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blog.rechtschreibwerkstatt.de
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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Autor:
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DHoffmann
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erstellt am:
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08.07.2008 15:49
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RSW Blog |
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Schon in der letzten Woche ist es in meinem Eintrag ausführlich um die Arbeit mit den Abschreibtexten gegangen. Auch in dieser Woche möchte ich dazu einen Beitrag schreiben.Die Rechtschreibstunden im Laufe der Woche haben in meiner Klasse einen etwas unterschiedlichen Charakter: Es gibt Stunden, in denen die Kinder frei wählen können, welche Arbeit sie aufnehmen – Modellwortschatzarbeit in ihren verschiedenen Ausprägungen oder Abschreibtexte. Es gibt aber auch Stunden, in denen ich vorgebe, was zu tun ist.In dieser Woche sollten die meisten Kinder einen Abschreibtext bearbeiten. Bei der Ankündigung dieser Arbeit war allgemeine Freude in meiner Klasse zu spüren, die Arbeit mit den Abschreibtexten ist bei meinen Kindern sehr beliebt.Allerdings erstreckt sich dieses Beliebtheit der Abschreibtexte, wie auch schon in der letzten Woche in meinem zweiten Beitrag Anklang, nicht gleichermaßen auf alle Arbeitsschritte: Das Abschreiben wird wesentlich lieber gemacht als das vorherige Markieren.Mir war dies schon länger aufgefallen...
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Heute haben wir wieder an Abschreibtexten gearbeitet. Wir wiederholen zu Beginn einer Rechtschreibstunde oft noch einmal den vereinbarten Ablauf, um ihn uns ins Gedächtnis zu rufen und zu vermeiden, dass Texte ohne vorherige Markierungen abgeschrieben werden. (In der Vergangenheit kam es durchaus einmal vor, dass Kinder erst nach dem Abschreiben den Text markierten und ich dies zu spät bemerkte!)Dann begannen wir mit der Arbeit an den Abschreibtexten.Sobald ein Kind seinen Text markiert hat, meldet es sich und wir besprechen gemeinsam die schwierigen Stellen – so wird deren Problematik den Kindern noch einmal bewusster und die Erklärung der Markierung mir gegenüber festigt gleichzeitig ihr Wissen.Viele Kinder meldeten sich sehr früh und legten Texte vor, die nur an wenigen Stellen Markierungen zeigten.Ich machte sie darauf aufmerksam, dass noch viele Stellen nicht beachtet worden seinen, die mit Sicherheit nicht einfach zu schreiben wären. (Auch wenn die Markierungen und schwierigen Stellen von Kind zu Kind unterschiedlich...
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Schon in einigen meiner letzten Einträge habe ich berichtet, dass Kinder meiner Klasse bereits im LD-Zimmer arbeiten und sich hier mit dem silbentrennenden „h“ und dem vokalischen „r“ auseinandersetzen.
In der Literatur findet man häufig das Phänomen der Übergeneralisierung beschrieben: Ein Lernender wird auf ein spezielles Phänomen aufmerksam gemacht, mit dem er sich in verschiedenen Übungen beschäftigt. In der Folgezeit ist er für dieses Phänomen besonders sensibel und bemüht sich, dieses zu beachten und umzusetzen. Da die Regel zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher beherrscht wird, wird das jeweilige Rechtschreibphänomen vermehrt umgesetzt: Es wird an vielen richtigen Stellen angewendet, doch gleichzeitig kommt es auch zu Analogien und Regelübertragungen, wodurch das jeweilige Phänomen auch bei vielen anderen Wörtern...
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In der vergangenen Woche hatten wir an unserer Schule Elternsprechtag. Es war für meine Klasse der erste Elternsprechtag im zweiten Schuljahr.Wie immer war die Vorbereitung sehr arbeitsintensiv. Als der Sprechtag dann begann, war ich jedoch froh um meine ausführlichen Notizen, denn so konnte ich meinen Zeitplan weitgehend einhalten.Außerdem war es der erste Elternsprechtag, an dem ich den Eltern ein Diagnosediktat vorlegte.Im ersten Schuljahr hatte an dieser Stelle der Bild-Wort-Test gestanden und nur mit vereinzelten Schülern hatte ich auch damals schon ein Diagnosediktat geschrieben.Ich hatte die Diagnosediktate mit grün oder blau ausgewertet und den jeweiligen Verschreibungstyp darüber geschrieben. Eigentlich hatte ich die Verschreibungen auch noch in das Computerprogramm eingeben wollen, doch das hatte ich einfach nicht geschafft, seit wir das Diagnosediktat geschrieben hatten. Ich denke, diese Arbeit werde ich in den Weihnachtsferien nachholen, denn im Grunde finde ich die Grafik, die im Laufe der Zeit entsteht,...
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In dieser Woche ist die sonst immer feststehende Rechtschreibstunde am Montag ausgefallen. Unsere ganze Schule ist an diesem Tag sofort nach Schulbeginn in die Sporthalle im Ort gegangen, um sich dort ein Musical anzugucken, das Kinder unserer Stadt einstudiert hatten.Durch die Arbeit am Fuchsheft hatten wir auch in der Woche zuvor nicht so intensiv mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet, wie wir es sonst tun.So lag nun an diesem Freitag die letzte Rechtschreibwerkstatt-Stunde schon einige Zeit zurück – was sich auch in der Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar machte.Die Kinder, die im LB-Zimmer arbeiten, wussten noch genau, wie sie mit dem Modellwortschatz arbeiten und umgehen mussten. Allerdings war es manchmal schwierig zu erinnern, wo man stehen geblieben war und wie weit man beispielsweise mit einer Sortierung war. Also musste erst einmal geblättert werden, sowohl in den Heften als auch in den Rechtschreibpässen. Danach konnte die Arbeit recht problemlos wieder aufgenommen und weitergeführt werden.Anders...
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Seit der letzten Woche lesen wir das Kinderbuch „Der Findefuchs“ von Irina Korschunow. Gleichzeitig arbeiten wir auch im Sachunterricht am Thema „Der Fuchs“. Auf diese Weise können wir gut fächerübergreifend arbeiten.
Dies bietet sich gerade bei den Fächern Deutsch und Sachunterricht an: viele Arbeitsschritte, die im Sachunterricht vorgenommen werden müssen, sind gleichzeitig auch im Lehrplan Deutsch vorgesehen, wie z.B. die Auseinandersetzung mit verschiedenen Textsorten (Vorgangsbeschreibungen, informative Texte, Geschichten, Gedichte). Das Thema bleibt bestehen und wird beispielsweise in den unterschiedlichen Textsorten im Deutschunterricht aufgegriffen und weitergeführt.
In der Jahrgangsstufenkonferenz haben wir diese Einheit gemeinsam geplant. Hier entstand auch die Idee, ein Fuchsbuch zu erarbeiten...
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Dieses Mal kann ich nicht viel Neues von der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt berichten. Die Kinder sind, wie bereits in den letzten Einträgen zu lesen war, gut mit ihrer Arbeit vertraut, sei es nun im bereits bekannten LB-Zimmer oder aber im neuen Arbeitsbereich von LD.Die Kinder aus dem LB-Zimmer konnten ihre Arbeit wie selbstverständlich eigenständig wieder aufnehmen und weiterführen. Dies verwunderte mich besonders nach den vergangenen Rechtschreibstunden nicht.Die Kinder, die im LD-Zimmer arbeiten, brauchten nur noch vereinzelt eine Rückersicherung, dass sie die einzelnen Arbeitsschritte richtig im Kopf behalten hatten und konnten anschließend ihre Arbeit an den Sortiertafeln ebenfalls gut fortsetzen. Auch während der Erstellung von Wörterlisten aus den sortierten Karten brauchten sie kaum noch meine Hilfe. Ich bin gespannt, wie der Arbeitsprozess weiter verläuft und ob es auch dann noch so ruhig bleibt, wenn mehr Kinder meiner Klasse diese doch etwas schwierigeren Sortieraufgaben bearbeiten....
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In der letzten Woche haben wir zum ersten Mal eine Bildergeschichte geschrieben. Momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema Apfel und passend dazu besprachen wir diese Bildergeschichte.
In der Vorbereitung dieser Unterrichtsreihe hatten wir Jahrgangskollegen uns darüber eingehend ausgetauscht und waren so schließlich zu dem Schluss gekommen, dass unsere Kinder eine solche Aufgabe mit der entsprechenden Vorbereitung mittlerweile lösen können müssten.
Also kopierte ich die Bilder der Geschichte auf Folie und ließ meine Klasse erst einmal zu den Bildern erzählen. Was sah man auf den Bildern? Was geschah dort? Wer spielte mit?
Wir formulierten Sätze und erzählten damit schon einmal gemeinsam die Geschichte, die im Anschluss jeder aufschreiben sollte.
Wir sammelten Stichpunkte zu den einzelnen Bildern an der Tafel, so hatte...
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Auch der vergangene Montag war wie sonst strukturiert: Montagskreis und als sanften Phasenwechsel im Anschluss Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt.Wie auch in den Wochen zuvor erweist sich diese Unterrichtsorganisation als sehr sinnvoll, da die individuelle Schreibzeit, die jedes Kind für seine Montagsgeschichte benötigt, immer sehr unterschiedlich ausfällt. In den vergangenen Rechtschreibstunden wurde ich als Lehrkraft immer weniger gebraucht. Die Kinder wussten gut über ihre Arbeit Bescheid und gaben sich, hatten sie beispielsweise eine Sortieraufgabe erledigt, oft schon selbstständig eine neue – schließlich hatten sie oftmals schon bei ihren Mitschülern mitbekommen, wie es mit der Arbeit weiterging.(Manchmal musste ich dann sehr aufpassen, wenn ich einem Kind eine ganz spezielle Sortieraufgabe geben wollte, damit es nicht schon zuvor mit einer neuen, aber anderen Aufgabe begann.)In dieser Woche war das nach längerer Zeit mal wieder etwas anders.Nach der Auswertung des Diagnosediktats arbeiten einige Schüler,...
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Beinahe alle Kinder meiner Klasse haben mittlerweile schon an Abschreibtexten gearbeitet. Die meisten Schüler können diese Aufgabe gut erfüllen und sind bei der Abschreibarbeit sehr genau. Im Sachunterricht beschäftigen wir uns gerade mit dem Thema „Apfel“. Bei einigen Aufgaben bekamen die Kinder Lückentexte, in die sie Wörter eintragen mussten, die am unteren Blattrand angegeben waren. Auch hier mussten diese Wörter im Grunde ja abgeschrieben werden, sodass ich noch einmal an die bereits bekannte Technik erinnerte. Zwar konnte man nun das abzuschreibende Wort nicht umdrehen, wie es sonst bei der Arbeit mit den Abschreibtexten oder dem Modellwortschatz praktiziert wird, doch da die Wörter so weit unten standen, lagen sie dennoch weit außerhalb des Blickfeldes und ich schlug vor, sie beim Schreiben, wenn nötig, abzudecken.Dennoch fiel es meinen Schülern hier sehr viel schwerer, ebenso sauber, genau und richtig abzuschreiben, wie während der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt.Wahrscheinlich sind sie beim Bearbeiten...
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Am vergangenen Wochenende habe ich das Diagnosediktat meiner Klasse nachgeguckt. Es war eine zeitintensive Arbeit, doch im Endeffekt hat sie sich gelohnt.Durch die qualitative Fehleranalyse habe ich einen ziemlich guten Überblick über die einzelnen Lern- und Leistungsstände meiner Kinder bekommen. Zwar hatte ich auch schon vorher eine Vorstellung davon, wer in seiner Schreibentwicklung recht weit fortgeschritten ist und wer noch einige Zeit brauchen wird, bis er den Lernbereich LB abgeschlossen haben wird, doch ich habe bei einigen Schülern nicht gewusst, wie weit sie tatsächlich schon sind.Nach der Auswertung teilen sich die Arbeitsbereiche in meiner Klasse nun folgendermaßen auf:• Elf Kinder arbeiten seit dieser Woche im Lernbereich LD.Mit ihnen habe ich direkt am Montag mit der Einführung in die Sortieraufgaben zum vokalischen r und silbentrennenden h begonnen. Zunächst haben wir einige Sortieraufgaben im Sitzkreis zusammen durchgeführt und begannen mit der Arbeit am „h“: Ich las einzelne Wörter vor und wir...
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Heute haben wir das erste Diagnosediktat geschrieben.In der letzten Zeit hatte ich immer mal wieder kurze Sätze diktiert, die in ihrem Wortschatz dem LB-Bereich zuzuordnen waren. Schon dabei habe ich mir Notizen gemacht, sodass ich die einzelnen Entwicklungsstände meiner Schüler recht gut einschätzen kann.Das Diagnosediktat heute war dagegen sehr viel komplexer, zum einen durch die Länge des Textes, zum anderen durch die Wortwahl und die inhaltliche Seite.Jedes Kind bekam ein Blatt aus der Rechtschreibwerkstatt, das unten schon Kästchen vorweist, in die ich als Lehrer später meine Auswertung eintragen kann.Ich erklärte meiner Klasse das Vorgehen: „Zuerst lese ich den Text einmal ganz und du kannst nach Wörtern fragen, die du nicht kennst oder nicht verstehst. Dann lese ich jeden Satz einmal ganz vor und beginne dann, diesen Satz Wort für Wort zu diktieren.Wenn wir fertig sind, lese ich den Text noch einmal vor. Du liest dabei in deinem Text mit.Dann hast du Zeit zum Korrigieren.“Alle Kinder verstanden, wie es...
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Nach zwei Wochen Herbstferien sind wir am Montag wieder gut in den Schulalltag gestartet. Schon vor Beginn des Unterrichts hatten sich die Kinder untereinander, aber auch mir gegenüber, sehr viel zu erzählen.Wir begannen die Schulwoche mit einem Montagskreis.Besonders im letzten Schuljahr hatte ich immer wieder geschrieben, dass unsere Erzählkreise nur langsam ausführlicher wurden und sich einige Kinder schwer damit taten, genauer und detaillierter zu erzählen.Offensichtlich ist nun der entscheidende Knoten geplatzt, denn unser Montagskreis nach diesen Ferien dauerte fast die ganze erste Stunde und beinahe alle Kinder konnten gut, genau und verständlich von ihren Ferien und Erlebnisse berichten. Dieses Mal war es sogar eher umgekehrt und viele meiner Schüler hatten Schwierigkeiten, sich nur auf ihr schönstes Erlebnis zu konzentrieren.Im Anschluss an den Montagskreis schrieben wir unsere Feriengeschichte in das Geschichtenheft. Trotz der so ausführlichen Erzählrunde im Stuhlkreis konnten nicht alle Kinder selbstständig...
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Die letzten Wochen waren bei mir und auch bei uns in der Schule sehr arbeitsintensiv und ziemlich voll. So bin ich in den letzten beiden Schulwochen nicht regelmäßig zum "bloggen" gekommen... Ich habe nun die Einträge nachgeholt und eingestellt! Ich hoffe, Sie lesen sie auch mit dieser kleinen Zeitverzögerung gerne. So wünsche ich allen Lesern nun erst einmal schöne und erholsame Herbstferien!
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In meinen Berichten und Einträgen der letzten Wochen ist immer wieder die Verschiedenheit meiner Schüler in ihrem Schreibprozess ersichtlich geworden.Außerdem habe ich berichtet, dass einige Kinder die Inhalte des LB-Zimmers bereits so gut und nachhaltig beherrschen, dass sie diese Schreibungen auch in freien Texten beachten und umsetzen.Dennoch habe ich auch diese Schüler zunächst weiter im LB-Zimmer arbeiten lassen. So konnten sie in Ruhe die Arbeitstechniken erlernen und verinnerlichen, da sie nicht übermäßig Konzentration für die inhaltliche Seite ihrer Arbeit aufwenden mussten.Dies haben sie nun ausführlich getan. Sie beherrschen die Techniken und Arbeitsweisen sowohl mit dem Modellwortschatz als auch mit den Abschreibtexten, sodass sie für die Weiterarbeit, auch in den nächsten Zimmern, gut vorbereitet sind.Ziemlich bald nach den Herbstferien werde ich in meiner Klasse ein Diagnosediktat schreiben und entsprechend der Arbeitsergebnisse einzelne Schüler in anderen Zimmern weiter arbeiten lassen. Die Materialien...
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Im ersten Schuljahr habe ich in meinem Blog häufig auch von anderen Bereichen des Deutschunterrichts geschrieben und dabei vom Freien Schreiben oder anderen Schreibaktivitäten meiner Klasse berichtet.Bis jetzt habe ich mich im zweiten Schuljahr sehr auf den Bereich der Rechtschreibung konzentriert, zumal dies ja auch eigentlich der Inhalt der Rechtschreibwerkstatt ist.Dennoch möchte ich an dieser Stelle wieder einmal einen kleinen Einschub vornehmen, der sich eher auf andere Bereiche als die Rechtschreibung bezieht.In unserer Klasse steht nach wie vor der Briefkasten, in dem im letzten Schuljahr immer wieder Post von Ela ankam oder in den wir unsere Briefe an sie steckten.Dieser Briefkasten konnte auch damals schon für Post genutzt werden, die innerhalb unserer Klasse verschickt werden sollte.Auch jetzt nutzen meine Kinder diesen Briefkasten immer wieder für kleine Botschaften untereinander. Sie laden sich per Brief zum Geburtstag ein (manche stecken ihre Einladungen wirklich hier rein, bevor sie sie als Postbote...
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Schon letzte Woche habe ich in meinem Eintrag von der selbstständigen Arbeit meiner Klasse an den Abschreibtexten berichtet. Ich hatte erwähnt, dass es einigen Kindern nicht leicht fällt, schwierige Stellen, also Stellen, an denen sie anders schreiben müssen als sie sprechen, zu erkennen und dann entsprechend zu markieren.Auch in dieser Woche wurde diese Problematik wieder deutlich:Der Abschreibtext wird gelesen und mir häufig mit dem Kommentar gezeigt, nichts sei daran schwierig gewesen. „Das kann ich mir gar nicht vorstellen“, gebe ich häufig zur Antwort und setze mich gemeinsam mit dem jeweiligen Kind an seinen Tisch, um den Text gemeinsam zu bearbeiten. Dabei liest, wie ich schon letzte Woche schrieb, das Kind den Text Wort für Wort laut vor. Meistens stelle ich nur die Frage „Hörst du alles, was du schreiben musst?“. Diese kurze Interaktion reicht oft schon aus, damit mein Schüler oder meine Schülerin selbstständig feststellt, an welcher Stelle im Wort markiert werden muss.Die Ursache für diese Schwierigkeiten...
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Ich habe schon seit längerer Zeit nicht mehr von unserem Montagkreis und dem anschließenden Schreiben in das Geschichtenheft berichtet.Mit Beginn des zweiten Schuljahres hat sich hier etwas verändert: • Zum einen haben wir nun nicht mehr eine Eigenfibel (dies war eine festeingebundene Kladde in DIN A5), sondern ein Geschichtenheft. Unser Geschichtenheft ist ein DIN A4-Heft mit unlinierten Seiten. Jedes Kind hat dafür von mir ein liniertes Blatt bekommen, dessen Zeilenabstand größer ist als bei den beigefügten Einlegebättern und eine gesonderte Linie für eine Überschrift hat.Beim Schreiben der Montagsgeschichte legen meine Schüler dieses Blatt jeweils unter die rechte Seite ihres Heftes und können nun ihre Geschichte schreiben. Wenn sie darüber hinaus noch etwas zu ihrem Text malen möchten, können sie dies entweder auf der Seite links daneben oder unter ihrem Text tun ohne dabei von Schreiblinien behindert zu werden.• Zum anderen erzählen wir nicht mehr jede Woche mündlich vom Wochenende, bevor wir unsere Erlebnisse...
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Mittlerweile sind die Abschreibtexte schon seit drei Wochen eingeführt. Wie ich schon einmal berichtet habe, arbeiten die Kinder nun selbstständig an diesen Texten, d.h. wir markieren nicht mehr gemeinsam schwierige Stellen, sondern jedes Kind führt diese Arbeit selbstständig durch.
Im Arbeitsprozess liest jedes Kind den Text zuerst und beantwortet für sich die unter dem Text stehende Frage. Dann markiert es seinen Text.
Wer diesen Schritt vollzogen hat, zeigt mir seine Markierungen. Nun gebe ich Hinweise, ob es noch weitere Stellen gibt, an denen anders geschrieben als gesprochen wird.
Zwar sollen die Schüler diese Arbeit selbstständig tun, doch die Kinder müssen erst stärker für solche Stellen sensibilisiert werden.
Zunächst sage ich ihnen, wie viele solcher Stellen noch im Text zu finden sind. Wer so noch nicht alle Stelle findet, bekommt genauere Hinweise für die einzelnen Zeilen – meistens sprechen wir diese Stellen dann gemeinsam durch.
Oft hilft es den Kindern, wenn sie an meiner Seite die einzelnen...
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Die Arbeit mit dem Modellwortschatz ist auch diese Woche sehr gut weiter gegangen. Sehr selbstständig sortieren immer mehr meiner Schüler Wörter nach bestimmten Kriterien aus.
An vielen Stellen bemerkt man jetzt auch in freien Texten, dass einige dieser besonderen Schreibungen übernommen werden. Selbstverständlich geschieht das noch nicht durchgängig, da beim Freien Schreiben häufig der Inhalt und das damit verbundene persönliche Erlebnis so sehr im Vordergrund steht, dass es vielen Kindern schwer fällt, auszublenden und auf rein systematische Aspekte zu achten.
In nächster Zeit wird sich dies immer weiter entwickeln.
Zudem werden wir im Unterricht auch immer wieder bestimmte Phänomene bewusst gemeinsam thematisieren, um das bei der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt Erarbeitete und Erlernte auch dadurch noch einmal zu sichern und zu festigen.
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Von der vergangenen Schulwoche kann ich leider nicht viel berichten. Ich war krank und konnte nur einen Tag in die Schule gehen.
Deshalb kann ich mich nur auf das beziehen, was mir meine Kollegen berichteten, die mich in dieser Woche vertraten.
Zwei Kollegen haben im Rahmen des Vertretungsunterrichts mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet. Viele Kollegen machen dies gerne in Vertretungsstunden, da die Kinder sehr gut selbst wissen, was sie arbeiten müssen und wie sie diese Arbeit zu erledigen haben.
In diesen Stunden wurden zwei unterschiedliche Feststellungen gemacht:
1. Die Kinder konnten in der Tat gut selbstständig arbeiten und brauchten wenige Hilfestellungen seitens der jeweiligen Lehrkraft.
2. Den Kindern fiel es allerdings schwerer als sonst, ruhig und ohne lange Unterhaltungen mit dem Tischnachbarn zu arbeiten. Auch in den Rechtschreibstunden, die ich mit den Kindern halte, brauchen meine Schüler immer wieder die Erinnerung, an ein zügiges und wenig abgelenktes Arbeiten. Gerade durch die Vielzahl...
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Alle Kinder meiner Klasse arbeiten seit Beginn des neuen Schuljahres mit dem Modellwortschatz. Die erste Aufgabe ist immer, den Modellwortschatz einmal komplett abzuschreiben. Dabei verinnerlichen die Kinder die Abschreibtechnik und werden mit der Dokumentation ihrer Arbeit auf den Karten und dem Einsortieren der bearbeiteten Karten vertraut.Viele Kinder, vor allem diejenigen, die schon im letzten Schuljahr mit der Modellwortschatzarbeit begannen, haben diese Arbeit mittlerweile abgeschlossen.Sie sortieren nun Wörter nach bestimmten Kriterien aus, z.B. Wörter, die auf „en“, „er“ oder „el“ enden. Zunächst nehmen sie diese Sortierung visuell vor und schreiben dann mit der bereits eingeübten Abschreibtechnik diese Wörter in ihr Modellwortschatzheft. So erstellen sie sich selbst Wörterlisten mit einem bestimmten Rechtschreibphänomen. Weiterführend kann diese Sortierung auch in Partnerarbeit vorgenommen werden; die Wörter werden dann auditiv sortiert und dann vom Partner diktiert aufgeschrieben.Ich habe überlegt, welche...
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Zum Ende dieser Schulwoche haben wir unseren zweiten Abschreibtext bearbeitet. Wir begannen noch einmal gemeinsam und wiederholten die einzelnen Arbeitsschritte:
- Text lesen, Frage am Textende beantworten und damit das inhaltliche Verständnis überprüfen
- Text in die Folie auf der Heftvorderseite stecken
- alle Stellen markieren, an denen man anders schreiben muss als man spricht
- Text abschreiben
- geschriebenen Text lesen
- Text kontrollieren
Wir lasen den Text noch einmal gemeinsam, beantworteten auch die Frage zusammen und markierten die schwierigen Stellen im Text. Dann bekam jedes Kind den Abschreibtext noch einmal auf einem Blatt für sich und musste die Markierungen nun noch einmal selbstständig vornehmen. Anders als beim letzten Mal stand nun aber nicht mehr die gemeinsame Markierung auf dem Overhead-Projektor zu Verfügung; ich wollte, dass sich die Kinder dieses Mal mehr auf sich selbst verließen, denn beim letzten Mal hatten viele ausschließlich auf den bereits markierten Text geschaut.
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Im letzten Schuljahr haben wir ausschließlich mit dem Modellwortschatz gearbeitet, nachdem der Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen war. Wir haben den Modellwortschatz abgeschrieben, Wörter mit –en, -er und –el aussortiert und mit dem Partnerdiktat begonnen.Dabei haben meine Schüler die Abschreibtechnik immer wieder geübt und sich so für die Arbeit an den Abschreibtexten vorbereitet. In diesem Sinn habe ich alle Aufgaben, bei denen auch im Rahmen anderer Arbeiten abgeschrieben werden sollte, immer so konzipiert, dass die Abschreibtechnik „Lesen – Text umdrehen – aufschreiben und leise mitsprechen – wieder umdrehen – kontrollieren“ zwangläufig angewandt werden musste. Dazu habe ich stets Aufgabenblätter erstellt, die auf der Vorderseite die Aufgabe zeigten, z.B. einen Text zu vervollständigen, von dem dann drei oder vier Sätze auf die Rückseite abgeschrieben werden sollten.Sicherlich hätten einige Kinder auch schon im letzten Schuljahr einen Abschreibtext bearbeiten können, doch ich wollte zunächst mit dem...
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Mit Beginn des neuen Schuljahres haben wir zwei neue Schüler in unsere Klasse bekommen. Beide haben an ihrer alten Schule nicht mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet und kannten sich deshalb mit den Materialien und Arbeitsweisen nicht aus. Ich bat meine Kinder in einem Unterrichtsgespräch, einmal zu erklären, was die Rechtschreibwerkstatt überhaupt ist, welche Arbeiten dazu gehören und wie man mit den einzelnen Materialien überhaupt umgeht.Dieser Arbeitsauftrag hatte für mich drei verschiedene Perspektiven:erstens bedeutet eine Erklärung für den Erklärenden immer eine Wiederholung und Auffrischung seines eigenen Wissens, zweitens finde ich es wichtig, dass sich Kinder untereinander etwas erklären und drittens war es für mich sehr interessant zu erfahren, was meine Kinder über die Sommerferien von der Rechtschreibwerkstatt behalten hatten und wie sie die Rechtschreibwerkstatt und die damit verbundenen Arbeitsabläufe erleben.Ich habe manche Kinder ihre Erklärungen aufschreiben lassen und werde im Folgenden nun...
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Nach sechs Wochen Sommerferien haben wir uns am Montag das erste Mal wieder gesehen. Es gab viel zu erzählen und so dauerte der Montagskreis gleich eine ganze Zeit. Anschließend schrieben wir unsere Montagsgeschichten auf – in diesem Schuljahr jedoch nicht mehr in die Eigenfibel, sondern in unser Geschichtenheft.
Das Schreiben klappte gut und meine Schüler konnten ihr schönstes Ferienerlebnis selbstständig festhalten.
Im letzten Schuljahr arbeiteten wir im Grunde jeden Tag an der Rechtschreibwerkstatt, machte der Hör-, Schreib- und Seh-Pass doch einen Großteil unserer Arbeit aus. Wir haben uns selbstverständlich auch mit Büchern und Texten auseinander gesetzt, doch die Gewichtung zwischen der Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Passes und der Arbeit an anderen Bereichen des Sprachunterrichts fiel doch eher zugunsten des Hör-, Schreib- und Seh-Passes aus.
In diesem Schuljahr ist dies etwas anders, sodass die Arbeit an der Rechtschreibwerkstatt nicht mehr einen solch großen Teil...
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Mit genau dieser Überschrift habe ich vor gut einem Jahr diesen Blog begonnen. Seit dem ist viel passiert und meine Klasse wird ab Montag das zweite Schuljahr besuchen.
Wenn ich mich erinnere, wie nervös und aufgeregt ich am Ende der letzten Sommerferien meinen Eintrag verfasst habe, bin ich froh, jetzt schon genauer zu wissen, was auf mich zukommt: Ich kenne die Kinder meiner Klasse und habe schon Erfahrungen als Klassenlehrerin machen können.
Dennoch bin ich auch dieses Jahr wieder aufgeregt, aber ich denke, das ist immer so. Viele meiner Kollegen sagen dasselbe, obwohl die meisten schon wesentlich länger im Schuldienst sind als ich.
In den Sommerferien habe ich einiges vorbereitet – auch für die Rechtschreibwerkstatt.
Ich habe das Material für die nächsten vier Zimmer (LD, LV, KL, WA) hergestellt, d.h. ich habe Abschreibtexte und Wörterlisten kopiert und laminiert, Sortiertafeln fertig gemacht, mögliche Kontrollen erstellt und alles in Hängeordnern und Schubladenkästen organisiert.
Jedes Zimmer hat...
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Die letzte Schulwoche hat begonnen, das Schuljahr neigt sich nun wirklich dem Ende.Am letzten Schultag halten wir Rückschau:Wir nehmen den Aufrollkalender von der Wand und rollen ihn ganz an den Anfang. Es dauert lange, bis wir angekommen sind und dabei wird uns bewusst, wie lang so ein Schuljahr doch ist.Trotzdem habe ich das Gefühl, die Zeit sei nur so dahin gerast…Als wir am Anfang angekommen sind, rollen wir den Kalender langsam wieder auf und lesen unsere Einträge. Dabei fällt uns vieles wieder ein:Der erste gemeinsam erarbeitete Buchstabe „L“/“l“, die erste Geburtstagsfeier in der Klasse, das Lambertusfest, der Tag, an dem wir Kältefrei bekamen, weil die Heizung ausfiel, die Arbeit am Fliegenden Hut, die verschiedenen Werkstätten im Sachunterricht, Kunst- und Musikstunden…und vieles mehr. Manches hatten wir schon fast vergessen, gut, dass wir immer wieder Einträge in den Kalender gemacht haben!Auch für mich ist diese Rückschau gut und sehr schön! Ich erinnere mich, wie aufgeregt ich zu Beginn des Schuljahres...
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Ein Schüler meiner Klasse zieht zum neuen Schuljahr um und wird nach den Sommerferien nicht mehr mit uns zusammen zur Schule gehen.Selbstverständlich möchten wir uns von ihm verabschieden und etwas mit geben, das ihn immer mal wieder an uns denken lässt.So entwickelte sich die Idee, ein Klassen-Erinnerungsbuch zu machen, für das jedes Kind unserer Klasse eine Seite gestaltet – z.B. mit Wünschen, Bildern, Fotos… Schon die Planungsphase war sehr spannend.Wir mussten einmal miteinander sprechen können, ohne dass der Junge unsere Pläne mitbekam. Unter einem Vorwand schickten wir ihn an einem Morgen mit einer Kollegin aus der Klasse und hatten nun Zeit, unser Abschiedsgeschenk zu besprechen.Gemeinsam überlegten wir, was man jemandem schreiben könnte, der in eine neue Stadt mit neuen Menschen, einer neuen Schule, einem neuen Haus zieht. Außerdem wollten wir an schöne gemeinsame Erlebnisse erinnern: „Weißt du noch, als wir…“Jedes Kind bekam ein buntes Blatt Papier und den Auftrag, diese Seite so schön zu gestalten, wie...
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Ich habe schon lange nicht mehr von unseren Montagskreisen und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel berichtet.In der letzten Zeit gab es so viele besondere Aktionen, die wir zum Freien Schreiben nutzten, dass ich unbedingt davon erzählen wollte.Gegen Ende des Schuljahres änderten sich unsere Erzählkreise etwas. Es wurde immer auffälliger, dass viele Kinder nur schwer über den gesamten Zeitraum des Erzählens wirklich aufmerksam zuhören konnten. Auch unsere Regeln, nur eine besonders schöne Sache zu erzählen um einen etwas übersichtlicheren Rahmen zu schaffen oder Nachfragen stellen zu dürfen, halfen nur sehr wenig. Irgendwie musste ich also etwas ändern, sodass jedes Kind, wenn es von seinen Erlebnissen berichtete, die Aufmerksamkeit der Mitschüler bekam.Während der Arbeit am Fliegenden Hut hatten wir immer wieder einzelne Texte vorgestellt und vorgelesen. Auch in der letzten Zeit hatten Kinder häufiger geschriebene Texte der Klasse vorgelesen. Dabei war mir aufgefallen, dass meine Klasse in solchen Situationen...
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Mit dem gemeinsamen Frühstück mit den Eltern und dem Verfassen der Berichte über dieses schöne Erlebnis schlossen wir dieses Thema im Sachunterricht ab.
Mit dem Voranschreiten des Schuljahres und den immer näher rückenden Sommerferien haben wir nun im Sachunterricht mit dem letzten Thema für dieses Schuljahr begonnen: Der Zoo.
Zum Einstieg haben wir gemeinsam ein Zoo-Lied gelernt, dass nun immer wieder in die Sachunterrichtsstunden einleitet.
Die erste Stunde begann danach mit einer Phantasiereise in den Zoo. Wir machten es uns auf unseren Stühlen bequem und gingen schon einmal in Gedanken durch den Zoo.
Diese Erlebnisse hielten wir fest und schrieben sie auf ein Schmuckblatt.
Jeder erlebte in seiner Gedankereise etwas anderes und so konnten wir gespannt sein, als wir uns nach der Schreibphase gegenseitig...
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Unser Gesundes Frühstück gemeinsam mit den Eltern meiner Schüler war ein wirklich schönes Erlebnis.
Um acht Uhr kamen sechs Eltern mit ihren Kindern in die Schule, sie halfen uns bei der Zubereitung der Speisen.
Ich hatte die Kinder schon am Tag zuvor in Gruppen eingeteilt, sodass heute jeder schon wusste, für welche Speise er nun heute verantwortlich war.
Jedes Elternteil betreute eine Schülergruppe. Im Jahrgang hatten wir Rezepte für ein Gesundes Frühstück zusammengetragen. Dementsprechend hatte ich Einkaufslisten auf Briefumschlägen vorbereitet, in denen jeweils Einkaufsgeld aus der Klassenkasse steckte. Die Kinder gingen nun zunächst in ihren Gruppen mit einem Erwachsenen einkaufen, kamen dann zurück in die Schule und bereiteten an einem Ort im Gebäude die Speise vor. Zu zehn Uhr waren dann alle Eltern der Klasse eingeladen, um gemeinsam mit uns zu frühstücken....
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Im Sachunterricht arbeiten wir gerade zum Thema „Gesundes Frühstück“. Wir haben schon einiges über gesunde Ernährung erfahren, die sieben Lebensmittelgruppen kennen gelernt und Vermutungen darüber angestellt, wie viele Stückchen Zucker in der verschiedenen Lebensmittel enthalten sind.
Natürlich gehört zu einem solchen Thema auch, dass man sich selbst ein Frühstück herrichtet, das eben diesen Kriterien der gesunden Ernährung entspricht.
Unsere Idee im Jahrgang war es, gemeinsam mit den Eltern ein gesundes Frühstück in der Schule zu machen. Wir als Klasse wollen das Frühstück zubereiten und zum eigentlich Essen die Eltern in die Schule einladen.
Doch zu einer solchen Einladung gehört es natürlich auch, dass man eine Einladung schreibt, in der man seine Gäste herzlich einlädt.
Genau dies haben wir gemacht!
Es ist schon etwas her, dass wir den letzten Brief geschrieben haben. Also wiederholten wir noch einmal, was alles in einen Brief gehört.
Gemeinsam überlegten wir, was für unsere Gäste wichtig wäre zu wissen,...
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Mit immer größeren Schritten geht es auf die Sommerferien zu. Ich bin erstaunt, wie schnell dieses erste Schuljahr mit meiner ersten eigenen Klasse herum gegangen ist!Nun habe ich bereits das Zeugnisformular auf meinem PC und habe begonnen, Zeugnisse zu schreiben. Sicherlich ist es noch ein bisschen hin, aber wir geben die Zeugnisse schon eineinhalb Wochen vor Schuljahresende ab und ich brauche Zeit, um die Texte zu formulieren, dann etwas ruhen zu lassen und sie noch einmal zu lesen. Oft brauche ich eine kleine Pause zwischen Schreiben und Korrektur-Lesen, um wirklich Verbesserungen vornehmen zu können. Der Bereich Sprache ist sehr komplex, umfasst er doch viele unterschiedliche Aspekte: - Das freie Schreiben mit den Gesichtspunkten Laut-Buchstaben-Zuordnung, Einhaltung von Wortgrenzen, Verständlichkeit und Umfang der Texte, Schreibmotivation und dem Schriftbild- die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass- das LesenDabei gilt es auch immer, die Entwicklung des einzelnen Kindes aufzuzeigen und Formulierungen zu...
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Wie schon im letzten Eintrag geschrieben, haben viele Kinder meiner Klassemittlerweile den Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen. Bislang hat diese Arbeit einen Großteil unserer Deutsch-Stunden eingenommen. Nun muss das anders sein, denn Rechtschreiben ist nur ein Teil des Spracheunterrichts und kann deshalb nicht alle Deutsch-Stunden füllen.So kümmern wir uns jetzt auch ganz gezielt um Besonderheiten der Schreibung, die eindeutig zum LB-Bereich gehören: Sp/sp, St/st, Sch/sch, Eu/eu, Au/au und Ei/ei.Wir sammeln Wörter zu den einzelnen Lauten, halten sie an der Tafel fest und schreiben sie in unsere Schreibhefte, die wir auch erst seit kurzem benutzen. In einem nächsten Schritt werden wir uns um Besonderheiten am Wortende kümmern und Wörtersammlungen zu –er, –el und –en erstellen. So erarbeiten wir uns nach und nach einen immer tieferen Einblick in die deutsche Sprache und nähern uns der Erwachsenenschreibung. Neben diesen Aspekten, die ebenfalls zum Bereich Rechtschreibung gehören, schreiben wir nach wie...
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Die nächsten zwei Wochen sind noch einmal kurze Wochen, d.h. wir gehen jeweils nur drei Tage in die Schule. Einerseits ist das sicherlich angenehm und gerade im Hinblick auf das Schreiben der Zeugnisse für uns Lehrer hilfreich, doch andererseits bringen diese Wochen immer Unruhe in den Schulalltag: Die Kinder kommen mit der zeitlichen Abfolge der Tage nicht mehr zurecht („Frau Hoffmann, warum haben wir heute kein Sport? Am ersten Tag der Woche haben wir immer nach der großen Pause Sport!“ – Der erste Tag der Woche war eben dieses Mal ein Mittwoch…), müssen sich immer wieder mehr in den Schulalltag einfinden als nach einem normalen Wochenenden, da vier Tage, gerade für die Erstklässler, oft wie kleine Ferien erlebt werden…Und außerdem sind es nur noch gut sechs Wochen bis zu den Sommerferien und wir haben noch einiges vor.Also heißt es nun: Endspurt! Es wäre schön, wenn noch einige Kinder den Hör-, Schreib- und Seh-Pass sowie den Lesepass abschließen würden. So muss ich zusätzliche Arbeitszeiten einrichten, gerade...
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Am Sonntag ist Muttertag. Ich möchte mit meinen Kindern eine Kleinigkeit vorbereiten. Es soll nichts Großes sein und vor allem etwas, dass wirklich selbst gemacht ist. Eine Kollegin fand ein sehr schönes Gedicht, das im Grunde ein Rätsel ist und von einem Brief handelt, der der Mutter die Botschaft bringt: Ich hab´ dich lieb!Dazu wurde vorgeschlagen, einen Brief auf einem als Fächer gefalteten Blatt Papier zu schreiben, der dann der Mutter zum Muttertag und als Lösung des Rätsels überreicht werden kann.Genauso machten wir es.Schon zu Beginn der Woche bekam meine Klasse das Gedicht. Ich las es zunächst einmal vor und stellte meinen Kindern dabei das Rätsel, das sie nach einem zweiten Vorlesen lösen konnten. Dann lasen wir es zweimal gemeinsam laut; alle Kinder hatten es nun schon viermal gehört. Aufgabe war es nun, diese Zeilen auswendig zu lernen, um es am Sonntag ohne Blatt zum Muttertag vortragen zu können. Ich sagte meinen Kindern, sie sollten die erste Strophe zum nächsten Tag so oft lesen, bis sie schon immer...
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Dienstags beginnt unser Schultag weiterhin mit Freier Arbeit; ich habe immer mal wieder davon berichtet.Heute möchte ich meine Ausführungen des vorangegangenen Eintrags mit einem Bericht zur Freien Arbeit unterstützen.In der Freien Arbeit stehen meinen Kindern viele Materialien zur Verfügung, mit denen sie arbeiten können. Selbstverständlich können auch Lesepass und Hör-, Schreib- und Seh-Pass in diesen Phasen als Arbeit gewählt werden.Der Tagesplan an der Tafel zeigt allen Kindern, was in den nachfolgenden Arbeitsphasen des Schultages noch ansteht; dazu gehört häufig auch eine Phase der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt. Arbeitet ein Schüler schon in der Freien Arbeit an seinem Hör-, Schreib- und Seh-Pass wird er an diesem Tag zwei Arbeitsphasen damit haben.Einige meiner Kinder haben, besonders wenn sie ihren Hör-, Schreib- und Seh-Pass fast fertig hatten, die Freie Arbeit genutzt, um zügiger voran zu kommen und die Arbeit daran abzuschließen.Nun ist es schon öfter vorgekommen, dass Schüler in der Freien Arbeit...
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Heute haben fünf weitere Kinder mit der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt begonnen, auch sie gaben mir voller Stolz ihren durchgearbeiteten Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Ich traf mich mit diesen fünf Schülern in unserer Arbeitsecke auf dem Teppich hinten im Klassenraum und breitete dort das Material aus, mit dem auch sie nun ihre Arbeit im LB-Zimmer beginnen sollten. Ich zeigte ihnen ihren Rechtschreibpass und jeweils zu den einzelnen Seiten die Übungen und Arbeitsweisen. An manchen Stellen wurde ich kurz unterbrochen: „Frau Hoffmann, das wissen wir schon! Das haben wir doch alles schon bei den anderen gesehen!“ Ich ließ mir dann die Arbeit von den Kindern erklären und ergänzte bei Bedarf Aspekte, die mir wichtig waren.So schickte ich die fünf neuen Rechtschreibwerkstatt-Kinder in die Arbeit und ich muss mit Freude feststellen, dass die Arbeit gut läuft und alle bislang gut mit der Arbeit im LB-Zimmer zurecht kommen.Auch zu dieser Arbeitsphase, in der nun Kinder am Hör-, Schreib- und Seh-Pass, andere in der Rechtschreibwerkstatt...
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Nach dem Elternabend stand gleich in der nächsten Woche der Elternsprechtag an. Auch dies bedeutete einige Vorbereitungsarbeit, schließlich wollte ich auch jetzt den Eltern wieder einen umfassenden und verständlichen Ein- und Überblick über den Lernstand ihres Kindes und die vollzogene Entwicklung seit dem letzten Sprechtag geben.Zur Verdeutlichung der Schreibentwicklung waren zwei Dokumente von besonderer Bedeutung: die Eigenfibel und die Auswertungen der letzten Bild-Wort-Teste.Gemeinsam blätterten wir durch die Eigenfibel und verglichen die ersten mit den letzten Seiten – die Schreibentwicklung aller Kinder ist enorm und wurde beim Nebeneinanderlegen sehr deutlich. Viele Eltern stellten erfreut fest, dass man die Texte ihrer Kinder schon richtig gut lesen kann und für sie auch verständlich sind, wenn sie nicht mitbekommen haben, was im Montagskreis erzählt oder in der Lonigeschichte passiert ist.Etwas struktureller konnte ich die Schreibentwicklung mit den Bild-Wort-Test-Auswertungen machen.Ich hatte vor Weihnachten...
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