihnen! Die letzte Stunde sollte eine Abschlussstunde werden. Mit diesen Gedanken kam ich zeitig in der Schule an und begann, wie jeden Morgen, meine Vorbereitungen in der Klasse. Ich legte meine Sachen zurecht, schrieb den Tagesplan an und ging in Gedanken den Tag noch einmal durch – und da fiel es mir plötzlich auf! Ich hatte die „Fliegenden Hut“-Bücher gar nicht mitgenommen! Sie standen immer noch zuhause! Wie hatte mir das passieren können? Ich war unheimlich betroffen und ärgerte mich sehr über meine Schusseligkeit. Wie konnte ich die Situation noch retten? Nach Hause fahren? Dafür war es mittlerweile schon zu spät. Zwar war es immer noch früh, doch ich würde nicht rechtzeitig zurück sein können… Alles...
1. Schuljahr
Die neue Woche begann etwas unglücklich: Ich war krank. Nach nun mehr einigen Wochen voll verschiedener Bakterien, die in der Klasse und der ganzen Schule herumschwirrten, hatte es mich nun doch noch erwischt.Schon als ich merkte, dass ich am Montag nicht in den Dienst gehen würde, dachte ich sofort an den „Fliegenden Hut“. Nun hatte ich zeitlich alles so gut geschafft und nun konnte ich nicht arbeiten gehen…Doch schließlich war es gar nicht so schlimm: Meine Kollegin, die als Sonderpädagogin mit in meiner Klasse arbeitet, würde mich vertreten und dabei die Arbeit am „Fliegenden Hut“ weiterführen. Darüber war ich unheimlich froh!Wir telefonierten in den drei Tagen, die ich zuhause bleiben musste, öfter und so bekam ich wenigstens über das Telefon das Voranschreiten der Arbeit am Buch mit. „Der fliegende Hut“ würde wie geplant fertig werden! Das war unheimlich gut!Am Donnerstag konnte ich wieder in die Schule gehen und die letzten Feinschliffe an dem selbst geschriebenen Buch wurden vorgenommen: Manche Seite musste...
1. Schuljahr
Diese Woche stand ganz im Zeichen des Buches „Der fliegende Hut“. Schließlich soll er bis zu den Osterferien fertig werden und möglicherweise als Überraschung und Osterei bei den Familien meiner Kinder im Nest liegen.So begannen wir auch in dieser Woche nicht mit einem Montagskreis, in dem vom Wochenende erzählt wurde, sondern wir trafen uns, um die Geschichte des fliegenden Hutes weiterzuhören. Die Klasse war schon sehr gespannt auf das nächste Bild und viele Kinder freuten sich sichtlich, als sie auf dem Tagesplan „Der fliegende Hut“ lasen.Wir betrachteten gemeinsam die Doppelseite im Bilderbuch, erzählten dazu, formulierten mögliche Sätze und gingen dann zurück an die Plätze und begannen mit der Schreibarbeit.Es war sehr ruhig in der Klasse, alle Kinder gaben sich große Mühe und nahmen ihre Autorenarbeit sehr ernst. Manchmal kamen Kinder zu mir und fragten, ob sie das eine oder das andere schreiben dürften oder machten mir Schreibvorschläge, die ihnen erst während des Arbeitsprozesses gekommen und vorher im...
1. Schuljahr
Heute haben wir bereits die dritte Doppelseite unseres Buches besprochen und bearbeitet. Heute musste wieder die Geschichte selbst weiter geschrieben werden – ähnlich wie zu Beginn unserer Arbeit am Montag. So sind die Geschichten mittlerweile schon ein Stück gewachsen. Bevor meine Kinder heute mit der Arbeit begannen, stellte ich ihnen in Aussicht, zum Ende der Stunde eine kleine Autorenlesung abzuhalten und einige Geschichten vorzulesen.So machten wir es uns schließlich in der Frühstückspause auf den Plätzen gemütlich und ich begann, mehrere Geschichten vorzulesen. Ich begann immer wieder gleich: „Der fliegende Hut“ von …!“ Diese Ankündigung erhöhte die Spannung auf die zu erwartende Geschichte sehr; das Autorenkind saß sehr erwartungsvoll, oft auch mit einem erfreuten oder stolzen Lächeln auf ihrem Platz und die Mitschüler schauten oft während des Vorlesens zu unserem kleinen Autor. Es war absolut still in der Klasse, alle hörten sehr gespannt den Geschichten zu. Es war für meine Klasse offensichtlich etwas...
1. Schuljahr
Heute begannen wir im Sachunterricht mit den Experimenten zum Thema Luft. Im Jahrgangsteam hatten wir zehn Stationen vorbereitet, die die verschiedenen Charakteristiken des Elements Luft thematisieren und handelnd und entdeckend verdeutlichen. Jedes Kind hat ein Forschertagebuch, in dem die einzelnen Stationen aufgeführt sind. Zu jeder Station ist dazu eine Frage formuliert, zu der die Kinder ihre Beobachtungen des Experimentes notieren. Abschließend ist zu jeder Station eine Frage formuliert, die die Schüler durch Ankreuzen von „Ja“ oder „Nein“ beantworten müssen und dadurch noch einmal knapp und direkt auf den Punkt gebracht die Ausgangsfrage beantworten. Selbstverständlich erwarteten die Kinder die Experimentierphase schon sehr, schließlich waren sie bei einem ersten Experiment, das wir gemeinsam...
1. Schuljahr
Unsere zweite Doppelseite hielt eine neue Aufgabenstellung bereit: Ein kurzer Text erzählt weiter, was nun mit dem Hut passiert. An einer Stelle bricht er ab und fordert so zum Vermuten über den Fortgang der Geschichte auf. Außerdem fehlt an dieser Stelle das Bild im Buch. Aufgabe für die Kinder war nun, den Text genau zu lesen und danach ein Bild zu gestalten, das alle Elemente des Textes aufgreift.
Nach der Vorbereitung durch Lese-Mal-Aufträge im Lesepass war diese Aufgabe eine Herausforderung für die Kinder, die sie jedoch gut bewältigen konnten.
1. Schuljahr
Seit dieser Woche haben wir im Sachunterricht ein neues Thema begonnen: Luft. Im Jahrgangsteam haben wir dieses Thema vorbereitet und entschieden, Luft auch für den Deutschunterricht zum Thema zu machen. Also suchten wir nach einem Buch, das für die Jahrgangsstufe und unser Thema angemessen ist und fanden schließlich das Bilderbuch „Der fliegende Hut“. Dieses Buch hat ausschließlich Bilder und keinen Text. Es erzählt die Geschichte eines Hutes, der bei einem Windstoß vom Kopf seines Besitzers geweht wird und nun durch verschiedene Umstände immer wieder den Besitzer wechselt. Schließlich kommt er am Ende des Buches durch einen Zufall wieder zu seinem ursprünglichen Besitzer zurück. Wir entwarfen ein geheftetes Buch für die Kinder, mit dem wir gemeinsam die Geschichte „Der fliegende Hut“ bearbeiten. Das Buch hält...
1. Schuljahr
Unsere Korrespondenz mit Ela, die in den ersten Schulwochen einige Abenteuer und Erlebnisse mit Raki, unserem Klassenraben, hatte, ist in der letzten Zeit „öffentlich“ nicht mehr so präsent gewesen; an sie haben wir schon länger nicht mehr geschrieben, statt dessen haben sich einige Schüler untereinander Briefe geschickt. Dennoch war Ela in den Köpfen meiner Kinder immer noch präsent, ebenso wie Lea und Raki, die auch weiterhin ihren Platz in unserer Klasse haben. Nach jedem Wochenenden werde ich zum Ende des Montagskreises gefragt, was die Beiden denn in den vergangenen zwei Tagen gemacht und wie sie das Wochenende verbracht haben. Ich denke mir immer wieder etwas aus und erhalte die Beiden so „am Leben“. In den Fünf-Minuten-Pausen werden beide oft von ihrem Stuhl für ein kleines Spiel genommen. Genauso fragen meine Schüler immer wieder danach, wann Ela uns denn endlich einmal besuchen...
1. Schuljahr
In unserer Klasse werden wöchentlich Klassendienste verteilt. Einer davon ist der Kalenderdienst.Der Kalenderdienst besteht aus zwei Teilen: 1. Von einem Abreißkalender wird das Blatt des Tages abgezogen und auf einen Pappstreifen geklebt, der jeweils für einen Monat gilt. Es werden stets drei Monatsstreifen untereinander gehängt, sodass die unterschiedliche Länge der verschiedenen Monate bildlich gesehen und nachvollzogen werden kann.2. Auf dem Aufrollkalender – ich berichtete davon bereits zu Beginn des Blogs – wird eine Tagesnotiz festgehalten.Zu Beginn der Schulzeit gestalteten wir den Aufrollkalender noch gemeinsam, indem wir sammelten, was zum aktuellen Tag eingetragen werden könnte. Ein Kind bekam dann den Auftrag, die endgültige Idee einzutragen. Dies geschah in der Regel mit einem Bild.Mittlerweile habe ich diese Arbeit ganz in die Verantwortung der Kinder gelegt; nur zeitweise erinnere ich noch einmal an die Erledigung des Dienstes am Aufrollkalender, doch auch hieran denken meine Schüler immer öfter...
1. Schuljahr
Lesehausaufgaben sind fester Bestandteil der täglichen Hausaufgabe.Lesehausaufgaben gibt es in den verschiedensten Formen: kleine Hefte zu jeweils einem Buchstaben, auf deren Seiten jeweils lediglich ein Wort zu lesen steht, kleine Bücher aus Graf Orthos Lesetruhe, Sachtexte, die sich an Themen des Sachunterrichts anlehnen oder die einfach zur Jahreszeit passen.Um die Weihnachtszeit hatte mich ein Schüler extra nach Lesehausaufgaben gefragt, die zum baldigen Fest passten und auch ich finde es, gerade für kleine Kinder wichtig, dass sie mit dem Jahr leben und die einzelnen Jahreszeiten bewusst erleben. Auch deshalb bemühe ich mich immer, passende Texte als Lesehausaufgaben, zumindest hin und wieder, zu finden. Bei den Lesehausaufgaben geht es mir nicht darum, dass alle Kinder gleich viel lesen und jeder Schüler z.B. die ganze Seite des Sachunterrichttextes gelesen hat – ich betone dies auch immer wieder vor den Kindern. Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass sich meine Kinder unter Druck gesetzt fühlen und...
1. Schuljahr
Unsere Woche begann gemäß unserer üblichen Gewohnheit mit dem Montagskreis und dem Erzählen vom Wochenende. In der vergangenen Woche war der Montagskreis durch den schulfreien Rosenmontag ausgefallen und wir hatten, wie ich in meinem Eintrag „An Karneval war ich…“ schrieb, anders als sonst begonnen. Das war zwar auch schön gewesen, doch ich merkte an der Freude einiger Kinder am Erzählen, dass sie froh waren, heute wieder alles wie gewohnt zu erleben. Der Erzählkreis an sich verlief wie immer: Einige Kinder erzählten sehr ausführlich, während andere ermutigt werden mussten, ausführlicher und genauer zu berichten. Darauf folgte, ebenfalls wie immer, das Schreiben in die Eigenfibel. Mittlerweile schreiben einige Kinder auch von sich aus wesentlich mehr von ihrem Wochenende auf. Nach einiger Zeit...
1. Schuljahr
Auch in dieser Woche gab es wieder mehrere Arbeitsphasen mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Alles ist gut weitergegangen; der immer gleiche Arbeitsrhythmus und die immer wiederkehrende Struktur dieser Rechtschreibwerkstatt-Stunden ermöglichen uns ein gutes und vor allem sehr selbständiges Arbeiten. Mittlerweile schaffen es meine Schüler, auch in diesen Unterrichtsphasen ruhiger zu arbeiten und sich trotz der verschiedenen Aufgaben, die parallel zueinander erledigt werden, oft auf ihre eigene Aufgabe zu konzentrieren und diese voran zu bringen. Darüber bin ich – selbstverständlich – froh, gleichzeitig aber auch stolz, dass wir dies gemeinsam geschafft haben. Natürlich bedarf es immer noch der Erinnerung an das Weiterarbeiten, aber es wird zusehends weniger.Besonders im Hinblick auf den Fortgang der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt erachte ich dies als unheimlich wichtig. Schon bald werden einige meiner Schüler mit dem Modellwortschatz 1 arbeiten, während andere den Hör-, Schreib- und Seh-Pass weiterführen....
1. Schuljahr
Nach einem freien Rosenmontag gingen wir Dienstag wieder in die Schule. Viel war am Wochenende passiert: Kostümgeburtstage, Umzüge, Karnevalsfeiern… So waren wir immer noch etwas in Karnevalsstimmung, sodass ich auch unsere selbst gebastelten Girlanden diese Woche noch hängen ließ! Irgendwie waren sie auch zu schön und viel zu schade, um nur zwei Tage zu hängen. Diese Stimmung griff ich zum Wochenanfang auf, den ich dieses Mal allerdings anders gestaltete als sonst: Wir machten keinen Montagskreis, sondern riefen uns gemeinsam unsere Karnevalskostüme in Erinnerung und hielten unsere Gedanken in einer Kostümbeschreibung fest, die Teil unseres Themenheftes „Karneval“ wurde. Dieses Heft hatte ich vorbereitet, sodass wir uns durch verschiedene, darin enthaltene Aufgaben gut auf die lustigen Tage vorbereiten...
1. Schuljahr
Jede Rechtschreibwerkstatt-Stunde, also jede Arbeitsphase mit dem Hör-, Schreib- und Sehr-Pass beginnt bei mir mit der so genannten „5-Minuten-Sprache“, wie ich bereits in früheren Einträgen beschrieben habe.Unter anderem arbeite ich in dieser Phase mit der Lautkartei der Rechtschreibwerkstatt. Ich suche immer wieder verschiedene Übungen aus der Kartei aus, um dadurch meine Kinder umfassend für die einzelnen Laute von Wörtern zu sensibilisieren. Anfangs nahm ich ausschließlich Karteikarten, die sich um das Weglassen oder Ersetzen des Anlautes kümmerten. Darauf waren meine Kinder durch die lange Arbeit mit den Sortiertafeln des Hör-, Schreib- und Seh-Passes gut vorbereitet, bei denen sie sich intensiv um das Bestimmen von Anlauten gekümmert hatten. Mittlerweile achten wir schon lange auch auf Mit- und Endlaute eines Wortes und meine Karteiauswahl hat sich so erweitert. So gibt es nun auch immer wieder Aufgaben, die sich um diese Stellen eines Wortes kümmern.Auch das Zusammenfügen von einzelnen Lauten zu einem Wort,...
1. Schuljahr
Jede Woche beginnt, wie schon oft beschrieben, mit dem Montagskreis und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel. Meine Kinder brauchen für diese Arbeitsphase sehr unterschiedlich viel Zeit: Manche Kinder schreiben sehr viel und brauchen entsprechend länger, andere formulieren ein oder zwei Sätze und malen ausführlich dazu und wieder andere schreiben „lediglich“ einen recht kurzen Text und möchten nicht mehr dazu malen. Um diesen unterschiedlichen Zeitbedürfnissen meiner Kinder entsprechen zu können, lasse ich diese Unterrichtsphase stets sukzessiv auslaufen: Wer mit seiner Montagsgeschichte fertig ist, arbeitet im Bild-Wort-Heft weiter, meistens schließt sich daran noch eine Arbeitsphase mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass an. Auf diese Weise haben alle Kinder genügend Zeit und Ruhe,...