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Der Rechtschreibwerkstatt-Blog minimieren

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 berichtet in diesem "Tagebuch" (neudeutsch "Blog") eine Lehrerin aus dem Münsterland von Ihren Erfahrungen mit der Rechtschreibwerkstatt ab der ersten Klasse.

Nachdem auch das zweite Schuljahr bereits beendet ist, geht das Blog nun in die dritte Runde: Schuljahr 2009/2010!

Wir freuen uns sehr über Ihr reges Interesse und die netten Kommentare zu den einzelnen Einträgen!



   
Letzte Sommerferienwoche, Sonntag: Alles ist wieder vorbereitet minimieren
Jan 13

Erstellt von: DHoffmann
13.01.2008 16:05 

Am Ende dieser Woche stand der erste Geburtstag im neuen Jahr in unserer Klasse auf dem Kalender. Die Feier sollte direkt am Geburtstag statt
finden, sodass schon bald nach Schulbeginn die Einladungen in der Klasse verteilt wurden.
Das Mädchen hatte einen kleinen Stapel mit bunten Briefen auf ihrem Tisch liegen. Schon bald nach Unterrichtsbeginn kam sie aufgeregt zu mir gelaufen und erzählte: „Gestern habe ich ganz viele lange Sätze geschrieben!“ Ich schaute sie an und erkundigte mich, was sie denn geschrieben hätte. „Na, meine Geburtstagseinladungen!“, antwortete sie mit einem Lachen im Gesicht.

Später am Schultag sah ich eine geöffnete Einladung bei einem Schüler, der damit beschäftigt war, den dort geschriebenen Text zu lesen.
Die Zeilen waren ganz sauber und ordentlich aufgeschrieben und absolut gut zu lesen.
Für mich war das ein sehr schöner Moment! Irgendwie wurde mir an dieser Stelle noch einmal bewusst, was wir in den letzten Schulwochen schon alles gearbeitet und erlernt hatten!
Sicherlich hatte das Mädchen die Zeilen vorgeschrieben und nun sauber übertragen, doch das war gar nicht entscheidend.
An dieser Stelle wurde mir einfach klar, dass meine Kinder mittlerweile schon Schrift als Kommunikationsmittel selbstständig nutzen und ihren Alltag einbauen konnten. Selbstverständlich hatten sie das schon viel früher getan, als wir die ersten Briefe verfasst und abgeschickt hatten, doch jetzt hatte diese Kommunikation ganz andere Dimensionen angenommen.
Ich denke, der Kommentar einer Mutter, die ich im Laufe dieser Woche traf, drückt dies sehr schön und treffend aus. Sie meinte lächelnd: „Es ist schön, wenn man immer mehr von dem, was die Kinder schreiben, lesen kann!“ Schrift und schreiben gehört mittlerweile einfach zum Leben meiner Schüler dazu, es ist für sie kein „Fremdkörper“ mehr, sondern wie selbstverständlich ihr Begleiter!
Ebenso verhält es sich mit dem Lesen!

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