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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Okt 10

Erstellt von: DHoffmann
10.10.2007 21:46 

Offensichtlich haben meine Schüler die Arbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass schon sehr erwartet.
Bereits am Montag sagte eine Schülerin: „Wenn wir heute am Hör-, Schreib- und Seh-Pass arbeiten, mache ich am „O“ weiter.“
Wie auch vor den Ferien beginnen wir mit „5-Minuten-Sprache“: den Anlautrap sprechen, Anlaute bestimmen, Silben klatschen, gemeinsames Lesen und Schreiben an der Tafel, einige Übungen mit der Lautkartei.
Dann beginnt die Arbeit mit dem Pass.
Die meisten Kinder wissen noch, woran sie gearbeitet haben. Allerdings fällt es vielen heute schwieriger, ihre Arbeit selbständig zu protokollieren und das richtige Smily in ihrem Pass abzukreuzen.
Das war schon vor den Ferien nicht immer einfach und jetzt, nach zwei Wochen Pause, muss man erst einmal wieder in diese Organisation hineinfinden.
Ich hatte ähnliches schon vermutet und deshalb vorher noch einmal an unserem HSSP-Plakat mit der Klasse besprochen, welche Arbeit für welches Smily steht.
Trotzdem wird heute viel gefragt.
Die Arbeit an sich läuft aber gut. Mit der Zeit erinnern sich meine Schüler auch wieder, wo sie welches Material finden, sodass sie, nach einer Frage an mich, was als nächstes kommt, gut selbständig arbeiten können.

Bei einigen Schülern fällt mir auf, dass sie „plötzlich“ konzentrierter arbeiten als vor den Ferien – als hätten sie in den Ferien einen großen Sprung gemacht. Besonders ein Schüler, noch vor zwei Wochen häufig etwas abgelenkt und in seiner Arbeit eher flüchtig, spurt jetzt viel ruhiger die Hohlbuchstaben nach und achtet darauf, wirklich in der Form zu bleiben.
Ich sage ihm, wie gut er heute arbeitet, er freut sich sichtlich darüber – und ich auch!
Insgesamt ist dieser Tag viel ruhiger verlaufen als der Gestrige. Die Kinder scheinen wieder mehr angekommen zu sein und in die Schule mit ihrem Alltag zurückgefunden zu haben. Auch während der Arbeit am HSSP sind heute viele Phasen aufgetreten, in denen wirklich eine gute und auch relativ ruhige Arbeitsatmosphäre herrschte.
Ich bin sehr froh darüber und so lässt auch meine Anspannung über diesen „Neustart“ nach den Ferien immer mehr nach.

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