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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mai 14

Erstellt von: DHoffmann
14.05.2009 17:35 

Mittlerweile arbeitet schon über die Hälfte meiner Klasse im KL-Zimmer. Wie ich schon in anderen Einträgen berichtet habe, führte ich die Schüler nach und nach in diese Arbeit ein. Allerdings hatten wir bislang noch nicht die originalen Korrekturkarten und behalfen uns mit einem entsprechenden Papier.

Dies war allerdings nur eine notdürftige Zwischenlösung.
Ich möchte in meiner Klasse die originalen Korrekturkarten verwenden. Nicht weil ich sie in der Form nicht auch aus Pappe hätte nachbasteln können und sie dann auch zu verwenden gewesen wären, sondern weil auf den richtigen Korrekturkarten Tipps für eine gute Korrektur in diesem, wie auch im KW-Zimmer vermerkt sind.
So ist die Korrekturkarte die gesamte Grundschulzeit verwendbar und wird meinen Schülern in den nächsten Zimmern gute Hilfestellungen geben können.

Bei der Einführung in das KL-Zimmer für diejenigen Kinder, die bislang noch nicht darin gearbeitet hatten, standen mir heute einige Experten zur Seite: die Schüler, die schon vor den Ferien die Arbeitstechniken und die Art der Korrektur des KL-Zimmers kennen gelernt hatten.
Diese Kinder waren es auch, die ihren Mitschülern nun eine komplette Einführung in das KL-Zimmer gaben.
Sie demonstrierten sogar die Fähigkeit unseres Gehirns, über Fehler hinweg zu lesen und verdeutlichten damit die Wichtigkeit der richtigen Korrektur – ganz so, wie sie es bei ihrer Einführung durch mich erlebt hatten.
Dann teilte ich die Korrekturkarten aus. Dieser Schritt war nun, zumindest in gewisser Hinsicht, für alle neu. Eine Tafelzeichnung verdeutlichte noch einmal, an welcher Stelle man nun bei der Korrektur richtige Wörter abhaken muss.

Nun begann meine Klasse mit der eigentlichen Korrekturarbeit. Es klappte wirklich gut.
Einige Kinder waren zu flüchtig und fanden deshalb nicht sofort alle Fehler. Kamen sie mit einem entsprechenden Kommentar zu mir, schickte ich sie mit dem Auftrag, mit schärferen Augen noch einmal zu kontrollieren, zurück an ihren Platz.
Erst wenn sie auch dann noch nicht alle Fehler fanden und bis dahin wirklich ernsthaft mit dem Text gearbeitet hatten, markierte ich ihnen mit einem Punkt die Reihen, in denen noch Fehler zu finden waren. Diese Einschränkung der zu kontrollierenden Textmenge half meistens.

Abschließend müssen die gefundenen Fehler richtig in das Heft geschrieben werden. Dies war im Grunde für die meisten Schüler der schwierigste Schritt.
Je nach Leistungsstand des Kindes gab ich unterschiedliche Hilfen: die Erinnerung an halblautes, deutliches Vorsprechen oder ein Verweis auf das Wörterbuch für stärkere Schüler. Die Erinnerung an halblautes, deutliches Vorsprechen in meiner Gegenwart, gegebenenfalls auch mit mir zusammen, gemeinsames Nachschlagen im Wörterbuch oder Nachschauen auf dem Kontrollblatt und Abschreiben der Wörter mit der bekannten Abschreibtechnik.
So konnten schließlich alle Kinder ihren KL-Text abschließen.

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