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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mrz 2

Erstellt von: DHoffmann
02.03.2008 12:17 

Heute begannen wir im Sachunterricht mit den Experimenten zum Thema Luft. Im Jahrgangsteam hatten wir zehn Stationen vorbereitet, die die verschiedenen Charakteristiken des Elements Luft thematisieren und handelnd und entdeckend verdeutlichen.
Jedes Kind hat ein Forschertagebuch, in dem die einzelnen Stationen aufgeführt sind. Zu jeder Station ist dazu eine Frage formuliert, zu der die Kinder ihre Beobachtungen des Experimentes notieren. Abschließend ist zu jeder Station eine Frage formuliert, die die Schüler durch Ankreuzen von „Ja“ oder „Nein“ beantworten müssen und dadurch noch einmal knapp und direkt auf den Punkt gebracht die Ausgangsfrage beantworten.

Selbstverständlich erwarteten die Kinder die Experimentierphase schon sehr, schließlich waren sie bei einem ersten Experiment, das wir gemeinsam in der Klasse durchführten, um so den generellen Handlungsablauf eines wissenschaftlichen Experiments (Frage – Vermutung – Versuchsaufbau – Ergebnis) erarbeiteten und die Handhabung des Forschertagebuchs einübten, auf den Geschmack gekommen.

Die Experimente verliefen gut, alle Kinder waren gut und konzentriert bei der Sache.
Allerdings fiel es manchen Kindern noch etwas schwer, sich die Aufgabenstellung selbständig zu erlesen und dann auch wirklich zu wissen, was sie nun tun mussten. So kamen immer wieder Schüler zu mir, um zu fragen, was sie nun tun sollten. Ich forderte sie auf, mir die Frage noch einmal laut vorzulesen, dies half ihnen oft schon, vielleicht weil es ihnen so leichter fiel, laut zu lesen. Sich selbst zu hören machte es ihnen offensichtlich einfacher, die formulierte Aufgabe zu verstehen.
Ähnlich verhielt es sich mit den Formulierungen zu den Versuchsbeobachtungen: Auch hier war es nicht immer leicht zu entscheiden, was man aufschreiben sollte. Eine Nachfrage meinerseits, was sie denn eben gemacht und dabei festgestellt hatten, erleichterte es ihnen auch jetzt, selbständig Formulierungen zu finden.

So bearbeiteten meine Kinder einige Versuche und nutzen Schrift und Schreiben in diesem Zusammenhang in einer ganz neuen Funktion: Ihre Texte haben hier eine eher berichtende Funktion und zeigen ihnen dadurch wieder eine neue Seite auf.

Tags:

AW: 25. Schulwoche, Dienstag: Experimente im Sachunterricht und Einträge ins Forschertagebuch

Hallo, ich bin eher zufällig auf Ihren Blog gestossen. Gerade diese Stationen zum Thema Luft in Verbindung mit freiem Formulieren des Erforschten gefallen mir sehr!
Weiterhin viel Freude an Ihrer Arbeit!

Von Astrid Rank am   23.06.2008 13:12

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