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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Nov 30

Erstellt von: DHoffmann
30.11.2008 08:18 

In dieser Woche ist die sonst immer feststehende Rechtschreibstunde am Montag ausgefallen. Unsere ganze Schule ist an diesem Tag sofort nach Schulbeginn in die Sporthalle im Ort gegangen, um sich dort ein Musical anzugucken, das Kinder unserer Stadt einstudiert hatten.

Durch die Arbeit am Fuchsheft hatten wir auch in der Woche zuvor nicht so intensiv mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet, wie wir es sonst tun.
So lag nun an diesem Freitag die letzte Rechtschreibwerkstatt-Stunde schon einige Zeit zurück – was sich auch in der Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar machte.

Die Kinder, die im LB-Zimmer arbeiten, wussten noch genau, wie sie mit dem Modellwortschatz arbeiten und umgehen mussten. Allerdings war es manchmal schwierig zu erinnern, wo man stehen geblieben war und wie weit man beispielsweise mit einer Sortierung war.
Also musste erst einmal geblättert werden, sowohl in den Heften als auch in den Rechtschreibpässen. Danach konnte die Arbeit recht problemlos wieder aufgenommen und weitergeführt werden.
Anders war es bei der Arbeit mit den Abschreibtexten. Zwar wussten die Kinder selbstverständlich noch, dass die Abschreibtexte abgeschrieben werden müssen, doch wie war das noch mit dem Markieren? Eine gemeinsame Wiederholung des Leitsatzes des Zimmers und der Markierregel half zunächst weiter. Dennoch blieb der eigentliche Prozess des Markierens schwierig: Viele Schüler, die noch vor zwei Wochen ziemlich sicher den Großteil der Fallen im Text fanden, taten sich jetzt schwer und mussten ihren Text noch ein, oder sogar zweimal durchsehen, bevor ich ihnen das „Okay“ zum Abschreiben gab.

Noch anders verlief der Wiedereinstieg bei den Kindern, die gerade in das LD-Zimmer gewechselt waren. Sie waren mit den neuen Sortieraufgaben noch nicht so vertraut, sodass bei ihnen die „Lücke“ in der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt besonders auffiel.
Allerdings war diese Lücke recht schnell wieder geschlossen, nachdem wir noch einmal gemeinsam die Arbeitsschritte rekapituliert hatten.

Die Konsequenz aus dieser Erfahrung ist sicherlich, die Rechtschreibwerkstatt-Stunden weiterhin so regelmäßig wie bisher einzuhalten und durchzuführen.
Im Alltag ist es manchmal nicht leicht. Dann sieht man manchmal eine Arbeit, die noch unbedingt vorankommen muss und nutzt eine Rechtschreibstunde dafür.
Da es mir bislang fast noch nie so gegangen ist und ich mich immer sehr genau an meine Stundenaufteilung gehalten habe, finde ich es nicht so tragisch.
Trotzdem habe ich mich etwas darüber – und somit auch über mich – geärgert, weil durch die Planung eine Rückschritt, wenn auch nur ein leichter, zu verzeichnen war.
In Zukunft werde ich also wie bisher sehr genau darauf achten, die Stunden mit der Rechtschreibwerkstatt so genau wie bisher einzuhalten.

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