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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Jun 2

Erstellt von: DHoffmann
02.06.2009 12:02 

In dieser Woche haben wir es endlich geschafft: Einige Schüler haben mit der Arbeit im WA-Zimmer begonnen.
Während der Rechtschreibstunde am Montag versammelte ich eine Gruppe von sechs Kindern um mich und führte sie in die Arbeit im WA-Zimmer ein.

Wir fingen mit einer Sortieraufgabe an. Aus dem Modellwortschatz zwei sollten die Adjektive aussortiert werden. (Wir beschränkten uns zunächst auf den zweiten Modellwortschatz, da dieser gerade aktuell in unseren Wortschatzkisten steckt. Den ersten hatten wir für die Arbeit im LD-Zimmer aus Platzgründen zunächst bei Seite gelegt.)
Für die Sortierarbeit gibt es für jede Wortart spezielle Sortiertafeln. So fällt es den Kindern leichter, sich erst einmal nur auf die eine Wortart zu konzentrieren und sie können die Aufgabe mit immer der gleichen Probe erfüllen.

Wir begannen in unserer kleinen Runde gemeinsam mit dem Sortieren der Modellwortschatzkarten und führten den Arbeitsablauf schon einmal probeweise durch.
Der Arbeitsauftrag lautete: „Mache die Adjektivprobe. Kannst du das Wort steigern? Sortiere die Karte auf das passende Feld auf der Sortiertafel. Schreibe die aussortierten Adjektive mit ihren Steigerungen in dein Modellwortschatzheft.“
In unserer Runde sah die Arbeit dann folgendermaßen aus:
Ich las eine Karte vor: 1. „Klein.“ Die Kinder überprüften mit der bereits bekannten Adjektivprobe: „Klein.“ – „klein – kleiner – am kleinsten“  „Das Wort kann man steigern. Ich sortiere es auf das Ja-Feld.“ 2. „Haus.“ Die Kinder überprüften wieder: „Haus – Hauser – am Hausesten.“  „Das Wort kann man nicht steigern. Ich sortiere die Karte auf das Nein-Feld.“

Nun arbeiteten die Kinder jeweils zu zweit weiter und sortierten ihre Modellwortschatzkarten entsprechend.
Diese neue Aufgabe motivierte sie sehr und zwei Paare wollten erst mit ihrer Arbeit aufhören, als jeder die Hälfte des Modellwortschatzes bearbeitet hatte – obwohl der Rest der Klasse zu der Zeit schon längst mit dem Schreibschriftheft arbeiteten, eine sonst sehr beliebte Arbeit.

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