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 03.09.2009 11:17
 
 bearbeitet durch Dornröschen2868  am 05.09.2009 08:17:58

Hallo Herr Sommer- Stumpenhorst, 

mein Sohn besucht nun die dritte Klasse und hat von Anfang an mit Ihrer Methode gearbeitet. Nach über zwei Schuljahren  kann ich mit Sicherheit behaupten, daß Ihre Rechtschreibwerkstatt für ihn das falsche war. Der Ansatz, von Anfang an lauttreu zu schreiben hat dazu geführt, daß viele Wörter vom Beginn des zweiten Halbjahres der zweiten Klasse auf einmal als falsch bewertet wurden. Damit konnte er nicht umgehen. Vor wenigen Tagen wollte er das Wort "immer" weiterhin lauttreu schreiben, was dann "imma" hieß. Er ist total durcheinander. Die Auswirkungen auf den Erwerb der englischen Sprache sind verheerend: "girl" hört er "görl" und schreibt das so, weil er gewohnt ist nach seinem Gehör zu schreiben. Nebenbei bemerkt hat sich hier im Deutsch-Diktat auch ein Fehler eingeschlichen, der auf die Mundart der Lehrerin zurückzuführen ist: "Elch" schrieb er "Elsch". 

Vor einem halben Jahr wurde  mit T 32 LRS festgestellt. Die Behebung dieser LRS ist nicht nur zweitaufwendig sondern auch mit monatlichen Kosten in Höne von 77.- Euro verbunden, die privat beglichen werden müssen. Er traut sich nichts mehr zu und ist absolut verunsichert.  Er lernt nun die Wörte auf die klassische Methode durch Abschreiben und Wiederholung, was konträr zu der Unterrichtsmethode ist, aber bei ihm funktioniert.  

Die Diagnosediktate werden bewertet, nach der Auswertung hat mein Sohn eine 6 erhalten. Gerne würde ich zuhause die Wörter mit ihm wiederholen und sie ihn schreiben lassen, was aber nicht funktioniert weil seine Lehrerin die Diktate nicht mit nachhause gibt. So macht das ganze System auch überhaupt keinen Sinn, weil ich aus der abstrakten Fehlerauswertung keine Schlüsse ziehen kann.

Ich bin mir sicher, daß viele der Probleme meines Sohnes auf ihre Rechtschreibwerkstatt zurückzuführen sind. Mein Sohn ist ein aufgewecktes, intelligentes und neugieriges Kind, das aus einem Elternhaus kommt daß viel Wert auf Bildung legt, die Eltern beide Akakdemiker sind. Bei der Auswahl der nächsten Grundschule werde ich mir schriftlich zusichern lassen, daß diese nicht nach Ihrem Konzept arbeitet. Ich bin sehr enttäuscht und wütend. Damit mein Sohn die deutsche Rechtschreibung lernt, muß er private Stunden nehmen. Weil seine Lehrerin nach Ihrem Konzept arbeitet, muß ich privat bezahlen daß das geschieht was Aufgabe des Staates ist: meinem Sohn Deutsch richtig beizubringen. 

 

Mit den besten Grüßen

 

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 24.11.2011 16:30
 
 bearbeitet durch Tobko  am 24.11.2011 18:28:28
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