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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mrz 17

Erstellt von: DHoffmann
17.03.2008 01:36 

Die neue Woche begann etwas unglücklich: Ich war krank. Nach nun mehr einigen Wochen voll verschiedener Bakterien, die in der Klasse und der ganzen Schule herumschwirrten, hatte es mich nun doch noch erwischt.
Schon als ich merkte, dass ich am Montag nicht in den Dienst gehen würde, dachte ich sofort an den „Fliegenden Hut“. Nun hatte ich zeitlich alles so gut geschafft und nun konnte ich nicht arbeiten gehen…
Doch schließlich war es gar nicht so schlimm: Meine Kollegin, die als Sonderpädagogin mit in meiner Klasse arbeitet, würde mich vertreten und dabei die Arbeit am „Fliegenden Hut“ weiterführen. Darüber war ich unheimlich froh!
Wir telefonierten in den drei Tagen, die ich zuhause bleiben musste, öfter und so bekam ich wenigstens über das Telefon das Voranschreiten der Arbeit am Buch mit. „Der fliegende Hut“ würde wie geplant fertig werden! Das war unheimlich gut!

Am Donnerstag konnte ich wieder in die Schule gehen und die letzten Feinschliffe an dem selbst geschriebenen Buch wurden vorgenommen: Manche Seite musste noch zu Ende gemalt werden, andere Kinder waren in den letzten Tagen auch krank gewesen und schrieben nun noch die ihnen fehlenden Seiten soweit sie kamen fertig.
Mittags ging ich mit einer Tasche voller „Fliegender Hut“-Bücher nach Hause, denn ich wollte an manchen Stellen noch etwas in Erwachsenenschrift hinzufügen, damit das Buch auch von Außenstehenden gelesen und genossen werden konnte, wenn es am Ostersonntag im Nest gefunden wurde.
Einen Großteil dieser Arbeit hatte ich schon am vergangenen Wochenende erledigt, sodass jetzt nur noch einige Seiten durchzusehen waren.
Außerdem schrieb ich auch nur an den Stellen etwas dazu, an denen das Lesen der Kindertexte mir noch etwas schwierig erschien. Die Bücher bis zum nächsten Tag, dem letzten Schultag vor den Ferien, zu bearbeiten, schien mir gut zu schaffen.

Ich behielt Recht mit dieser Einschätzung.
Zwar dauerte es doch noch einige Zeit, bis ich alle mir wichtigen Stellen bearbeitet hatte, doch schließlich hatte ich alle Bücher durchgesehen und packte zufrieden meine Tasche für den nächsten Tag.
Morgen wollte ich meiner Klasse ihre Bücher austeilen. Es war eine sehr intensive und auch lange Arbeit gewesen, auf die wir alle mit Recht stolz waren.
Ich freute mich unheimlich auf diesen Moment, doch dann kam – leider – alles anders…


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