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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Jan 14

Erstellt von: DHoffmann
14.01.2009 16:57 

Am Freitag sind wir nach den Ferien wieder in unsere Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt eingestiegen.
Meine Kinder wussten auch nach der vergangenen Zeit noch gut, wo sie ihre Arbeit fortsetzen mussten. Der Wiedereinstieg in die Arbeit war so sehr unproblematisch.

Für drei Kinder begann nach diesen Weihnachtsferien jedoch ein neuer Abschnitt in ihrer Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt.

Zwei Kinder sind in das nächste Zimmer gekommen und arbeiten nun im LD-Bereich. Beide waren auch schon vor den Ferien sehr weit in ihrer Rechtschreibentwicklung und mussten nur noch eine Kleinigkeit genauer bearbeiten und sichern, bevor sie weitergehen konnten.

Ein Junge, der im LB-Bereich arbeitet, hatte bislang ausschließlich mit dem Modellwortschatz gearbeitet; bei der Einführung in die Abschreibtexte hatte er in einer Mini-Gruppe gezielte Wiederholungsübungen zum Verschriftlichen lautgetreuer Wörter bearbeitet. Bislang war ihm das Lesen und das Abhören von Wörtern noch oft schwer gefallen, sodass ich es für sinnvoller hielt, mit ihm in diesem Bereich weiterzuarbeiten, zu üben, zu wiederholen und zu vertiefen. Erst wenn hier eine sichere Basis gelegt worden war, wollte ich ihn mit den Abschreibtexten, also der Analyse von Wörtern innerhalb eines Textes, konfrontieren.
Mittlerweile hat dieser Junge eine gute Entwicklung gemacht, sodass ich es für richtig hielt, ihn nun auch in die Arbeitstechnik an den Abschreibtexten einzuführen.
Wir suchten uns einen ruhigen Ort in der Klasse und begannen, den Text gemeinsam zu bearbeiten: Ich ließ mir die einzelnen Wörter laut vorlesen und wir überlegten gemeinsam, ob wir alles hören konnten, was wir schreiben müssen. Bei Unsicherheiten sprach ich die Wörter auf verschiedene Weisen vor, um so die schwierigen Stellen deutlicher zu machen. Entsprechend unserer Analyse markierten wir den Text.
Es klappte unheimlich gut und ich merkte, wie meine Hilfe mit dem Fortgang des Textes immer weniger gebraucht wurde. Ich war in gewissermaßen überrascht; mit einem so guten Fortschritt hatte ich nicht gerechnet. Dieses Lob sprach ich meinem Schüler gegenüber aus und dabei merkte ich, wie stolz er auf seine Arbeit war.
Im Anschluss daran machte er sich an das Abschreiben und auch dieser Schritt lief reibungslos; darüber wunderte ich mich allerdings weniger, denn dieser Schüler war immer schon sehr genau und gewissenhaft mit schriftlichen Arbeiten gewesen.

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