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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Okt 19

Erstellt von: DHoffmann
19.10.2008 06:02 

Heute haben wir das erste Diagnosediktat geschrieben.
In der letzten Zeit hatte ich immer mal wieder kurze Sätze diktiert, die in ihrem Wortschatz dem LB-Bereich zuzuordnen waren. Schon dabei habe ich mir Notizen gemacht, sodass ich die einzelnen Entwicklungsstände meiner Schüler recht gut einschätzen kann.

Das Diagnosediktat heute war dagegen sehr viel komplexer, zum einen durch die Länge des Textes, zum anderen durch die Wortwahl und die inhaltliche Seite.
Jedes Kind bekam ein Blatt aus der Rechtschreibwerkstatt, das unten schon Kästchen vorweist, in die ich als Lehrer später meine Auswertung eintragen kann.
Ich erklärte meiner Klasse das Vorgehen:
„Zuerst lese ich den Text einmal ganz und du kannst nach Wörtern fragen, die du nicht kennst oder nicht verstehst.
Dann lese ich jeden Satz einmal ganz vor und beginne dann, diesen Satz Wort für Wort zu diktieren.
Wenn wir fertig sind, lese ich den Text noch einmal vor. Du liest dabei in deinem Text mit.
Dann hast du Zeit zum Korrigieren.“
Alle Kinder verstanden, wie es nun ablaufen würde und wir begannen mit unserem ersten Diagnosediktat.
Keiner hatte nach dem ersten Vorlesen Fragen zu Wörtern oder dem Inhalt und so begann ich mit dem Diktieren.
Trotz der Komplexität dieser Aufgabe und ihrer Dauer waren alle Kinder die ganze Zeit über sehr konzentriert und arbeiteten wirklich gut und ausdauernd.
Erst in der Korrekturphase merkte man einzelnen an, dass sie nun nicht mehr konnten; diese Kinder fanden nicht mehr genug Kraft und Ruhe, sich noch einmal auf ihren Text einzulassen.
Vielen Kindern gelang dies aber und sie kontrollierten ihre Texte – wenn auch noch nicht so ausführlich, wie es hätte sein sollen. Die Intensität, mit der die Texte kontrolliert wurden, war zudem sehr unterschiedlich.
Doch auf dem Hintergrund, dass dies unser erstes Diagnosediktat war und meine Kinder noch nie zuvor einen so langen und schwierigen Text diktiert bekommen hatten, bin ich mit ihrer Arbeit wirklich sehr zufrieden.

Ich habe die Texte noch nicht durchgesehen, sondern konnte nur einzelne einmal kurz überfliegen.
Die Korrekturarbeit folgt in den nächsten Tagen. Ich werde dann von den Ergebnissen und meinen bei der Korrektur gemachten Erfahrungen berichten.

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