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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Nov 19

Erstellt von: DHoffmann
19.11.2007 09:41 

Eigenfibel 1Diese Woche werden wir nur relativ wenig an der Rechtschreibwerkstatt arbeiten, da am Mittwoch in unserer Schule anlässlich Astrid Lindgrens 100. Geburtstag ein Astrid Lindgren – Tag stattfindet und wir dazu im Deutschunterricht ein besonderes Projekt geplant haben – doch dazu mehr im nächsten Eintrag.

Montag und Dienstag waren insgesamt „normale“ Tage:
Der Montag begann wie immer mit dem Erzählkreis vom Wochenende und dem anschließenden Schreiben in die Eigenfibel.
Mittlerweile formulieren wir am Ende der Wochenendgeschichte eines jeden Kindes immer gemeinsam einen Satz, den es zu seinen Erlebnissen in die Eigenfibel schreiben kann. Damit möchte ich die Kinder, die bislang eher wenig und kurz geschrieben haben, anregen, mehr als ein Wort zu notieren und außerdem bei allen Kindern langsam ein Gespür für einen Satz entwickeln. Wir erinnern auch daran, dass nach so einem Satz ein Punkt gemacht wird, schließlich ist dann ein Gedanke zu Ende.EIgenfibel 2
Es ist interessant zu sehen, wie die Kinder mit dieser Information umgehen: Manche setzen einen Punkt an das Ende eines Satzes, andere denken im Prozess des Schreibens nicht mehr daran und wieder andere setzen nach jedem Wort oder, da oft noch keine Wortgrenzen eingehalten werden, scheinbar willkürlich zwischen die Buchstaben einen Punkt. Dies ist eine ganz normale Entwicklung, die auch zeigt, wie sehr ein Kind sich beim Schreiben mit diesen Regeln, Vereinbarungen und Konventionen unserer Schrift auseinandersetzt.

Nach dem Schreiben in die Eigenfibel blieb am Montag noch Zeit für die Weiterarbeit am Hör-, Schreib- und Seh-Pass. Hier lief alles gut weiter. Mittlerweile treten sogar immer häufiger Phasen auf, in denen die Kinder sehr leise arbeiten können, obwohl sie an so unterschiedlichen Dingen zu tun haben und ihre Arbeiten durchaus von Sprechen begleitet sind oder sie durch die Klasse laufen müssen, um neues Material zu holen oder beispielsweise ihre Hörübung an den Kontrollkarten unter der Tafel selbst zu kontrollieren.
Diese Entwicklung erlebe ich als sehr angenehm und bin froh darüber. Zwar muss ich immer mal wieder an das Flüstern beim Arbeiten erinnern, doch insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Außerdem muss ich sagen, dass meine Klasse, auch wenn sie zeitweise (noch) etwas redet, wenn dies eigentlich nicht nötig ist, immer zur Sache spricht, gut arbeitet und trotz allem meistens gut vorankommt.
An dem „Rest“ arbeiten wir weiter!Eigenfibel 3

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