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blog.rechtschreibwerkstatt.de
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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Feb
9
Erstellt von:
DHoffmann
09.02.2009 17:38
In dieser Woche war ich am Montag nicht in der Schule. Ich musste nach Bielefeld zu einer Englischfortbildung anlässlich des Beginns von „Englisch ab Klasse 1“.
Gleichzeitig begann an diesem Tag eine neue Kollegin an unserer Schule, die auch in meiner Klasse arbeiten wird; sie wird hier in der Funktion einer Sonderpädagogin tätig sein.
Nun – diese Kollegin sollte mich an besagtem Montag vertreten. Ich besprach mit meiner Klasse bereits am Freitag den Tagesplan für Montag, da die Kinder wissen wollte, was sie am Montag erwarten würde, wenn ich nicht da bin. Im Grunde war der Montag ähnlich wie all unsere Montage strukturiert, meine Klasse würde also gut über alle Geschehnisse Bescheid wissen. So sah der Tagesplan aus: Montagskreis Schreiben der Montagsgeschichte in das Geschichtenheft Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt Vorlesen einiger Montagsgeschichten Arbeiten im Schreibschriftlehrgang Für die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt legten wir fest, dass alle Kinder mit der Arbeit fortfahren sollten, an der sie auch am Freitag gearbeitet hatten. Ich wollte vermeiden, dass Kinder nicht wussten, womit sie beginnen sollen – besonders, weil die neue Kollegin noch nie mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet hatte und nicht sofort eine passende Arbeit hätte nennen können. Derart vorbereitet schickte ich meine Klasse ins Wochenende.
Sicherlich wird man denken: „Die Klasse hat doch schon einmal ohne mich mit der Rechtschreibwerkstatt gearbeitet als ich krank war – und damals hat es auch geklappt. Warum jetzt diese explizite Vorbereitung?“ Dazu zwei Anmerkungen: Erstens bereite ich meine Kinder, wenn irgend möglich, gerne auf solche Situationen vor. Die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt ist eine Arbeit, bei der immer viele verschiedene Arbeitsprozesse nebeneinander laufen. Für einen Außenstehenden kann das etwas wuselig und unübersichtlich wirken. Wenn dann noch Fragen nach speziellen Aufgaben dazu kommen, wird sich dieser Eindruck mit Sicherheit verstärken – für einen Kollegen, der weder die Klasse, noch die Rechtschreibwerkstatt kennt, wird dies noch einmal stärker sein. Zweitens waren alle Kollegen, die mich in der Vergangenheit vertraten, bereits mit der Rechtschreibwerkstatt vertraut und hatten in meinem Unterricht die Kinder bei ihrer Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt erlebt.
Doch ich hätte mir gar nicht so viele Gedanken machen brauchen. Schon während der gemeinsamen Planung der Rechtschreibstunde merkte ich, dass meine Klasse gut Bescheid wusste und wirklich die meisten Kinder genau benennen konnten, woran sie in der kommenden Rechtschreibstunde arbeiten müssen.
Dieser Eindruck bestätigte sich, als ich am Dienstag wieder in die Schule kam und mich nach dem vergangenen Tag erkundigte: Der gesamte Tag war gut gelaufen und auch die Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt hatte keine Probleme gemacht – weder aus Sicht der Kinder, noch aus Sicht der neuen Kollegin.
Mir zeigte dies – wieder einmal - , wie gut meine Klasse bereits mit dieser Arbeit vertraut ist und wie selbstständig im Grunde alle arbeiten können. Hier verzeichne ich einen wirklich großen Entwicklungsschritt: Anfangs blieben oft Fragen offen, wie nun genau gearbeitet werden musste und mit welchem Schritt fortgefahren werden musste.
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