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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Autor:
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DHoffmann
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erstellt am:
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08.07.2008 15:49
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RSW Blog |
Heute begannen die Herbstferien.
Nach all der Arbeit während der letzten Wochen haben wir uns einige Tage mit freierer Zeiteinteilung wirklich verdient.
So bleibt mir nur noch zu sagen:
Schöne Ferien!
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Im vorherigen Eintrag habe ich bereits ausführlich von unserer Vorgangsbeschreibung zum "Pellkartoffeln kochen" berichtet.
In diesem Eintrag möchte ich kurz auf Besonderheiten im Bereich Rechtschreiben eingehen, die mir in einigen Arbeiten aufgefallen sind.
Auf dem Stichwortzettel waren immer unvollständige Sätze angegeben, in denen die Verben in ihrer Grundform notiert waren, z.B. die Kartoffeln schälen.
Daraus musste dann ein Satz formuliert werden, der ungefähr diesen Aufbau hatte: Ich schäle die Kartoffeln.
Viele Schüler schafften diesen Schritt.
Doch wer in den Wortarten noch nicht so sicher war, hatte hier Schwierigkeiten.
Dann wurde häufig die Grundform beibehalten - entweder wurde ein anderes Verb in den Satz eingebaut, um dem herkömmlichen Satzbau zu entsprechen, z.B. Ich nehme eine Kartoffel schälen, oder das Verb wurde in seiner Grundform belassen und einfach an das Satzende gestellt.
Ich war zunächst verwundert - zumal einige der Kinder, die sich hiermit schwer taten, die Grammatkiübung...
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In dieser Woche kam die Rechtschreibwerkstatt zugunsten unseres aktuellen Sachunterrichtsthemas "Die Kartoffel" etwas kürzer dran als sonst.
In dieser Woche nahm "Die Kartoffel" einen großen Teil unserer Zeit ein.
Im Sachunterricht sammelten wir Fragen, die wir gerne beantwortet haben möchten. Daraus ergaben sich die Stundenthemen: wir besprachen den Aufbau und das Wachstum der Kartoffel, wir erfuhren, wie die Kartoffel nach Deutschland kam und mit welchem Trick Friedrich der Große die Kartoffel populär machte.
Außerdem führten wir einige Versuche durch: Wir beobachteten eine Kartoffel mit und ohne Schale um die Funktion dieser herauszufinden und wir wiesen Stärke nach.
Im Deutschunterricht sammelten wir viele Kartoffelwörter und frischten dabei unser Wissen über zusammengesetzte Nomen auf, wir beschäftigten uns mit einem Gedicht über den Kartoffelkäfer und lasen verschiedene Texte, auch im Sachunterricht, denen wir Informationen entnahmen um Fragen zu beantworten und kleine Kartoffelvorträge zu halten....
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Heute hatten alle Schüler meiner Klasse dieselbe Aufgabe: Jeder musste einen Abschreibtext bearbeiten.
In Bezug auf die Grammatikübung der letzten Woche meldete ich ihnen zurück, dass viele die Aufgabe, die einzelnen Sätze abzuschreiben, nicht sorgfältig genug bearbeitet hatten.
Wie ich schon im letzten Eintrag schrieb, hatten auch Schüler, die im Grunde recht sicher im Abschreiben waren, viele Verschreibungen gemacht und sie auch bei der Kontrolle übersehen.
So war es mir ein großes Anliegen, das saubere Abschreiben und die genaue Kontrolle des abgeschriebenen Textes noch einmal mit allen zu besprechen, in einer Übung zu vertiefen und bewusst zu machen.
Deshalb arbeiteten meine Kinder heute nicht an den von ihnen begonnenen Arbeiten weiter, sondern mussten sich einen Abschreibtext vornehmen.
Die Stille, die während meiner Ausführungen in der Klasse war, zeigte, dass sich meine Schüler die Worte doch zu Herzen nahmen.
In der anschließenden Arbeitsphase war es ebenfalls sehr ruhig, man konnte von...
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In den vergangenen Wochen arbeiteten wir, neben den Rechtschreibwerkstatt-Stunden, auch im Klassenverband an den Wortarten. Dabei arbeiteten wir stets „blockweise“, indem wir uns jeweils um eine Wortart sehr intensiv kümmerten.
Wir begannen mit den Adjektiven. Diese wurden in Texten markiert und mit ihren Steigerungen, die wir ja auch zur Überprüfung nutzen, aufgeschrieben.
Anschließend kümmerten wir uns um die Verben. Wieder wurden sie in Texten markiert und anschließend mit Grundform, ich-, er- und wir-Form aufgeschrieben. Zusätzlich beschäftigten wir uns dann mit der Zeitform des Präteritums; die Kinder „übersetzten“ Sätze und kurze Texte in diese Zeit.
Abschließend behandelten wir die Nomen. Auch diese wurden in Texten markiert und mussten dann in Einzahl und Mehrzahl aufgeschrieben werden.
Zu den Verben und Nomen schrieben wir jeweils eine Arbeit, in denen die Übungen des Unterrichts noch einmal vorkamen.
Diese Woche thematisierte die Übung die Nomen.
Auch...
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Zu Beginn dieser Woche haben wir das erste Diagnosediktat im neuen Schuljahr geschrieben. Die Kinder kannten das Prinzip noch aus dem letzten Schuljahr, sodass eine kurze Erinnerung an die Vorgehensweise des Diktierens genügte.
Während der ganzen Zeit des Schreibens war es in der Klasse sehr ruhig, eine wirklich gute Arbeitsatmosphäre.
Ich las den Text zunächst einmal vollständig vor. Alle hörten sehr aufmerksam zu.
Anschließend begannen wir mit dem Diktieren und Schreiben. Beim Aufschreiben der diktierten Wörter ließen sich meine Schüler viel Zeit, man spürte das Bemühen, die Wörter möglichst genau abzuhören und dann entsprechend aufzuschreiben. Einige Kinder bewegten beim Schreiben auch die Lippen, sie sprachen offensichtlich während des Schreibens leise mit.
Nachdem der Text vollständig diktiert worden war, las ich...
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Nach nun schon fünf Schulwochen beginne ich heute, meine Aufzeichnungen im Rechtschreibwerkstatt-Blog fortzusetzen.
Ich hoffe, dass auch jetzt noch Leser auf der Seite schauen – auch wenn nun bereits einige Schulwochen ins Land gegangen sind.
Der Anfang des Schreibens hat sich dieses Mal leider etwas verzögert – es war nicht von Beginn an klar, ob ich weiter schreiben kann und soll.
Ich bin nämlich schwanger und werde zunächst nur noch bis Weihnachten an meiner Schule arbeiten, dann beginnt mein Mutterschutz.
Deshalb wird dieses Tagebuch von mir auch nur noch bis dahin geführt werden können, sodass zunächst seitens der Rechtschreibwerkstatt eine Entscheidung getroffen werden musste, ob ich mit dem Ende des vergangenen Schuljahres mein Schreiben beende oder doch noch bis Weihnachten meine Aufzeichnungen fortsetze.
Durch Urlaubstage fiel die Entscheidung erst etwas später: Ich schreibe bis Weihnachten weiter!
Damit möchte ich nun beginnen.
Ich wünsche viel Freude beim Lesen für Sie hoffentlich interessanter...
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Nach sechs Wochen Sommerferien begann für meine Klasse und mich die Schule in einem neuen Klassenzimmer, das wir für die kommenden zwei Schuljahre behalten werden.
Viele meiner Schüler sind in den Ferien wirklich gewachsen und plötzlich kam mir der Gedanke, dass die Zeit seit der Einschulung vor zwei Jahren wirklich schnell vergangen ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so denken würde, kennt man solche Bemerkungen doch eher von älteren Menschen, doch dieses Mal konnte ich nicht anders.
Trotz dieser körperlichen Veränderung stellte ich schon bald fest, dass sich meine Kinder ansonsten doch sehr ähnlich geblieben sind und das ist gut so!
Es war ein fröhliches Wiedersehen mit vielen Erzählungen und Berichten, die lebhaft im Montags-Ferien-Kreis erzählt und anschließend aufgeschrieben wurden.
Alle Schüler verfassten ihre Geschichten in Schreibschrift, auch wenn der ein oder andere eine kleine Erinnerung brauchte, dass er oder sie das schon gelernt haben.
Trotzdem freute ich mich darüber, wie gut dies klappte, denn die Postkarten, die ich während der Sommerferien bekam, waren alle in Druckschrift verfasst worden.
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erstellt von DHoffmann am:
11.09.2009 07:29
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Heute war der letzte Tag unseres zweiten Schuljahres. Irgendwie war in den letzten Tagen alles sehr schnell gegangen. Durch das Aufräumen unserer Klasse und das Zusammenpacken unserer Materialien hatten wir immer genug zu tun gehabt. Alle Arbeitspausen zwischen Mathematik, Schreibschriftlehrgang und der letzten Stunde Sachunterricht waren so gut gefüllt. Wir setzten uns zu einer „Das mache ich in den Ferien“- und „Das war das Beste in diesem Schuljahr“-Runde zusammen. Es war schön, von jedem Kind noch einmal etwas zu hören und zu wissen, was jeder in den kommenden sechs Wochen vorhatte. Insgesamt kam es mir komisch vor, dass meine Kinder nun schon bald in das dritte Schuljahr kommen werden.Ich erinnere mich noch genau, wie es war, als meine Klasse vor zwei Jahren eingeschult wurde. Damals bekam ich parallel zwei dritte Schuljahre, die ich in Englisch und Musik unterrichten sollte. Diese Drittklässler kamen mir damals so groß vor, gerade weil meine Schüler noch so jung und klein waren. Jetzt werden meine Kinder...
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Heute wurden an unserer Schule die Zeugnisse für alle Schüler der ersten, zweiten und dritten Schuljahre verteilt. Das Zeugnis des zweiten Schuljahres hat zwei Seiten: Eine Seite mit einem Berichtszeugnis, die andere Seite mit Noten für die einzelnen Fächer.Meine Schüler erwarteten ihre Zeugnisse völlig unterschiedlich: Einige Kinder fragten nach, ob sie heute Zeugnisse bekommen würden, andere sprachen vor der Zeugnisausgabe gar nicht davon und ein Mädchen erkundigte sich schon in der Woche davor, wann denn nun endlich die Zeugnisse ausgeteilt würden – sie konnte es kaum erwarten.Ich war froh, dass ich nicht nur Noten geben musste, sondern in einem Bericht genauere Aussagen zum Leistungsstand des einzelnen Kindes machen konnte. Alle Schüler meiner Klasse hatten sich im vergangenen Schuljahr wirklich angestrengt und ihr Bestes gegeben. Dennoch waren die Ergebnisse, die erzielt wurden, unterschiedlich und ich musste meinen Schülern verschiedene Noten geben.Gerade weil sich alle Kinder wirklich bemüht und engagiert...
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Dieses war die letzte volle Schulwoche in unserem zweiten Schuljahr. Es war eine komische Woche, in der wir hauptsächlich begonnene Arbeiten beendeten und langsam begannen, die Sachen im Klassenraum zusammenzuräumen. Für das kommende Schuljahr werden wir nämlich in einen anderen Klassenraum umziehen. Einige Kinder führten ihren Schreibschriftlehrgang zu Ende, währenddessen arbeiteten andere Kinder u.a. an der Rechtschreibwerkstatt.
Zum Ende dieses Schuljahres sind meine Schüler in drei verschiedenen Zimmern: Einige arbeiten im LD-Zimmer, einige im KL-Zimmer und wieder andere im WA-Zimmer. Mit diesem Stand werden wir in das nächste Schuljahr gehen und dort unsere Arbeit fortsetzen.
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In dieser Woche kann ich – mal wieder – nicht viel Neues berichten. Wir haben erfolgreich in den Zimmern der Rechtschreibwerkstatt weitergearbeitet – allerdings mit dem Unterschied, dass wir nun alles in Schreibschrift umsetzen.Mittlerweile haben die meisten meiner Schüler ihren Schreibschriftlehrgang abgeschlossen und damit den Auftrag, alle Schreibarbeiten nun in Schreibschrift zu erledigen.Grundsätzlich macht meinen Kindern das Schreiben in Schreibschrift Freude und sie sind stolz darauf.Allerdings ist dadurch die Aufmerksamkeit manchmal eher auf das Schreiben der einzelnen Buchstaben ausgerichtet, sodass andere Schwerpunkte, wie z.B. die Beachtung der Endung –er oder der Wortarten, etwas in den Hintergrund geraten. So passieren Kindern nun manchmal wieder Verschreibungen, die sie eigentlich schon überwunden hatten.Gleichzeitig stelle ich aber auch fest, dass dieser „Trend“ nachlässt je länger die Kinder durchgängig in Schreibschrift arbeiten.Wahrscheinlich ist es einfach eine Umgewöhnung und ein Vertrautwerden...
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erstellt von DHoffmann am:
17.06.2009 12:09
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In den letzten Tagen war mir immer wieder aufgefallen, dass einige Schüler, die im LD-Zimmer arbeiten, immer noch Schwierigkeiten haben, schwierige Stellen vor dem Abschreiben zu markieren. Also traf ich mich erneut in einem kleinen Kreis mit einigen meiner Schüler und wir markierten einen Text gemeinsam. Solche Arbeitskreise hatte ich auch schon zu Beginn der Arbeit im LD-Zimmer ab und an einberufen.Für die Arbeit heute hatte ich einen mittellangen Text mehrmals kopiert, um daran zunächst gemeinsam schwierige Stellen auszumachen.Erst in einem nächsten Schritt sollen die Kinder dann einen individuellen Text mit mir markieren.In dieser kleinen Arbeitsrunde klappte das Markieren wesentlich besser. Ich denke, dass das gemeinsame laute Lesen des Textes und das Gegenüberstellen verschiedener Sprechweisen hierfür hilfreich war.Meine Kinder hatten folgenden Auftrag: „Lies das Wort genauso, wie es dort geschrieben steht.“ Nun liest ein Kind das entsprechende Wort. Dann kam der nächste Auftrag: „Sprich das Wort nun so,...
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Heute begannen weitere sechs Kinder mit der Arbeit im WA-Zimmer. Ich führte sie in die neue Arbeit auf die gleiche Weise ein, wie ich es zuvor mit meinen anderen Schülern gemacht hatte. Einziger Unterschied: Diese Kinder hatten ihre Mitschüler während der Rechtschreibstunden schon bei der Sortierarbeit im WA-Zimmer beobachtet und kannten dadurch bereits einige Arbeitsabläufe dieses Zimmers. So musste ich gar nicht mehr alle Schritte selbst erklären, da meine Schüler immer wieder eingriffen und das Vorgehen selbst beschrieben und sagten, wie es weiterging. Daher fiel die heutige Einführung wesentlich kürzer aus als die Erste.
Die Weiterarbeit mit dem Partner verlief ebenfalls problemlos, sodass ich hier „überflüssig“ war und mich um meine anderen Kinder kümmern konnte.
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In dieser Woche fanden an unserer Schule Thementage zur „Gesundheit“ statt. Das hieß konkret: 
Alle Kinder unserer Schule waren jahrgangsübergreifend zu Gruppen zusammengefasst. Sie durchliefen während der drei Tage verschiedene Themengruppen, die sich mit Aspekten der Ernährung, der Bewegung und des Körpers behandelten – schließlich tragen alle Bereiche zur Gesundheit eines Menschen bei.
Fast alle Teilbereiche dieser drei Gebiete wurden täglich gewechselt, die Schülergruppen blieben allerdings über die ganze Zeit bestehen. So konnten sich auch die jüngeren Kinder gut orientieren. ...
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