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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Autor:
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DHoffmann
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erstellt am:
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08.07.2008 15:49
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RSW Blog |
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Heute schreibe ich an dieser Stelle nicht über die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt in meiner Klasse.
Heute muss ich an dieser Stelle eine Erklärung abgeben, warum ich in der letzten Woche keinen neuen Eintrag hochgeladen habe und warum ich auch in der nächsten Zeit höchstwahrscheinlich eher unregelmäßig schreiben werde.
Letzte Woche war ich krank und musste zu Hause bleiben, deshalb konnte ich nicht von der Arbeit berichten. In den letzten zwei Jahren beschrieb ich in meinem Blog dann, wie meine Klasse in der Zeit meiner Abwesenheit mit der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt zurecht kam.
Dieses Mal ist das jedoch anders:
Ich bin schwanger, im Februar bekomme ich ein Kind. Ursprünglich hätte ich noch bis Weihnachten arbeiten dürfen.
Doch nun kam etwas dazwischen.
Wie sicher alle wissen, geht momentan die Schweinegrippe um, vielleicht hat der ein oder andere auch schon eigene Erfahrungen damit gemacht.
Bis letzte Woche war unsere Schule von der Schweinegrippe verschont geblieben, doch gegen Ende...
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In dieser Woche arbeiteten wir weiter im LV-Zimmer, indem wir wie in der vergangenen Woche die Bildkarten sortierten.
Mir war es wichtig, dass meine Schüler sich noch weiter allein mit ihrem Gehör auf die langen und kurzen Vokale konzentrierten und nicht schon jetzt durch das Schriftbild abgelenkt wurden.
Also bildeten meine Kinder wieder Paare und fuhren mit ihrer Arbeit fort.
Die meisten Kinder kamen mit dieser Aufgabe gut zurecht. So hatte ich genügend Zeit, mich um bestimmte Paare zu kümmern, denen das Abhören der Wörter noch schwerer fiel. Zeitweise benötigten sie eine Wiederholung des Wortes durch mich; dabei bemühte ich mich, den Vokal deutlich zum Klingen zu bringen. Anderen Paaren fiel es schwer, die Vokale gewollt lang bzw. gewollt kurz zu sprechen. Hier half manchmal schon die Wiederholung der eingeübten Geste der letzten Woche, manchmal unterstütze ich die Kinder, indem ich mit ihnen die Wörter gewollt lang oder gewollt kurz sprach.
Auf diese Weise konnten meine Schüler gut arbeiten und war...
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Der Lehrplan legt für das dritte Schuljahr hauptsächlich zwei Themen für den Bereich der Rechtschreibung fest: Die Arbeit an den Wortarten und die Länge der Vokale.
Wie im letzten Eintrag bereits deutlich wurde, haben wir bereits ausführlich zu den Wortarten gearbeitet, die meisten Schüler meiner Klasse haben dieses Zimmer nun abgeschlossen.
In meinem Eintrag "Das erste Diagnosediktat im 3. Schuljahr" habe ich bereits geschrieben, dass einige meiner Kinder zweigleisig in der Rechtschreibwerkstatt arbeiten: im Klassenunterricht arbeiten sie in einem Zimmer, in Förderstunden oder einer weiteren Rechtschreibwerkstattstunde wiederholen und sichern sie Aspekte vorheriger Zimmer, in denen sie noch Unsicherheiten und Übungsbedarf haben.
Zum einen müssen sie ihre Unsicherheiten und Schwierigkeiten in den Zimmern LD und WA durch Übungen ja weiter mindern, zum anderen müssen sie aber auch die Prinzipien der Länge der Vokale (LV-Zimmer) kennen und anwenden lernen.
So werden sie weiterhin zweigleisig fahren.
Heute...
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In den Ferien habe ich die Weiterarbeit für die nächsten Wochen geplant und vorbereitet, darunter natürlich auch die Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt.
Ursprünglich wollte ich jetzt, im Anschluss an das WA-Zimmer, das entsprechende Korrektur-Zimmer einführen und meine Kinder darin arbeiten lassen, bevor das nächste Zimmer geöffnet wird.
Während der Vorbereitungen kam ich jedoch zu einem anderen Schluss: Ich überspringe mit den meisten Kindern meiner Klasse das KW-Zimmer zu den Wortarten.
Die Übungen, die in diesem Zimmer angeboten und bearbeitet werden müssen, haben wir in der vergangenen Zeit schon mehrfach und intensiv im Klassenverband besprochen und auf verschiedene Wiese bearbeitet.
In den Texten des KW-Zimmers zu den Wortarten sind alle Wörter, Satzanfänge ausgenommen, klein geschrieben. Aufgabe der Schüler ist es, die Nomen im Text zu markieren und dann ins Heft in Einzahl und Mehrzahl abzuschreiben oder den Text korrigiert abzuschreiben - beides ist möglich und kann je nach Kind variiert werden....
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Am Montag begann die Schule wieder, die Herbstferien waren vorüber.
Alle Kinder meiner Klasse kamen gut gelaunt an und hatten sofort viel zu erzählen. Noch vor Beginn des Montags-Ferienkreises wusste ich einiges über die besten Erlebnisse während der letzten zwei Wochen.
Als wir dann gemeinsam im Erzählkreis begannen, erzählte jedes Kind von seinen Ferien und wirklich jeder trug hier etwas zu der Runde bei.
Insgesamt fiel auf, dass die Berichte mittlerweile ausführlicher werden - vor allem im Vergleich zu den vergangenen zwei Schuljahren.
Ähnliches wurde in der Phase des Freien Schreibens deutlich: Vielen meiner Schüler fiel es leichter, ihren Text länger und ausführlicher zu gestalten. Hatten einige sonst oft Schwierigkeiten, mindestens fünf Sätze auf das Papier zu bringen, schrieben die meisten nun recht selbstständig einen ähnlich langen oder sogar längeren Text.
Vermutlich kommt hier zum einen unsere Arbeit an Bildergeschichten zum Tragen, während der wir Satzanfänge, einige feste Ausdrücke als Formulierungshilfen...
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Heute begannen die Herbstferien.
Nach all der Arbeit während der letzten Wochen haben wir uns einige Tage mit freierer Zeiteinteilung wirklich verdient.
So bleibt mir nur noch zu sagen:
Schöne Ferien!
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Im vorherigen Eintrag habe ich bereits ausführlich von unserer Vorgangsbeschreibung zum "Pellkartoffeln kochen" berichtet.
In diesem Eintrag möchte ich kurz auf Besonderheiten im Bereich Rechtschreiben eingehen, die mir in einigen Arbeiten aufgefallen sind.
Auf dem Stichwortzettel waren immer unvollständige Sätze angegeben, in denen die Verben in ihrer Grundform notiert waren, z.B. die Kartoffeln schälen.
Daraus musste dann ein Satz formuliert werden, der ungefähr diesen Aufbau hatte: Ich schäle die Kartoffeln.
Viele Schüler schafften diesen Schritt.
Doch wer in den Wortarten noch nicht so sicher war, hatte hier Schwierigkeiten.
Dann wurde häufig die Grundform beibehalten - entweder wurde ein anderes Verb in den Satz eingebaut, um dem herkömmlichen Satzbau zu entsprechen, z.B. Ich nehme eine Kartoffel schälen, oder das Verb wurde in seiner Grundform belassen und einfach an das Satzende gestellt.
Ich war zunächst verwundert - zumal einige der Kinder, die sich hiermit schwer taten, die Grammatkiübung...
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In dieser Woche kam die Rechtschreibwerkstatt zugunsten unseres aktuellen Sachunterrichtsthemas "Die Kartoffel" etwas kürzer dran als sonst.
In dieser Woche nahm "Die Kartoffel" einen großen Teil unserer Zeit ein.
Im Sachunterricht sammelten wir Fragen, die wir gerne beantwortet haben möchten. Daraus ergaben sich die Stundenthemen: wir besprachen den Aufbau und das Wachstum der Kartoffel, wir erfuhren, wie die Kartoffel nach Deutschland kam und mit welchem Trick Friedrich der Große die Kartoffel populär machte.
Außerdem führten wir einige Versuche durch: Wir beobachteten eine Kartoffel mit und ohne Schale um die Funktion dieser herauszufinden und wir wiesen Stärke nach.
Im Deutschunterricht sammelten wir viele Kartoffelwörter und frischten dabei unser Wissen über zusammengesetzte Nomen auf, wir beschäftigten uns mit einem Gedicht über den Kartoffelkäfer und lasen verschiedene Texte, auch im Sachunterricht, denen wir Informationen entnahmen um Fragen zu beantworten und kleine Kartoffelvorträge zu halten....
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Heute hatten alle Schüler meiner Klasse dieselbe Aufgabe: Jeder musste einen Abschreibtext bearbeiten.
In Bezug auf die Grammatikübung der letzten Woche meldete ich ihnen zurück, dass viele die Aufgabe, die einzelnen Sätze abzuschreiben, nicht sorgfältig genug bearbeitet hatten.
Wie ich schon im letzten Eintrag schrieb, hatten auch Schüler, die im Grunde recht sicher im Abschreiben waren, viele Verschreibungen gemacht und sie auch bei der Kontrolle übersehen.
So war es mir ein großes Anliegen, das saubere Abschreiben und die genaue Kontrolle des abgeschriebenen Textes noch einmal mit allen zu besprechen, in einer Übung zu vertiefen und bewusst zu machen.
Deshalb arbeiteten meine Kinder heute nicht an den von ihnen begonnenen Arbeiten weiter, sondern mussten sich einen Abschreibtext vornehmen.
Die Stille, die während meiner Ausführungen in der Klasse war, zeigte, dass sich meine Schüler die Worte doch zu Herzen nahmen.
In der anschließenden Arbeitsphase war es ebenfalls sehr ruhig, man konnte von...
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In den vergangenen Wochen arbeiteten wir, neben den Rechtschreibwerkstatt-Stunden, auch im Klassenverband an den Wortarten. Dabei arbeiteten wir stets „blockweise“, indem wir uns jeweils um eine Wortart sehr intensiv kümmerten.
Wir begannen mit den Adjektiven. Diese wurden in Texten markiert und mit ihren Steigerungen, die wir ja auch zur Überprüfung nutzen, aufgeschrieben.
Anschließend kümmerten wir uns um die Verben. Wieder wurden sie in Texten markiert und anschließend mit Grundform, ich-, er- und wir-Form aufgeschrieben. Zusätzlich beschäftigten wir uns dann mit der Zeitform des Präteritums; die Kinder „übersetzten“ Sätze und kurze Texte in diese Zeit.
Abschließend behandelten wir die Nomen. Auch diese wurden in Texten markiert und mussten dann in Einzahl und Mehrzahl aufgeschrieben werden.
Zu den Verben und Nomen schrieben wir jeweils eine Arbeit, in denen die Übungen des Unterrichts noch einmal vorkamen.
Diese Woche thematisierte die Übung die Nomen.
Auch...
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Zu Beginn dieser Woche haben wir das erste Diagnosediktat im neuen Schuljahr geschrieben. Die Kinder kannten das Prinzip noch aus dem letzten Schuljahr, sodass eine kurze Erinnerung an die Vorgehensweise des Diktierens genügte.
Während der ganzen Zeit des Schreibens war es in der Klasse sehr ruhig, eine wirklich gute Arbeitsatmosphäre.
Ich las den Text zunächst einmal vollständig vor. Alle hörten sehr aufmerksam zu.
Anschließend begannen wir mit dem Diktieren und Schreiben. Beim Aufschreiben der diktierten Wörter ließen sich meine Schüler viel Zeit, man spürte das Bemühen, die Wörter möglichst genau abzuhören und dann entsprechend aufzuschreiben. Einige Kinder bewegten beim Schreiben auch die Lippen, sie sprachen offensichtlich während des Schreibens leise mit.
Nachdem der Text vollständig diktiert worden war, las ich...
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Nach nun schon fünf Schulwochen beginne ich heute, meine Aufzeichnungen im Rechtschreibwerkstatt-Blog fortzusetzen.
Ich hoffe, dass auch jetzt noch Leser auf der Seite schauen – auch wenn nun bereits einige Schulwochen ins Land gegangen sind.
Der Anfang des Schreibens hat sich dieses Mal leider etwas verzögert – es war nicht von Beginn an klar, ob ich weiter schreiben kann und soll.
Ich bin nämlich schwanger und werde zunächst nur noch bis Weihnachten an meiner Schule arbeiten, dann beginnt mein Mutterschutz.
Deshalb wird dieses Tagebuch von mir auch nur noch bis dahin geführt werden können, sodass zunächst seitens der Rechtschreibwerkstatt eine Entscheidung getroffen werden musste, ob ich mit dem Ende des vergangenen Schuljahres mein Schreiben beende oder doch noch bis Weihnachten meine Aufzeichnungen fortsetze.
Durch Urlaubstage fiel die Entscheidung erst etwas später: Ich schreibe bis Weihnachten weiter!
Damit möchte ich nun beginnen.
Ich wünsche viel Freude beim Lesen für Sie hoffentlich interessanter...
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