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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Feb 23

Erstellt von: DHoffmann
23.02.2009 18:17 

In dieser Woche haben wir unsere Arbeiten in den einzelnen Zimmern fortgesetzt. Davon kann ich nicht viel Neues berichten.


Parallel dazu begannen wir, Schreibkriterien für das Verfassen einer Bildergeschichte zu erarbeiten und diese in drei verschiedenen Bildergeschichten umzusetzen.

Die Arbeit an den Bildergeschichten
Gemeinsam betrachteten wir die Bilder der jeweiligen Geschichte und erzählten unserem Tischnachbarn mündlich, was passierte. Im Anschluss erzählten wir uns im Klassenverband die Geschichte und erarbeiteten dabei Stichpunkte zu den einzelnen Bildern.

Am nächsten Schultag wiederholten wir mit Hilfe der Stichpunkte das Erzählen der Geschichte und machten uns noch einmal die unterschiedlichen Schreibkriterien bewusst; sie hingen als Gedankenstütze an der Tafel.
Erst jetzt schrieb jedes Kind seine Bildergeschichte auf.

Ich nahm diese Texte mit nach Hause, schaute sie nach und schrieb Anmerkungen und Tipps an den Rand. Darin spiegelten sich immer wieder die erarbeiteten Schreibkriterien wider.
So bekamen meine Kinder ihre Texte zurück.
Nun mussten sie ihre Geschichten überarbeiten, indem sie sie in ein Heft übertrugen und dabei meine Anmerkungen beachteten.
Dies war ein sehr schwieriger Schritt und nicht allen Kindern fiel es leicht, meine Anmerkungen in ihren Texten umzusetzen. Deshalb führten wir immer wieder Gespräche über ihre Geschichten. Manchmal zeigte ich lediglich auf eine Stelle und forderte auf, das eine oder andere Schreibkriterium zu erinnern. Oft half ein solcher Tipp, dennoch blieb diese Arbeit anstrengend und schwierig.
Im Laufe der Zeit sollen solche Gespräche unter den Kindern in Schreibkonferenzen stattfinden.

Wir bereiteten noch eine zweite Geschichte in derselben Weise vor. Dieses Mal schrieben die Kinder die Bildergeschichte dazu zu Hause.
Am nächsten Schultag lasen einige Kinder ihre Geschichte vor.
Dabei verteilte ich tischgruppenweise Beobachtungsaufträge: Jeweils eine Tischgruppe musste auf ein Schreibkriterium achten. Nach dem Vorlesen der Geschichte und einem kleinen Applaus konnten wir so recht zügig die Geschichte auf die Beachtung der erarbeiteten Kriterien überprüfen. Gleichzeitig machten wir uns diese noch einmal bewusst und füllten sie anhand der vorgelesenen Geschichten erneut mit Inhalt.

So vorbereitet machten wir uns an die Erarbeitung einer dritten Bildergeschichte. Unter diese werde ich nach der Überarbeitung eine Rückmeldung zu der Geschichte kleben; so beginnen wir die Vorbereitung auf die Notenvergabe am Ende der Klasse 2.
Momentan liegen die Vorschriften auf meinem Schreibtisch. Wieder werde ich hier Anmerkungen und Schreibtipps an den Rand schreiben, um den Kindern eine Hilfe für die Überarbeitung zu geben.
Dann müssen die Kinder ihre Geschichte überarbeiten und erst nach diesem Schritt werde ich meine Rückmeldung vergeben.

In meinem nächsten Eintrag werde ich berichten, wie die in der Rechtschreibwerkstatt erarbeiteten rechtschriftlichen Aspekte in solchen Texten der Kinder Beachtung finden – gerade weil hier der gedankliche Fokus viel stärker auf den Inhalt, das Verfassen der Geschichte und das Beachten der Schreibkriterien gerichtet ist.

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