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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mai 27

Erstellt von: DHoffmann
27.05.2008 13:55 

Mit immer größeren Schritten geht es auf die Sommerferien zu. Ich bin erstaunt, wie schnell dieses erste Schuljahr mit meiner ersten eigenen Klasse herum gegangen ist!
Nun habe ich bereits das Zeugnisformular auf meinem PC und habe begonnen, Zeugnisse zu schreiben. Sicherlich ist es noch ein bisschen hin, aber wir geben die Zeugnisse schon eineinhalb Wochen vor Schuljahresende ab und ich brauche Zeit, um die Texte zu formulieren, dann etwas ruhen zu lassen und sie noch einmal zu lesen. Oft brauche ich eine kleine Pause zwischen Schreiben und Korrektur-Lesen, um wirklich Verbesserungen vornehmen zu können.

Der Bereich Sprache ist sehr komplex, umfasst er doch viele unterschiedliche Aspekte:
- Das freie Schreiben mit den Gesichtspunkten Laut-Buchstaben-Zuordnung, Einhaltung von Wortgrenzen, Verständlichkeit und Umfang der Texte, Schreibmotivation und dem Schriftbild
- die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass
- das Lesen
Dabei gilt es auch immer, die Entwicklung des einzelnen Kindes aufzuzeigen und Formulierungen zu finden, die einerseits das Können verdeutlichen, aber eventuell auch deutlich machen, an welchen Stellen noch weiter gearbeitet werden muss.
Diese oben genannten einzelnen Bereiche treten bei den einzelnen Kindern in unterschiedlicher Ausprägung auf und werden verschieden ausführlich ausgeführt. Zudem ist die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass auch zu einem großen Teil im Bereich des Freien Schreibens durch die Aspekte der Laut-Buchstaben-Zuordnung und die Sicherheit in ihrer Diskriminierung enthalten, sodass nicht auf jedem Zeugnis explizit der Hör-, Schreib- und Seh-Pass als Begriff auftaucht.

Für diese Arbeit sind die einzelnen Dokumente, die im Laufe des Schuljahres erstellt und von den Kindern bearbeitet wurden, sehr hilfreich. Außerdem kommen mir meine ausführlichen Vorbereitungen zu den Sprechtagen sehr zu Gute, denn ich kann hier schnell und zuverlässig die jeweiligen Leistungsstände meiner Schüler nachschlagen. Teilweise hatte ich in diesen Vorbereitungen häufig schon Formulierungen erarbeitet, die ich jetzt wieder gut verwenden kann.
Insofern ist das Schreiben der Zeugnisse schon viel Arbeit und ich werde froh sein, wenn ich sie abgeschlossen habe, aber es ist durch diese „Rücklagen“ nicht so beängstigend und erschreckend, wie ich noch im Referendariat gedacht habe.

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