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blog.rechtschreibwerkstatt.de
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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Sep
16
Erstellt von:
DHoffmann
16.09.2007 10:12
Der erste Elternabend im neuen Schuljahr stand an. Schon vor den Sommerferien waren die Eltern meiner Klasse einmal in der Schule gewesen, doch damals war es hauptsächlich um das gegenseitige Kennen lernen und viele organisatorische Dinge gegangen. Dieses Mal sollten die Eltern Informationen zu den Fächern und ihren Inhalten bekommen – und damit auch zu der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt. Ich hatte mich entschlossen, das Konzept und auch das Material ausführlich vorzustellen – zum einen, weil einige Eltern meiner Klasse in diesem Jahr ihr erstes Kind einschulten und zum anderen, weil niemand auf diese Weise Lesen und Schreiben gelernt hatte, sodass ich davon ausging, dass ein genauer Einblick für die meisten Eltern neu und interessant sein würde. Ausgehend von den vier Elementen des Deutschunterrichts – Hör,- Schreib- und Seh-Pass, Anlautlineal, Freies Schreiben und Lesen – begann ich meine Einführung in die Inhalte des Deutschunterrichts. Die Eltern lernten die Materialien des Hör-, Schreib- und Seh-Passes in der Reihenfolge kennen, in der ich sie auch bei den Kindern eingeführt hatte. Zu den drei Bereichen hingen die einzelnen Arbeitsmaterialien (Sortiertafeln und Bildkarten, Hohlbuchstaben und Schönschreibheft, Übung zur visuellen Differenzierung) an der Tafel und ich demonstrierte beim Sprechen kurz die Arbeitsweise damit. Ich stellte das Anlautlineal vor und nannte den Rap als eine mögliche Orientierungsübung. Manche Eltern nickten lächelnd, als ich vermutete, dass einige von ihnen diesen zu Hause bestimmt schon gehört hätten. Um den Eltern einen Eindruck darüber zu vermitteln, welche Leistung ihre Kinder erbringen müssen, wenn sie Lesen und Schreiben lernen, hatte ich für jeden ein verfremdetes Anlautlineal vorbereitet. Damit sollten die Eltern nun einmal ihren Namen und einen kurzen Satz aufschreiben. Bei dieser Arbeit blieb es sehr ruhig im Raum, alle konzentrierten sich sehr. Ich hatte den Eindruck, dass die Eltern meiner Klasse diese Erfahrung gut fanden und sich nun sehr plastisch ein Bild von der Leistung und Anstrengung ihrer Kinder machen konnten. Im Anschluss stellte ich noch das Bild-Wort-Heft, die Eigenfibel, die Loni-Geschichten und unseren Klassenbriefkasten vor; mit diesen vier Elementen gestalte ich in meiner Klasse das Freie Schreiben. Das Lesematerial der Rechtschreibwerkstatt bildete den Abschluss der Informationen zum Fach Deutsch.
Insgesamt denke ich, dass die Eltern froh über diese ausführlichen Informationen waren, auch wenn es zunächst sicherlich sehr viel auf einmal war und manches vielleicht auch nur schwer vorstellbar blieb – einfach, weil es niemand selbst so erlebt und kennen gelernt hat. So lud ich die Eltern ein, einmal im Deutschunterricht zuzuschauen. Auf diese Weise können sie sich ein greifbareres Bild von der Arbeits- und Organisationsweise dieses Unterrichts machen. Ich bin gespannt, ob jemand dieses Angebot annimmt.
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