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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Nov 11

Erstellt von: DHoffmann
11.11.2007 16:46 

In dieser Woche hat der erste Elternsprechtag seit der Einschulung meiner Kinder im Sommer stattgefunden.
Es war in vielerlei Hinsicht der erste Elternsprechtag:
für die Kinder meiner Klasse der erste in ihrer Schullaufbahn,
für ihre Eltern damit ebenfalls,
für einige Eltern meiner Klasse der erste, den sie überhaupt in der Schule mitmachen,
für mich war es der erste Elternsprechtag, den ich ganz allein vorbereitete, gestaltete und durchführte. Zwar hatte ich während des Referendariats selbstverständlich auch an Sprechtagen teilgenommen und den Eltern Rückmeldung zu ihren Kindern gegeben, auch im Rahmen von Fachunterricht hatte ich an Sprechtagen mitgewirkt, doch dies war der erste Elternsprechtag als Klassenlehrerin.
So sah ich dem einerseits etwas aufgeregt, andererseits aber auch gespannt entgegen.

Ich hatte für den Elternsprechtag jeweils 15 Minuten für ein Gespräch eingeplant, da ich annahm, dass gerade bei diesem ersten schulischen Treffen einiges zu besprechen sein würde und ich ungern in Zeitdruck geraten wollte.
Zu Hause machte ich mir ausführliche Notizen und bereitete mich damit auf die einzelnen Gespräche vor.
Diese Notizen umfassten die Bereiche Arbeits- und Sozialverhalten, sowie die Fächer Sprache und Mathematik. Zu den weiteren Fächern Sachunterricht, Kunst, Musik, Religion und Sport sagte ich nur dann etwas, wenn mir im Unterricht etwas ganz besonders aufgefallen war.
Diese ausführliche Vorbereitung war zwar sehr zeitintensiv, doch sie gab mir Sicherheit für die einzelnen Gespräche und machte es mir zudem einfacher, das zeitliche Raster einzuhalten.

Meine Ausführungen zu den einzelnen Fächern unterstützte ich durch die Vorlage der Tests, die ich mit den Kindern in den vergangenen Wochen geschrieben hatte.
Im Bereich Sprache waren dies drei verschiedene Dokumente, von denen ich in vergangenen Blog-Einträgen auch schon berichtet habe: Der Test zur visuellen Diskriminierung, der Test zur Bestimmung von Anlauten und der Bild-Wort-Test. Mit diesen drei Tests konnte ich alle Bereiche des Hör-, Schreib- und Seh-Passes für mich gut dokumentieren und nun in den Gesprächen für die Eltern illustrieren und verdeutlichen.

Am hilfreichsten war nach meinem Empfinden der Bild-Wort-Test, den ich mit dem Bildworttest-Analyse-Programm ausgewertet habe.
Die einzelnen Auswertungsmodi, die dort wählbar sind, geben mir als Lehrerin eine gute Rückmeldung über den Leistungsstand der Kinder, die Darstellung als Diagramm ermöglicht schnell einen guten Überblick.
Für die Elterngespräche druckte ich die allgemeine Übersicht aus, die die richtige Laut-Buchstaben-Zuordnung im Diagramm zeigt und darüber hinaus darauf aufbauend die nächsten Übungsbereiche für das jeweilige Kind angibt. Anhand dieses Dokumentes und mit Hilfe der Eigenfibel war es leicht, den Eltern die Schreibentwicklung und den aktuellen Leistungsstand ihres Kindes darzulegen und zu verdeutlichen.
Die Arbeit der Bild-Wort-Test-Auswertung hat sich in jedem Fall gelohnt.
Auf dieser Grundlage kann dann am nächsten Elternsprechtag – dann wird bereits der nächste Bild-Wort-Test geschrieben sein – die Schreibentwicklung gut verdeutlicht und veranschaulicht werden, indem entweder diese zwei Testauswertungen nebeneinander gelegt oder beide Tests in einem Diagramm dargestellt werden.



Tags:

AW: 12. Schulwoche, Dienstag und Donnerstag: Der erste Elternsprechtag

Liebe Frau Hoffmann,

wir hatten auch gerade Elternsprechtage. Ich kann nur bestätigen, dass sich die Auswertung des BWT lohnt. Er visualisiert allerdings in erster Linie die Leistung während der Testsituation. Diese Leistung muss immer abgeglichen werden mit den anderen alltäglich Übungen. Denn manchmal gibt es in diesen Bereichen Abweichungen.

Vielen Dank auch für Ihr öffentliches Tagebuch!

Viele Grüße

Sylvia V.

Von Sylvia V. am   19.11.2007 17:32

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