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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Okt 29

Erstellt von: DHoffmann
29.10.2007 19:40 

Mittlerweile habe ich viele Leser in meiner Klasse und heute sind in der Freien Arbeit weitere fünf dazu gekommen.
Ich begann zunächst wieder mit den Lesedosen: Zum einen sind hier die Wörter wirklich auf einzelne Wörter beschränkt, die Lesedosen beginnen mit sehr einfachen Lesewörtern und zum anderen sind die Materialien, denen die Wortkarten zugeordnet werden, auch ästhetisch sehr schön und haben dadurch noch einmal mehr Aufforderungscharakter.
Den Umgang und die Handhabung des Materials musste ich keinem Kind mehr erklären, viele hatten sich dies schon von ihren Mitschülern „abgeguckt“ und wussten gut Bescheid. Gemeinsam übten wir das Zusammenschleifen der einzelnen Laute. Das ist oft keine leichte Aufgabe: Einen Buchstaben so lang anzuhalten bis der nächste beginnt und dies ein ganzes Wort lang durchzuhalten, fällt am Anfang schwer. So kann es passieren, dass ein Kind zwar alle Laute eines Wortes richtig benennt, den Inhalt des Wortes aber nicht erfasst, weil das Wort nur in seinen Einzellauten erkannt und nicht als Einheit erfasst wird. Hier ermutige ich immer wieder zum erneuten Erlesen, solange, bis das Wort erlesen und verstanden ist. Nach dieser Arbeit und der damit verbundenen Anstrengung ist die Freude und der Stolz über das erste erlesene Wort umso größer.
Manchmal habe ich den Eindruck, meine Kinder würden danach ein Stück wachsen. Vielleicht stehen sie plötzlich in ihrem Stolz auch einfach etwas gerader neben mir oder es kommt mir nur so vor, weil sie als plötzliche Leser nicht mehr andere Menschen brauchen um eine Notiz zu verstehen, sondern auf einmal viel selbständiger agieren können…
Im Anschluss führe ich dann den Lesepass ein. Durch die ersten Leseaufgaben an den Lesedosen weiß ich, dass meine Schüler nun Wörter erlesen können und ich sie so gut selbständig am Lesepass arbeiten lassen kann. Der Lesepass ist schon jetzt sehr beliebt!

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