Liebe Kollegen!
Auch ich schaue mir diese Diskussion seit geraumer Zeit an und finde dieses Wunderpunktgefasel auch mehr als unsachlich.
Mir geht es um das Lernen des Kindes und darum, eine höchst mögliche Differenzierung im Unterricht verwirklichen zu können. Ich arbeite in einer Brennpunktschule mit einer Reihe von Kindern mit Migrationshintergrund. Ich habe mit der RSW die Möglichkeit, sowohl meine Hochbegabten und Springer-Kinder zu fordern als auch die langsamer lernenden Kinder sowie DaZ-Kinder zu fördern. Diese Möglichkeit sehe ich bei einem Lehrwerk, mit dem ich mit allen Kindern zur selben Zeit das gleiche mache, nicht. Ich habe auch kein Lehrwerk gefunden, mit dem ich so leicht die Lernstände meiner Kinder diagnostizieren und sowohl für Eltern als auch für die Kinder verständlich machen kann. Alle Kinder sind motiviert und auf dem Weg gute Rechtschreiber zu werden. Und das nicht, weil sie nachmittags stundenlang Rechtschreiben pauken, sondern weil sie im Unterricht von sich aus motiviert sind und durch effiziente Methoden verantwortungsbewusst selbstständig lernen.
Ich arbeite jetzt im 9. Jahr mit den Materialien der RSW und klar ist, dass ich nur deshalb erfolgreich damit arbeiten kann, weil ich mich ganz intensiv damit auseinandergesetzt, mich mehrfach fort- und weitergebildet und ganz viel über Rechtschreibung und das Lernen an sich gelernt habe.
So, und jetzt freue ich mich darauf, ein Diagnosediktat auszuwerten, da die Fortschritte der Kinder nicht nur mich, sondern in erster Linie meine Kinder motivieren, und die sind schon ganz heiß auf die nächste Auswertung.
Was das mit Verdummung zu tun haben soll, ist mir schleierhaft.
Viele Grüße.
Jenny