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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Sep 29

Erstellt von: DHoffmann
29.09.2008 12:24 

Im ersten Schuljahr habe ich in meinem Blog häufig auch von anderen Bereichen des Deutschunterrichts geschrieben und dabei vom Freien Schreiben oder anderen Schreibaktivitäten meiner Klasse berichtet.
Bis jetzt habe ich mich im zweiten Schuljahr sehr auf den Bereich der Rechtschreibung konzentriert, zumal dies ja auch eigentlich der Inhalt der Rechtschreibwerkstatt ist.

Dennoch möchte ich an dieser Stelle wieder einmal einen kleinen Einschub vornehmen, der sich eher auf andere Bereiche als die Rechtschreibung bezieht.

In unserer Klasse steht nach wie vor der Briefkasten, in dem im letzten Schuljahr immer wieder Post von Ela ankam oder in den wir unsere Briefe an sie steckten.
Dieser Briefkasten konnte auch damals schon für Post genutzt werden, die innerhalb unserer Klasse verschickt werden sollte.
Auch jetzt nutzen meine Kinder diesen Briefkasten immer wieder für kleine Botschaften untereinander. Sie laden sich per Brief zum Geburtstag ein (manche stecken ihre Einladungen wirklich hier rein, bevor sie sie als Postbote verteilen), andere verabreden sich schriftlich für den Nachmittag.
Doch ganz unabhängig vom Inhalt der Briefe – mir ist dabei wichtig, dass meine Kinder so selbstverständlich Schrift und das Schreiben nutzen, um miteinander zu kommunizieren. Sie machen dies freiwillig und machen dabei deutlich, dass es für sie ein selbstverständliches Medium geworden ist.
Schon im letzten Schuljahr habe ich derartige Feststellungen gemacht und in meine Einträge einbezogen.
Dennoch war es mir wichtig, dies noch einmal zu erwähnen und herauszustellen.
Ich denke, für die Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt und die Arbeit auf dem Weg zur „Erwachsenenschrift“ ist es sehr wichtig, Freude am Schreiben zu haben und den eigentlichen Nutzen von Schrift und Schreiben zu kennen und in das persönliche Leben zu integrieren.
Wenn Kinder von sich aus Schrift und Schreiben zur Kommunikation nutzen, werden sie selbstverständlich Interesse daran haben, so zu schreiben, dass andere Menschen sie verstehen, also ihre Texte lesen können. Die Motivation, sich im Schreiben weiterzuentwickeln und dafür auch gewisse Anstrengungen auf sich zu nehmen, ist dann automatisch größer.


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