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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Nov 30

Erstellt von: DHoffmann
30.11.2008 08:19 

In der vergangenen Woche hatten wir an unserer Schule Elternsprechtag. Es war für meine Klasse der erste Elternsprechtag im zweiten Schuljahr.
Wie immer war die Vorbereitung sehr arbeitsintensiv.
Als der Sprechtag dann begann, war ich jedoch froh um meine ausführlichen Notizen, denn so konnte ich meinen Zeitplan weitgehend einhalten.

Außerdem war es der erste Elternsprechtag, an dem ich den Eltern ein Diagnosediktat vorlegte.
Im ersten Schuljahr hatte an dieser Stelle der Bild-Wort-Test gestanden und nur mit vereinzelten Schülern hatte ich auch damals schon ein Diagnosediktat geschrieben.
Ich hatte die Diagnosediktate mit grün oder blau ausgewertet und den jeweiligen Verschreibungstyp darüber geschrieben.
Eigentlich hatte ich die Verschreibungen auch noch in das Computerprogramm eingeben wollen, doch das hatte ich einfach nicht geschafft, seit wir das Diagnosediktat geschrieben hatten. Ich denke, diese Arbeit werde ich in den Weihnachtsferien nachholen, denn im Grunde finde ich die Grafik, die im Laufe der Zeit entsteht, sehr anschaulich: Sie verdeutlicht auf einen Blick die Tendenz der Schreibentwicklung. Das ist für alle Beteiligten eine sehr hilfreiche Sache: Als Lehrer hat man einen schnellen Überblick und kann sich danach genauer mit dem Entwicklungsstand beschäftigen, für die Eltern ist die Tendenz der Entwicklung ihres Kindes ebenfalls leicht zu erkennen und darüber hinaus kann diese Grafik auch dem Schüler selbst gezeigt und dabei die Leistung und Entwicklung besprochen werden.

Doch auch ohne diese grafische Auswertung empfand ich das Diagnosediktat als gute Basis in den Gesprächen mit den Eltern.
Durch die Sammlung aller Verschreibungen unten auf der Seite konnte auch so ein guter Überblick über die Schreibleistung gegeben werden, gleichzeitig hatte man im Text immer wieder Beispiele vor Augen, an denen ich meine Ausführungen verdeutlichen konnte.
Manche Eltern erschreckten sich erst etwas, da der Text durch das Benennen der Verschreibungen durch mich etwas wild aussah und man den Eindruck gewinnen konnte, dass unheimlich viele Fehler gemacht worden waren – gerade weil man aus seiner eigenen Schulzeit einen ganz anderen Umgang gewohnt war.
Sobald ich aber weiter erklärte, wie mit dieser Auswertung umzugehen sei und welche Lernbereiche für die Kinder meiner Klasse im Moment relevant waren, wurden die Eltern verständlicherweise wieder ruhiger. Nun konnten sie meine Notizen im Text ja auch ganz anders einordnen.
Anhand dieser Dokumente konnte ich auch die Weiterarbeit der Kinder gut und verständlich aufzeigen und begründen.

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass den Eltern dieses Vorgehen plausibel war und sie es gut nachvollziehen konnten.
Auch wenn die Auswertung schon ihre Zeit gekostet hat, hat es sich meiner Meinung nach wieder gelohnt: Zum einen – wie ich auch schon in dem Eintrag über dieses Diagnosediktat schrieb – für mich und die weitere Arbeitsplanung, zum anderen aber auch für die Eltern, ihr Verständnis bzgl. der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt und meine Gespräche mit ihnen.
Eine ähnliche Erfahrung hatte ich ja auch schon im vergangenen Schuljahr mit der Auswertung der Bild-Wort-Teste gemacht.

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