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blog.rechtschreibwerkstatt.de
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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Feb
5
Erstellt von:
DHoffmann
05.02.2008 15:45
Jede Rechtschreibwerkstatt-Stunde, also jede Arbeitsphase mit dem Hör-, Schreib- und Sehr-Pass beginnt bei mir mit der so genannten „5-Minuten-Sprache“, wie ich bereits in früheren Einträgen beschrieben habe. Unter anderem arbeite ich in dieser Phase mit der Lautkartei der Rechtschreibwerkstatt. Ich suche immer wieder verschiedene Übungen aus der Kartei aus, um dadurch meine Kinder umfassend für die einzelnen Laute von Wörtern zu sensibilisieren. Anfangs nahm ich ausschließlich Karteikarten, die sich um das Weglassen oder Ersetzen des Anlautes kümmerten. Darauf waren meine Kinder durch die lange Arbeit mit den Sortiertafeln des Hör-, Schreib- und Seh-Passes gut vorbereitet, bei denen sie sich intensiv um das Bestimmen von Anlauten gekümmert hatten. Mittlerweile achten wir schon lange auch auf Mit- und Endlaute eines Wortes und meine Karteiauswahl hat sich so erweitert. So gibt es nun auch immer wieder Aufgaben, die sich um diese Stellen eines Wortes kümmern. Auch das Zusammenfügen von einzelnen Lauten zu einem Wort, ebenfalls ein Angebot in der Lautkartei, ist mir stets sehr wichtig, unterstützt bzw. fördert es doch die Lautsynthese, die Grundvoraussetzung für das Lesen ist. Fielen diese Aufgaben der Lautkartei anfangs vielen Kindern noch sehr schwer und wurden als anstrengend erlebt, sind sie mittlerweile eine beliebte Übung geworden, die die Kinder mit Freude erwarten. Lediglich zwei Kinder tun sich noch schwer mit der Lautdiskriminierung und deren Synthese. Hier fällt mir immer wieder auf, dass sie noch etwas abweisend auf die Arbeit mit der Lautkartei reagieren und sie eher ungern tun; für sie sind diese Übungen immer noch sehr anstrengend. Alternativ dazu mache ich mit ihnen immer wieder allein Hörübungen, in denen es sich verstärkt noch um den Anlaut dreht; nur ab und zu schiebe ich Aufgaben dazwischen, die nach einem Mit- oder Endlaut fragen. So merke ich langsam, dass auch sie sicherer in der Lautdiskriminierung werden und beginnen, Laute zusammenzuziehen und so Wörter zu lesen – allerdings häufig noch, ohne im Anschluss daran zu wissen, was inhaltlich gelesen worden ist. Bei ihnen steht noch die technische Seite des Lesens im Vordergrund, die es ihnen noch nicht erlaubt, die Konzentration vom „Lesen an sich“ auf den Inhalt zu lenken. Doch auch das ist ein normaler Entwicklungsschritt.
Insgesamt wird aber klar, dass solche Übungen, besonders im täglichen Gebrauch, sehr hilfreich sind und den Kindern helfen, immer genauer in Wörter hineinzuhören. Die Lautkartei wird somit auch weiterhin fester Bestandteil meines Deutschunterrichts bleiben.
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