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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Okt 9

Erstellt von: DHoffmann
09.10.2007 16:34 

Die ersten Ferien als Klassenlehrerin…
Die erste Woche gehörte hauptsächlich mir: Erholung und Abschalten, das war mein Plan und der hat auch eigentlich ganz gut geklappt.Postkarte 1
Die zweite Woche stand nun schon wieder mehr im Zeichen der Schule und den Vorbereitungen für die nächsten Wochen: Treffen mit Kollegen, planen der kommenden Unterrichteseinheiten, besprechen von Organisatorischem, vorbereiten der Lesepässe für die ganze Klasse, suchen und herstellen von weiterem Lesematerial und Freiarbeitsmaterial…

Als ich zu Beginn dieser Woche das erste Mal wieder in der Schule war, fand ich in meinem Fach Post.
Zwei Kinder hatten schon aus ihrem Urlaub an Raki und Ela geschrieben. Meine kleine Geschichte vor den Ferien scheint gut angekommen und für meine Kinder überzeugend gewesen zu sein! Mittlerweile ist noch weitere Post in meinem Fach gelandet. Nun bin ich gespannt, ob morgen noch mehr angekommen ist!

Dass meine Schüler auch in den Ferien an die Schule denken und im Grunde den Unterricht im Briefeschreiben gewissermaßen fortführen, zeigt mir neben ihrem Lernwillen und ihrer Freude an der Schule auch ihre Identifikation mit dem Leben in unserer Klasse und den damit verbundenen Geschichten. Die Kinder scheinen also etwas mitzunehmen, was sie für sich als bedeutsam empfinden, sonst würden sie in den Ferien keine Briefe schreiben, die an die Schule gerichtet sind.

Indem sie dies aber tun und für ihren Brief oder ihre Karte allein verantwortlich sind – nur sie kennen Ela und wissen, was sie gerne erfahren möchte – wird Schrift und Schreiben mehr und mehr zu etwas, dass sie als Werkzeug in und für ihren Alltag erleben und auch so gebrauchen. Mit der Zeit wird diese Fähigkeit für sie immer selbstverständlicher werden. Postkarte 2
Schreiben ist hier, in den Ferien, nicht mehr ein Schulfach und etwas, das sie tun müssen, wenn ich es ihnen sage, sondern sie wählen von sich aus Schrift und Schreiben, um sich mitzuteilen.
In meinem Beispiel gebrauchen sie ihr Wissen über das Schreiben und ihr bereits erlangtes Können, um einer ihnen wichtigen Person, Ela, etwas mitzuteilen.
Das ist genau das, was ich als Lehrerin möchte: Kinder für das Leben in der Gesellschaft zu befähigen und sie zur aktiven Teilnahme daran animiere und immer mehr befähige – z.B. indem ich ihnen die Kulturtechniken beibringe und sie damit durch vielfältige Anlässe und Aktivitäten immer vertrauter mache.

Tags:

AW: Letzte Herbstferienwoche, Sonntag: Etwas erholt und einiges vorbereitet

Hallo Frau Hoffmann,

Ihnen und Ihrer Klasse einen guten Start in die Schulzeit. Ich hoffe, Sie und Ihre Kinder haben die Ferien gut überstanden und legen mit dem gleichen Elan los, wie auch nach den Sommerferien!
Ihr S. Görlich

Von S. Görlich am   09.10.2007 16:36

AW: Letzte Herbstferienwoche, Sonntag: Etwas erholt und einiges vorbereitet

Hallo Frau Hoffmann!
Sehr beeindruckend finde ich, dass die Eltern die Karten tatsächlich so unkorrigiert verschickt haben...das konnten in meiner Klasse nur sehr wenige Eltern ertragen, aller Erklärungen zum Trotz... Da haben Sie schon viel erreicht! Danke für ihre Ausführungen.
Jenny

Von jenny am   10.10.2007 20:55

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