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blog.rechtschreibwerkstatt.de
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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog
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Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.
Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!
Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!
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Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet
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Sep
16
Erstellt von:
DHoffmann
16.09.2007 10:18
Heute Morgen hatten wir Post bekommen. An unserem Briefkasten ist vorne eine kleine Tafel befestigt. Am Freitag hatte ich den Kindern erklärt, dass diese Tafel unbeschrieben ist, solange kein Brief im Kasten liegt, dass aber „Post“ darauf zu lesen ist, sobald etwas angekommen ist. Heute Morgen stand dort tatsächlich „Post“ geschrieben. Der Tag begann, wie jeder Mittwoch, mit Freier Arbeit und obwohl die meisten schon gestern geplant hatten, woran sie heute arbeiten wollten und sich deshalb sehr zielsicher ihre Arbeit suchten, fanden doch viele Kinder Zeit, einen Blick auf den Postkasten zu werfen – alle warteten wirklich sehr gespannt auf eine Antwort von Ela! Nun sahen viele, dass auf der kleine Tafel etwas geschrieben stand und jeder wusste, dass über Nacht eine Antwort gekommen war. Trotzdem mussten wir uns etwas gedulden, denn das Öffnen des Briefes sollte in einem angemessenen Rahmen und nicht während der Freien Arbeit passieren, in der viele Kinder oft so vertieft und bei der Sache sind, dass sie sich nicht wirklich auf den Brief hätten einlassen können. Als wir nach der Freien Arbeit und unserem Begrüßungslied zusammen saßen, hörten alle Kinder sehr aufmerksam und neugierig zu als ich den Brief vorlas. In ihrem Brief fragt Ela, ob es Raki gut geht, wie er sich nach seinem Abenteuer erholt hat und bittet um eine Auskunft von uns. Damit ist wieder ein neuer Schreibanlass geschaffen! Raki, der dem Brief ebenfalls gespannt zugehört hatte, unterstützte diesen, indem er betonte, wie nett Ela sei, wie lieb sie sich um ihn gekümmert und wie wohl er sich bei ihr gefühlt hatte. Deshalb fand er die Idee sehr gut, Ela noch einmal einen Brief zu schicken. „Meine“ Kinder leben diese Geschichte richtig mit, das wird nur allzu deutlich, wenn man bei meinen Erzählungen und dem Spiel mit den beiden Klassentieren ihre Gesichter beobachtet. Auch die Spannung, mit der der Brief erwartet und schließlich „gelesen“ wurde, zeugt von der Identifikation und Anteilnahme an dem Geschehen. So waren alle sofort bereit, Ela zu schreiben und ihr von Raki zu berichten. Am Ende der Woche werden wir also wieder Post abschicken.
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