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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Aug 16

Erstellt von: DHoffmann
16.08.2008 07:03 

Nach sechs Wochen Sommerferien haben wir uns am Montag das erste Mal wieder gesehen. Es gab viel zu erzählen und so dauerte der Montagskreis gleich eine ganze Zeit. Anschließend schrieben wir unsere Montagsgeschichten auf – in diesem Schuljahr jedoch nicht mehr in die Eigenfibel, sondern in unser Geschichtenheft.
Das Schreiben klappte gut und meine Schüler konnten ihr schönstes Ferienerlebnis selbstständig festhalten.
 
Im letzten Schuljahr arbeiteten wir im Grunde jeden Tag an der Rechtschreibwerkstatt, machte der Hör-, Schreib- und Seh-Pass doch einen Großteil unserer Arbeit aus. Wir haben uns selbstverständlich auch mit Büchern und Texten auseinander gesetzt, doch die Gewichtung zwischen der Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Passes und der Arbeit an anderen Bereichen des Sprachunterrichts fiel doch eher zugunsten des Hör-, Schreib- und Seh-Passes aus.
In diesem Schuljahr ist dies etwas anders, sodass die Arbeit an der Rechtschreibwerkstatt nicht mehr einen solch großen Teil einnehmen wird.
Ich habe meinen Stundenplan eingeteilt und mir, für meine eigene Planung, alle Stunden jedes Faches fest einer Zeit in der Woche zugeteilt.
Dem Bereich Rechtschreiben fallen dabei zwei Unterrichtsstunden zu, die am Anfang und am Ende der Woche liegen.
Am Wochenanfang geht das Schreiben der Montagsgeschichte in die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt über. Gerade weil alle Kinder unterschiedlich viel Zeit zum Beenden ihrer Montagsgeschichte brauchen, ist es meiner Ansicht nach sehr praktisch, danach mit der Rechtschreibwerkstatt zu arbeiten. Hier weiß jedes Kind Bescheid und braucht mich nicht unbedingt zur Weiterarbeit und selbst wenn sich doch eine Frage ergibt, können auch die Mitschüler gefragt werden. So bleibt mir stets genug Zeit, jedes Kind beim Schreiben der Montagsgeschichte zu begleiten und zu unterstützen.
Die zweite Stunde am Wochenende beginnt für alle Kinder gleichzeitig. Hier ist ein guter Zeitpunkt, neue Techniken und Arbeitsweisen mit der ganzen Klasse einzuführen. In der nächsten Woche werde ich auf diese Weise die Abschreibtexte einführen und gemeinsam mit den Kindern einen Abschreibtext bearbeiten.
 
In dieser Woche haben wir uns allerdings noch die Zeit genommen, die im letzten Schuljahr begonnene Arbeit wieder aufzunehmen, d.h. wir haben mit dem Modellwortschatz gearbeitet und Wörter abgeschrieben, Karten sortiert und einem Partner Wörter diktiert.
Mit diesen bekannten Arbeiten konnten wir langsam zurück in die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt finden und mit allem nach der langen Sommerpause wieder vertraut werden.

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