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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Sep 16

Erstellt von: DHoffmann
16.09.2007 10:25 

Heute war in unserer Schule „Tag der offenen Tür“. Alle Interessierten konnten sich unsere Schule ansehen und in den Klassen im Unterricht zuschauen, deren Klassenzimmertür offen stand.
So hatten auch wir viel Besuch.
Ich hatte für diesen Tag nur Arbeiten geplant, bei denen meine Kinder sehr selbständig arbeiten können, um so auch Zeit zu haben, mögliche Fragen von Besuchern beantworten zu können – viele dieser Arbeiten hätten aber sowieso auf dem Tagesplan gestanden.
In der zweiten Stunde hatten wir also eine Rechtschreibwerkstattstunde. Die Arbeit hier klappt immer besser, meine Schüler können immer selbständiger ihre Arbeiten erledigen und finden sich auch zunehmend besser im Hör-, Schreib- und Seh-Pass zurecht.
Unter den Besuchern waren auch Eltern von Kindern aus meiner Klasse, die ihren jüngeren Kindern die Schule zeigen wollten, da sie im nächsten Jahr eingeschult werden.
„Die Kinder arbeiten wirklich sehr ruhig!“, war ihr Kommentar zur Arbeit in der Rechtschreibstunde.
Ich empfand so etwas wie Stolz.
Zu Beginn der Schulzeit war in diesen Unterrichtsphasen noch sehr häufig viel geredet worden – man musste sich ja auch erst kennen lernen, man verstand sich insgesamt sehr gut und hatte sich deshalb ja auch viel zu sagen –, mittlerweile klappt es immer häufiger, das über etwas längere Strecken „nur noch“ gearbeitet wird ohne dabei ständig mit dem Nachbarn die letzten Erlebnisse auszutauschen.
Die Bestätigung dieses Fortschritts von außen, eben durch „Zuschauer“ in meiner Klasse, empfand ich als Lob für meine Klasse und führte mir diese positive Entwicklung noch einmal deutlicher vor Augen.
Gleichzeitig beweist das auch, dass meine Klasse immer sicherer im Umgang und der Arbeit mit dem Hör-, Schreib- und Seh-Pass wird: Sie können ruhiger arbeiten, weil sie weniger fragen müssen, sich immer besser selbst helfen können und in ihrem Arbeitsprozess zunehmend mehr selbst den Überblick behalten.
Diesen Punkt vor den Herbstferien erreicht zu haben, ist meiner Ansicht nach ideal. Dieses „Polster“ bietet einen guten Ausgangspunkt für die Weiterarbeit nach den Ferien – besonders, weil in den zwei Wochen ohne Schule vielleicht manches wieder in Vergessenheit gerät. Doch durch die gewonnene Sicherheit in der Arbeit mit der Rechtschreibwerkstatt wird es recht schnell wieder reaktiviert werden können.

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