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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Autor: DHoffmann erstellt am: 08.07.2008 15:49
RSW Blog
3. Schuljahr
Heute schreibe ich an dieser Stelle nicht über die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt in meiner Klasse. Heute muss ich an dieser Stelle eine Erklärung abgeben, warum ich in der letzten Woche keinen neuen Eintrag hochgeladen habe und warum ich auch in der nächsten Zeit höchstwahrscheinlich eher unregelmäßig schreiben werde. Letzte Woche war ich krank und musste zu Hause bleiben, deshalb konnte ich nicht von der Arbeit berichten. In den letzten zwei Jahren beschrieb ich in meinem Blog dann, wie meine Klasse in der Zeit meiner Abwesenheit mit der Arbeit  in der Rechtschreibwerkstatt zurecht kam. Dieses Mal ist das jedoch anders: Ich bin schwanger, im Februar bekomme ich ein Kind. Ursprünglich hätte ich noch bis Weihnachten arbeiten dürfen. Doch nun kam etwas dazwischen. Wie sicher alle wissen, geht momentan die Schweinegrippe um, vielleicht hat der ein oder andere auch schon eigene Erfahrungen damit gemacht. Bis letzte Woche war unsere Schule von der Schweinegrippe verschont geblieben, doch gegen Ende...
3. Schuljahr
In dieser Woche arbeiteten wir weiter im LV-Zimmer, indem wir wie in der vergangenen Woche die Bildkarten sortierten. Mir war es wichtig, dass meine Schüler sich noch weiter allein mit ihrem Gehör auf die langen und kurzen Vokale konzentrierten und nicht schon jetzt durch das Schriftbild abgelenkt wurden. Also bildeten meine Kinder wieder Paare und fuhren mit ihrer Arbeit fort. Die meisten Kinder kamen mit dieser Aufgabe gut zurecht. So hatte ich genügend Zeit, mich um bestimmte Paare zu kümmern, denen das Abhören der Wörter noch schwerer fiel. Zeitweise benötigten sie eine Wiederholung des Wortes durch mich; dabei bemühte ich mich, den Vokal deutlich zum Klingen zu bringen. Anderen Paaren fiel es schwer, die Vokale gewollt lang bzw. gewollt kurz zu sprechen. Hier half manchmal schon die Wiederholung der eingeübten Geste der letzten Woche, manchmal unterstütze ich die Kinder, indem ich mit ihnen die Wörter gewollt lang oder gewollt kurz sprach. Auf diese Weise konnten meine Schüler gut arbeiten und war...
3. Schuljahr
Der Lehrplan legt für das dritte Schuljahr hauptsächlich zwei Themen für den Bereich der Rechtschreibung fest: Die Arbeit an den Wortarten und die Länge der Vokale. Wie im letzten Eintrag bereits deutlich wurde, haben wir bereits ausführlich zu den Wortarten gearbeitet, die meisten Schüler meiner Klasse haben dieses Zimmer nun abgeschlossen.   In meinem Eintrag "Das erste Diagnosediktat im 3. Schuljahr" habe ich bereits geschrieben, dass einige meiner Kinder zweigleisig in der Rechtschreibwerkstatt arbeiten: im Klassenunterricht arbeiten sie in einem Zimmer, in Förderstunden oder einer weiteren Rechtschreibwerkstattstunde wiederholen und sichern sie Aspekte vorheriger Zimmer, in denen sie noch Unsicherheiten und Übungsbedarf haben. Zum einen müssen sie ihre Unsicherheiten und Schwierigkeiten in den Zimmern LD und WA durch Übungen ja weiter mindern, zum anderen müssen sie aber auch die Prinzipien der Länge der Vokale (LV-Zimmer) kennen und anwenden lernen. So werden sie weiterhin zweigleisig fahren. Heute...
3. Schuljahr
In den Ferien habe ich die Weiterarbeit für die nächsten Wochen geplant und vorbereitet, darunter natürlich auch die Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt. Ursprünglich wollte ich jetzt, im Anschluss an das WA-Zimmer, das entsprechende Korrektur-Zimmer einführen und meine Kinder darin arbeiten lassen, bevor das nächste Zimmer geöffnet wird. Während der Vorbereitungen kam ich jedoch zu einem anderen Schluss: Ich überspringe mit den meisten Kindern meiner Klasse das KW-Zimmer zu den Wortarten. Die Übungen, die in diesem Zimmer angeboten und bearbeitet werden müssen, haben wir in der vergangenen Zeit schon mehrfach und intensiv im Klassenverband besprochen und auf verschiedene Wiese bearbeitet. In den Texten des KW-Zimmers zu den Wortarten sind alle Wörter, Satzanfänge ausgenommen, klein geschrieben. Aufgabe der Schüler ist es, die Nomen im Text zu markieren und dann ins Heft in Einzahl und Mehrzahl abzuschreiben oder den Text korrigiert abzuschreiben - beides ist möglich und kann je nach Kind variiert werden....
3. Schuljahr
Am Montag begann die Schule wieder, die Herbstferien waren vorüber. Alle Kinder meiner Klasse kamen gut gelaunt an und hatten sofort viel zu erzählen. Noch vor Beginn des Montags-Ferienkreises wusste ich einiges über die besten Erlebnisse während der letzten zwei Wochen. Als wir dann gemeinsam im Erzählkreis begannen, erzählte jedes Kind von seinen Ferien und wirklich jeder trug hier etwas zu der Runde bei. Insgesamt fiel auf, dass die Berichte mittlerweile ausführlicher werden - vor allem im Vergleich zu den vergangenen zwei Schuljahren. Ähnliches wurde in der Phase des Freien Schreibens deutlich: Vielen meiner Schüler fiel es leichter, ihren Text länger und ausführlicher zu gestalten. Hatten einige sonst oft Schwierigkeiten, mindestens fünf Sätze auf das Papier zu bringen, schrieben die meisten nun recht selbstständig einen ähnlich langen oder sogar längeren Text. Vermutlich kommt hier zum einen unsere Arbeit an Bildergeschichten zum Tragen, während der wir Satzanfänge, einige feste Ausdrücke als Formulierungshilfen...
3. Schuljahr
Heute begannen die Herbstferien.
Nach all der Arbeit während der letzten Wochen haben wir uns einige Tage mit freierer Zeiteinteilung wirklich verdient.
So bleibt mir nur noch zu sagen:

Schöne Ferien!
3. Schuljahr
Im vorherigen Eintrag habe ich bereits ausführlich von unserer Vorgangsbeschreibung zum "Pellkartoffeln kochen" berichtet. In diesem Eintrag möchte ich kurz auf Besonderheiten im Bereich Rechtschreiben eingehen, die mir in einigen Arbeiten aufgefallen sind. Auf dem Stichwortzettel waren immer unvollständige Sätze angegeben, in denen die Verben in ihrer Grundform notiert waren, z.B. die Kartoffeln schälen. Daraus musste dann ein Satz formuliert werden, der ungefähr diesen Aufbau hatte: Ich schäle die Kartoffeln. Viele Schüler schafften diesen Schritt. Doch wer in den Wortarten noch nicht so sicher war, hatte hier Schwierigkeiten. Dann wurde häufig die Grundform beibehalten - entweder wurde ein anderes Verb in den Satz eingebaut, um dem herkömmlichen Satzbau zu entsprechen, z.B. Ich nehme eine Kartoffel schälen, oder das Verb wurde in seiner Grundform belassen und einfach an das Satzende gestellt. Ich war zunächst verwundert - zumal einige der Kinder, die sich hiermit schwer taten, die Grammatkiübung...
3. Schuljahr
In dieser Woche kam die Rechtschreibwerkstatt zugunsten unseres aktuellen Sachunterrichtsthemas "Die Kartoffel" etwas kürzer dran als sonst. In dieser Woche nahm "Die Kartoffel" einen großen Teil unserer Zeit ein. Im Sachunterricht sammelten wir Fragen, die wir gerne beantwortet haben möchten. Daraus ergaben sich die Stundenthemen: wir besprachen den Aufbau und das Wachstum der Kartoffel, wir erfuhren, wie die Kartoffel nach Deutschland kam und mit welchem Trick Friedrich der Große die Kartoffel populär machte. Außerdem führten wir einige Versuche durch: Wir beobachteten eine Kartoffel mit und ohne Schale um die Funktion dieser herauszufinden und wir wiesen Stärke nach. Im Deutschunterricht sammelten wir viele Kartoffelwörter und frischten dabei unser Wissen über zusammengesetzte Nomen auf, wir beschäftigten uns mit einem Gedicht über den Kartoffelkäfer und lasen verschiedene Texte, auch im Sachunterricht, denen wir Informationen entnahmen um Fragen zu beantworten und kleine Kartoffelvorträge zu halten....
3. Schuljahr
Heute hatten alle Schüler meiner Klasse dieselbe Aufgabe: Jeder musste einen Abschreibtext bearbeiten. In Bezug auf die Grammatikübung der letzten Woche meldete ich ihnen zurück, dass viele die Aufgabe, die einzelnen Sätze abzuschreiben, nicht sorgfältig genug bearbeitet hatten. Wie ich schon im letzten Eintrag schrieb, hatten auch Schüler, die im Grunde recht sicher im Abschreiben waren, viele Verschreibungen gemacht und sie auch bei der Kontrolle übersehen. So war es mir ein großes Anliegen, das saubere Abschreiben und die genaue Kontrolle des abgeschriebenen Textes noch einmal mit allen zu besprechen, in einer Übung zu vertiefen und bewusst zu machen. Deshalb arbeiteten meine Kinder heute nicht an den von ihnen begonnenen Arbeiten weiter, sondern mussten sich einen Abschreibtext vornehmen. Die Stille, die während meiner Ausführungen in der Klasse war, zeigte, dass sich meine Schüler die Worte doch zu Herzen nahmen. In der anschließenden Arbeitsphase war es ebenfalls sehr ruhig, man konnte von...
3. Schuljahr
In den vergangenen Wochen arbeiteten wir, neben den Rechtschreibwerkstatt-Stunden, auch im Klassenverband an den Wortarten. Dabei arbeiteten wir stets „blockweise“, indem wir uns jeweils um eine Wortart sehr intensiv kümmerten.

Wir begannen mit den Adjektiven. Diese wurden in Texten markiert und mit ihren Steigerungen, die wir ja auch zur Überprüfung nutzen, aufgeschrieben.

Anschließend kümmerten wir uns um die Verben. Wieder wurden sie in Texten markiert und anschließend mit Grundform, ich-, er- und wir-Form aufgeschrieben. Zusätzlich beschäftigten wir uns dann mit der Zeitform des Präteritums; die Kinder „übersetzten“ Sätze und kurze Texte in diese Zeit.

Abschließend behandelten wir die Nomen. Auch diese wurden in Texten markiert und mussten dann in Einzahl und Mehrzahl aufgeschrieben werden.

Zu den Verben und Nomen schrieben wir jeweils eine Arbeit, in denen die Übungen des Unterrichts noch einmal vorkamen.

 

Diese Woche thematisierte die Übung die Nomen.

Auch...
3. Schuljahr
Zu Beginn dieser Woche haben wir das erste Diagnosediktat im neuen Schuljahr geschrieben. Die Kinder kannten das Prinzip noch aus dem letzten Schuljahr, sodass eine kurze Erinnerung an die Vorgehensweise des Diktierens genügte.

Während der ganzen Zeit des Schreibens war es in der Klasse sehr ruhig, eine wirklich gute Arbeitsatmosphäre.

Ich las den Text zunächst einmal vollständig vor. Alle hörten sehr aufmerksam zu.

Anschließend begannen wir mit dem Diktieren und Schreiben. Beim Aufschreiben der diktierten Wörter ließen sich meine Schüler viel Zeit, man spürte das Bemühen, die Wörter möglichst genau abzuhören und dann entsprechend aufzuschreiben. Einige Kinder bewegten beim Schreiben auch die Lippen, sie sprachen offensichtlich während des Schreibens leise mit.

Nachdem der Text vollständig diktiert worden war, las ich...
3. Schuljahr
Nach nun schon fünf Schulwochen beginne ich heute, meine Aufzeichnungen im Rechtschreibwerkstatt-Blog fortzusetzen. Ich hoffe, dass auch jetzt noch Leser auf der Seite schauen – auch wenn nun bereits einige Schulwochen ins Land gegangen sind. Der Anfang des Schreibens hat sich dieses Mal leider etwas verzögert – es war nicht von Beginn an klar, ob ich weiter schreiben kann und soll. Ich bin nämlich schwanger und werde zunächst nur noch bis Weihnachten an meiner Schule arbeiten, dann beginnt mein Mutterschutz. Deshalb wird dieses Tagebuch von mir auch nur noch bis dahin geführt werden können, sodass zunächst seitens der Rechtschreibwerkstatt eine Entscheidung getroffen werden musste, ob ich mit dem Ende des vergangenen Schuljahres mein Schreiben beende oder doch noch bis Weihnachten meine Aufzeichnungen fortsetze. Durch Urlaubstage fiel die Entscheidung erst etwas später: Ich schreibe bis Weihnachten weiter! Damit möchte ich nun beginnen. Ich wünsche viel Freude beim Lesen für Sie hoffentlich interessanter...
3. Schuljahr
Nach sechs Wochen Sommerferien begann für meine Klasse und mich die Schule in einem neuen Klassenzimmer, das wir für die kommenden zwei Schuljahre behalten werden.

Viele meiner Schüler sind in den Ferien wirklich gewachsen und plötzlich kam mir der Gedanke, dass die Zeit seit der Einschulung vor zwei Jahren wirklich schnell vergangen ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so denken würde, kennt man solche Bemerkungen doch eher von älteren Menschen, doch dieses Mal konnte ich nicht anders.

Trotz dieser körperlichen Veränderung stellte ich schon bald fest, dass sich meine Kinder ansonsten doch sehr ähnlich geblieben sind und das ist gut so!

Es war ein fröhliches Wiedersehen mit vielen Erzählungen und Berichten, die lebhaft im Montags-Ferien-Kreis erzählt und anschließend aufgeschrieben wurden.

Alle Schüler verfassten ihre Geschichten in Schreibschrift, auch wenn der ein oder andere eine kleine Erinnerung brauchte, dass er oder sie das schon gelernt haben.

Trotzdem freute ich mich darüber, wie gut dies klappte, denn die Postkarten, die ich während der Sommerferien bekam, waren alle in Druckschrift verfasst worden.

...

2. Schuljahr
Heute war der letzte Tag unseres zweiten Schuljahres. Irgendwie war in den letzten Tagen alles sehr schnell gegangen. Durch das Aufräumen unserer Klasse und das Zusammenpacken unserer Materialien hatten wir immer genug zu tun gehabt. Alle Arbeitspausen zwischen Mathematik, Schreibschriftlehrgang und der letzten Stunde Sachunterricht waren so gut gefüllt. Wir setzten uns zu einer „Das mache ich in den Ferien“- und „Das war das Beste in diesem Schuljahr“-Runde zusammen. Es war schön, von jedem Kind noch einmal etwas zu hören und zu wissen, was jeder in den kommenden sechs Wochen vorhatte. Insgesamt kam es mir komisch vor, dass meine Kinder nun schon bald in das dritte Schuljahr kommen werden.Ich erinnere mich noch genau, wie es war, als meine Klasse vor zwei Jahren eingeschult wurde. Damals bekam ich parallel zwei dritte Schuljahre, die ich in Englisch und Musik unterrichten sollte. Diese Drittklässler kamen mir damals so groß vor, gerade weil meine Schüler noch so jung und klein waren. Jetzt werden meine Kinder...
2. Schuljahr
Heute wurden an unserer Schule die Zeugnisse für alle Schüler der ersten, zweiten und dritten Schuljahre verteilt. Das Zeugnis des zweiten Schuljahres hat zwei Seiten: Eine Seite mit einem Berichtszeugnis, die andere Seite mit Noten für die einzelnen Fächer.Meine Schüler erwarteten ihre Zeugnisse völlig unterschiedlich: Einige Kinder fragten nach, ob sie heute Zeugnisse bekommen würden, andere sprachen vor der Zeugnisausgabe gar nicht davon und ein Mädchen erkundigte sich schon in der Woche davor, wann denn nun endlich die Zeugnisse ausgeteilt würden – sie konnte es kaum erwarten.Ich war froh, dass ich nicht nur Noten geben musste, sondern in einem Bericht genauere Aussagen zum Leistungsstand des einzelnen Kindes machen konnte. Alle Schüler meiner Klasse hatten sich im vergangenen Schuljahr wirklich angestrengt und ihr Bestes gegeben. Dennoch waren die Ergebnisse, die erzielt wurden, unterschiedlich und ich musste meinen Schülern verschiedene Noten geben.Gerade weil sich alle Kinder wirklich bemüht und engagiert...
2. Schuljahr
Dieses war die letzte volle Schulwoche in unserem zweiten Schuljahr.
Es war eine komische Woche, in der wir hauptsächlich begonnene Arbeiten beendeten und langsam begannen, die Sachen im Klassenraum zusammenzuräumen. Für das kommende Schuljahr werden wir nämlich in einen anderen Klassenraum umziehen.
Einige Kinder führten ihren Schreibschriftlehrgang zu Ende, währenddessen arbeiteten andere Kinder u.a. an der Rechtschreibwerkstatt.

Zum Ende dieses Schuljahres sind meine Schüler in drei verschiedenen Zimmern: Einige arbeiten im LD-Zimmer, einige im KL-Zimmer und wieder andere im WA-Zimmer.
Mit diesem Stand werden wir in das nächste Schuljahr gehen und dort unsere Arbeit fortsetzen.
2. Schuljahr
In dieser Woche kann ich – mal wieder – nicht viel Neues berichten. Wir haben erfolgreich in den Zimmern der Rechtschreibwerkstatt weitergearbeitet – allerdings mit dem Unterschied, dass wir nun alles in Schreibschrift umsetzen.Mittlerweile haben die meisten meiner Schüler ihren Schreibschriftlehrgang abgeschlossen und damit den Auftrag, alle Schreibarbeiten nun in Schreibschrift zu erledigen.Grundsätzlich macht meinen Kindern das Schreiben in Schreibschrift Freude und sie sind stolz darauf.Allerdings ist dadurch die Aufmerksamkeit manchmal eher auf das Schreiben der einzelnen Buchstaben ausgerichtet, sodass andere Schwerpunkte, wie z.B. die Beachtung der Endung –er oder der Wortarten, etwas in den Hintergrund geraten. So passieren Kindern nun manchmal wieder Verschreibungen, die sie eigentlich schon überwunden hatten.Gleichzeitig stelle ich aber auch fest, dass dieser „Trend“ nachlässt je länger die Kinder durchgängig in Schreibschrift arbeiten.Wahrscheinlich ist es einfach eine Umgewöhnung und ein Vertrautwerden...
In den letzten Tagen war mir immer wieder aufgefallen, dass einige Schüler, die im LD-Zimmer arbeiten, immer noch Schwierigkeiten haben, schwierige Stellen vor dem Abschreiben zu markieren. Also traf ich mich erneut in einem kleinen Kreis mit einigen meiner Schüler und wir markierten einen Text gemeinsam. Solche Arbeitskreise hatte ich auch schon zu Beginn der Arbeit im LD-Zimmer ab und an einberufen.Für die Arbeit heute hatte ich einen mittellangen Text mehrmals kopiert, um daran zunächst gemeinsam schwierige Stellen auszumachen.Erst in einem nächsten Schritt sollen die Kinder dann einen individuellen Text mit mir markieren.In dieser kleinen Arbeitsrunde klappte das Markieren wesentlich besser. Ich denke, dass das gemeinsame laute Lesen des Textes und das Gegenüberstellen verschiedener Sprechweisen hierfür hilfreich war.Meine Kinder hatten folgenden Auftrag: „Lies das Wort genauso, wie es dort geschrieben steht.“ Nun liest ein Kind das entsprechende Wort. Dann kam der nächste Auftrag: „Sprich das Wort nun so,...
2. Schuljahr
Heute begannen weitere sechs Kinder mit der Arbeit im WA-Zimmer. Ich führte sie in die neue Arbeit auf die gleiche Weise ein, wie ich es zuvor mit meinen anderen Schülern gemacht hatte.
Einziger Unterschied:
Diese Kinder hatten ihre Mitschüler während der Rechtschreibstunden schon bei der Sortierarbeit im WA-Zimmer beobachtet und kannten dadurch bereits einige Arbeitsabläufe dieses Zimmers. So musste ich gar nicht mehr alle Schritte selbst erklären, da meine Schüler immer wieder eingriffen und das Vorgehen selbst beschrieben und sagten, wie es weiterging.
Daher fiel die heutige Einführung wesentlich kürzer aus als die Erste.

Die Weiterarbeit mit dem Partner verlief ebenfalls problemlos, sodass ich hier „überflüssig“ war und mich um meine anderen Kinder kümmern konnte.

2. Schuljahr
In dieser Woche fanden an unserer Schule Thementage zur „Gesundheit“ statt. Das hieß konkret: Projektwoche Lena

Alle Kinder unserer Schule waren jahrgangsübergreifend zu Gruppen zusammengefasst. Sie durchliefen während der drei Tage verschiedene Themengruppen, die sich mit Aspekten der Ernährung, der Bewegung und des Körpers behandelten – schließlich tragen alle Bereiche zur Gesundheit eines Menschen bei. Fast alle Teilbereiche dieser drei Gebiete wurden täglich gewechselt, die Schülergruppen blieben allerdings über die ganze Zeit bestehen. So konnten sich auch die jüngeren Kinder gut orientieren.Projektwoche Lukas...
2. Schuljahr
Am Donnerstag hatten wir – entgegen unseres eigentlichen Stundenplans – unsere zweite Rechtschreibstunde in der Woche.Eigentlich findet diese immer freitags statt, doch in dieser Woche veranstalteten wir an unserer Schule an diesem Tag einen Sponsorenlauf mit anschließendem gemeinsamem Schulfrühstück – daher war an diesem Freitag kein normaler Unterricht. Jeden Morgen steht bei uns, schon seit dem ersten Schultag, der Tagesplan an der Tafel. Schon beim Betreten der Klasse werfen viele meiner Schüler einen Blick darauf und informieren sich über die Geschehnisse des Tages. Als sie dort „Rechtschreibwerkstatt“ lasen, kamen die WA-Zimmer-Kinder beinahe geschlossen zu mir und fragten, ob sie dann mit ihrer „neuen Arbeit“ fortfahren könnten.Natürlich durften sie das – für mich war das ein ganz selbstverständlicher Gedanke! Meine Schüler brauchten offensichtlich die Versicherung darüber und erwarteten diese neue Arbeit schon freudig!Die Weiterarbeit gestaltete sich sehr unproblematisch: Meine Kinder konnten sehr selbstständig...
2. Schuljahr
In dieser Woche haben wir es endlich geschafft: Einige Schüler haben mit der Arbeit im WA-Zimmer begonnen. Während der Rechtschreibstunde am Montag versammelte ich eine Gruppe von sechs Kindern um mich und führte sie in die Arbeit im WA-Zimmer ein.Wir fingen mit einer Sortieraufgabe an. Aus dem Modellwortschatz zwei sollten die Adjektive aussortiert werden. (Wir beschränkten uns zunächst auf den zweiten Modellwortschatz, da dieser gerade aktuell in unseren Wortschatzkisten steckt. Den ersten hatten wir für die Arbeit im LD-Zimmer aus Platzgründen zunächst bei Seite gelegt.)Für die Sortierarbeit gibt es für jede Wortart spezielle Sortiertafeln. So fällt es den Kindern leichter, sich erst einmal nur auf die eine Wortart zu konzentrieren und sie können die Aufgabe mit immer der gleichen Probe erfüllen.Wir begannen in unserer kleinen Runde gemeinsam mit dem Sortieren der Modellwortschatzkarten und führten den Arbeitsablauf schon einmal probeweise durch. Der Arbeitsauftrag lautete: „Mache die Adjektivprobe. Kannst...
2. Schuljahr
Diese Woche war für uns eine besondere Woche und hatte nur drei Schultage.
Doch auch aus einem zweiten Grund waren die Tage anders als sonst: Wir haben auf dem Schulhof ein Fahrrad-Geschicklichkeitstraining gemacht.
Im Sachunterricht besprachen wir in der vergangenen Zeit das verkehrssichere Fahrrad, nun gingen wir mit unseren Rädern praktisch um. Das Thema soll in der kommenden Woche mit einem Fahrradfest abgeschlossen werden, auf dem wir einen Geschicklichkeitsparcours durchlaufen und den Eltern zeigen, was wir mit unseren Rädern alles können.

Daher hatten wir in dieser Woche sehr wenig „normalen“ Unterricht, da wir zwei Stunden pro Tag auf dem Hof mit unseren Rädern übten.
So kam es, dass die Rechtschreibwerkstatt während dieser drei Tage etwas kurz kam und mit ihr nicht weitergearbeitet wurde.

In der nächsten Woche wird es wieder mehr zu berichten geben.

2. Schuljahr
Eigentlich wollte ich in dieser Woche mit einigen Schülern die Arbeit im WA-Zimmer beginnen.
Ich habe alle Materialien in der Klasse bereit stehen und die Art der Einführung in diesen Lernbereich noch einmal gedanklich aufgefrischt.
Doch dann sind wir aus zeitlichen Gründen nicht dazu gekommen.
Die Vorbereitung auf die Projektwoche (Vorstellen der Arbeitsgruppen), ein gesundes Frühstück im Rahmen des Schulmilchprojekts und der Testlauf eines Unterrichtsbesuchs der Referendarin in unserer Klasse ergaben in dieser Woche einen anderen Zeitplan als sonst.
Ich hoffe, in der kommenden Woche mit der Arbeit an den Wortarten beginnen zu können – auch wenn in dieser Woche wieder viele außergewöhnliche Termine sind: drei Tage Fahrradtraining auf dem Schulhof im Rahmen des Sachunterrichts.
2. Schuljahr
Diese Woche ist bei uns nicht viel Neues passiert. Wir haben im LD- und KL-Zimmer weitergearbeitet. Beide Arbeiten werden von meinen Schülern sehr selbstständig und mit großer Genauigkeit durchgeführt. Zwei Dinge fielen mir in den Arbeitsphasen auf:1. Die Sortierübungen im LD-Zimmer sind momentan sehr beliebt. Wenn die Rechtschreibwerkstatt auf dem Tagesplan steht, arbeitet meine Klasse meist ohne Meckern an den verschiedenen Aufgaben. Doch zurzeit werde ich sogar gefragt, ob z.B. nach der Arbeit an der Schreibschrift nicht auch weiter sortiert werden kann.Manche Kinder holen sich das entsprechende Material auch in der Freien Arbeit.Ähnliches kenne ich zwar auch aus dem ersten Schuljahr und der Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass, doch in diesem Schuljahr war es bislang sehr selten.2. Die Arbeit im KL-Zimmer macht deutliche Fortschritte.Anfangs fiel es vielen Schülern schwer, alle Fehler in den Texten zu finden und sie benötigten öfter Unterstützung durch z.B. einen Hinweis auf eine entsprechende Reihe. Mittlerweile...
2. Schuljahr
In dieser Woche hatten wir Elternsprechtage in unserer Schule. Für mich und die Eltern meiner Klasse war dieser Sprechtag insofern anders als sonst, da mit Versetzung in die nächste Stufe zum ersten Mal Noten auf den Zeugnissen meiner Kinder erscheinen.Auf dem Elternsprechtag sprach ich also auch zum ersten Mal ganz konkret davon.Dies galt natürlich auch für den Bereich Sprache.Auf dem Zeugnis werden in diesem Fach insgesamt vier Noten unterschieden: der Sprachgebrauch, das Lesen, die Rechtschreibung und eine Gesamtnote für das Fach.Ich habe den Eltern zunächst diese Teilbereiche noch einmal genannt und sie dann, bezogen auf ihr Kind, berichtend konkretisiert. Erst am Schluss habe ich Tendenzen für Noten gegeben.Mein Eindruck des Elternsprechtags war insgesamt gut und ich glaube, dass viele Eltern mit den Leistungen ihrer Kinder zufrieden sind – so wie ich es mit meiner Klasse ebenfalls bin!Kaum einer war wirklich verwundert über das, was hier auf dem Sprechtag gesagt wurde.Im Bereich der Rechtschreibung konnte...
2. Schuljahr
Mittlerweile arbeitet schon über die Hälfte meiner Klasse im KL-Zimmer. Wie ich schon in anderen Einträgen berichtet habe, führte ich die Schüler nach und nach in diese Arbeit ein. Allerdings hatten wir bislang noch nicht die originalen Korrekturkarten und behalfen uns mit einem entsprechenden Papier. Dies war allerdings nur eine notdürftige Zwischenlösung. Ich möchte in meiner Klasse die originalen Korrekturkarten verwenden. Nicht weil ich sie in der Form nicht auch aus Pappe hätte nachbasteln können und sie dann auch zu verwenden gewesen wären, sondern weil auf den richtigen Korrekturkarten Tipps für eine gute Korrektur in diesem, wie auch im KW-Zimmer vermerkt sind. So ist die Korrekturkarte die gesamte Grundschulzeit verwendbar und wird meinen Schülern in den nächsten Zimmern gute Hilfestellungen geben können.Bei der Einführung in das KL-Zimmer für diejenigen Kinder, die bislang noch nicht darin gearbeitet hatten, standen mir heute einige Experten zur Seite: die Schüler, die schon vor den Ferien die Arbeitstechniken...
2. Schuljahr
Vor den Ferien habe ich von einer Abschreibübung in meiner Klasse berichtet, die unerwarteter Weise von den meisten Schülern nicht gut bewältigt wurde. Frisch gestärkt und gut erholt habe ich diese Übung nun nach den Ferien noch einmal wiederholt.Schon vor den Ferien, nachdem ich die Abschreibübung nachgeguckt hatte, hatte ich meiner Klasse in Erinnerung gerufen, dass so ein Abschreibtext eigentlich mit null Verschreibungen zu bewältigen sein müsste – besonders, wenn man danach noch einmal gründlich die bekannte Kontrolle durchführt.Die Arbeitsschritte waren bei diesem Text – selbstverständlich – dieselben, die wir bei der Übung vor den Ferien festgelegt hatten und auch schon lange aus den Rechtschreibstunden kennen.Dann machten sich meine Schüler an die Arbeit.Auch dieses Mal war in meiner Klasse eine gute Arbeitsatmosphäre, sodass wirklich jeder genug Ruhe für eine gründliche und genaue Arbeit hatte.Gespannt wurden nachmittags die Hefte kontrolliert.Und tatsächlich: Dieses Mal war das Ergebnis so, wie ich es...
2. Schuljahr
Heute haben wir einen Abschreibtext als Übung geschrieben. Das Aufgabenformat ist meiner Klasse schon lange bekannt, die Arbeitsweise haben wir oft und gut eingeübt.Nach dieser vorangegangenen Übung war ich überzeugt, dass meine Kinder der Aufgabe gewachsen waren.Meine Schüler mussten zunächst den Text markieren, dann abschreiben und abschließend kontrollieren. Alle drei Schritte werde ich bei der Kontrolle mitberücksichtigen.Jeder verstand die Aufgabe und wir begannen mit der Arbeitsphase. Meine Kinder arbeiteten sehr ruhig und konzentriert, es herrschte eine angenehme Arbeitsatmosphäre und ich war sehr zufrieden.Alle Kinder kamen gut zurecht, konnten die Aufgabe bewältigen und auch zu Ende bringen.Nach getaner Arbeit sammelte ich zufrieden die Hefte ein.Umso erstaunter war ich, als ich die Abschreibtexte meiner Klasse nachschaute.Vielen Kindern waren sehr viele Verschreibungen unterlaufen, selbst Kindern, die Abschreibtexte sonst sehr sorgfältig bearbeiteten.Insgesamt fiel diese Abschreibübung nicht gut aus,...
2. Schuljahr
Nach zwei Wochen sonniger Ferien sind wir heute wieder gut gestartet. Der Montag begann, wie wir ihn nun schon seit dem ersten Schuljahr kennen: Montagskreis (der dieses Mal zum Ferienkreis wurde) mit anschließendem Schreiben in das Geschichtenheft. Viele Kinder erzählten ausführlich von ihrem besten Ferienerlebnis, andere fragten interessiert nach. Die Gesprächsregeln haben sich mittlerweile in meiner Klasse so eingeprägt, dass ich mich wirklich zurücknehmen kann und für den Fortlauf nicht mehr gebraucht werde – ein sehr schönes Gefühl!

Nach zwei Wochen Ferien wiederholten wir vor Beginn des Schreibens noch einmal die Schreibkriterien, die wir für die Bildergeschichte erarbeitet hatten. Diese sollen generell für das Schreiben von Geschichten gelten, also auch für die Montags- und Feriengeschichten, die meine Kinder frei schreiben....
2. Schuljahr
Heute begannen wir mit der Überarbeitung der Bildergeschichten.
Es ist eine sehr intensive Arbeit, die noch viel Zeit in Anspruch nimmt und für meine Kinder anstrengend ist.
Während der Überarbeitung sagte ein Mädchen: „Diese Arbeit ist ein bisschen wie die Arbeit mit den Abschreibtexten.“
So wurden wir heute mit der Überarbeitung noch nicht fertig und werden nächste Woche daran weiterarbeiten.
Am Ende dieser Arbeitsphase meinte ein Mädchen: „Puh, gut dass jetzt Pause ist. Das ist wirklich soo anstrengend!“

In der kommenden Woche werde ich einige Bildergeschichten einstellen und dabei Vorschrift und Überarbeitung nebeneinander stellen. So werden Sie einen guten Eindruck der Rechtschreibleistung meiner Kinder in freien Texten bekommen.
2. Schuljahr
In dieser Woche haben wir eine weitere Bildergeschichte geschrieben.Wir wiederholten noch einmal die erarbeiteten Schreibkriterien, bevor wir die Bildergeschichte gemeinsam besprachen und Stichwörter für die einzelnen Bilder sammelten. Dann begannen meine Schüler, ihre Geschichte aufzuschreiben.Schon während dieses Prozesses bemerkte ich eine wesentlich größere Selbstständigkeit beim Verschriftlichen ihrer Ideen und Gedanken als bei der letzten Geschichte.In den folgenden zwei Tagen wurden alle Kinder mit ihrer Geschichte fertig – noch haben meine Schüler die Zeit, die sie zum Verfassen einer Geschichte benötigen. Eine zeitliche Begrenzung, wie sie in den höheren Klassen üblich ist, halte ich im Moment noch nicht für sinnvoll.Ich nahm die Geschichten nach und nach mit nach Hause, las sie und schrieb jedem Kind einen Tipp an den Rand, der für die Überarbeitung der Geschichte wichtig war.Auch beim Durchlesen der Geschichte war, wie schon während des Schreibprozesses, ein deutlicher Unterschied zu bemerken: die Geschichten...
2. Schuljahr

Nach der Einführung in das KL-Zimmer in der letzten Woche haben meine Schüler an diesem Montag ihre Arbeit im KL-Zimmer fortgesetzt.
Die Schüler hatten keine Probleme, ihre Arbeit fortzusetzen.
2. Schuljahr
Zu Beginn dieser Woche habe ich mehrere Schüler meiner Klasse in die Arbeit im KL-Zimmer eingeführt.In den vergangenen Wochen hatten sie im LD-Bereich gearbeitet und dabei, wie auch in freien Texten gezeigt, dass sie zunehmend sicherer mit den hierin behandelten Schwerpunkten wurden.So konnten sie nun diese Arbeiten abschließen und mit der Korrektur der Laute beginnen.Die Einführung fand mit mehreren Schülern statt, auch mit einigen, die erst in den nächsten Wochen das LD-Zimmer abschließen werden; dennoch hielt ich es für sinnvoll, sie schon jetzt mit diesen Techniken vertraut zu machen. Zum einen handelt es sich bei dem KL-Zimmer um Arbeitsschwerpunkte, die auch diese Schüler schon jetzt gut bewältigen können und die ihnen zudem bei ihrer Arbeit helfen. Zum anderen ist es auch für mich ökonomischer, eine größere Gruppe in dieses Zimmer einzuweisen. Sonst müsste ich in der kommenden Zeit immer wieder neuen Kinder dasselbe erklären, wodurch eine große Unruhe in der Klasse entstände und ich über längere Zeit weniger...
2. Schuljahr
In dieser Woche kann ich nicht viel Neues von unserer Arbeit an der Rechtschreibwerkstatt berichten.
Meine Klasse hat ihre Aufgaben weitergeführt und gut in den einzelnen Zimmern gearbeitet.
Zudem haben wir in dieser Woche insgesamt weniger Sprachunterricht im eigentlichen Sinne gemacht, da wir im Sachunterricht ein etwas aufwändigeres und zeitintensiveres Thema durchnehmen: „Schwimmen und Sinken“.
Dafür haben wir Experimentierkästen der Universität Münster an der Schule, mit denen wir mehrere Stationen aufbauen können.
Dabei schreiben die Kinder auch: sie notieren ihre Vermutungen zu verschiedenen Gegenständen, überprüfen diese anhand der Experimente und schreiben dann die Ergebnisse auf.
So ist der Sprachunterricht hier indirekt integriert.
2. Schuljahr
Diese Woche schreibe ich nicht persönlich den Blog, denn eine Schülerin beschreibt dieses Mal die Arbeit mit den Sortiertafeln im LD-Zimmer.„Wir arbeiten seit ein paar Wochen mit dem Modelwortschats LD. Das geht so: Man braucht einen Partner, dann braucht man die LD Modelwortschatskaten, dan die Sohrtiertafel. Ein Kind list fhor, das andere hört op im Wort ein R ist. Dann legt man die Kate die der Partner forge lessen hat auf die Sohrtiertafel auf das Nein oder ja Kestjen.“Ich habe diesen Text in den Blog hinein kopiert, da wir in meinem Klassenzimmer noch keinen Internetzugang haben. Da wir auf dem Rechner nur ein Schreibprogramm ohne Rechtschreibprüfung haben, ist der Text so geblieben, wie er von der Verfasserin geschrieben wurde.Der Text zeigt deutlich die momentanen Arbeitsschwerpunkte und ebenso einige Übergeneralisierungen, die sich aus der intensiven Arbeit im LD-Zimmer ergeben. Manche Wörter schlug das Mädchen im Wörterbuch nach und erarbeitete sich mit diesen Hilfen die Arbeitsbeschreibung sehr selbstständig.Die...
2. Schuljahr
In dieser Woche haben wir unsere dritte Bildergeschichte überarbeitet. Bevor wir damit begannen, frischten wir noch einmal die Schreibkriterien in unserem Gedächtnis auf und erzählten die Geschichte anhand unseres Stichwortzettels.Dann begann die Überarbeitung unserer dritten Bildergeschichte.Es war eine anstrengende Arbeit, die wir über mehrere Tage verteilt bestritten.Meine Anmerkungen in der Vorschrift halfen den Kindern zwar stellenweise, doch ich musste sie immer wieder noch einmal mit den Schülern durchgehen; manches wurde nicht sofort verstanden. War die von mir eingefügte Frage nun einfach ein Gedankenanstoß oder sollte sie genauso in den Text übernommen werden?Einer Kollegin fiel diese Problematik auch auf und sie kam so auf die Idee, bei der nächsten Geschichte die Anmerkungen zweifarbig vorzunehmen: eine Farbe für inhaltliche Tipps und eine andere für Korrekturen im rechtschriftlichen Bereich.Am Ende der Woche hatten meine Schüler diese Arbeit geschafft.Nun liegen die Geschichten wieder auf meinem Schreibtisch....
2. Schuljahr
In dieser Woche haben wir unsere Arbeiten in den einzelnen Zimmern fortgesetzt. Davon kann ich nicht viel Neues berichten.Parallel dazu begannen wir, Schreibkriterien für das Verfassen einer Bildergeschichte zu erarbeiten und diese in drei verschiedenen Bildergeschichten umzusetzen.Die Arbeit an den BildergeschichtenGemeinsam betrachteten wir die Bilder der jeweiligen Geschichte und erzählten unserem Tischnachbarn mündlich, was passierte. Im Anschluss erzählten wir uns im Klassenverband die Geschichte und erarbeiteten dabei Stichpunkte zu den einzelnen Bildern.Am nächsten Schultag wiederholten wir mit Hilfe der Stichpunkte das Erzählen der Geschichte und machten uns noch einmal die unterschiedlichen Schreibkriterien bewusst; sie hingen als Gedankenstütze an der Tafel.Erst jetzt schrieb jedes Kind seine Bildergeschichte auf.Ich nahm diese Texte mit nach Hause, schaute sie nach und schrieb Anmerkungen und Tipps an den Rand. Darin spiegelten sich immer wieder die erarbeiteten Schreibkriterien wider.So bekamen meine...
2. Schuljahr
In der vorletzten Woche habe ich in meiner Klasse das zweite Diagnosediktat geschrieben. Jetzt habe ich es nachgesehen und werde von den Ergebnissen hier berichten: In meinem Eintrag über das Schreiben des Diagnosediktats hatte ich deutlich gemacht, dass das Schreiben des Diagnosediktats dieses Mal besser bewältigt wurde als beim ersten Mal.Die Resultate machten zeigten es deutlich. Die meisten meiner Schüler konnten das Diagnosediktat vollständig mitschreiben, während beim letzten Mal hin und wieder Wörter oder auch Satzteile ausgelassen wurden.Nach der Auswertung des Diagnosediktats ergeben sich einige Änderungen in Bezug auf die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt in meiner Klasse. Bislang arbeiteten wir in den Zimmern LB (11 Kinder) und LD (13 Kinder).In den nächsten Tagen und Wochen werden Kinder aus dem LB-Zimmer in den LD-Bereich (4 Kinder) wechseln und Kinder aus dem LD-Zimmer ihre Arbeit im LV-Zimmer (11 Kinder) beginnen. Einige wenige Schüler werden im LB- bzw. LD-Zimmer weiterarbeiten.Diese Umbrüche...
2. Schuljahr
In dieser Woche war ich am Montag nicht in der Schule. Ich musste nach Bielefeld zu einer Englischfortbildung anlässlich des Beginns von „Englisch ab Klasse 1“.Gleichzeitig begann an diesem Tag eine neue Kollegin an unserer Schule, die auch in meiner Klasse arbeiten wird; sie wird hier in der Funktion einer Sonderpädagogin tätig sein.Nun – diese Kollegin sollte mich an besagtem Montag vertreten.Ich besprach mit meiner Klasse bereits am Freitag den Tagesplan für Montag, da die Kinder wissen wollte, was sie am Montag erwarten würde, wenn ich nicht da bin.Im Grunde war der Montag ähnlich wie all unsere Montage strukturiert, meine Klasse würde also gut über alle Geschehnisse Bescheid wissen.So sah der Tagesplan aus: Montagskreis Schreiben der Montagsgeschichte in das Geschichtenheft Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt Vorlesen einiger Montagsgeschichten Arbeiten im SchreibschriftlehrgangFür die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt legten wir fest, dass alle Kinder mit der Arbeit fortfahren sollten, an...
2. Schuljahr
Am Mittwoch haben wir das zweite Diagnosediktat geschrieben.
In meinem Eintrag aus der 8. Schulwoche habe ich von unserem ersten Diagnosediktat berichtet. Damals war diese Arbeit für meine Klasse sehr anstrengend: Der Text war sehr lang, viele Wörter konnten nur mit viel Mühe genau abgehört werden, sodass diese Arbeit insgesamt sehr anstrengend für die Schüler war.
Dieses Mal, nun gut 13 Wochen später, war dies schon deutlich anders. Meine Kinder kamen wesentlich besser mit der Arbeit zurecht und sie konnten wesentlich problemloser die Dauer dieses Diagnosediktats aushalten. Erleichternd war sicherlich auch, dass dieses „Arbeitsformat“ nun schon bekannt war.

Nun werde ich mich in den nächsten Tagen an die Auswertung des Diagnosediktats machen. Wie auch nach dem letzten Diagnosediktat werde ich auch dieses Mal vom Ergebnis und den daraus abzuleitenden Konsequenzen für die Weiterarbeit berichten.
2. Schuljahr
Jeden Montag treffen sich nach Schulschluss alle Lehrer eines Jahrgangs oder eines Fachbereichs um die Weiterarbeit zu besprechen.In dieser Woche stand auf unserem Plan ein sehr aktuelles und auch schwieriges Thema: Die Notengebung am Ende des zweiten Schuljahres. Zur Versetzung in Klasse 3 bekommen die Schüler nun Noten, das erste Mal in ihrer Schullaufbahn. Nun gilt es, die Kinder im Lauf des zweiten Halbjahres auf die Noten am Schuljahresende vorzubereiten. Dies muss langsam passieren – zum einen, um die Kinder nicht zu überfordern, zum anderen, weil während des Schuljahres noch keine Noten gegeben werden. Für uns Lehrer eines Jahrgangs bedeutet das natürlich auch, einheitliche Kriterien für die einzelnen Fächer – und somit auch für den Bereich Rechtschreiben – festzulegen.Wir saßen zusammen und studierten den Lehrplan und Informationsmaterial der Rechtschreibwerkstatt. Selbstverständlich kennen wir den Lehrplan, doch will man sich auf Kriterien einigen, muss man am besten doch noch einen weitern Blick hinein...
2. Schuljahr
Nach unserem guten Start aus den Weihnachtsferien sind wir in dieser Woche wie gewohnt mit unseren Rechtschreibstunden fortgefahren. Von dieser Woche kann ich nicht viel Neues berichten; wir haben die begonnenen Arbeiten fortgesetzt.Allerdings möchte ich kurz zu den Schülern etwas schreiben, die in der vergangenen Woche mit der Arbeit im LD-Zimmer begonnen haben.Auch sie konnten ihre Aufgaben schon recht selbstständig fortführen. Dabei machte ich eine interessante Entdeckung, die allerdings im Grunde nicht verwunderlich ist; ich hatte sie lediglich gedanklich nicht vorweggenommen.Die Kinder markierten ihre Abschreibtexte wie üblich: alle Stellen, an denen man etwas anderes schreiben muss als man spricht, wurden unterstrichen. Die schwierigen Stellen, die meinen Schülern schon von den LB-Texten bekannt waren, wurden auch jetzt von ihnen zuverlässig markiert. Die Stellen, die nun im LD-Zimmer dazu kommen, waren für sie dagegen deutlich schwieriger auszumachen. Hier wird deutlich, dass erst im Laufe der Arbeit in...
2. Schuljahr
Am Freitag sind wir nach den Ferien wieder in unsere Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt eingestiegen. Meine Kinder wussten auch nach der vergangenen Zeit noch gut, wo sie ihre Arbeit fortsetzen mussten. Der Wiedereinstieg in die Arbeit war so sehr unproblematisch. Für drei Kinder begann nach diesen Weihnachtsferien jedoch ein neuer Abschnitt in ihrer Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt. Zwei Kinder sind in das nächste Zimmer gekommen und arbeiten nun im LD-Bereich. Beide waren auch schon vor den Ferien sehr weit in ihrer Rechtschreibentwicklung und mussten nur noch eine Kleinigkeit genauer bearbeiten und sichern, bevor sie weitergehen konnten.Ein Junge, der im LB-Bereich arbeitet, hatte bislang ausschließlich mit dem Modellwortschatz gearbeitet; bei der Einführung in die Abschreibtexte hatte er in einer Mini-Gruppe gezielte Wiederholungsübungen zum Verschriftlichen lautgetreuer Wörter bearbeitet. Bislang war ihm das Lesen und das Abhören von Wörtern noch oft schwer gefallen, sodass ich es für sinnvoller hielt,...
2. Schuljahr
Nach zweieinhalb Wochen Weihnachtsferien haben wir uns nun am Mittwoch alle wieder gesehen. Es gab viel zu erzählen und die Montagsgeschichten, die dieses Mal allerdings „Meine Weihnachtsferiengeschichte“ hießen, wurden bei vielen Kindern sehr ausführlich.

Offenbar fiel es nach diesen so besonderen Tagen leichter, Erlebnisse zu finden, die als Geschichten aufgeschrieben werden konnten. Sogar Schüler, die sonst oft Schwierigkeiten haben, ihre Erzählungen vom Wochenende zu verschriftlichen, fanden dieses Mal schneller Sätze und konnten sie wesentlich selbstständiger zu Papier bringen als sonst. Ich werde bei den folgenden Montagsgeschichten beobachten, ob diese Verbesserung anhält oder doch auf die sehr erlebnisreichen Ferien mit Weihnachten, Silvester und Schnee zurückzuführen sind.

 

 

Weihnachten Marcel

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2. Schuljahr
In der letzten Schulwoche war ich mit meiner Klasse in eine Prüfung involviert. Dafür plante ich eine Unterrichtsreihe zu dem Bilderbuch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“. Dieses Bilderbuch passt zum einen gut zur momentanen Jahreszeit, da es im Winter spielt und darüber hinaus in seiner Botschaft etwas von der Weihnachtsgeschichte aufgreift, zum anderen bietet es zahlreiche Möglichkeiten, dazu literarisch zu arbeiten. Wir bereiteten uns durch eine Gedankenreise in den Schnee innerlich auf die Arbeit mit dem Buch vor.In der Gedankenreise wurden wir selbst zu Tieren des Waldes, die sich in der kalten Jahreszeit verirren. Wie fühlen wir uns? Wie fühlt sich unser Körper an? Was tun wir, damit es uns besser geht? Anhand dieser Fragen setzten wir uns intensiv mit der Ausgangssituation des Buches auseinander. Gleichzeitig hielten wir unsere Antworten auf diese Fragen auf Kärtchen fest, die wir in kleinen Kästen sammelten – sie wurden später Hilfekästchen für das Verfassen eigener Texte.Nun lernten meine Schüler die...
2. Schuljahr
Von dieser letzten Woche vor den Weihnachtsferien kann ich in Bezug auf die Rechtschreibwerkstatt und unsere Arbeit daran nicht viel Neues berichten.
Meine Schüler haben ihre Arbeiten in den einzelnen Zimmer weitergeführt, doch durch den Besuch eines Theaterstücks und den Umzug in einen anderen Klassenraum für die letzten zwei Schultage – wir hatten einen Wasserschaden in unserem Klassenraum – war diese letzte Woche sehr unruhig, sodass wir nicht immer so zügig vorankamen wie sonst.

Zudem war ich mit meiner Klasse in eine Prüfung involviert, durch die wir, relativ kurzfristig, noch eine neue Unterrichtsreihe verhandeln mussten.
Von dieser Reihe möchte ich zum Abschluss dieses Jahres im nächsten Eintrag berichten.
2. Schuljahr
Schon in der letzten Woche ist es in meinem Eintrag ausführlich um die Arbeit mit den Abschreibtexten gegangen. Auch in dieser Woche möchte ich dazu einen Beitrag schreiben.Die Rechtschreibstunden im Laufe der Woche haben in meiner Klasse einen etwas unterschiedlichen Charakter: Es gibt Stunden, in denen die Kinder frei wählen können, welche Arbeit sie aufnehmen – Modellwortschatzarbeit in ihren verschiedenen Ausprägungen oder Abschreibtexte. Es gibt aber auch Stunden, in denen ich vorgebe, was zu tun ist.In dieser Woche sollten die meisten Kinder einen Abschreibtext bearbeiten. Bei der Ankündigung dieser Arbeit war allgemeine Freude in meiner Klasse zu spüren, die Arbeit mit den Abschreibtexten ist bei meinen Kindern sehr beliebt.Allerdings erstreckt sich dieses Beliebtheit der Abschreibtexte, wie auch schon in der letzten Woche in meinem zweiten Beitrag Anklang, nicht gleichermaßen auf alle Arbeitsschritte: Das Abschreiben wird wesentlich lieber gemacht als das vorherige Markieren.Mir war dies schon länger aufgefallen...
2. Schuljahr
Heute haben wir wieder an Abschreibtexten gearbeitet. Wir wiederholen zu Beginn einer Rechtschreibstunde oft noch einmal den vereinbarten Ablauf, um ihn uns ins Gedächtnis zu rufen und zu vermeiden, dass Texte ohne vorherige Markierungen abgeschrieben werden. (In der Vergangenheit kam es durchaus einmal vor, dass Kinder erst nach dem Abschreiben den Text markierten und ich dies zu spät bemerkte!)Dann begannen wir mit der Arbeit an den Abschreibtexten.Sobald ein Kind seinen Text markiert hat, meldet es sich und wir besprechen gemeinsam die schwierigen Stellen – so wird deren Problematik den Kindern noch einmal bewusster und die Erklärung der Markierung mir gegenüber festigt gleichzeitig ihr Wissen.Viele Kinder meldeten sich sehr früh und legten Texte vor, die nur an wenigen Stellen Markierungen zeigten.Ich machte sie darauf aufmerksam, dass noch viele Stellen nicht beachtet worden seinen, die mit Sicherheit nicht einfach zu schreiben wären. (Auch wenn die Markierungen und schwierigen Stellen von Kind zu Kind unterschiedlich...
2. Schuljahr
Schon in einigen meiner letzten Einträge habe ich berichtet, dass Kinder meiner Klasse bereits im LD-Zimmer arbeiten und sich hier mit dem silbentrennenden „h“ und dem vokalischen „r“ auseinandersetzen. In der Literatur findet man häufig das Phänomen der Übergeneralisierung beschrieben: Ein Lernender wird auf ein spezielles Phänomen aufmerksam gemacht, mit dem er sich in verschiedenen Übungen beschäftigt. In der Folgezeit ist er für dieses Phänomen besonders sensibel und bemüht sich, dieses zu beachten und umzusetzen. Da die Regel zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher beherrscht wird, wird das jeweilige Rechtschreibphänomen vermehrt umgesetzt: Es wird an vielen richtigen Stellen angewendet, doch gleichzeitig kommt es auch zu Analogien und Regelübertragungen, wodurch das jeweilige Phänomen auch bei vielen anderen Wörtern...
2. Schuljahr
In der vergangenen Woche hatten wir an unserer Schule Elternsprechtag. Es war für meine Klasse der erste Elternsprechtag im zweiten Schuljahr.Wie immer war die Vorbereitung sehr arbeitsintensiv. Als der Sprechtag dann begann, war ich jedoch froh um meine ausführlichen Notizen, denn so konnte ich meinen Zeitplan weitgehend einhalten.Außerdem war es der erste Elternsprechtag, an dem ich den Eltern ein Diagnosediktat vorlegte.Im ersten Schuljahr hatte an dieser Stelle der Bild-Wort-Test gestanden und nur mit vereinzelten Schülern hatte ich auch damals schon ein Diagnosediktat geschrieben.Ich hatte die Diagnosediktate mit grün oder blau ausgewertet und den jeweiligen Verschreibungstyp darüber geschrieben. Eigentlich hatte ich die Verschreibungen auch noch in das Computerprogramm eingeben wollen, doch das hatte ich einfach nicht geschafft, seit wir das Diagnosediktat geschrieben hatten. Ich denke, diese Arbeit werde ich in den Weihnachtsferien nachholen, denn im Grunde finde ich die Grafik, die im Laufe der Zeit entsteht,...
2. Schuljahr
In dieser Woche ist die sonst immer feststehende Rechtschreibstunde am Montag ausgefallen. Unsere ganze Schule ist an diesem Tag sofort nach Schulbeginn in die Sporthalle im Ort gegangen, um sich dort ein Musical anzugucken, das Kinder unserer Stadt einstudiert hatten.Durch die Arbeit am Fuchsheft hatten wir auch in der Woche zuvor nicht so intensiv mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet, wie wir es sonst tun.So lag nun an diesem Freitag die letzte Rechtschreibwerkstatt-Stunde schon einige Zeit zurück – was sich auch in der Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar machte.Die Kinder, die im LB-Zimmer arbeiten, wussten noch genau, wie sie mit dem Modellwortschatz arbeiten und umgehen mussten. Allerdings war es manchmal schwierig zu erinnern, wo man stehen geblieben war und wie weit man beispielsweise mit einer Sortierung war. Also musste erst einmal geblättert werden, sowohl in den Heften als auch in den Rechtschreibpässen. Danach konnte die Arbeit recht problemlos wieder aufgenommen und weitergeführt werden.Anders...
2. Schuljahr
Seit der letzten Woche lesen wir das Kinderbuch „Der Findefuchs“ von Irina Korschunow. Gleichzeitig arbeiten wir auch im Sachunterricht am Thema „Der Fuchs“. Auf diese Weise können wir gut fächerübergreifend arbeiten. Dies bietet sich gerade bei den Fächern Deutsch und Sachunterricht an: viele Arbeitsschritte, die im Sachunterricht vorgenommen werden müssen, sind gleichzeitig auch im Lehrplan Deutsch vorgesehen, wie z.B. die Auseinandersetzung mit verschiedenen Textsorten (Vorgangsbeschreibungen, informative Texte, Geschichten, Gedichte). Das Thema bleibt bestehen und wird beispielsweise in den unterschiedlichen Textsorten im Deutschunterricht aufgegriffen und weitergeführt. In der Jahrgangsstufenkonferenz haben wir diese Einheit gemeinsam geplant. Hier entstand auch die Idee, ein Fuchsbuch zu erarbeiten...
2. Schuljahr
Dieses Mal kann ich nicht viel Neues von der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt berichten. Die Kinder sind, wie bereits in den letzten Einträgen zu lesen war, gut mit ihrer Arbeit vertraut, sei es nun im bereits bekannten LB-Zimmer oder aber im neuen Arbeitsbereich von LD.Die Kinder aus dem LB-Zimmer konnten ihre Arbeit wie selbstverständlich eigenständig wieder aufnehmen und weiterführen. Dies verwunderte mich besonders nach den vergangenen Rechtschreibstunden nicht.Die Kinder, die im LD-Zimmer arbeiten, brauchten nur noch vereinzelt eine Rückersicherung, dass sie die einzelnen Arbeitsschritte richtig im Kopf behalten hatten und konnten anschließend ihre Arbeit an den Sortiertafeln ebenfalls gut fortsetzen. Auch während der Erstellung von Wörterlisten aus den sortierten Karten brauchten sie kaum noch meine Hilfe. Ich bin gespannt, wie der Arbeitsprozess weiter verläuft und ob es auch dann noch so ruhig bleibt, wenn mehr Kinder meiner Klasse diese doch etwas schwierigeren Sortieraufgaben bearbeiten....
2. Schuljahr
In der letzten Woche haben wir zum ersten Mal eine Bildergeschichte geschrieben. Momentan beschäftigen wir uns mit dem Thema Apfel und passend dazu besprachen wir diese Bildergeschichte. In der Vorbereitung dieser Unterrichtsreihe hatten wir Jahrgangskollegen uns darüber eingehend ausgetauscht und waren so schließlich zu dem Schluss gekommen, dass unsere Kinder eine solche Aufgabe mit der entsprechenden Vorbereitung mittlerweile lösen können müssten. Also kopierte ich die Bilder der Geschichte auf Folie und ließ meine Klasse erst einmal zu den Bildern erzählen. Was sah man auf den Bildern? Was geschah dort? Wer spielte mit? Wir formulierten Sätze und erzählten damit schon einmal gemeinsam die Geschichte, die im Anschluss jeder aufschreiben sollte. Wir sammelten Stichpunkte zu den einzelnen Bildern an der Tafel, so hatte...
2. Schuljahr
Auch der vergangene Montag war wie sonst strukturiert: Montagskreis und als sanften Phasenwechsel im Anschluss Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt.Wie auch in den Wochen zuvor erweist sich diese Unterrichtsorganisation als sehr sinnvoll, da die individuelle Schreibzeit, die jedes Kind für seine Montagsgeschichte benötigt, immer sehr unterschiedlich ausfällt. In den vergangenen Rechtschreibstunden wurde ich als Lehrkraft immer weniger gebraucht. Die Kinder wussten gut über ihre Arbeit Bescheid und gaben sich, hatten sie beispielsweise eine Sortieraufgabe erledigt, oft schon selbstständig eine neue – schließlich hatten sie oftmals schon bei ihren Mitschülern mitbekommen, wie es mit der Arbeit weiterging.(Manchmal musste ich dann sehr aufpassen, wenn ich einem Kind eine ganz spezielle Sortieraufgabe geben wollte, damit es nicht schon zuvor mit einer neuen, aber anderen Aufgabe begann.)In dieser Woche war das nach längerer Zeit mal wieder etwas anders.Nach der Auswertung des Diagnosediktats arbeiten einige Schüler,...
2. Schuljahr
Beinahe alle Kinder meiner Klasse haben mittlerweile schon an Abschreibtexten gearbeitet. Die meisten Schüler können diese Aufgabe gut erfüllen und sind bei der Abschreibarbeit sehr genau. Im Sachunterricht beschäftigen wir uns gerade mit dem Thema „Apfel“. Bei einigen Aufgaben bekamen die Kinder Lückentexte, in die sie Wörter eintragen mussten, die am unteren Blattrand angegeben waren. Auch hier mussten diese Wörter im Grunde ja abgeschrieben werden, sodass ich noch einmal an die bereits bekannte Technik erinnerte. Zwar konnte man nun das abzuschreibende Wort nicht umdrehen, wie es sonst bei der Arbeit mit den Abschreibtexten oder dem Modellwortschatz praktiziert wird, doch da die Wörter so weit unten standen, lagen sie dennoch weit außerhalb des Blickfeldes und ich schlug vor, sie beim Schreiben, wenn nötig, abzudecken.Dennoch fiel es meinen Schülern hier sehr viel schwerer, ebenso sauber, genau und richtig abzuschreiben, wie während der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt.Wahrscheinlich sind sie beim Bearbeiten...
2. Schuljahr
Am vergangenen Wochenende habe ich das Diagnosediktat meiner Klasse nachgeguckt. Es war eine zeitintensive Arbeit, doch im Endeffekt hat sie sich gelohnt.Durch die qualitative Fehleranalyse habe ich einen ziemlich guten Überblick über die einzelnen Lern- und Leistungsstände meiner Kinder bekommen. Zwar hatte ich auch schon vorher eine Vorstellung davon, wer in seiner Schreibentwicklung recht weit fortgeschritten ist und wer noch einige Zeit brauchen wird, bis er den Lernbereich LB abgeschlossen haben wird, doch ich habe bei einigen Schülern nicht gewusst, wie weit sie tatsächlich schon sind.Nach der Auswertung teilen sich die Arbeitsbereiche in meiner Klasse nun folgendermaßen auf:• Elf Kinder arbeiten seit dieser Woche im Lernbereich LD.Mit ihnen habe ich direkt am Montag mit der Einführung in die Sortieraufgaben zum vokalischen r und silbentrennenden h begonnen. Zunächst haben wir einige Sortieraufgaben im Sitzkreis zusammen durchgeführt und begannen mit der Arbeit am „h“: Ich las einzelne Wörter vor und wir...
2. Schuljahr
Heute haben wir das erste Diagnosediktat geschrieben.In der letzten Zeit hatte ich immer mal wieder kurze Sätze diktiert, die in ihrem Wortschatz dem LB-Bereich zuzuordnen waren. Schon dabei habe ich mir Notizen gemacht, sodass ich die einzelnen Entwicklungsstände meiner Schüler recht gut einschätzen kann.Das Diagnosediktat heute war dagegen sehr viel komplexer, zum einen durch die Länge des Textes, zum anderen durch die Wortwahl und die inhaltliche Seite.Jedes Kind bekam ein Blatt aus der Rechtschreibwerkstatt, das unten schon Kästchen vorweist, in die ich als Lehrer später meine Auswertung eintragen kann.Ich erklärte meiner Klasse das Vorgehen: „Zuerst lese ich den Text einmal ganz und du kannst nach Wörtern fragen, die du nicht kennst oder nicht verstehst. Dann lese ich jeden Satz einmal ganz vor und beginne dann, diesen Satz Wort für Wort zu diktieren.Wenn wir fertig sind, lese ich den Text noch einmal vor. Du liest dabei in deinem Text mit.Dann hast du Zeit zum Korrigieren.“Alle Kinder verstanden, wie es...
2. Schuljahr
Nach zwei Wochen Herbstferien sind wir am Montag wieder gut in den Schulalltag gestartet. Schon vor Beginn des Unterrichts hatten sich die Kinder untereinander, aber auch mir gegenüber, sehr viel zu erzählen.Wir begannen die Schulwoche mit einem Montagskreis.Besonders im letzten Schuljahr hatte ich immer wieder geschrieben, dass unsere Erzählkreise nur langsam ausführlicher wurden und sich einige Kinder schwer damit taten, genauer und detaillierter zu erzählen.Offensichtlich ist nun der entscheidende Knoten geplatzt, denn unser Montagskreis nach diesen Ferien dauerte fast die ganze erste Stunde und beinahe alle Kinder konnten gut, genau und verständlich von ihren Ferien und Erlebnisse berichten. Dieses Mal war es sogar eher umgekehrt und viele meiner Schüler hatten Schwierigkeiten, sich nur auf ihr schönstes Erlebnis zu konzentrieren.Im Anschluss an den Montagskreis schrieben wir unsere Feriengeschichte in das Geschichtenheft. Trotz der so ausführlichen Erzählrunde im Stuhlkreis konnten nicht alle Kinder selbstständig...
2. Schuljahr
Die letzten Wochen waren bei mir und auch bei uns in der Schule sehr arbeitsintensiv und ziemlich voll. So bin ich in den letzten beiden Schulwochen nicht regelmäßig zum "bloggen" gekommen...
Ich habe nun die Einträge nachgeholt und eingestellt!
Ich hoffe, Sie lesen sie auch mit dieser kleinen Zeitverzögerung gerne.
So wünsche ich allen Lesern nun erst einmal schöne und erholsame Herbstferien!
2. Schuljahr
In meinen Berichten und Einträgen der letzten Wochen ist immer wieder die Verschiedenheit meiner Schüler in ihrem Schreibprozess ersichtlich geworden.Außerdem habe ich berichtet, dass einige Kinder die Inhalte des LB-Zimmers bereits so gut und nachhaltig beherrschen, dass sie diese Schreibungen auch in freien Texten beachten und umsetzen.Dennoch habe ich auch diese Schüler zunächst weiter im LB-Zimmer arbeiten lassen. So konnten sie in Ruhe die Arbeitstechniken erlernen und verinnerlichen, da sie nicht übermäßig Konzentration für die inhaltliche Seite ihrer Arbeit aufwenden mussten.Dies haben sie nun ausführlich getan. Sie beherrschen die Techniken und Arbeitsweisen sowohl mit dem Modellwortschatz als auch mit den Abschreibtexten, sodass sie für die Weiterarbeit, auch in den nächsten Zimmern, gut vorbereitet sind.Ziemlich bald nach den Herbstferien werde ich in meiner Klasse ein Diagnosediktat schreiben und entsprechend der Arbeitsergebnisse einzelne Schüler in anderen Zimmern weiter arbeiten lassen. Die Materialien...
2. Schuljahr
Im ersten Schuljahr habe ich in meinem Blog häufig auch von anderen Bereichen des Deutschunterrichts geschrieben und dabei vom Freien Schreiben oder anderen Schreibaktivitäten meiner Klasse berichtet.Bis jetzt habe ich mich im zweiten Schuljahr sehr auf den Bereich der Rechtschreibung konzentriert, zumal dies ja auch eigentlich der Inhalt der Rechtschreibwerkstatt ist.Dennoch möchte ich an dieser Stelle wieder einmal einen kleinen Einschub vornehmen, der sich eher auf andere Bereiche als die Rechtschreibung bezieht.In unserer Klasse steht nach wie vor der Briefkasten, in dem im letzten Schuljahr immer wieder Post von Ela ankam oder in den wir unsere Briefe an sie steckten.Dieser Briefkasten konnte auch damals schon für Post genutzt werden, die innerhalb unserer Klasse verschickt werden sollte.Auch jetzt nutzen meine Kinder diesen Briefkasten immer wieder für kleine Botschaften untereinander. Sie laden sich per Brief zum Geburtstag ein (manche stecken ihre Einladungen wirklich hier rein, bevor sie sie als Postbote...
2. Schuljahr
Schon letzte Woche habe ich in meinem Eintrag von der selbstständigen Arbeit meiner Klasse an den Abschreibtexten berichtet. Ich hatte erwähnt, dass es einigen Kindern nicht leicht fällt, schwierige Stellen, also Stellen, an denen sie anders schreiben müssen als sie sprechen, zu erkennen und dann entsprechend zu markieren.Auch in dieser Woche wurde diese Problematik wieder deutlich:Der Abschreibtext wird gelesen und mir häufig mit dem Kommentar gezeigt, nichts sei daran schwierig gewesen. „Das kann ich mir gar nicht vorstellen“, gebe ich häufig zur Antwort und setze mich gemeinsam mit dem jeweiligen Kind an seinen Tisch, um den Text gemeinsam zu bearbeiten. Dabei liest, wie ich schon letzte Woche schrieb, das Kind den Text Wort für Wort laut vor. Meistens stelle ich nur die Frage „Hörst du alles, was du schreiben musst?“. Diese kurze Interaktion reicht oft schon aus, damit mein Schüler oder meine Schülerin selbstständig feststellt, an welcher Stelle im Wort markiert werden muss.Die Ursache für diese Schwierigkeiten...
2. Schuljahr
Ich habe schon seit längerer Zeit nicht mehr von unserem Montagkreis und dem anschließenden Schreiben in das Geschichtenheft berichtet.Mit Beginn des zweiten Schuljahres hat sich hier etwas verändert: • Zum einen haben wir nun nicht mehr eine Eigenfibel (dies war eine festeingebundene Kladde in DIN A5), sondern ein Geschichtenheft. Unser Geschichtenheft ist ein DIN A4-Heft mit unlinierten Seiten. Jedes Kind hat dafür von mir ein liniertes Blatt bekommen, dessen Zeilenabstand größer ist als bei den beigefügten Einlegebättern und eine gesonderte Linie für eine Überschrift hat.Beim Schreiben der Montagsgeschichte legen meine Schüler dieses Blatt jeweils unter die rechte Seite ihres Heftes und können nun ihre Geschichte schreiben. Wenn sie darüber hinaus noch etwas zu ihrem Text malen möchten, können sie dies entweder auf der Seite links daneben oder unter ihrem Text tun ohne dabei von Schreiblinien behindert zu werden.• Zum anderen erzählen wir nicht mehr jede Woche mündlich vom Wochenende, bevor wir unsere Erlebnisse...
2. Schuljahr
Mittlerweile sind die Abschreibtexte schon seit drei Wochen eingeführt. Wie ich schon einmal berichtet habe, arbeiten die Kinder nun selbstständig an diesen Texten, d.h. wir markieren nicht mehr gemeinsam schwierige Stellen, sondern jedes Kind führt diese Arbeit selbstständig durch. Im Arbeitsprozess liest jedes Kind den Text zuerst und beantwortet für sich die unter dem Text stehende Frage. Dann markiert es seinen Text. Wer diesen Schritt vollzogen hat, zeigt mir seine Markierungen. Nun gebe ich Hinweise, ob es noch weitere Stellen gibt, an denen anders geschrieben als gesprochen wird. Zwar sollen die Schüler diese Arbeit selbstständig tun, doch die Kinder müssen erst stärker für solche Stellen sensibilisiert werden. Zunächst sage ich ihnen, wie viele solcher Stellen noch im Text zu finden sind. Wer so noch nicht alle Stelle findet, bekommt genauere Hinweise für die einzelnen Zeilen – meistens sprechen wir diese Stellen dann gemeinsam durch. Oft hilft es den Kindern, wenn sie an meiner Seite die einzelnen...
2. Schuljahr
Die Arbeit mit dem Modellwortschatz ist auch diese Woche sehr gut weiter gegangen. Sehr selbstständig sortieren immer mehr meiner Schüler Wörter nach bestimmten Kriterien aus.
An vielen Stellen bemerkt man jetzt auch in freien Texten, dass einige dieser besonderen Schreibungen übernommen werden. Selbstverständlich geschieht das noch nicht durchgängig, da beim Freien Schreiben häufig der Inhalt und das damit verbundene persönliche Erlebnis so sehr im Vordergrund steht, dass es vielen Kindern schwer fällt, auszublenden und auf rein systematische Aspekte zu achten.

In nächster Zeit wird sich dies immer weiter entwickeln.
Zudem werden wir im Unterricht auch immer wieder bestimmte Phänomene bewusst gemeinsam thematisieren, um das bei der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt Erarbeitete und Erlernte auch dadurch noch einmal zu sichern und zu festigen.
2. Schuljahr
Von der vergangenen Schulwoche kann ich leider nicht viel berichten. Ich war krank und konnte nur einen Tag in die Schule gehen. Deshalb kann ich mich nur auf das beziehen, was mir meine Kollegen berichteten, die mich in dieser Woche vertraten. Zwei Kollegen haben im Rahmen des Vertretungsunterrichts mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet. Viele Kollegen machen dies gerne in Vertretungsstunden, da die Kinder sehr gut selbst wissen, was sie arbeiten müssen und wie sie diese Arbeit zu erledigen haben. In diesen Stunden wurden zwei unterschiedliche Feststellungen gemacht: 1. Die Kinder konnten in der Tat gut selbstständig arbeiten und brauchten wenige Hilfestellungen seitens der jeweiligen Lehrkraft. 2. Den Kindern fiel es allerdings schwerer als sonst, ruhig und ohne lange Unterhaltungen mit dem Tischnachbarn zu arbeiten. Auch in den Rechtschreibstunden, die ich mit den Kindern halte, brauchen meine Schüler immer wieder die Erinnerung, an ein zügiges und wenig abgelenktes Arbeiten. Gerade durch die Vielzahl...
2. Schuljahr
Alle Kinder meiner Klasse arbeiten seit Beginn des neuen Schuljahres mit dem Modellwortschatz. Die erste Aufgabe ist immer, den Modellwortschatz einmal komplett abzuschreiben. Dabei verinnerlichen die Kinder die Abschreibtechnik und werden mit der Dokumentation ihrer Arbeit auf den Karten und dem Einsortieren der bearbeiteten Karten vertraut.Viele Kinder, vor allem diejenigen, die schon im letzten Schuljahr mit der Modellwortschatzarbeit begannen, haben diese Arbeit mittlerweile abgeschlossen.Sie sortieren nun Wörter nach bestimmten Kriterien aus, z.B. Wörter, die auf „en“, „er“ oder „el“ enden. Zunächst nehmen sie diese Sortierung visuell vor und schreiben dann mit der bereits eingeübten Abschreibtechnik diese Wörter in ihr Modellwortschatzheft. So erstellen sie sich selbst Wörterlisten mit einem bestimmten Rechtschreibphänomen. Weiterführend kann diese Sortierung auch in Partnerarbeit vorgenommen werden; die Wörter werden dann auditiv sortiert und dann vom Partner diktiert aufgeschrieben.Ich habe überlegt, welche...
2. Schuljahr
Zum Ende dieser Schulwoche haben wir unseren zweiten Abschreibtext bearbeitet. Wir begannen noch einmal gemeinsam und wiederholten die einzelnen Arbeitsschritte: - Text lesen, Frage am Textende beantworten und damit das inhaltliche Verständnis überprüfen - Text in die Folie auf der Heftvorderseite stecken - alle Stellen markieren, an denen man anders schreiben muss als man spricht - Text abschreiben - geschriebenen Text lesen - Text kontrollieren Wir lasen den Text noch einmal gemeinsam, beantworteten auch die Frage zusammen und markierten die schwierigen Stellen im Text. Dann bekam jedes Kind den Abschreibtext noch einmal auf einem Blatt für sich und musste die Markierungen nun noch einmal selbstständig vornehmen. Anders als beim letzten Mal stand nun aber nicht mehr die gemeinsame Markierung auf dem Overhead-Projektor zu Verfügung; ich wollte, dass sich die Kinder dieses Mal mehr auf sich selbst verließen, denn beim letzten Mal hatten viele ausschließlich auf den bereits markierten Text geschaut. ...
2. Schuljahr
Im letzten Schuljahr haben wir ausschließlich mit dem Modellwortschatz gearbeitet, nachdem der Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen war. Wir haben den Modellwortschatz abgeschrieben, Wörter mit –en, -er und –el aussortiert und mit dem Partnerdiktat begonnen.Dabei haben meine Schüler die Abschreibtechnik immer wieder geübt und sich so für die Arbeit an den Abschreibtexten vorbereitet. In diesem Sinn habe ich alle Aufgaben, bei denen auch im Rahmen anderer Arbeiten abgeschrieben werden sollte, immer so konzipiert, dass die Abschreibtechnik „Lesen – Text umdrehen – aufschreiben und leise mitsprechen – wieder umdrehen – kontrollieren“ zwangläufig angewandt werden musste. Dazu habe ich stets Aufgabenblätter erstellt, die auf der Vorderseite die Aufgabe zeigten, z.B. einen Text zu vervollständigen, von dem dann drei oder vier Sätze auf die Rückseite abgeschrieben werden sollten.Sicherlich hätten einige Kinder auch schon im letzten Schuljahr einen Abschreibtext bearbeiten können, doch ich wollte zunächst mit dem...
2. Schuljahr
Mit Beginn des neuen Schuljahres haben wir zwei neue Schüler in unsere Klasse bekommen. Beide haben an ihrer alten Schule nicht mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet und kannten sich deshalb mit den Materialien und Arbeitsweisen nicht aus. Ich bat meine Kinder in einem Unterrichtsgespräch, einmal zu erklären, was die Rechtschreibwerkstatt überhaupt ist, welche Arbeiten dazu gehören und wie man mit den einzelnen Materialien überhaupt umgeht.Dieser Arbeitsauftrag hatte für mich drei verschiedene Perspektiven:erstens bedeutet eine Erklärung für den Erklärenden immer eine Wiederholung und Auffrischung seines eigenen Wissens, zweitens finde ich es wichtig, dass sich Kinder untereinander etwas erklären und drittens war es für mich sehr interessant zu erfahren, was meine Kinder über die Sommerferien von der Rechtschreibwerkstatt behalten hatten und wie sie die Rechtschreibwerkstatt und die damit verbundenen Arbeitsabläufe erleben.Ich habe manche Kinder ihre Erklärungen aufschreiben lassen und werde im Folgenden nun...
2. Schuljahr
Nach sechs Wochen Sommerferien haben wir uns am Montag das erste Mal wieder gesehen. Es gab viel zu erzählen und so dauerte der Montagskreis gleich eine ganze Zeit. Anschließend schrieben wir unsere Montagsgeschichten auf – in diesem Schuljahr jedoch nicht mehr in die Eigenfibel, sondern in unser Geschichtenheft.

Das Schreiben klappte gut und meine Schüler konnten ihr schönstes Ferienerlebnis selbstständig festhalten.

 

Im letzten Schuljahr arbeiteten wir im Grunde jeden Tag an der Rechtschreibwerkstatt, machte der Hör-, Schreib- und Seh-Pass doch einen Großteil unserer Arbeit aus. Wir haben uns selbstverständlich auch mit Büchern und Texten auseinander gesetzt, doch die Gewichtung zwischen der Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Passes und der Arbeit an anderen Bereichen des Sprachunterrichts fiel doch eher zugunsten des Hör-, Schreib- und Seh-Passes aus.



In diesem Schuljahr ist dies etwas anders, sodass die Arbeit an der Rechtschreibwerkstatt nicht mehr einen solch großen Teil...
2. Schuljahr
Mit genau dieser Überschrift habe ich vor gut einem Jahr diesen Blog begonnen. Seit dem ist viel passiert und meine Klasse wird ab Montag das zweite Schuljahr besuchen. Wenn ich mich erinnere, wie nervös und aufgeregt ich am Ende der letzten Sommerferien meinen Eintrag verfasst habe, bin ich froh, jetzt schon genauer zu wissen, was auf mich zukommt: Ich kenne die Kinder meiner Klasse und habe schon Erfahrungen als Klassenlehrerin machen können. Dennoch bin ich auch dieses Jahr wieder aufgeregt, aber ich denke, das ist immer so. Viele meiner Kollegen sagen dasselbe, obwohl die meisten schon wesentlich länger im Schuldienst sind als ich. In den Sommerferien habe ich einiges vorbereitet – auch für die Rechtschreibwerkstatt. Ich habe das Material für die nächsten vier Zimmer (LD, LV, KL, WA) hergestellt, d.h. ich habe Abschreibtexte und Wörterlisten kopiert und laminiert, Sortiertafeln fertig gemacht, mögliche Kontrollen erstellt und alles in Hängeordnern und Schubladenkästen organisiert. Jedes Zimmer hat...
1. Schuljahr

 

Schuljahreswechse 1. - 2. Klasse

 

 nde

1. Schuljahr
Die letzte Schulwoche hat begonnen, das Schuljahr neigt sich nun wirklich dem Ende.Am letzten Schultag halten wir Rückschau:Wir nehmen den Aufrollkalender von der Wand und rollen ihn ganz an den Anfang. Es dauert lange, bis wir angekommen sind und dabei wird uns bewusst, wie lang so ein Schuljahr doch ist.Trotzdem habe ich das Gefühl, die Zeit sei nur so dahin gerast…Als wir am Anfang angekommen sind, rollen wir den Kalender langsam wieder auf und lesen unsere Einträge. Dabei fällt uns vieles wieder ein:Der erste gemeinsam erarbeitete Buchstabe „L“/“l“, die erste Geburtstagsfeier in der Klasse, das Lambertusfest, der Tag, an dem wir Kältefrei bekamen, weil die Heizung ausfiel, die Arbeit am Fliegenden Hut, die verschiedenen Werkstätten im Sachunterricht, Kunst- und Musikstunden…und vieles mehr. Manches hatten wir schon fast vergessen, gut, dass wir immer wieder Einträge in den Kalender gemacht haben!Auch für mich ist diese Rückschau gut und sehr schön! Ich erinnere mich, wie aufgeregt ich zu Beginn des Schuljahres...
1. Schuljahr
Ein Schüler meiner Klasse zieht zum neuen Schuljahr um und wird nach den Sommerferien nicht mehr mit uns zusammen zur Schule gehen.Selbstverständlich möchten wir uns von ihm verabschieden und etwas mit geben, das ihn immer mal wieder an uns denken lässt.So entwickelte sich die Idee, ein Klassen-Erinnerungsbuch zu machen, für das jedes Kind unserer Klasse eine Seite gestaltet – z.B. mit Wünschen, Bildern, Fotos… Schon die Planungsphase war sehr spannend.Wir mussten einmal miteinander sprechen können, ohne dass der Junge unsere Pläne mitbekam. Unter einem Vorwand schickten wir ihn an einem Morgen mit einer Kollegin aus der Klasse und hatten nun Zeit, unser Abschiedsgeschenk zu besprechen.Gemeinsam überlegten wir, was man jemandem schreiben könnte, der in eine neue Stadt mit neuen Menschen, einer neuen Schule, einem neuen Haus zieht. Außerdem wollten wir an schöne gemeinsame Erlebnisse erinnern: „Weißt du noch, als wir…“Jedes Kind bekam ein buntes Blatt Papier und den Auftrag, diese Seite so schön zu gestalten, wie...
1. Schuljahr
Ich habe schon lange nicht mehr von unseren Montagskreisen und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel berichtet.In der letzten Zeit gab es so viele besondere Aktionen, die wir zum Freien Schreiben nutzten, dass ich unbedingt davon erzählen wollte.Gegen Ende des Schuljahres änderten sich unsere Erzählkreise etwas. Es wurde immer auffälliger, dass viele Kinder nur schwer über den gesamten Zeitraum des Erzählens wirklich aufmerksam zuhören konnten. Auch unsere Regeln, nur eine besonders schöne Sache zu erzählen um einen etwas übersichtlicheren Rahmen zu schaffen oder Nachfragen stellen zu dürfen, halfen nur sehr wenig. Irgendwie musste ich also etwas ändern, sodass jedes Kind, wenn es von seinen Erlebnissen berichtete, die Aufmerksamkeit der Mitschüler bekam.Während der Arbeit am Fliegenden Hut hatten wir immer wieder einzelne Texte vorgestellt und vorgelesen. Auch in der letzten Zeit hatten Kinder häufiger geschriebene Texte der Klasse vorgelesen. Dabei war mir aufgefallen, dass meine Klasse in solchen Situationen...
1. Schuljahr
Mit dem gemeinsamen Frühstück mit den Eltern und dem Verfassen der Berichte über dieses schöne Erlebnis schlossen wir dieses Thema im Sachunterricht ab. Mit dem Voranschreiten des Schuljahres und den immer näher rückenden Sommerferien haben wir nun im Sachunterricht mit dem letzten Thema für dieses Schuljahr begonnen: Der Zoo. Zum Einstieg haben wir gemeinsam ein Zoo-Lied gelernt, dass nun immer wieder in die Sachunterrichtsstunden einleitet. Die erste Stunde begann danach mit einer Phantasiereise in den Zoo. Wir machten es uns auf unseren Stühlen bequem und gingen schon einmal in Gedanken durch den Zoo. Diese Erlebnisse hielten wir fest und schrieben sie auf ein Schmuckblatt. Jeder erlebte in seiner Gedankereise etwas anderes und so konnten wir gespannt sein, als wir uns nach der Schreibphase gegenseitig...
1. Schuljahr
Unser Gesundes Frühstück gemeinsam mit den Eltern meiner Schüler war ein wirklich schönes Erlebnis. Um acht Uhr kamen sechs Eltern mit ihren Kindern in die Schule, sie halfen uns bei der Zubereitung der Speisen. Ich hatte die Kinder schon am Tag zuvor in Gruppen eingeteilt, sodass heute jeder schon wusste, für welche Speise er nun heute verantwortlich war. Jedes Elternteil betreute eine Schülergruppe. Im Jahrgang hatten wir Rezepte für ein Gesundes Frühstück zusammengetragen. Dementsprechend hatte ich Einkaufslisten auf Briefumschlägen vorbereitet, in denen jeweils Einkaufsgeld aus der Klassenkasse steckte. Die Kinder gingen nun zunächst in ihren Gruppen mit einem Erwachsenen einkaufen, kamen dann zurück in die Schule und bereiteten an einem Ort im Gebäude die Speise vor. Zu zehn Uhr waren dann alle Eltern der Klasse eingeladen, um gemeinsam mit uns zu frühstücken....
1. Schuljahr
Im Sachunterricht arbeiten wir gerade zum Thema „Gesundes Frühstück“. Wir haben schon einiges über gesunde Ernährung erfahren, die sieben Lebensmittelgruppen kennen gelernt und Vermutungen darüber angestellt, wie viele Stückchen Zucker in der verschiedenen Lebensmittel enthalten sind. Natürlich gehört zu einem solchen Thema auch, dass man sich selbst ein Frühstück herrichtet, das eben diesen Kriterien der gesunden Ernährung entspricht. Unsere Idee im Jahrgang war es, gemeinsam mit den Eltern ein gesundes Frühstück in der Schule zu machen. Wir als Klasse wollen das Frühstück zubereiten und zum eigentlich Essen die Eltern in die Schule einladen. Doch zu einer solchen Einladung gehört es natürlich auch, dass man eine Einladung schreibt, in der man seine Gäste herzlich einlädt. Genau dies haben wir gemacht! Es ist schon etwas her, dass wir den letzten Brief geschrieben haben. Also wiederholten wir noch einmal, was alles in einen Brief gehört. Gemeinsam überlegten wir, was für unsere Gäste wichtig wäre zu wissen,...
1. Schuljahr
Mit immer größeren Schritten geht es auf die Sommerferien zu. Ich bin erstaunt, wie schnell dieses erste Schuljahr mit meiner ersten eigenen Klasse herum gegangen ist!Nun habe ich bereits das Zeugnisformular auf meinem PC und habe begonnen, Zeugnisse zu schreiben. Sicherlich ist es noch ein bisschen hin, aber wir geben die Zeugnisse schon eineinhalb Wochen vor Schuljahresende ab und ich brauche Zeit, um die Texte zu formulieren, dann etwas ruhen zu lassen und sie noch einmal zu lesen. Oft brauche ich eine kleine Pause zwischen Schreiben und Korrektur-Lesen, um wirklich Verbesserungen vornehmen zu können. Der Bereich Sprache ist sehr komplex, umfasst er doch viele unterschiedliche Aspekte: - Das freie Schreiben mit den Gesichtspunkten Laut-Buchstaben-Zuordnung, Einhaltung von Wortgrenzen, Verständlichkeit und Umfang der Texte, Schreibmotivation und dem Schriftbild- die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass- das LesenDabei gilt es auch immer, die Entwicklung des einzelnen Kindes aufzuzeigen und Formulierungen zu...
1. Schuljahr
Wie schon im letzten Eintrag geschrieben, haben viele Kinder meiner Klassemittlerweile den Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen. Bislang hat diese Arbeit einen Großteil unserer Deutsch-Stunden eingenommen. Nun muss das anders sein, denn Rechtschreiben ist nur ein Teil des Spracheunterrichts und kann deshalb nicht alle Deutsch-Stunden füllen.So kümmern wir uns jetzt auch ganz gezielt um Besonderheiten der Schreibung, die eindeutig zum LB-Bereich gehören: Sp/sp, St/st, Sch/sch, Eu/eu, Au/au und Ei/ei.Wir sammeln Wörter zu den einzelnen Lauten, halten sie an der Tafel fest und schreiben sie in unsere Schreibhefte, die wir auch erst seit kurzem benutzen. In einem nächsten Schritt werden wir uns um Besonderheiten am Wortende kümmern und Wörtersammlungen zu –er, –el und –en erstellen. So erarbeiten wir uns nach und nach einen immer tieferen Einblick in die deutsche Sprache und nähern uns der Erwachsenenschreibung. Neben diesen Aspekten, die ebenfalls zum Bereich Rechtschreibung gehören, schreiben wir nach wie...
1. Schuljahr
Die nächsten zwei Wochen sind noch einmal kurze Wochen, d.h. wir gehen jeweils nur drei Tage in die Schule. Einerseits ist das sicherlich angenehm und gerade im Hinblick auf das Schreiben der Zeugnisse für uns Lehrer hilfreich, doch andererseits bringen diese Wochen immer Unruhe in den Schulalltag: Die Kinder kommen mit der zeitlichen Abfolge der Tage nicht mehr zurecht („Frau Hoffmann, warum haben wir heute kein Sport? Am ersten Tag der Woche haben wir immer nach der großen Pause Sport!“ – Der erste Tag der Woche war eben dieses Mal ein Mittwoch…), müssen sich immer wieder mehr in den Schulalltag einfinden als nach einem normalen Wochenenden, da vier Tage, gerade für die Erstklässler, oft wie kleine Ferien erlebt werden…Und außerdem sind es nur noch gut sechs Wochen bis zu den Sommerferien und wir haben noch einiges vor.Also heißt es nun: Endspurt! Es wäre schön, wenn noch einige Kinder den Hör-, Schreib- und Seh-Pass sowie den Lesepass abschließen würden. So muss ich zusätzliche Arbeitszeiten einrichten, gerade...
1. Schuljahr
Am Sonntag ist Muttertag. Ich möchte mit meinen Kindern eine Kleinigkeit vorbereiten. Es soll nichts Großes sein und vor allem etwas, dass wirklich selbst gemacht ist. Eine Kollegin fand ein sehr schönes Gedicht, das im Grunde ein Rätsel ist und von einem Brief handelt, der der Mutter die Botschaft bringt: Ich hab´ dich lieb!Dazu wurde vorgeschlagen, einen Brief auf einem als Fächer gefalteten Blatt Papier zu schreiben, der dann der Mutter zum Muttertag und als Lösung des Rätsels überreicht werden kann.Genauso machten wir es.Schon zu Beginn der Woche bekam meine Klasse das Gedicht. Ich las es zunächst einmal vor und stellte meinen Kindern dabei das Rätsel, das sie nach einem zweiten Vorlesen lösen konnten. Dann lasen wir es zweimal gemeinsam laut; alle Kinder hatten es nun schon viermal gehört. Aufgabe war es nun, diese Zeilen auswendig zu lernen, um es am Sonntag ohne Blatt zum Muttertag vortragen zu können. Ich sagte meinen Kindern, sie sollten die erste Strophe zum nächsten Tag so oft lesen, bis sie schon immer...
1. Schuljahr
Dienstags beginnt unser Schultag weiterhin mit Freier Arbeit; ich habe immer mal wieder davon berichtet.Heute möchte ich meine Ausführungen des vorangegangenen Eintrags mit einem Bericht zur Freien Arbeit unterstützen.In der Freien Arbeit stehen meinen Kindern viele Materialien zur Verfügung, mit denen sie arbeiten können. Selbstverständlich können auch Lesepass und Hör-, Schreib- und Seh-Pass in diesen Phasen als Arbeit gewählt werden.Der Tagesplan an der Tafel zeigt allen Kindern, was in den nachfolgenden Arbeitsphasen des Schultages noch ansteht; dazu gehört häufig auch eine Phase der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt. Arbeitet ein Schüler schon in der Freien Arbeit an seinem Hör-, Schreib- und Seh-Pass wird er an diesem Tag zwei Arbeitsphasen damit haben.Einige meiner Kinder haben, besonders wenn sie ihren Hör-, Schreib- und Seh-Pass fast fertig hatten, die Freie Arbeit genutzt, um zügiger voran zu kommen und die Arbeit daran abzuschließen.Nun ist es schon öfter vorgekommen, dass Schüler in der Freien Arbeit...
1. Schuljahr
Heute haben fünf weitere Kinder mit der Arbeit in der Rechtschreibwerkstatt begonnen, auch sie gaben mir voller Stolz ihren durchgearbeiteten Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Ich traf mich mit diesen fünf Schülern in unserer Arbeitsecke auf dem Teppich hinten im Klassenraum und breitete dort das Material aus, mit dem auch sie nun ihre Arbeit im LB-Zimmer beginnen sollten. Ich zeigte ihnen ihren Rechtschreibpass und jeweils zu den einzelnen Seiten die Übungen und Arbeitsweisen. An manchen Stellen wurde ich kurz unterbrochen: „Frau Hoffmann, das wissen wir schon! Das haben wir doch alles schon bei den anderen gesehen!“ Ich ließ mir dann die Arbeit von den Kindern erklären und ergänzte bei Bedarf Aspekte, die mir wichtig waren.So schickte ich die fünf neuen Rechtschreibwerkstatt-Kinder in die Arbeit und ich muss mit Freude feststellen, dass die Arbeit gut läuft und alle bislang gut mit der Arbeit im LB-Zimmer zurecht kommen.Auch zu dieser Arbeitsphase, in der nun Kinder am Hör-, Schreib- und Seh-Pass, andere in der Rechtschreibwerkstatt...
1. Schuljahr
Nach dem Elternabend stand gleich in der nächsten Woche der Elternsprechtag an. Auch dies bedeutete einige Vorbereitungsarbeit, schließlich wollte ich auch jetzt den Eltern wieder einen umfassenden und verständlichen Ein- und Überblick über den Lernstand ihres Kindes und die vollzogene Entwicklung seit dem letzten Sprechtag geben.Zur Verdeutlichung der Schreibentwicklung waren zwei Dokumente von besonderer Bedeutung: die Eigenfibel und die Auswertungen der letzten Bild-Wort-Teste.Gemeinsam blätterten wir durch die Eigenfibel und verglichen die ersten mit den letzten Seiten – die Schreibentwicklung aller Kinder ist enorm und wurde beim Nebeneinanderlegen sehr deutlich. Viele Eltern stellten erfreut fest, dass man die Texte ihrer Kinder schon richtig gut lesen kann und für sie auch verständlich sind, wenn sie nicht mitbekommen haben, was im Montagskreis erzählt oder in der Lonigeschichte passiert ist.Etwas struktureller konnte ich die Schreibentwicklung mit den Bild-Wort-Test-Auswertungen machen.Ich hatte vor Weihnachten...
1. Schuljahr
Wie im letzten Eintrag eingangs schon erwähnt, hatte ich mittlerweile den zweiten Elternabend.Neben einigen klassenspezifischen Tagesordnungspunkten stand auch die Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt auf dem Plan.Das Haus der Rechtschreibwerkstatt diente auch hier als Orientierung und Übersichtshilfe in ähnlicher Weise, wie es auch uns im Unterricht eine Hilfe gewesen war.Ich hatte mich wieder sehr ausführlich auf den Elternabend vorbereitet, um einen ganzheitlichen, verständlichen, vollständigen und auch einsichtigen Überblick in die Weiterarbeit zu geben.Dabei stellte ich grob das ganze Haus mit seinen einzelnen Zimmern vor, konzentrierte mich dann aber stark auf das LB-Zimmer, da in diesem nun vorrangig weiter gearbeitet werden wird.Die Übungen mit dem Bilderfenster, der Modellwortschatz und die Abschreibtexte waren mir dabei besonders wichtig. Außerdem stellte ich verschiedene Arbeitsweise mit dem Modellwortschatz vor und versuchte dabei auch den Zweck dieser Übungen deutlich zu machen. Die Elternschaft...
1. Schuljahr
Nun endlich mal wieder ein Eintrag in mein Internet-Tagebuch mit neuen Eindrücken aus dem Schulalltag meiner Klasse.Es sind Nachträge der letzten Zeit; insgesamt war sehr viel zu tun – neben den „normalen“ Vorbereitungen der Elternabend und darauf der Elternsprechtag –, sodass ich es einfach nicht zeitnah geschafft habe, da beide Termine schon mit einiger Vorbereitung verbunden waren.Wie ich schon in meinem letzten Eintrag erwähnt habe, sind vier meiner Schüler mittlerweile mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass fertig und arbeiten nun im LB-Zimmer der Rechtschreibwerkstatt. Keiner dieser Kinder hat zeitgleich mit einem anderen den HSSP abgeschlossen, sodass ich die Arbeit und Handhabung der Arbeitsmaterialien sukzessiv eingeführt habe.Doch wie es meist bei derart offenen Unterrichtsformen der Fall ist, schauen viele andere Schüler, die selbst noch gar nicht so weit sind, bei diesen Einführungen zu – und sei es nur etwas vorsichtig von ihrem Platz aus – und lernen so das Material schon ein erstes Mal kennen. Ich...
1. Schuljahr
Diese Woche kann ich nicht so viel Neues berichten: Insgesamt haben wir gut am Hör-, Schreib-Seh-Pass weitergearbeitet und es wird deutlich, dass meine Hilfe bei der eigentlichen Arbeit nicht mehr notwendig ist.

Allerdings haben mittlerweile vier Kinder den Hör-, Schreib- und Seh-Pass abgeschlossen und mit dem Rechtschreibpass begonnen.
Ich habe sie in die Arbeit mit der Bildkartei LB und dem Modellwortschatz eingeführt.
Ich werde in den kommenden Tagen ausführlicher dazu schreiben; momentan bereite ich einen Elternabend vor, an dem ich den Eltern die Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt vorstellen werde, sodass ein ausführlicher Eintrag in den Blog neben den Elternsprechtagsvorbereitungen und den „normalen“ Vorbereitungen nicht zu machen ist.
1. Schuljahr
In der letzten Stunde dieses ersten Schultages, nachdem alle Arbeiten geschafft und die Hausaufgaben notiert waren, konnte ich mein Missgeschick von vor den Ferien wieder gut machen: Ich teilte meinen Kindern ihre selbst geschriebenen Bücher „Der fliegende Hut“ aus! Schon am Abend vorher hatte ich sie ganz dicht an meine Schultasche gestellt, um sie auf keinen Fall ein zweites Mal vergessen zu können!Es war ein wirklich schöner Moment, den ich auch durch die Organisation des Tages entsprechend vorbereitet hatte: Alles war geschafft, jeder hatte seinen Tisch ganz frei geräumt und im Anschluss würde ich nur noch beginnen, aus dem neuen Bilderbuch vorzulesen – ebenfalls ein Ritual, mit dem wir die meisten Schultage beschlossen.In diese recht ruhige Atmosphäre hinein verteilte ich die Bücher. „Endlich!“, „Das schenke ich heute meiner Mama!“, „Ich habe mich schon so auf mein Buch gefreut!“ kommentierten meine Kinder.Ich freute mich sehr über die Reaktionen und war fast ein bisschen gerührt über die Freude, mit der...
1. Schuljahr
Nach zwei Wochen Osterferien haben wir am Montag wieder gut begonnen. Alle Kinder kamen gesund und munter zurück und hatten einiges aus den vergangenen Wochen zu erzählen. So war der Montagskreis dieses Mal erstaunlich lang. Hatten sonst viele Kinder oft nur mit einem Satz ihr Wochenende vorgestellt, berichteten jetzt eigentlich alle recht ausführlich, was sie erlebt und wie sie Ostern mit ihrer Familie verbracht hatten.Ich freue mich über diese Entwicklung!Der weitere Verlauf des Tages war wie an anderen Montagen: Nach dem Erzählkreis das Schreiben in die Eigenfibel, danach Weiterarbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Wie selbstverständlich hatten meine Kinder den Tagesplan in dieser Reihenfolge vorgestellt; der Tonfall hatte deutlich zu erkennen gegeben: Ich weiß Bescheid, ich kenne mich hier aus!Auch darüber bin ich sehr erfreut! Genau dies war immer meine Absicht gewesen, wenn ich jeden Tag aufs Neue den Tagesplan anschrieb, von einem meiner Schüler vorstellen ließ und mir dabei Mühe gab, die Tage stets ähnlich...
1. Schuljahr
Ich habe mir alle Hefte, die meine Kinder für die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass brauchen, mit nach Hause genommen. Zwar wird mir auch in der Schule jeder Buchstabe nach seiner Bearbeitung mit allen Bestandteilen gezeigt, bevor ich ihn auf einer Liste als bearbeitet abkreuze, doch ich möchte mir ausführliche Notizen machen.Schon in den Weihnachtsferien hatte ich alle Unterlagen meiner Kinder mitgenommen, durchgesehen und dokumentiert; nach elf Schulwochen möchte ich meine Dokumentation aktualisieren.Es ist eine recht langwierige Arbeit, doch ich bin froh, mich wieder daran gegeben zu haben. Mir tut es gut, genau zu wissen, wer an welcher Stelle im Hör-, Schreib- und Seh-Pass ist. Bald werden einige Kinder damit fertig sein und mit dem Rechtschreibpass beginnen; bislang arbeitet nur ein Schüler daran (dazu in einem späteren Eintrag mehr).Außerdem wird deutlich, wer eventuell im Hinblick auf die Schreibrichtung noch einmal Übung und Unterstützung braucht. Es ist schwer, dies immer während des Unterrichtsgeschehens...
1. Schuljahr
An diesem Freitag fuhr ich frohen Mutes in die Schule. Es versprach, ein schöner Tag zu werden: Die „Fliegenden Hüte“ würden ausgeteilt werden und wir würden noch eine Doppelstunde im Werkraum verbringen und aus Holz einen Hasen zimmern. Auch auf diese Arbeit freute sich meine Klasse schon – und ich mich mit ihnen! Die letzte Stunde sollte eine Abschlussstunde werden. Mit diesen Gedanken kam ich zeitig in der Schule an und begann, wie jeden Morgen, meine Vorbereitungen in der Klasse. Ich legte meine Sachen zurecht, schrieb den Tagesplan an und ging in Gedanken den Tag noch einmal durch – und da fiel es mir plötzlich auf! Ich hatte die „Fliegenden Hut“-Bücher gar nicht mitgenommen! Sie standen immer noch zuhause! Wie hatte mir das passieren können? Ich war unheimlich betroffen und ärgerte mich sehr über meine Schusseligkeit. Wie konnte ich die Situation noch retten? Nach Hause fahren? Dafür war es mittlerweile schon zu spät. Zwar war es immer noch früh, doch ich würde nicht rechtzeitig zurück sein können… Alles...
1. Schuljahr
Die neue Woche begann etwas unglücklich: Ich war krank. Nach nun mehr einigen Wochen voll verschiedener Bakterien, die in der Klasse und der ganzen Schule herumschwirrten, hatte es mich nun doch noch erwischt.Schon als ich merkte, dass ich am Montag nicht in den Dienst gehen würde, dachte ich sofort an den „Fliegenden Hut“. Nun hatte ich zeitlich alles so gut geschafft und nun konnte ich nicht arbeiten gehen…Doch schließlich war es gar nicht so schlimm: Meine Kollegin, die als Sonderpädagogin mit in meiner Klasse arbeitet, würde mich vertreten und dabei die Arbeit am „Fliegenden Hut“ weiterführen. Darüber war ich unheimlich froh!Wir telefonierten in den drei Tagen, die ich zuhause bleiben musste, öfter und so bekam ich wenigstens über das Telefon das Voranschreiten der Arbeit am Buch mit. „Der fliegende Hut“ würde wie geplant fertig werden! Das war unheimlich gut!Am Donnerstag konnte ich wieder in die Schule gehen und die letzten Feinschliffe an dem selbst geschriebenen Buch wurden vorgenommen: Manche Seite musste...
1. Schuljahr
Diese Woche stand ganz im Zeichen des Buches „Der fliegende Hut“. Schließlich soll er bis zu den Osterferien fertig werden und möglicherweise als Überraschung und Osterei bei den Familien meiner Kinder im Nest liegen.So begannen wir auch in dieser Woche nicht mit einem Montagskreis, in dem vom Wochenende erzählt wurde, sondern wir trafen uns, um die Geschichte des fliegenden Hutes weiterzuhören. Die Klasse war schon sehr gespannt auf das nächste Bild und viele Kinder freuten sich sichtlich, als sie auf dem Tagesplan „Der fliegende Hut“ lasen.Wir betrachteten gemeinsam die Doppelseite im Bilderbuch, erzählten dazu, formulierten mögliche Sätze und gingen dann zurück an die Plätze und begannen mit der Schreibarbeit.Es war sehr ruhig in der Klasse, alle Kinder gaben sich große Mühe und nahmen ihre Autorenarbeit sehr ernst. Manchmal kamen Kinder zu mir und fragten, ob sie das eine oder das andere schreiben dürften oder machten mir Schreibvorschläge, die ihnen erst während des Arbeitsprozesses gekommen und vorher im...
1. Schuljahr
Heute haben wir bereits die dritte Doppelseite unseres Buches besprochen und bearbeitet. Heute musste wieder die Geschichte selbst weiter geschrieben werden – ähnlich wie zu Beginn unserer Arbeit am Montag. So sind die Geschichten mittlerweile schon ein Stück gewachsen. Bevor meine Kinder heute mit der Arbeit begannen, stellte ich ihnen in Aussicht, zum Ende der Stunde eine kleine Autorenlesung abzuhalten und einige Geschichten vorzulesen.So machten wir es uns schließlich in der Frühstückspause auf den Plätzen gemütlich und ich begann, mehrere Geschichten vorzulesen. Ich begann immer wieder gleich: „Der fliegende Hut“ von …!“ Diese Ankündigung erhöhte die Spannung auf die zu erwartende Geschichte sehr; das Autorenkind saß sehr erwartungsvoll, oft auch mit einem erfreuten oder stolzen Lächeln auf ihrem Platz und die Mitschüler schauten oft während des Vorlesens zu unserem kleinen Autor. Es war absolut still in der Klasse, alle hörten sehr gespannt den Geschichten zu. Es war für meine Klasse offensichtlich etwas...
1. Schuljahr
Heute begannen wir im Sachunterricht mit den Experimenten zum Thema Luft. Im Jahrgangsteam hatten wir zehn Stationen vorbereitet, die die verschiedenen Charakteristiken des Elements Luft thematisieren und handelnd und entdeckend verdeutlichen. Jedes Kind hat ein Forschertagebuch, in dem die einzelnen Stationen aufgeführt sind. Zu jeder Station ist dazu eine Frage formuliert, zu der die Kinder ihre Beobachtungen des Experimentes notieren. Abschließend ist zu jeder Station eine Frage formuliert, die die Schüler durch Ankreuzen von „Ja“ oder „Nein“ beantworten müssen und dadurch noch einmal knapp und direkt auf den Punkt gebracht die Ausgangsfrage beantworten. Selbstverständlich erwarteten die Kinder die Experimentierphase schon sehr, schließlich waren sie bei einem ersten Experiment, das wir gemeinsam...
1. Schuljahr
Unsere zweite Doppelseite hielt eine neue Aufgabenstellung bereit: Ein kurzer Text erzählt weiter, was nun mit dem Hut passiert. An einer Stelle bricht er ab und fordert so zum Vermuten über den Fortgang der Geschichte auf. Außerdem fehlt an dieser Stelle das Bild im Buch. Aufgabe für die Kinder war nun, den Text genau zu lesen und danach ein Bild zu gestalten, das alle Elemente des Textes aufgreift.
Nach der Vorbereitung durch Lese-Mal-Aufträge im Lesepass war diese Aufgabe eine Herausforderung für die Kinder, die sie jedoch gut bewältigen konnten.
1. Schuljahr
Seit dieser Woche haben wir im Sachunterricht ein neues Thema begonnen: Luft. Im Jahrgangsteam haben wir dieses Thema vorbereitet und entschieden, Luft auch für den Deutschunterricht zum Thema zu machen. Also suchten wir nach einem Buch, das für die Jahrgangsstufe und unser Thema angemessen ist und fanden schließlich das Bilderbuch „Der fliegende Hut“. Dieses Buch hat ausschließlich Bilder und keinen Text. Es erzählt die Geschichte eines Hutes, der bei einem Windstoß vom Kopf seines Besitzers geweht wird und nun durch verschiedene Umstände immer wieder den Besitzer wechselt. Schließlich kommt er am Ende des Buches durch einen Zufall wieder zu seinem ursprünglichen Besitzer zurück. Wir entwarfen ein geheftetes Buch für die Kinder, mit dem wir gemeinsam die Geschichte „Der fliegende Hut“ bearbeiten. Das Buch hält...
1. Schuljahr
Unsere Korrespondenz mit Ela, die in den ersten Schulwochen einige Abenteuer und Erlebnisse mit Raki, unserem Klassenraben, hatte, ist in der letzten Zeit „öffentlich“ nicht mehr so präsent gewesen; an sie haben wir schon länger nicht mehr geschrieben, statt dessen haben sich einige Schüler untereinander Briefe geschickt. Dennoch war Ela in den Köpfen meiner Kinder immer noch präsent, ebenso wie Lea und Raki, die auch weiterhin ihren Platz in unserer Klasse haben. Nach jedem Wochenenden werde ich zum Ende des Montagskreises gefragt, was die Beiden denn in den vergangenen zwei Tagen gemacht und wie sie das Wochenende verbracht haben. Ich denke mir immer wieder etwas aus und erhalte die Beiden so „am Leben“. In den Fünf-Minuten-Pausen werden beide oft von ihrem Stuhl für ein kleines Spiel genommen. Genauso fragen meine Schüler immer wieder danach, wann Ela uns denn endlich einmal besuchen...
1. Schuljahr
In unserer Klasse werden wöchentlich Klassendienste verteilt. Einer davon ist der Kalenderdienst.Der Kalenderdienst besteht aus zwei Teilen: 1. Von einem Abreißkalender wird das Blatt des Tages abgezogen und auf einen Pappstreifen geklebt, der jeweils für einen Monat gilt. Es werden stets drei Monatsstreifen untereinander gehängt, sodass die unterschiedliche Länge der verschiedenen Monate bildlich gesehen und nachvollzogen werden kann.2. Auf dem Aufrollkalender – ich berichtete davon bereits zu Beginn des Blogs – wird eine Tagesnotiz festgehalten.Zu Beginn der Schulzeit gestalteten wir den Aufrollkalender noch gemeinsam, indem wir sammelten, was zum aktuellen Tag eingetragen werden könnte. Ein Kind bekam dann den Auftrag, die endgültige Idee einzutragen. Dies geschah in der Regel mit einem Bild.Mittlerweile habe ich diese Arbeit ganz in die Verantwortung der Kinder gelegt; nur zeitweise erinnere ich noch einmal an die Erledigung des Dienstes am Aufrollkalender, doch auch hieran denken meine Schüler immer öfter...
1. Schuljahr
Lesehausaufgaben sind fester Bestandteil der täglichen Hausaufgabe.Lesehausaufgaben gibt es in den verschiedensten Formen: kleine Hefte zu jeweils einem Buchstaben, auf deren Seiten jeweils lediglich ein Wort zu lesen steht, kleine Bücher aus Graf Orthos Lesetruhe, Sachtexte, die sich an Themen des Sachunterrichts anlehnen oder die einfach zur Jahreszeit passen.Um die Weihnachtszeit hatte mich ein Schüler extra nach Lesehausaufgaben gefragt, die zum baldigen Fest passten und auch ich finde es, gerade für kleine Kinder wichtig, dass sie mit dem Jahr leben und die einzelnen Jahreszeiten bewusst erleben. Auch deshalb bemühe ich mich immer, passende Texte als Lesehausaufgaben, zumindest hin und wieder, zu finden. Bei den Lesehausaufgaben geht es mir nicht darum, dass alle Kinder gleich viel lesen und jeder Schüler z.B. die ganze Seite des Sachunterrichttextes gelesen hat – ich betone dies auch immer wieder vor den Kindern. Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass sich meine Kinder unter Druck gesetzt fühlen und...
1. Schuljahr
Unsere Woche begann gemäß unserer üblichen Gewohnheit mit dem Montagskreis und dem Erzählen vom Wochenende. In der vergangenen Woche war der Montagskreis durch den schulfreien Rosenmontag ausgefallen und wir hatten, wie ich in meinem Eintrag „An Karneval war ich…“ schrieb, anders als sonst begonnen. Das war zwar auch schön gewesen, doch ich merkte an der Freude einiger Kinder am Erzählen, dass sie froh waren, heute wieder alles wie gewohnt zu erleben. Der Erzählkreis an sich verlief wie immer: Einige Kinder erzählten sehr ausführlich, während andere ermutigt werden mussten, ausführlicher und genauer zu berichten. Darauf folgte, ebenfalls wie immer, das Schreiben in die Eigenfibel. Mittlerweile schreiben einige Kinder auch von sich aus wesentlich mehr von ihrem Wochenende auf. Nach einiger Zeit...
1. Schuljahr
Auch in dieser Woche gab es wieder mehrere Arbeitsphasen mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Alles ist gut weitergegangen; der immer gleiche Arbeitsrhythmus und die immer wiederkehrende Struktur dieser Rechtschreibwerkstatt-Stunden ermöglichen uns ein gutes und vor allem sehr selbständiges Arbeiten. Mittlerweile schaffen es meine Schüler, auch in diesen Unterrichtsphasen ruhiger zu arbeiten und sich trotz der verschiedenen Aufgaben, die parallel zueinander erledigt werden, oft auf ihre eigene Aufgabe zu konzentrieren und diese voran zu bringen. Darüber bin ich – selbstverständlich – froh, gleichzeitig aber auch stolz, dass wir dies gemeinsam geschafft haben. Natürlich bedarf es immer noch der Erinnerung an das Weiterarbeiten, aber es wird zusehends weniger.Besonders im Hinblick auf den Fortgang der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt erachte ich dies als unheimlich wichtig. Schon bald werden einige meiner Schüler mit dem Modellwortschatz 1 arbeiten, während andere den Hör-, Schreib- und Seh-Pass weiterführen....
1. Schuljahr
Nach einem freien Rosenmontag gingen wir Dienstag wieder in die Schule. Viel war am Wochenende passiert: Kostümgeburtstage, Umzüge, Karnevalsfeiern… So waren wir immer noch etwas in Karnevalsstimmung, sodass ich auch unsere selbst gebastelten Girlanden diese Woche noch hängen ließ! Irgendwie waren sie auch zu schön und viel zu schade, um nur zwei Tage zu hängen. Diese Stimmung griff ich zum Wochenanfang auf, den ich dieses Mal allerdings anders gestaltete als sonst: Wir machten keinen Montagskreis, sondern riefen uns gemeinsam unsere Karnevalskostüme in Erinnerung und hielten unsere Gedanken in einer Kostümbeschreibung fest, die Teil unseres Themenheftes „Karneval“ wurde. Dieses Heft hatte ich vorbereitet, sodass wir uns durch verschiedene, darin enthaltene Aufgaben gut auf die lustigen Tage vorbereiten...
1. Schuljahr
Jede Rechtschreibwerkstatt-Stunde, also jede Arbeitsphase mit dem Hör-, Schreib- und Sehr-Pass beginnt bei mir mit der so genannten „5-Minuten-Sprache“, wie ich bereits in früheren Einträgen beschrieben habe.Unter anderem arbeite ich in dieser Phase mit der Lautkartei der Rechtschreibwerkstatt. Ich suche immer wieder verschiedene Übungen aus der Kartei aus, um dadurch meine Kinder umfassend für die einzelnen Laute von Wörtern zu sensibilisieren. Anfangs nahm ich ausschließlich Karteikarten, die sich um das Weglassen oder Ersetzen des Anlautes kümmerten. Darauf waren meine Kinder durch die lange Arbeit mit den Sortiertafeln des Hör-, Schreib- und Seh-Passes gut vorbereitet, bei denen sie sich intensiv um das Bestimmen von Anlauten gekümmert hatten. Mittlerweile achten wir schon lange auch auf Mit- und Endlaute eines Wortes und meine Karteiauswahl hat sich so erweitert. So gibt es nun auch immer wieder Aufgaben, die sich um diese Stellen eines Wortes kümmern.Auch das Zusammenfügen von einzelnen Lauten zu einem Wort,...
1. Schuljahr
Jede Woche beginnt, wie schon oft beschrieben, mit dem Montagskreis und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel. Meine Kinder brauchen für diese Arbeitsphase sehr unterschiedlich viel Zeit: Manche Kinder schreiben sehr viel und brauchen entsprechend länger, andere formulieren ein oder zwei Sätze und malen ausführlich dazu und wieder andere schreiben „lediglich“ einen recht kurzen Text und möchten nicht mehr dazu malen. Um diesen unterschiedlichen Zeitbedürfnissen meiner Kinder entsprechen zu können, lasse ich diese Unterrichtsphase stets sukzessiv auslaufen: Wer mit seiner Montagsgeschichte fertig ist, arbeitet im Bild-Wort-Heft weiter, meistens schließt sich daran noch eine Arbeitsphase mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass an. Auf diese Weise haben alle Kinder genügend Zeit und Ruhe,...
1. Schuljahr
In dieser Woche gibt es vergleichsweise wenig Neues zu berichten: Wir haben, besonders in den ersten drei Tagen der Woche, viel am Hör- Schreib- und Seh-Pass weitergearbeitet. Donnerstag war Lonitag, an dem wir meist nicht im Pass voranschreiten und Freitag besuchten wir ein Theater im Ort, sodass wir die meiste Zeit des Unterrichtstages unterwegs waren und auch an diesem Tag nicht am Hör-, Schreib und Seh-Pass weiterarbeiteten.Doch in den besagten ersten drei Tagen der Woche kamen wir gut voran. Die Arbeit läuft nun schon seit längerem sehr selbständig, die Kinder haben den Ablauf und die Struktur der Rechtschreibwerkstatt-Stunden schon so weit verinnerlicht, dass sie sehr wenig nachfragen müssen, was als nächstes kommt. Auch die eigentliche Arbeit mit dem Pass ist mittlerweile sehr automatisiert; eigentlich wissen immer alle Kinder, was sie als nächstes zu arbeiten haben.Langsam kommen einige meiner Schüler zum Ende ihrer Arbeit an den Buchstaben; sie haben schon fast alle durch Hören, Schreiben und Sehen bearbeitet....
1. Schuljahr
Auch beim Lesepass entwickeln viele meiner Kinder mehr und mehr Ehrgeiz, voran zu kommen und auch diese Arbeit dem Ende entgegen zu führen. Unterstützt wird dieser Wille durch ein immer leichteres und automatisierteres Lesen, dass immer mehr die Freude daran in den Vordergrund rücken lässt als die Anstrengung, die am Anfang des Leselernprozesses meist noch überwog.Der erste meiner Schüler ist mittlerweile schon beim letzten Teil „Lesebücher“ angekommen. In den Lesepass-Stunden sitzt er nun mit einem Buch in der Klasse und verfolgt gespannt die Geschichte vom kleinen Brüllbären.Ich merke deutlich, wie gerne er diesen Pass abschließen möchte; seit er mir dem Bereich „Lesebücher“ begonnen hat, fragt er beinahe jeden Tag, warum keine Lesepass-Stunde auf dem Tagensplan steht oder freut sich, wenn dem doch so ist, ungemein auf diese Arbeit. Meine anderen Schüler arbeiten in allen anderen Bereichen des Lesepasses, ganz nach individuellem Tempo und Können.An dieser Stelle kann ich nur wieder einmal betonen, wie froh ich...
1. Schuljahr
Heute war wieder Lonitag. In der letzten Woche war mir aufgefallen, dass manche Kinder einen Satz schrieben – oft einen von denen, die wir in unseren gemeinsamen Gedankensammlungen formulierten – und dann nicht mehr weiter schrieben. Viele gaben an, nicht mehr zu wissen, was sie noch schreiben könnten. So ganz konnte ich mir das nicht vorstellen, denn in den vergangenen Wochen, die ich nun schon mit meiner Klasse zusammen lebte und arbeitete, hatte ich immer wieder gemerkt, wie gut sich viele Kinder meiner Klasse Einzelheiten merken und Geschichten oft sehr genau wiedergeben konnten. Das gemeinsame Formulieren eines Satzes zur Lonigeschichte des Tages hatte der eine oder andere vielleicht etwas als Begrenzung erlebt – ganz im Gegensatz zu dem, als was es ursprünglich gedacht war… Also änderte...
1. Schuljahr
Unser Klassenbriefkasten ist – leider – schon seit einiger Zeit eher weniger im Gebrauch gewesen. Eigentlich hatte ich ihn immer und regelmäßig einsetzen wollen, doch der Anlass und die Gesamtsituation sollte auch stimmig und bedeutungsvoll sein, der Rahmen und die Atmosphäre angemessen und gemütlich. So ist es oft nicht zu einem Briefwechsel mit Ela gekommen. Neben den anderen Schreibanlässen – der Montagsgeschichte und der Lonigeschichte im Schulalltag, das Schreiben zu Astrid Lindgrens Bilderbuch zu Ehren ihres 100. Geburtstages, die Weihnachtsgeschichte für das Leporello in der Adventszeit – erschien mir ein Brief oft als zu sehr „zwischendurch“, sodass ich mich dagegen entschied… Dennoch blieb der Gedanken an den Briefkasten immer präsent, immer noch wollte ich daran festhalten – auch wenn ich einsehen muss, dass man nicht alle Ideen, die man gut findet, umsetzen kann. Auf...
1. Schuljahr
Der heutige Montagskreis war leider nicht so gemütlich wie sonst, denn in unserer Klasse waren es gerade einmal 14°. Am Wochenende war die Heizung ausgefallen und die Alarmanlage hatte dies nicht gemeldet. So war das Gebäude über die zwei Tage ausgekühlt, durch die niedrigen Außentemperaturen unterstützt.Also saßen wir in unseren Jacken und Anoraks in der Klasse und wärmten uns mit Bewegungsliedern. Der „Montagskreis“ fand diesmal an den Tischen und auf unseren Stühlen statt, da ich es nicht wagte, die Kinder auf dem Boden Platz nehmen zu lassen. Das schien mir doch zu kalt, zumal unsere Kreisecke an zwei Außenwänden liegt…Dennoch schrieben wir einige Zeilen in die Eigenfibel, obwohl das mit den dicken Winterjacken gar nicht so einfach war.Im Laufe der zweiten Stunde wurden die ersten Kinder von ihren Eltern abgeholt, denn wir hatten in der Schule besprochen, dass wir unter diesen Umständen nicht bis halb eins Unterricht machen konnten. Auch wenn die Heizung wieder lief, würde es noch länger dauern, bis wieder...
1. Schuljahr
Seit Schulbeginn hängt bei uns in der Klasse ein Plakat, auf dem unsere Klassendienste eingetragen sind. daran befestigen wir mit Wäscheklammern jeweils die Kinder, die in der Woche für die jeweiligen Dienste zuständig sind: Kakao, Tafel, Kalender und Regale.Wir hatten zwar schon vor den Ferien Klassendienste, doch damals waren sie an der Tafel notiert und nicht ganz so groß in der Klasse zu lesen.Am Dienstag kam ein Junge zu mir, zeigte auf das Plakat, deutete mit seinem Finger auf das Wort Kalender und meinte dann: „Dort stehen zwei Wörter: Kalender und Kalle (Er sprach das Wort aus, als wäre es wie der Name geschrieben.).“Ich hatte eine Zeit lang ein Buch vorgelesen, dass von einem Jungen namens Kalle erzählte, daher war ihm dieser Name geläufig.Dieser Schüler liest schon seit einiger Zeit sicher und mit wirklicher Begeisterung. Die Entdeckung eines Wortes in einem Wort ist meines Erachtens schon eine große Leistung und macht gleichzeitig deutlich, dass der Leselernprozess schon ziemlich weit fortgeschritten...
1. Schuljahr
Am Ende dieser Woche stand der erste Geburtstag im neuen Jahr in unserer Klasse auf dem Kalender. Die Feier sollte direkt am Geburtstag statt finden, sodass schon bald nach Schulbeginn die Einladungen in der Klasse verteilt wurden.Das Mädchen hatte einen kleinen Stapel mit bunten Briefen auf ihrem Tisch liegen. Schon bald nach Unterrichtsbeginn kam sie aufgeregt zu mir gelaufen und erzählte: „Gestern habe ich ganz viele lange Sätze geschrieben!“ Ich schaute sie an und erkundigte mich, was sie denn geschrieben hätte. „Na, meine Geburtstagseinladungen!“, antwortete sie mit einem Lachen im Gesicht. Später am Schultag sah ich eine geöffnete Einladung bei einem Schüler, der damit beschäftigt war, den dort geschriebenen Text zu lesen.Die Zeilen waren ganz sauber und ordentlich aufgeschrieben und absolut gut zu lesen.Für mich war das ein sehr schöner Moment! Irgendwie wurde mir an dieser Stelle noch einmal bewusst, was wir in den letzten Schulwochen schon alles gearbeitet und erlernt hatten!Sicherlich hatte das Mädchen...
1. Schuljahr
Nach den Feiertagen und einem guten Start in das neue Jahr bereitete ich mich Anfang Januar auf den Schulbeginn vor. Durch meine Fehlzeit in der Weihnachtszeit kam es mir besonders lange her vor, dass ich meine Kinder gesehen hatte. So freute ich mich nun umso mehr, meine Klasse jetzt wieder selbst unterrichten zu können. Gleichzeitig verspürte ich aber auch Respekt vor dem, was nun wieder begann – doch ich glaube, dass dieses Gefühl immer mal wieder zum Ferienende auftaucht…Der erste Schultag, ein Montag, sollte wie üblich beginnen. Mir ist eine gleich bleibende Tages- und Wochenstruktur sehr wichtig und so war klar, dass wir nach den Ferien die Woche wieder mit unserem Montagskreis und dem Schreiben in die Eigenfibel beginnen würden.Im Grunde sollte es ein Ferienkreis werden, nachdem das schönste Ferienerlebnis in die Eigenfibel eingetragen werden sollte. Man hätte denken können, dass viele Kinder von Weihnachten, ihren Geschenken und vielleicht auch von Silvester erzählen würden, doch diese besonderen Tage...
1. Schuljahr
Nun endlich wieder ein neuer Eintrag ins Internet-Tagebuch – wie versprochen von den wenigen Tagen der Adventszeit, die ich mit meiner Klasse in der Schule erlebt habe!Vieles ist in der Vorweihnachtszeit anders gewesen als es sonst in meiner Klasse üblich ist – und nicht nur krankheitsbedingt, sondern einfach auch deshalb, weil diese gerade für Kinder besondere Jahreszeit einiges an Änderungen und Besonderheiten fordert.So sind beispielsweise die Lonigeschichten nicht wie sonst jeden Donnerstag erzählt worden, denn an deren Stelle trat oft das Weitererzählen der Weihnachtsgeschichte. Jedes Kind hat diese in einem Leporello schreibend und malend für sich – und seine Familie – festgehalten.In diesem Zusammenhang habe ich eine interessante Erfahrung gemacht, die mir zwar eigentlich aus der Literatur bekannt war, die ich jedoch an dieser Stelle ganz deutlich vor Augen geführt bekam.Ich erzählte meiner Klasse die Weihnachtsgeschichte in einzelnen Abschnitten. Dazu schrieben wir gemeinsam einen Satz an die Tafel, den...
1. Schuljahr
Nach drei Arbeitstagen musste ich leider wieder zuhause bleiben. Trotz meiner Verhandlungsbemühungen mit dem Arzt ("Es sind ja nur noch zwei Schultage!" "Ich möchte nicht schon wieder fehlen!" "Die wenigen Stunden schaffe ich noch!") war nichts zu machen: Ich durfte nicht arbeiten gehen. Für mich war das, gerade nach der langen Zeit, die ich bereits nicht in der Schule war, sehr schlimm! Nun hüte ich immer noch das Bett und versuche, mich auszukurieren...
Wenn es mir wieder besser geht, an dieser Stelle mehr - dann mit Einträgen zu den leider wenigen Tagen der Adventszeit mit meinen Kindern!
1. Schuljahr
Leider kann ich von diesem besonderen Tag nicht so viel berichten, da ich krank geworden bin und nicht zur Schule gehen konnte. Gerade an diesem Tag empfand ich mein Fehlen als besonders unpassend, weil wir mit der Klasse extra für den Nikolaus gemeinsam ein Gedicht einstudiert hatten, das wir ihm vortragen wollten. Mir war es dabei wichtig gewesen, wirklich alle Kinder mit einzubeziehen und nicht eine Vorführung durch einige wenige Kinder anstelle unserer Klasse auszusuchen. Also hatte ich nach einem Gedicht gesucht, das 23 Zeilen hat und teilte jeweils eine Zeile einem Kind zu. Die Idee war, die Kinder entsprechend den Zeilen in einer Reihe aufzustellen und sie dann von links nach rechts das gesamte Gedicht aufsagen zu lassen. Jedes Kind hatte somit seine eigene Aufgabe und trug Verantwortung für das Gelingen der kleinen Vorführung; gleichzeitig war der Text aber auch nicht sehr umfangreich, sodass jedes Kind diese Aufgabe gut erfüllen konnte. Bei der letzten Probe des Gedichtes am Mittwoch hatte es gut...
1. Schuljahr
Am Dienstag verteilte ich, wie eigentlich jeden Tag, neue Lesehausaufgaben, die immer mit Freunde entgegengenommen werden. Ich lasse mir dabei meistens ein kleines Stück aus dem Buch, das die Kinder zurückgeben, vorlesen und spreche mit ihnen auch über diese Hausaufgaben: Hat dir die Geschichte gefallen? Hast du das Buch gut geschafft? Brauchtest du manchmal Hilfe? Liest du jeden Tag ein Stückchen? Diese Fragen können meine Schüler meist sehr genau beantworten und berichten gerne von ihren „Leseerlebnissen“. Heute kam ein Junge zu mir, um sich eine neue Lesehausaufgabe anzuholen. Wir suchten gemeinsam das nächste Buch heraus, als er plötzlich sagte: „Du, kannst du nicht etwas Weihnachtliches zum Lesen mitbringen? Ich meine, dann passt das doch besser zusammen!“ Ich fand diese Idee wirklich gut, hatte ich doch auch schon etwas in dieser Richtung in peto. Allerdings begannen meine Texte, die sowohl zur Vorweihnachtszeit und zur Lesestufe meiner Kinder passten, erst mit dem Nikolaustag, also in zwei Tagen. „Deine...
1. Schuljahr
In unserer Schule beginnt jede Adventswoche montags morgens mit einem gemeinsamen Singen der ganzen Schule im Forum. Wir begrüßen uns kurz in der Klasse und gehen dann hinunter. Es werden gemeinsam traditionelle Adventslieder gesungen und wer möchte, kann in diesem Rahmen auch etwas vortragen, sei es ein Gedicht, ein Lied… Für meine Klasse war dieser Tag auch noch in einer anderen Hinsicht ein ganz Besonderer. In den vergangenen zwei Wochen hatten wir im Kunstunterricht aus Ton Häuser gebaut. So entstanden, zusammen mit meinem Modell, 24 individuell gestaltete Häuser, die nun im Forum zu einem Adventsdorf aufgebaut sind. Jeden Tag wird in einem Haus eine Kerze angezündet, es ist also ein leuchtender Adventskalender, in dem am letzten Schultag, auch wenn dann noch nicht der 24. Dezember ist, alle Lichter...
1. Schuljahr
Ich habe in meiner Klasse eine Stunde speziell zum Lesen eingerichtet. Wir können an diesem Tag auch in das Leseparadies, unsere Schulbücherei, gehen. (Ich habe bereits in einem früheren Eintrag davon berichtet.)Eigentlich ist diese Lesestunde immer freitags.In dieser Woche haben wir sie allerdings auf Donnerstag vorgezogen, da wir für Freitag, den eigentlichen Tag der Lesestunde, den Werkraum reserviert hatten, um dort an unserem Adventsdorf aus Ton weiter zu arbeiten.Für den heutigen Tag hatte ich geplant, mir während der Lesestunde von einzelnen Kindern etwas laut vorlesen zu lassen. Zwar hatte ich durch die aktive Begleitung der Lesepassarbeit einen Eindruck und eine Vorstellung von den Lesefähigkeiten meiner Kinder und wusste ihr Lesevermögen und ihr Leseverständnis einzuschätzen, doch heute wollte ich mir ausführliche Notizen zu den Lesefähigkeiten meiner Schüler machen.Gerade während der Lesepassarbeit ist solch ein Vorgehen leicht möglich, da meine Klasse gerade mit diesen Materialien sehr sicher selbstständig...
1. Schuljahr
In meiner Klasse wird momentan also an sehr verschiedenen Aufgaben des Lesepasses gearbeitet: Einige Kinder erledigen gerade die Lese – Mal – Aufträge, andere haben bereits mit dem Arbeitsbereich „Satzkarten lesen“ – wir sagen immer „mit dem Lupenheft“ – begonnen. Doch mittlerweile sind vier Kinder auch damit bereits fertig und haben nun mit den Lesetexten (Lesetexte 1) begonnen. Die Einführung in dieses Aufgabenformat war nicht schwierig. Sehr zügig verstanden die Kinder, wie sie mit diesem Material umgehen müssen und wussten den Lesepfeil richtig zu gebrauchen. Allerdings waren bislang nur zwei statt vier Einführungen notwendig; die anderen beiden Schüler erklärten mir: „Du brauchst mir das nicht mehr zu sagen. Ich weiß schon, was ich machen muss, denn ich habe das schon bei meinem Tischnachbarn gesehen. Du musst mir nur die neuen Seiten für meinen Lesepass geben!“Auch wegen solcher Vorkommnisse bin ich froh um einen binnendifferenzierten Unterricht: Ich werde nicht nur den einzelnen Kindern mit ihren individuellen...
1. Schuljahr
Der Lesepass und die Arbeit daran sind in meiner Klasse weiterhin sehr beliebt. Viele Kinder fragen explizit nach der nächsten Lesestunde oder arbeiten in der Freien Arbeit von sich aus am Lesepass weiter. Allerdings hat dies in letzter Zeit etwas abgenommen, sodass nun auch wieder verstärkt die von mir hergestellten Lesematerialien zum Einsatz kommen. Doch gelesen wird immer viel und sehr gerne.Gerade die Lese – Mal – Aufträge sind für viele meiner Schüler oft ein Grund zum Schmunzeln oder Lachen. „Ich soll einen lila Wurm malen!“ Ein Schüler kam mit diesem Auftrag zu mir, auf seinem Gesicht ein Grinsen. „Das ist witzig“, kommentierte er, „denn so einen Wurm gibt es ja gar nicht. Aber das ist nicht schlimm, ich denke mir einfach aus, wie er aussieht!“Mittlerweile haben die meisten Kinder in meiner Klasse mit dem Lesen begonnen, nur wenige Schüler brauchen noch etwas Zeit, bis auch sie damit anfangen werden. An dieser Stelle wird wieder einmal die Notwendigkeit Innerer Differenzierung deutlich!...
1. Schuljahr
Diese Woche war von ihren Inhalten den Vergangenen sehr ähnlich: Montagskreis und Eigenfibel, Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass und im Bild-Wort-Heft, „5-Minuten-Sprache“, Arbeit am Lesepass, Lonigeschichte und anschließendes Schreiben in die Eigenfibel.
Im Bereich „Schreiben und Umgang mit Sprache“ lief alles in seinen gewohnten Bahnen. Ich bin sehr zufrieden mit dem momentanen Stand meiner Klasse und stelle immer wieder befriedigt fest, dass die Arbeit meiner Schüler immer selbständiger klappt.

Im Bereich „Lesen“ ist dagegen in dieser Woche einiges zu berichten.
1. Schuljahr
Nachdem in der letzten Woche der Lonitag zu Gunsten von Astrid Lindgren und Adam Engelbrecht ausgefallen war, freute sich meine Klasse heute ganz besonders auf den Fortgang der Abenteuer der kleinen Ente, dem Hasen und Zwerg Otto. Zunächst rekapitulierten wir gemeinsam, was beim letzten Mal passiert war, dann las ich weiter vor. Wie immer bei den Lonigeschichten hörten meine Kinder mucksmäuschenstill zu, um auf keinen Fall etwas von dem zu verpassen, was den drei Freunden zustieß. Auch hier sammelten wir vor Beginn des Schreibens gemeinsam Schreibideen. Offensichtlich fällt es meinen Schülern hier leichter, einen Gedanken als Schreibidee zu formulieren. Viele Kinder meldeten sich sofort, um eine Schreibidee beizutragen, diesmal waren auch einige Kinder dabei, die sich sonst bei solchen Sachen eher zurück gehalten hatten. Das freute mich besonders!...
1. Schuljahr
An diesen beiden Tagen haben wir sehr ausführlich am Hör-, Schreib- und Seh-Pass weitergearbeitet. Insgesamt kommt meine Klasse sehr gut mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass zurecht. Die meisten Kinder arbeiten sehr zielgerichtet an ihren Aufgaben und man merkt deutlich, dass sie gerne vorankommen möchten. So fragen viele Kinder oft bei der Besprechung der Hausaufgaben, ob sie auch noch mehr als das gemeinsam Angekreuzte machen können. Einerseits freue ich mich natürlich über den Arbeitswillen meiner Klasse, andererseits betone ich bei der Beantwortung dieser Fragen auch immer, dass sie nicht mehr machen müssen und es mindestens ebenso wichtig ist, am Nachmittag auch noch Zeit zum Spielen zu haben!Nur bei sehr wenigen Schülern meiner Klasse muss ich etwas darauf achten, dass sie wirklich alle Arbeiten des Hör-, Schreib- und Seh-Passes erledigen und nicht nur die Übungen immer wieder wiederholen, die ihnen am leichtesten fallen oder die sie einfach am liebsten machen. So arbeitete ein Schüler immer wieder an der...
1. Schuljahr
Diese Woche begann mit unseren bereits wohlbekannten Ritualen, dem Montagskreis und dem Schreiben in die Eigenfibel. Alle Kinder erzählten von ihrem Wochenende, allerdings fiel dies bei einigen recht knapp mit ein oder zwei Sätzen aus. Ich regte meine Schüler an, nicht erst auf Nachfragen der Mitschüler zu warten, sondern von vorneherein etwas genauer und detaillierter zu berichten, Nachfragen würden mit Sicherheit trotzdem gestellt werden. Ich habe nämlich den Eindruck, dass meine Kinder es richtig gut finden, selbst einmal jemanden drannehmen zu können und nicht immer diejenigen zu sein, die von mir aufgerufen werden. Insgesamt war mir bei der Durchsicht der Eigenfibeln aufgefallen, dass viele Kinder nur sehr knapp in die Eigenfibel schrieben. Ich habe dafür mehrere mögliche Gründe gefunden:...
1. Schuljahr
In meinem Jahrgang hatten wir uns für diesen Tag auch etwas überlegt und erarbeitet, mit dem wir den Astrid Lindgren – Tag im ersten Schuljahr gestalten wollten.Wir hatten uns ein Buch ausgesucht, zu dem wir mit den Kindern ein Eigenes gestalten wollten.Unsere Wahl fiel auf die Geschichte „Als Adam Engelbrecht so richtig wütend wurde“. Zum einen hat dieses Bilderbuch eine in sich abgeschlossene Geschichte, die nicht in irgendeiner Weise auf andere Teilgeschichten aufbaut und zum anderen ist auch inhaltlich gut ein Bezug zu den Kindern herzustellen.Das Buch erzählt von einem eigentlich freundlichen Stier, Adam Engelbrecht, der an einem Ostersonntag plötzlich unglaublich wütend wird, lange Zeit über den Hof „seines“ Bauern tobt und niemanden an sich heran lässt. Der kleine Kalle, ein siebenjähriger Junge, spricht jedoch trotz allem ganz freundlich mit ihm und auf einmal lässt sich Adam Engelbrecht von ihm kraulen und an seinem Nasenring zurück in den Stall führen. Kalle wird von allen für seinen Mut und seine Hilfe...
1. Schuljahr
Am Mittwoch wäre Astrid Lindgren 100 Jahre alt geworden. An unserer Schule fand aus diesem Anlass und ihr zu Ehren ein Astrid Lindgren – Tag statt. Die dritten Schuljahre hatten schon seit einiger Zeit am Thema Astrid Lindgren, ihrer Person und ihrer Literatur gearbeitet und dabei auch vieles auf die Beine gestellt, was für die ganze Schule und alle Kinder war: Ein kleines Theaterstück mit einer Szene aus „Pippi in der Schule“, Vorleseangebote für die verschiedenen Klassenstufen, eine Lindgren – Ausstellung im Forum mit Leseproben, Lese- und Fühlkisten, lebensgroßen Figuren aus den Lindgren – Romanen.
1. Schuljahr
Eigenfibel 1Diese Woche werden wir nur relativ wenig an der Rechtschreibwerkstatt arbeiten, da am Mittwoch in unserer Schule anlässlich Astrid Lindgrens 100. Geburtstag ein Astrid Lindgren – Tag stattfindet und wir dazu im Deutschunterricht ein besonderes Projekt geplant haben – doch dazu mehr im nächsten Eintrag. Montag und Dienstag waren insgesamt „normale“ Tage: Der Montag begann wie immer mit dem Erzählkreis vom Wochenende und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel. Mittlerweile formulieren wir am Ende der Wochenendgeschichte eines jeden Kindes immer gemeinsam einen Satz, den es zu seinen Erlebnissen in die Eigenfibel schreiben kann. Damit möchte ich die Kinder, die bislang eher wenig und kurz geschrieben haben, anregen, mehr als ein Wort zu notieren und außerdem bei allen Kindern langsam ein Gespür für einen Satz entwickeln. Wir erinnern auch daran, dass nach so einem Satz ein Punkt gemacht wird, schließlich ist dann ein Gedanke zu Ende.EIgenfibel 2...
1. Schuljahr
Der Test zur Bestimmung des Anlautes hat gezeigt, dass die allermeisten Kinder meiner Klasse darin bereits sehr sicher sind.Auch eine Kollegin machte diese Feststellung in ihrer Klasse. Bislang gliederte sich der Bereich Hören in drei Teile: Die Kinder arbeiteten zweimal an der Sortiertafel und bestimmten hier den Anlaut, danach folgte eine Hörübung, die mittlerweile auch den In- und Endlaut eines Wortes berücksichtigte. Auf dem Hintergrund, dass der Anlaut nun so sicher ausgemacht werden kann, entschieden wir in einer Besprechung, von nun an mit der Hörübung etwas anders umzugehen. Unsere Kinder müssen jetzt nur noch einmal die Hörübung an der Sortiertafel bearbeiten und dann, wie gehabt, die Hörübung zu An-, In- und Endlaut durchführen. Diese Übungen ergänze ich in meiner Klasse zunehmend stärker durch Übungen mit der Lautkartei, die ebenfalls den Bereich Hören anspricht, diese Fähigkeiten auf verschiedenste Weise trainiert und darüber hinaus auch ein Gespür für Wörter und ihre Ähnlichkeiten untereinander anbahnt...
1. Schuljahr
Wie ich schon letzte Woche schrieb, werden meine Schüler im Umgang und in der Arbeit mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass immer sicherer und können ihre Arbeit zunehmend selbständiger im Pass dokumentieren und darauf aufbauend ihre Weiterarbeit planen.Durch diesen Fortschritt geht die Arbeit am Hör- Schreib- Seh-Pass immer zügiger voran. Zudem merke ich jeden Tag aufs Neue, wie gerne meine Klasse am Hör-, Schreib- und Seh-Pass arbeitet. Ich habe den Eindruck, dass sie es genießen, ihre Arbeit so selbständig zu planen und ihr Lernen in diesem Rahmen selbst steuern zu können. Ähnliches erlebe ich auch im Zusammenhang der Freien Arbeit.Diese eigenständige Planung der Hör-, Schreib- und Seh-Pass-Arbeit bezieht sich sowohl auf die Arbeit in der Schule als auch auf die Hausaufgaben:In der Schule ist der selbständige Umgang mit den Aufgaben durch die bekannten und von mir schon oft beschriebenen Methoden möglich, für Zuhause kreuzen sich meine Kinder eigenständig im Hör-, Schreib- und Seh-Pass Aufgaben an – ich sehe lediglich...
1. Schuljahr
In dieser Woche hat der erste Elternsprechtag seit der Einschulung meiner Kinder im Sommer stattgefunden.Es war in vielerlei Hinsicht der erste Elternsprechtag:für die Kinder meiner Klasse der erste in ihrer Schullaufbahn,für ihre Eltern damit ebenfalls,für einige Eltern meiner Klasse der erste, den sie überhaupt in der Schule mitmachen,für mich war es der erste Elternsprechtag, den ich ganz allein vorbereitete, gestaltete und durchführte. Zwar hatte ich während des Referendariats selbstverständlich auch an Sprechtagen teilgenommen und den Eltern Rückmeldung zu ihren Kindern gegeben, auch im Rahmen von Fachunterricht hatte ich an Sprechtagen mitgewirkt, doch dies war der erste Elternsprechtag als Klassenlehrerin.So sah ich dem einerseits etwas aufgeregt, andererseits aber auch gespannt entgegen.Ich hatte für den Elternsprechtag jeweils 15 Minuten für ein Gespräch eingeplant, da ich annahm, dass gerade bei diesem ersten schulischen Treffen einiges zu besprechen sein würde und ich ungern in Zeitdruck geraten wollte.Zu...
1. Schuljahr
Ich habe unser klasseneigenes Buch über Pezzettino gebunden. Zum Abschluss dieser kurzen Schulwoche wollten wir es gemeinsam lesen. Ich habe die einzelnen Kindertexte in „Erwachsenenschrift“ aufgeschrieben und abgetippt zu den Kindertexten geklebt. So kann unser Buch auch von den Kindern selbst gelesen werden. Schon im Zusammenhang der Eigenfibeln haben wir Kinderschrift und Erwachsenenschrift thematisiert. So ist dieses Vorgehen nichts Neues für die Kinder und wird von ihnen auch richtig verstanden und aufgenommen.Vor die einzelnen Kinderseiten habe ich den Anfang des Buches geschrieben, allerdings in den Worten, die die Kinder gebrauchten, wenn sie die Geschichte nacherzählten. Auf die gleiche Weise habe ich unser Buch beendet. Bevor wir mit dem Lesen unseres eigenen Buches begannen, machten wir es uns ein bisschen gemütlich, um wirklich gut und entspannt zuhören zu können.Ich saß vor der Klasse auf einem Stuhl, hielt die Buchseiten hoch und las die von den Kindern geschriebenen Texte vor.Alle hörten sehr gespannt...
1. Schuljahr
Diese Woche ist eine kurze Woche.
Der 1. November, Allerheiligen, ist ein Feiertag und wir haben an unserer Schule einen beweglichen Ferientag auf den Freitag gelegt. So fällt mein Tagebucheintrag diese Woche etwas kürzer aus als sonst – außerdem haben wir in diesen drei Tagen „nur“ am Hör-, Schreib- und Seh-Pass weitergearbeitet und da sich diese Prinzipien immer mehr eingespielt haben, gibt es diese Woche einmal nicht allzu viel Neues zu berichten.
In der nächsten Woche sieht das bestimmt wieder anders aus…
1. Schuljahr
Diese Woche haben wir außerdem genutzt, unser klasseneigenes Buch zu „Pezzettino“ fertig zu stellen. Da in der letzten Woche einige Kinder krank waren und ihren Text deshalb noch gar nicht oder nur teilweise geschrieben, nutzten wir die vergangenen Tage, dies nachzuholen. Ich werde unser Buch nun binden, damit wir es in der kommenden Woche gemeinsam als Klassenlektüre lesen können.
1. Schuljahr
Freitags habe ich in meiner Klasse das Glück einer Doppelbesetzung, d.h. ich bin zusammen mit einer Kollegin in meiner Klasse.Diese Stunde habe ich heute genutzt und die ersten Kinder mit meiner Kollegin in das Leseparadies, unsere Schulbücherei, geschickt. Ich hatte mich dort zuvor umgesehen und nach Büchern geguckt, die von der Lesestufe und vom Inhalt gut zu meinen Kindern passen und zahlreiche gefunden. (Da ich selbst noch nicht so lange an der Schule bin, hatte ich dies zwar vermutet, war mir aber nicht ganz sicher…)Die Kinder, die heute das erste Mal ins Leseparadies gegangen sind, haben mittlerweile schon viele der in der Klasse befindlichen Lesematerialien genutzt und brauchten jetzt einfach neues „Futter“. Ich habe mich entschieden, meine Klasse sukzessiv in die Schulbücherei einzuführen. Zum einen haben alle Kinder so mehr Ruhe, wenn sie sich dort nach Büchern umschauen und zum anderen denke ich, dass auf die Weise für jeden der richtige Zeitpunkt gefunden werden kann, zu dem er dann auch tatsächlich...
1. Schuljahr
Wir haben jeden Tag Sprache auf unserem Tagesplan. Dazu gehört die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass, das Bild-Wort-Heft, das Freie Schreiben (Montags- und Lonigeschichte, zeitweise weitere Schreibanlässe wie z.B. Post an Ela oder ein Bilderbuch) und die Arbeit am Lesepass. Ich versuche, möglichst jeden Tag am Hör-, Schreib- und Seh-Pass zu arbeite, da es mir wichtig ist, dass die Kinder mit der Erarbeitung der Buchstaben gut vorankommen. An Tagen mit Montagskreis oder Lonigeschichte ist das manchmal gar nicht so einfach.An zwei Tagen in der Woche dürfen meine Schüler wählen, ob sie weiter am Hör-, Schreib- und Seh-Pass arbeiten oder lieber ihren Lesepass herausholen.Momentan ist der Lesepass bei diesen „Wahlen“ meist der Gewinner und meine Kinder sitzen lesend auf ihren Plätzen.Nur zwei Leser entschieden sich kürzlich für den HSSP und kommentierten ihre Wahl mit den Worten: „Heute mach ich lieber Hör-, Schreib- und Seh-Pass, dann bin ich mit dem B endlich fertig!“Ich bin gespannt, ob diese Entscheidungstendenz...
1. Schuljahr
Mittlerweile habe ich viele Leser in meiner Klasse und heute sind in der Freien Arbeit weitere fünf dazu gekommen. Ich begann zunächst wieder mit den Lesedosen: Zum einen sind hier die Wörter wirklich auf einzelne Wörter beschränkt, die Lesedosen beginnen mit sehr einfachen Lesewörtern und zum anderen sind die Materialien, denen die Wortkarten zugeordnet werden, auch ästhetisch sehr schön und haben dadurch noch einmal mehr Aufforderungscharakter. Den Umgang und die Handhabung des Materials musste ich keinem Kind mehr erklären, viele hatten sich dies schon von ihren Mitschülern „abgeguckt“ und wussten gut Bescheid. Gemeinsam übten wir das Zusammenschleifen der einzelnen Laute. Das ist oft keine leichte Aufgabe: Einen Buchstaben so lang anzuhalten bis der nächste beginnt und dies ein ganzes Wort lang durchzuhalten, fällt am Anfang schwer. So kann es passieren, dass ein Kind zwar alle Laute eines Wortes richtig benennt, den Inhalt des Wortes aber nicht erfasst, weil das Wort nur in seinen Einzellauten erkannt und...
1. Schuljahr
Eigenfibel - Anfang Die neue Woche begann wie immer mit dem Montagskreis und dem Schreiben in die Eigenfibel. Diese Reihenfolge ist mittlerweile schon ganz selbstverständlich, sodass ich im Grunde genommen schon gar nicht mehr viel sagen muss: Nach dem gemeinsamen „Lesen“ des Tagesplans – mittlerweile lese ich ihn nicht mehr vor, sondern ein Schüler übernimmt diese Aufgabe – setzten wir uns in den Kreis, der Raki geht und jedes Kind erzählt von seinem Wochenende. Auch die Gesprächsregeln, an die ich zu Beginn immer noch einmal erinnere, sind von den Kindern schon viel mehr verinnerlicht und sie fragen untereinander nach und bekommen dann genauere Auskunft. Danach folgt das Schreiben in die Eigenfibel. Auch wenn in diesem Ablauf sehr viel einfach „beim Alten“ geblieben ist, stelle ich bei...
1. Schuljahr
Heute haben wir die Texte zu unseren eigenen Buchseiten verfasst. Wir wiederholten noch einmal die Geschichte, um sicher zu stellen, dass allen die immerPezzettino - Text - 1 wiederkehrende Textstruktur des Buches bekannt war, denn diese sollte auch in unserem Buch auftauchen. Meine Schüler freuten sich schon sehr auf diese Arbeit. So hörte ich schon vor Schulbeginn, wie ein Mädchen mit Blick auf den Tagesplan sagte: „Jaaaa! Heute schreiben wir endlich die Texte zu Pezzettino!“ Nach dem gemeinsamen Einstieg im Theaterkreis vor der Tafel schickte ich meine Schüler in die Arbeit. Wer noch nicht wusste, was er zu seinem Bild schreiben könnte, blieb noch einen Moment bei mir im Kreis und wir überlegten gemeinsam. So waren schließlich alle Kinder für die Arbeitsphase gut vorbereitet und meine 23 Kinder schrieben sehr konzentriert an ihren Texten.Pezzettino Text 2...
1. Schuljahr
Heute war wieder Lonitag und wie jeden Donnerstag wurde die Geschichte schon heiß erwartet. Meine Klasse hörte, ebenfalls wie immer, gespannt zu.Eigenfibel Trotzdem schrieben manche Kinder relativ wenig zu der Geschichte. Das ist grundsätzlich nicht tragisch, doch mir fiel es im Vergleich zu den Texten auf, die diese Kinder zu anderen Anlässen verfassen: Beim Briefeschreiben an Ela und auch – hier greife ich einmal vor – beim Verfassen der Texte zu Pezzettino. Ich vermute, dass es am Schreibanlass liegt. Die Lonigeschichten sprechen meine Klasse zwar an, doch möglicherweise bieten sie einigen Schülern nicht genügend Freiraum, eigene Texte zu verfassen. Die Briefe an Ela dagegen und die Erlebnisse Pezzettinos sind sehr viel offener gehalten und geben damit sehr viel mehr Spielraum, sich etwas Eigenes zu überlegen: Während die...
1. Schuljahr
Bevor heute mit der künstlerisch-praktischen Arbeit an den Bilderbuchseiten zuPezzettino-Druck unserem klasseneigenen Buch begonnen wurde, riefen wir uns noch einmal die Geschichte von Pezzettino ins Gedächtnis. Dafür habe ich alle Seiten des Buches ohne Text kopiert, aufgeklebt und laminiert. Unglücklicherweise, so erklärte ich den Kindern, hatte das Schulgespenst in der Nacht alle Seiten durcheinander gebracht, sodass die Geschichte gar nicht mehr stimmte. Nun brauchte ich unbedingt ihre Hilfe, um alles wieder richtig zu ordnen. Gemeinsam erzählten wir uns so Pezzettinos Abenteuer und hingen die Bilder dabei in der richtigen Reihenfolge an die Tafel. Nun sollten sich meine Schüler eigene Figuren ausdenken, die Pezzettino auf seinem Weg treffen konnte. Zunächst sammelten wir gemeinsam Ideen, bevor jedes Kind ein...
1. Schuljahr
Diese Woche haben wir zum ersten Mal gemeinsam ein Bilderbuch gelesen und daran gearbeitet: „Pezzettino“ von Leo Lionni.In diesem Buch sucht eine kleine Gestalt in Form eines Würfels (Quadrates) nach seiner Identität und trifft auf diesem Weg verschiedene Gestalten, die stets aus einzelnen Würfelbausteinen zusammengesetzt sind: • Der, der stark ist, nimmt eine große Fläche ein und ist aus einer Menge Würfeln zusammengebaut.• Der, der rennt, hat auffällig lange Beine.• Der, der schwimmt, sieht aus wie ein Fisch und ist in Blau-Grün-Tönen gestaltet.• …Pezzetino fragt jeden, den er trifft, ob er vielleicht ein Teil von ihm ist. Doch alle verneinen diese Frage. Schließlich stellt sich heraus, dass er so, wie er ist, ganz und gar fertig und einfach er selbst ist. Als Pezzettino das erkennt, ist er glücklich und zufrieden, beendet seine Suche und kehrt zu seinen Freunden zurück.Gerade zu Beginn der Schuleingangsphase bietet sich das Buch „Pezzettino“ an. Die gerade eingeschulten Kinder suchen noch ihren Platz in der...
1. Schuljahr
Montags haben alle Schüler unserer Schule fünf Stunden. Wie immer habe ich am Wochenende den Unterricht für die kommenden Tage geplant. Montags heißt das für mich: die ersten beiden Stunden in meiner Klasse, dann eine Stunde Musik in einem dritten Schuljahr – meine Kinder haben dann Sport –, danach gebe ich noch einmal zwei Stunden in meiner Klasse. Ich habe alle diese Stunden vorbereitet.Heute Morgen habe ich, wie immer, den Tagesplan in meiner Klasse an die Tafel geschrieben – dabei allerdings vergessen, dass wir in der dritten Stunde gar nicht zusammen Unterricht haben. Ich wollte in dieser Stunde am HSSP weiterarbeiten lassen. Zwar wunderte ich mich etwas, an diesem Tag „plötzlich“ so viel Zeit zu haben und den Montagskreis, das Schreiben in die Eigenfibel und den HSSP unterzubringen, aber ich freute mich auch, so viel zu schaffen.Dann kamen die Kinder, alles lief seinen gewohnten Gang. Auf einmal stand ein Mädchen neben mir und fragte: „Frau Hoffmann, warum haben wir denn heute kein Sport nach der Pause?“...
1. Schuljahr
Heute gebrauchten wir zum ersten Mal Schrift und Schreiben außerhalb des Faches Deutsch für einen unterrichtlichen Zweck. Gedankenlandkarte-1 Momentan besprechen wir im Sachunterricht, passend zur Jahreszeit, das Thema Herbst. Den Einstieg gestalteten wir in der Klasse mit einer „Gedankenlandkarte“. Diesen schönen Begriff brachte eine meiner Kolleginnen ein, um für das Mind Map einen kindgerechten Ausdruck zu finden. Ihre Idee des Einstiegs in das Thema gefiel mir so gut, dass ich auch in meiner Klasse so mit dem Thema begann. Die Kinder arbeiteten in fünf Gruppen zusammen und hatten die Aufgabe, um das Wort Herbst, das in der Mitte eines Pappplakates stand, ihre Gedanken und Assoziationen zum Thema festzuhalten. Es stand ihnen dabei frei, zu malen oder zu schreiben. Für mich war es sehr interessant...
1. Schuljahr
Die heutige HSSP-Stunde begann wie immer mit der Fünf-Minuten-Sprache. Dieser Einstieg hat sich für mich sehr bewährt.Neben dem Aspekt des Warming-Ups für die Kinder gibt diese gemeinsame Arbeitsphase im Fach Deutsch mir Gelegenheit, Kompetenzen der Kinder in zügiger Weise abzurufen und zu überprüfen: Kann ein Kind einen Anlaut bestimmen? Kann es verschiedene Anlauten bestimmen oder nur einigen? Hört ein Kind auch schon einen In- und/oder einen Auslaut? Die gemeinsamen Schreib- und Leseübungen demonstrieren den Kindern darüber hinaus das Zusammenschleifen einzelner Laute, beim Schreiben eines Wortes mache ich ihnen das deutliche Mitsprechen vor.Bevor die Kinder im Anschluss an diese Arbeitsphase mit der Arbeit am HSSP beginnen konnten, thematisierte ich noch einmal die Bedeutung der kleinen Pfeile und Zahlen in den Hohlbuchstaben, die die Schreibrichtung angeben.Zwar hatten wir darüber schon mehrmals gesprochen und den Umgang damit sowohl an der Tafel, als auch bei den ersten, gemeinsam bearbeiteten Buchstaben...
1. Schuljahr
Heute hatten wir wieder Freie Arbeit. Auch diese Arbeitsform ist meinen Schülern immer noch sehr geläufig. Ich habe mit einigen Kindern gearbeitet und dabei weitere Leser „entdeckt“. Drei Mädchen sind nun dazu gekommen und ich vermute noch weitere Kinder. Mit all diesen werde ich nun mit dem Lesepass beginnen, den ich in den Ferien für alle fertig gestellt habe.Nach ersten Übungen an meinen Lesedosen haben „meine“ Leser auch schon Lesehausaufgaben bekommen, über die sie sich sehr freuten und auf die sie selbstverständlich sehr stolz waren. Allerdings habe ich es noch freigestellt, eine Lesehausaufgabe zu bekommen; wer dies noch nicht wollte, musste es nicht. Es soll gerade am Anfang des Lesens kein Druck entstehen. Wenn die Kinder immer wieder Leseangebote bekommen und diese wahrnehmen können, wenn sie sich dazu bereit fühlen, werden sie sehr viel eher Leselust und –motivation aufbauen, als wenn ich ihnen vorschreibe, zu einem bestimmten Zeitpunkt etwas bestimmtes zu lesen.Als Lesehausaufgaben habe ich die ersten...
1. Schuljahr
Offensichtlich haben meine Schüler die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass schon sehr erwartet. Bereits am Montag sagte eine Schülerin: „Wenn wir heute am Hör-, Schreib- und Seh-Pass arbeiten, mache ich am „O“ weiter.“Wie auch vor den Ferien beginnen wir mit „5-Minuten-Sprache“: den Anlautrap sprechen, Anlaute bestimmen, Silben klatschen, gemeinsames Lesen und Schreiben an der Tafel, einige Übungen mit der Lautkartei.Dann beginnt die Arbeit mit dem Pass.Die meisten Kinder wissen noch, woran sie gearbeitet haben. Allerdings fällt es vielen heute schwieriger, ihre Arbeit selbständig zu protokollieren und das richtige Smily in ihrem Pass abzukreuzen. Das war schon vor den Ferien nicht immer einfach und jetzt, nach zwei Wochen Pause, muss man erst einmal wieder in diese Organisation hineinfinden. Ich hatte ähnliches schon vermutet und deshalb vorher noch einmal an unserem HSSP-Plakat mit der Klasse besprochen, welche Arbeit für welches Smily steht.Trotzdem wird heute viel gefragt.Die Arbeit an sich läuft aber gut....
1. Schuljahr
Für mich war der erste Tag nach den Herbstferien wieder ein bisschen aufregend: Es ist, natürlich, nicht so stark wie zu Beginn des Schuljahres, trotzdem merke ich, dass ich auch dieses Mal denke: „Mal sehen, wie alles so klappt.“ Ich bin gespannt, wie meine Kinder nach zwei Wochen zurückkommen, was sie von ihren ersten Schulwochen vor den Ferien noch behalten haben und wie sie arbeiten.Schon als ich den Flur entlang kam, sah ich schon einige Kinder meiner Klasse auf dem Flur und als sie mich erkannten, winkten sie mir entgegen. Irgendwie ließ schon in dem Moment meine Anspannung schon etwas nach.Dann waren wir wieder alle zusammen und ich stellte fest: „Alle Kinder freuen sich, wieder in der Schule zu sein!“Wir begannen wie immer mit unserem Guten-Morgen-Lied, besprachen den Tagesplan und änderten das Datum. Diese, vor den Ferien täglich beibehaltene Routine ist meinen Schülern immer noch geläufig, wir sind schnell wieder angekommen.Schließlich wechseln wir in den Sitzkreis auf dem Teppich. Dieses Mal darf jeder...
1. Schuljahr
Seit Montag gehen wir wieder in die Schule.
Nach den zwei ersten Karten, die schon in den Ferien in meinem Fach lagen, sind heute noch fünf weitere dort angekommen.
Ich freue mich sehr über diese Zeilen meiner Kinder. Sie sind allesamt wertvoll für mich und es rührt mich an zu sehen, wie ernst meine Klasse die Geschichte um und mit Ela, Lea und Raki nimmt. Außerdem erkenne ich die Arbeit, Mühe und Anstrengung, mit der die Texte entstanden sind.
Ich werde alle Karten und Briefe in der Klasse vorlesen und aufhängen, damit meine Schüler „ihre“ Post auch selbst betrachten können, bevor wir sie unserem Postboten Raki mitgeben.
1. Schuljahr
Die ersten Ferien als Klassenlehrerin… Die erste Woche gehörte hauptsächlich mir: Erholung und Abschalten, das war mein Plan und der hat auch eigentlich ganz gut geklappt.Postkarte 1 Die zweite Woche stand nun schon wieder mehr im Zeichen der Schule und den Vorbereitungen für die nächsten Wochen: Treffen mit Kollegen, planen der kommenden Unterrichteseinheiten, besprechen von Organisatorischem, vorbereiten der Lesepässe für die ganze Klasse, suchen und herstellen von weiterem Lesematerial und Freiarbeitsmaterial… Als ich zu Beginn dieser Woche das erste Mal wieder in der Schule war, fand ich in meinem Fach Post. Zwei Kinder hatten schon aus ihrem Urlaub an Raki und Ela geschrieben. Meine kleine Geschichte vor den Ferien scheint gut angekommen und für meine Kinder überzeugend gewesen zu sein! Mittlerweile ist noch weitere Post in meinem Fach gelandet. Nun bin ich gespannt, ob morgen noch mehr angekommen ist!...
1. Schuljahr
Heute war der letzte Schultag vor den Herbstferien und der Rabe Raki war wieder weg. Als sein Verschwinden auffiel, begannen die wildesten Spekulationen: „Er hat vielleicht gedacht, wir hätten schon Ferien und ist heute einfach nicht mehr gekommen!“, „Vielleicht ist er bei Ela!“, „Raki hat bestimmt verschlafen!“. Manche Kinder machten sich auch ein bisschen Sorgen: „Wenn Raki gar nicht weiß, dass heute die Ferien anfangen und er morgen wiederkommt, erschreckt er sich sicher, weil niemand da ist!“. Wir befragten Lea über das Verschwinden des kleinen Raben, doch auch sie hatte keine Ahnung, wohin Raki verschwunden war. Viele Kinder schauten aus dem Fenster, manche riefen sogar in der Pause nach dem Vogel und wieder andere meinten, ihn in den Bäumen auf dem Schulhof gesehen zu haben. „Vielleicht kommt er ja noch in der Fünf-Minuten-Pause“, hofften wir.Und so war es dann auch. Nach der Fünf-Minuten-Pause war Raki wieder da und er hatte einen Brief im Schnabel.Wir warteten ja schon seit einiger Zeit auf eine Antwort...
1. Schuljahr
Der Lonitag wird von meinen Schülern immer heiß erwartet, meistens sind sie etwas traurig, wenn die Geschichte für die Woche zu Ende ist und ich nicht weiter lesen kann.Es ist beachtlich, wie viele Kinder mittlerweile schon recht ausführlich zu der Geschichte schreiben und selbständig ganze Zusammenhänge in ihrer Eigenfibel festhalten. Nur vereinzelt kommen Fragen, wie ein Wort weitergeht. Ich gebe immer den Rat, das Wort noch einmal zu sprechen und hocke mich neben die Kinder. Meistens reicht das schon und meine Schüler können gut alleine weiter schreibenBeinahe alle Kinder schreiben mindestens ein Wort auf.Ich habe auch wieder mit der Schülerin gearbeitet, die noch vor zwei Wochen der Mut verließ, als sie vom Wochenende schreiben wollte. Jetzt kann sie sich schon besser Wörter vorsprechen und zeigt auch zunehmend mehr Geduld im Abhören. Sicherlich trägt auch meine Anwesenheit direkt neben ihr dazu bei, doch darauf kommt es ja gar nicht an. Wichtig ist, dass sie immer wieder von neuem beginnt, ein Wort zu sprechen...
1. Schuljahr
Meine Kollegen und ich entschieden, erst zum Elternsprechtag hin mit der gesamten Klasse den Bild-Wort-Test durchzuführen, ich mache ihn nur mit einigen Schülern schon jetzt (siehe Eintrag „5. und 6. Schulwoche: Erster Bild-Wort-Test). Da wir jedoch alle viele Übungen zum Bestimmen des Anlautes in den letzten Wochen gemacht hatten, wollten wir dieses Können auch in irgendeiner Weise festhalten.Eine Kollegin hatte noch ein Arbeitsblatt, das sie Buchstaben-Diktat nennt, obwohl ich den Titel etwas irreführend finde. Auf dem Blatt sind verschiedene Tiere untereinander abgebildet. Neben jedem Tier findet man in einer Reihe mehrere Buchstaben aufgelistet, von denen einer der Anlaut des Tiernamens ist. Ich benannte nacheinander die einzelnen Tiere und meine Schüler mussten nun den passenden Anlaut einkreisen.Auch bei diesem Test traten insgesamt kaum Schwierigkeiten auf: Der Großteil der Klasse konnte alle Anlaute richtig bestimmen, drei Kinder hatten bei einem bzw. bei zwei Anlauten etwas Probleme und nur sehr wenige...
1. Schuljahr
Ich habe mit meiner Klasse den Test zur visuellen Diskriminierung durchgeführt. Zwar hatte unsere Sozialpädagogin in den vergangenen Wochen auch ähnliche Tests in meiner Klasse gemacht, doch mir war es wichtig, derartige Unterlagen auch bei mir zu haben.Ich rechnete nicht mit großen Schwierigkeiten, da schon die Übungen zum Sehen im Rahmen des Hör-, Schreib- und Seh-Passes bei allen Kindern recht problemlos gelaufen waren.Meine Einschätzung bestätigte sich. Schon während des Tests merkte ich bei der Beobachtung der Kinder, dass sie die Aufgaben gut lösen konnten, beim Nachschauen wurde dieser Eindruck noch bestätigt.Allerdings bemerkte ich einen Unterschied zwischen dem Wieder erkennen einzelner Formen im oberen Teil des Tests und dem Wieder erkennen von Buchstaben im unteren Teil: Während oben kaum ein Schüler Zeichen übersah oder falsche Symbole ankreuzte, wurden unten bestimmte Buchstaben schneller verwechselt – statt „b“ kreuzten sie „d“ oder „p“ an, statt „u“ kreuzten manche Kinder „n“ an, doch dies sind...
1. Schuljahr
Ich habe in dieser Woche mit zwei weiteren Kindern den Bild-Wort-Test gemacht, die mir beim Freien Schreiben und bei der Arbeit im Bild-Wort-Heft durch ihr sehr lautgetreues Schreiben und das langsame „Erwachen“ ihrer Lesekompetenz aufgefallen waren. Wie beim letzten Mal fand ich es auch hier sehr wichtig, diesen Lernstand schon jetzt festzuhalten und zu dokumentieren.
Die Auswertung des Tests zeigte im Säulendiagramm den beachtlichen Leistungsstand deutlich und führte mir bildlich die schon jetzt so weit entwickelte Kompetenz der Kinder vor Augen.
(Nicht dass es mir zuvor nicht bewusst gewesen sei, doch sieht man die vielen Säulen nebeneinander weit nach oben reichen, hat man einfach noch einmal alles gut im Blick…)
1. Schuljahr
Ich habe sieben Lesedosen, die meine drei neuen Leser mit ihrer Begeisterung für das Lesen sehr schnell durchgearbeitet hatten. Zunächst schlug ich vor, eine oder zwei Lesedosen noch einmal zu machen, doch dieser Vorschlag wurde strikt abgelehnt: „Ich weiß doch jetzt, was da steht, das brauche ich doch nicht noch einmal zu lesen!“ Also bot ich neues Material an: Zu Beginn gab ich meinen Schülern meine Buchstaben-Lesehefte: Ich habe diese Hefte zu jedem Buchstaben, auf jeder Seite steht jeweils ein Wort, das mit dem Buchstaben des Heftes beginnt.Dann stellte ich meinen Kindern „Graf Ortho´s Lesetruhe“ vor. Alle drei begannen mit einem roten Heft. Ein Junge kam nach dem Lesen des ersten Heftes zu mir und sagte: „Da stand dreimal „Salami“ drin.“ Dann ging er zum Schrank und holte sich ein nächstes Heft, die anderen taten es ihm nach. Seit dem tauschen sie ein gelesenes Buch immer sofort gegen ein neues aus und können gar nicht genug bekommen. So bot ich meinen drei neuen Lesern an, sich ein Heft mit nach Hause zu...
1. Schuljahr
In den letzten Tagen waren mir im Unterricht immer wieder drei Kinder aufgefallen, die Schrift und Geschriebenes langsam anders anschauten: Sie betrachteten ein Wort sehr lange und ausdauernd und begannen, vereinzelt die Lippen zu bewegen.Besonders beim gemeinsamen Lesen im Rahmen der „5-Minuten-Sprache“ waren sie sehr schnell im Zusammenziehen der einzelnen Laute – dann ging immer ein richtiges Leuchten über ihr Gesicht! Das war sehr schön zu sehen und mitzuerleben!Also nahm ich mir vor, in der Freien Arbeit diese Kinder in die Arbeit mit den Lesedosen einzuführen. In diesen Dosen sind verschiedene Gegenstände und Wortkarten. Die Kinder erlesen die Wörter und ordnen sie den entsprechenden Gegenständen zu. Meine Lesedosen gibt es zu unterschiedlichen Themen: Gemüse, Obst, Schule, Familie, Süßigkeiten…Ich forderte meine Schüler auf, ihr Anlautlineal auf den Tisch zu legen, dann begannen wir gemeinsam mit dem ersten Wort. Dabei war meine Hilfe allerdings nicht lange notwendig, meine Schüler konnten schnell selbständig...
1. Schuljahr
Die Lonigeschichte wird von meinen Schülern schon immer sehr erwartet und sie freuen sich immer sehr, wenn ihnen durch einen Blick auf den Tagesplan bewusst wird, dass schon wieder „Lonitag“ ist.Eigenfibel So hörten sie auch heute die Geschichte von der kleinen weißen Ente, ihrem Freund, dem Hasen Lino, und dem Zwerg Otto mit Spannung. Manche Kinder bedauerten, dass die Geschichte nicht noch weiter ging und sie sich jetzt erst einmal eine Woche gedulden müssen, um zu erfahren, wie es den drei Gefährten weiter ergeht. Insgesamt verlief der Lonitag wie immer: Ich las die Geschichte vor, die Kinder hörten gespannt zu, anschließend schrieben und malten alle in ihre Eigenfibel. Doch was mir sehr wichtig zu berichten scheint, ist folgendes: Ich habe in der letzten Woche unter dem Titel „Montagskreis, Eigenfibel...
1. Schuljahr
Heute war in unserer Schule „Tag der offenen Tür“. Alle Interessierten konnten sich unsere Schule ansehen und in den Klassen im Unterricht zuschauen, deren Klassenzimmertür offen stand.So hatten auch wir viel Besuch.Ich hatte für diesen Tag nur Arbeiten geplant, bei denen meine Kinder sehr selbständig arbeiten können, um so auch Zeit zu haben, mögliche Fragen von Besuchern beantworten zu können – viele dieser Arbeiten hätten aber sowieso auf dem Tagesplan gestanden.In der zweiten Stunde hatten wir also eine Rechtschreibwerkstattstunde. Die Arbeit hier klappt immer besser, meine Schüler können immer selbständiger ihre Arbeiten erledigen und finden sich auch zunehmend besser im Hör-, Schreib- und Seh-Pass zurecht.Unter den Besuchern waren auch Eltern von Kindern aus meiner Klasse, die ihren jüngeren Kindern die Schule zeigen wollten, da sie im nächsten Jahr eingeschult werden.„Die Kinder arbeiten wirklich sehr ruhig!“, war ihr Kommentar zur Arbeit in der Rechtschreibstunde.Ich empfand so etwas wie Stolz.Zu Beginn...
1. Schuljahr
Nach diesem Erfolg in der Freien Arbeit – und vor allem auch in deren Reflexion (siehe oben) – entschied ich mich, in der nächsten Rechtschreibstunde bei meiner Leserin den Lesepass einzuführen. Der öffentliche Bericht über ihre Lesearbeit vor der Klasse war für mich eine Bejahung dieser Kompetenz. Ich hatte den Eindruck, dass sie jetzt eher bereit sein würde, etwas anderes als ihre Mitschüler zu tun.(Sicherlich kommt unterstützend hinzu, dass sich meine Schüler immer mehr daran gewöhnen, dass gleichzeitig sehr viele, auch unterschiedliche Arbeits- und Lernprozesse parallel zueinander laufen und gleichzeitig in der Klasse passieren können. Sie erleben dies in der Freien Arbeit, sie lernten diese Situation in einem Geometriestationenlauf kennen und sahen, dass auch in den Rechtschreibwerkstattstunden die Aktivitäten und Lernprozesse immer verschiedener werden…)Als alle Kinder meiner Klasse gut in die Arbeit mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass eingestiegen waren, begann ich, ihr den Lesepass und das dazugehörige...
1. Schuljahr
Durch eine schulinterne, ganztätige Lehrerkonferenz kamen die Schüler unserer Schule in dieser Woche zu einem verlängerten Wochenende und hatten Montag frei. Damit fiel der Montagskreis aus. Ich überlegte zunächst, ihn kurzerhand in einen Dienstags-Erzählkreis umzuwandeln, doch das hätte bedeutet, dienstags die Freie Arbeit ausfallen zu lassen – beides hätte zeitlich schwer in den Tagesplan gepasst – und damit wäre meine Klasse sicher nicht einverstanden gewesen…Alle Kinder fanden schnell eine Arbeit, sie denken dabe