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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Sep 26

Erstellt von: DHoffmann
26.09.2009 06:40 

Zu Beginn dieser Woche haben wir das erste Diagnosediktat im neuen Schuljahr geschrieben. Die Kinder kannten das Prinzip noch aus dem letzten Schuljahr, sodass eine kurze Erinnerung an die Vorgehensweise des Diktierens genügte.

Während der ganzen Zeit des Schreibens war es in der Klasse sehr ruhig, eine wirklich gute Arbeitsatmosphäre.

Ich las den Text zunächst einmal vollständig vor. Alle hörten sehr aufmerksam zu.

Anschließend begannen wir mit dem Diktieren und Schreiben. Beim Aufschreiben der diktierten Wörter ließen sich meine Schüler viel Zeit, man spürte das Bemühen, die Wörter möglichst genau abzuhören und dann entsprechend aufzuschreiben. Einige Kinder bewegten beim Schreiben auch die Lippen, sie sprachen offensichtlich während des Schreibens leise mit.

Nachdem der Text vollständig diktiert worden war, las ich ihn noch einmal vor mit der Aufgabe, wirklich genau mit dem Finger mitzulesen. Dabei sollte kontrolliert werden, dass wirklich alle Wörter aufgeschrieben waren.

Auch hier arbeitete meine Klasse sehr konzentriert.

Abschließend folgte die Kontrolle des Textes mit der Korrekturkarte und der bei den Korrekturtexten eingeführten Korrekturtechnik.

Dies war der einzige Teil der Arbeit, der bei vielen meiner Schüler nicht so ausdauernd und genau durchgeführt wurde. Zwar wendeten alle Kinder die Korrekturtechnik an, doch flogen beinahe über den Text, sodass es schwer sein musste, dabei Verschreibungen zu finden.

Wahrscheinlich hatten viele Kinder nach dieser schon recht langen und auch intensiven Arbeitsphase einfach das Gefühl, schon genug an dem Text getan zu haben und jetzt wirklich fertig zu sein.Feriengeschichte Klara

Dennoch spiegelte das Diagnosediktat meine Einschätzung der Kinder gut wieder.

Einige Kinder zeigten noch Unsicherheiten im LB- und LD-Bereich. Sie werden auch in nächster Zeit weiterhin zweigleisig fahren und sowohl in diesen Zimmern, als auch an den Wortarten arbeiten.

Viele Kinder zeigten sich in den Bereichen LB, LD und WA schon sehr sicher; in den letzten Wochen hatten wir im Klassenverband sehr intensiv an den Wortarten gearbeitet und viele Schüler meiner Klasse hatten darüber hinaus Aufgaben des WA-Zimmers bearbeitet.

Sie werden nun im KW-Zimmer arbeiten und mit Übungen aus dem LV-Bereich beginnen. Ein kleines Mittelfeld wird weiterhin nur im WA-Zimmer arbeiten, allerdings lässt sich auch schon bei diesen Schüler erkennen, dass sie diesen Bereich in nicht allzu langer Zeit abschließen können.

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