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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Nov 3

Erstellt von: DHoffmann
03.11.2008 08:22 

Auch der vergangene Montag war wie sonst strukturiert: Montagskreis und als sanften Phasenwechsel im Anschluss Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt.
Wie auch in den Wochen zuvor erweist sich diese Unterrichtsorganisation als sehr sinnvoll, da die individuelle Schreibzeit, die jedes Kind für seine Montagsgeschichte benötigt, immer sehr unterschiedlich ausfällt.

In den vergangenen Rechtschreibstunden wurde ich als Lehrkraft immer weniger gebraucht. Die Kinder wussten gut über ihre Arbeit Bescheid und gaben sich, hatten sie beispielsweise eine Sortieraufgabe erledigt, oft schon selbstständig eine neue – schließlich hatten sie oftmals schon bei ihren Mitschülern mitbekommen, wie es mit der Arbeit weiterging.
(Manchmal musste ich dann sehr aufpassen, wenn ich einem Kind eine ganz spezielle Sortieraufgabe geben wollte, damit es nicht schon zuvor mit einer neuen, aber anderen Aufgabe begann.)

In dieser Woche war das nach längerer Zeit mal wieder etwas anders.
Nach der Auswertung des Diagnosediktats arbeiten einige Schüler, wie ich in der letzten Woche schon beschrieb, im LD-Zimmer weiter. Hier haben sie nun Sortieraufgaben zu erledigen, die ihnen noch nicht so geläufig sind. So kamen einige Schüler im Arbeitsprozess immer wieder an Punkten an, die ihnen Fragen aufgaben und an denen sie mich noch einmal für eine Erklärung, oftmals aber auch nur für eine Bestätigung ihrer Arbeitsweise, brauchten.

Besonders das Sortieren nach dem „vokalischen r“ warf zeitweise Fragen auf.
Die erste Sortierung war problemlos: Hatte das Wort ein R oder nicht?
Dann ging es weiter: Wo hörst du das „r“? Auch hier konnten die Kinder meist gut selbstständig arbeiten.
Erst für den nächsten Schritt der Sortierung, also auf den sich anschließenden Sortiertafeln, setzte ich mich mit einzelnen Paaren noch einmal zusammen um die weitere Sortierung gemeinsam zu vollziehen und dabei die Arbeitsanweisung zu wiederholen und zu vertiefen.

Insgesamt lief die Weiterarbeit in der Rechtschreibwerkstatt aber trotzdem gut.
In den nächsten Wochen werden auch diese Arbeitsschritte geläufiger werden und sehr wahrscheinlich wird es auch hier wieder so sein wie im Hör-Schreib-und-Seh-Pass im letzten Schuljahr oder im LB-Zimmer während der letzten Wochen: Meine Schüler werden sich untereinander viel helfen oder schon einiges der Einführungen und Erklärungen mitbekommen, wenn sie selbst noch gar nicht so weit sind. Dadurch werden viele Fragen, die sich jetzt noch häufen, gar nicht mehr von jedem Kind gestellt werden – und es wird weiterhin genug Zeit geben, sich mit einzelnen Kindern oder kleinen Gruppen intensiv mit Schwierigkeiten und Entdeckungen beim Schreiben und bei der Arbeit mit Wörtern zu beschäftigen.


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