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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mrz 27

Erstellt von: DHoffmann
27.03.2009 17:40 


Zu Beginn dieser Woche habe ich mehrere Schüler meiner Klasse in die Arbeit im KL-Zimmer eingeführt.
In den vergangenen Wochen hatten sie im LD-Bereich gearbeitet und dabei, wie auch in freien Texten gezeigt, dass sie zunehmend sicherer mit den hierin behandelten Schwerpunkten wurden.
So konnten sie nun diese Arbeiten abschließen und mit der Korrektur der Laute beginnen.

Die Einführung fand mit mehreren Schülern statt, auch mit einigen, die erst in den nächsten Wochen das LD-Zimmer abschließen werden; dennoch hielt ich es für sinnvoll, sie schon jetzt mit diesen Techniken vertraut zu machen. Zum einen handelt es sich bei dem KL-Zimmer um Arbeitsschwerpunkte, die auch diese Schüler schon jetzt gut bewältigen können und die ihnen zudem bei ihrer Arbeit helfen. Zum anderen ist es auch für mich ökonomischer, eine größere Gruppe in dieses Zimmer einzuweisen. Sonst müsste ich in der kommenden Zeit immer wieder neuen Kinder dasselbe erklären, wodurch eine große Unruhe in der Klasse entstände und ich über längere Zeit weniger Spielraum hätte, mich um einzelne Kinder gezielt zu kümmern.

Wir trafen uns also im Theaterkreis und „wechselten“ gemeinsam in das neue Zimmer.
Ich konfrontierte die Schüler mit einem Text, indem einige Verschreibungen zu finden waren. Wir lasen den Text wie gewohnt von vorne nach hinten und überlasen dabei – natürlich – einige Verschreibungen.
So machte ich meinen Kindern bewusst, wie geschickt unser Gehirn arbeitet, um uns über Verschreibungen hinweg zu helfen. Gleichzeitig wurde uns allen klar, dass wir eine andere Technik anwenden müssen, um unser trickreiches Gehirn zu überlisten: man korrigiert einen Text, indem man ihn von hinten liest. Nur so kann das Gehirn überlistet werden, da es die Wörter nicht mehr in einen inhaltlichen Zusammenhang setzen kann.
Wir begannen nun von hinten, den Text zu lesen, doch dabei konnten wir manche Wörter nicht richtig einem uns bekannten zuordnen. Aus dem Inhalt herausgenommen, war es schwer, die Wörter zu berichtigen.
So kamen wir dazu, dass es wichtig ist, einen Text zu kennen, um ihn zu korrigieren.
Ich zeigte meinen Schüler die „richtigen“ Texte, die sie vor der Korrektur lesen müssen, um die Verschreibungen „verstehen“ zu können.
Dann beginnt man, den Text mit Verschreibungen von hinten nach vorne zu korrigieren. Hat man eine Verschreibung gefunden, wird sie mit einem Folienstift unterstrichen.
Diese Schritte führten wir einmal gemeinsam durch.
Die nun unterstrichenen Wörter müssen nun richtig ins Heft geschrieben werden.
Danach werden sie mit einer Kontrollkarte auf die richtige Schreibung kontrolliert.

Den Kindern waren diese Arbeitschritte schnell klar und sie begannen mit der Arbeit - in freudiger Erwartung.
Schon bei der gemeinsamen Einführung in das KL-Zimmer hatten einige Verschreibungen für ein Schmunzeln oder sogar ein Lachen auf Seiten der Kinder gesorgt. So waren sie schon jetzt auf die nächsten Texte gespannt und begannen gerne mit der Arbeit im neuen Zimmer.

In den folgenden Minuten war immer wieder ein Lachen, manchmal auch ein Laut der Entrüstung über die eine oder andere Verschreibung zu hören.

Die Arbeit als solche stellte meine Kinder nicht vor Schwierigkeiten.

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