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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Mai 17

Erstellt von: DHoffmann
17.05.2009 06:51 

Diese Woche ist bei uns nicht viel Neues passiert. Wir haben im LD- und KL-Zimmer weitergearbeitet. Beide Arbeiten werden von meinen Schülern sehr selbstständig und mit großer Genauigkeit durchgeführt.

Zwei Dinge fielen mir in den Arbeitsphasen auf:
1. Die Sortierübungen im LD-Zimmer sind momentan sehr beliebt. Wenn die Rechtschreibwerkstatt auf dem Tagesplan steht, arbeitet meine Klasse meist ohne Meckern an den verschiedenen Aufgaben. Doch zurzeit werde ich sogar gefragt, ob z.B. nach der Arbeit an der Schreibschrift nicht auch weiter sortiert werden kann.
Manche Kinder holen sich das entsprechende Material auch in der Freien Arbeit.
Ähnliches kenne ich zwar auch aus dem ersten Schuljahr und der Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass, doch in diesem Schuljahr war es bislang sehr selten.
2. Die Arbeit im KL-Zimmer macht deutliche Fortschritte.
Anfangs fiel es vielen Schülern schwer, alle Fehler in den Texten zu finden und sie benötigten öfter Unterstützung durch z.B. einen Hinweis auf eine entsprechende Reihe. Mittlerweile haben meine Schüler hier deutliche Fortschritte gemacht und finden häufig die meisten Fehler im Text.

Allerdings stelle ich einen Unterschied zwischen der Korrektur dieser vorgegebenen und ihrer eigenen Texte fest.
Kontrollieren wir eigene Texte auf Verschreibungen mit der Korrekturkarte, werden wesentlich häufiger Verschreibungen übersehen.
Daran müssen wir also noch weiterarbeiten.
Die Wichtigkeit einer lesbaren Schrift ist in diesem Zusammenhang schon einigen Kindern bewusst geworden – dennoch fällt die Umsetzung dieser Erkenntnis nicht leicht!
Außerdem denke ich, ist es häufig eine zu lange Arbeitsphase, wenn direkt nach dem Verfassen eines Textes die Korrektur angeschlossen wird.
Viele meiner Schüler sind dann müde, möchten nur noch schnell fertig werden und kontrollieren in der Konsequenz ungenau.
Bei nächster Gelegenheit werde ich ausprobieren, die Korrektur erst am folgenden Tag vorzunehmen. Vielleicht sind dann, mit neuer Energie, gründlichere Korrekturen möglich.

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