Forum
» Forum » RSW-Blog registrieren  anmelden
Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mrz 1

Erstellt von: DHoffmann
01.03.2009 17:44 

In dieser Woche haben wir unsere dritte Bildergeschichte überarbeitet.
Bevor wir damit begannen, frischten wir noch einmal die Schreibkriterien in unserem Gedächtnis auf und erzählten die Geschichte anhand unseres Stichwortzettels.
Dann begann die Überarbeitung unserer dritten Bildergeschichte.

Es war eine anstrengende Arbeit, die wir über mehrere Tage verteilt bestritten.
Meine Anmerkungen in der Vorschrift halfen den Kindern zwar stellenweise, doch ich musste sie immer wieder noch einmal mit den Schülern durchgehen; manches wurde nicht sofort verstanden. War die von mir eingefügte Frage nun einfach ein Gedankenanstoß oder sollte sie genauso in den Text übernommen werden?
Einer Kollegin fiel diese Problematik auch auf und sie kam so auf die Idee, bei der nächsten Geschichte die Anmerkungen zweifarbig vorzunehmen: eine Farbe für inhaltliche Tipps und eine andere für Korrekturen im rechtschriftlichen Bereich.

Am Ende der Woche hatten meine Schüler diese Arbeit geschafft.
Nun liegen die Geschichten wieder auf meinem Schreibtisch. Ich werde erneut Anmerkungen machen und dann einen Zettel als Rückmeldung zu der Geschichte mit einem kleinen Kommentar darunter kleben.

Ich habe bereits mit meiner Durchsicht der Arbeiten begonnen.
Es ist interessant zu untersuchen, in welchem Maß rechtschriftliche Phänomene bei einer solchen Arbeit Beachtung finden.
Hier unterscheiden sich meine Schüler sehr deutlich.

Manche Kinder können sich schon gut auf die inhaltliche Gestaltung der Handlung konzentrieren und dabei auch rechtschriftliche Phänomene beachten.
Andere Kinder schaffen das noch nicht durchgängig. Bei ihnen ist ein klarer Unterschied zwischen dem Beginn der Geschichte und dem Ende zu vermerken. Hier hat die Konzentration nachgelassen und wurde dann hauptsächlich für die inhaltliche Gestaltung verwendet. Dies ist meiner Ansicht nach sehr verständlich, da im Zusammenhang der Geschichte der Inhalt immer im Vordergrund gestanden hat.
Ein Kind fiel mir besonders auf: Ich hatte kürzlich noch einmal das Diagnosediktat dieses Kindes in der Hand – es war wirklich gut gewesen. Die rechtschriftliche Gestaltung der Geschichte wich davon deutlich ab.
Bei beiden Arbeiten war die Konzentration hauptsächlich darauf gerichtet worden, was im Kontext im Vordergrund gestanden hatte.

Ich bin sicher, dass generell die Beachtung rechtschriftlicher Phänomene in Geschichten dann mehr Berücksichtigung findet, wenn diese abgesicherter und selbstverständlicher geworden ist. Dann muss hierauf nicht mehr so stark bewusst geachtet werden.

Tags:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:
(Optional) Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, um ein Gravatar-Bild festzulegen.
Ihre Web-Site:
Überschrift:
Kommentar:
Kommentar hinzufügen   abbrechen 
   
© 1998-2012 N. Sommer-Stumpenhorst   Nutzungsbedingungen  Datenschutzerklärung