Liebe Jenny, liebe Mitleser,
auch wenn ich dir jetzt keine Hinweise zur Materialaufbewahrung geben kann, bei mir bleiben die Sachen erst einmal zur Aufbewahrung in der Kiste, möchte ich doch gerne mal von meinen Erfahrungen mit dem Satzbausatz berichten. Ich betreue eine kleine Gruppe von Kindern (2.Schuljahr) mit Problemen im Schriftspracherwerb und mit Deutsch als Zweitsprache. Das sind natürlich ideale Bedinungen für den Einstieg in die Arbeit mit dem Satzbausatz. Das eigentlich vorgesehene AB 1 zum Einstieg in das Thema Aussagesätze konnte ich erst einmal nicht nehmen, da vom Umfang und Inhalt her zu schwierig. Aber die eigenen Texte der Kinder waren genauso gut (vielleicht sogar besser), denn es war für die Kinder sehr einsichtig, dass wir für das schnellere Lesen und Verstehen Gliederungshilfen brauchen.
Die Satzbautafeln hatten von Anfang an für die Kinder einen hohen Aufforderungscharakter und natürlich mussten sie erst einmal an allen Rädchen drehen und schauen, was sich so verändert.
Es entstanden unzählige, teilweise richtig witzige Sätze und die Kinder entwickelten großen Ehrgeiz die Sätze durch Ergänzungen immer länger und länger werden zu lassen.
Was ich dabei beobachten konnte:
Sprachübung:
- die Kinder fingen selbstständig an, das Satzschlusszeichen mitzusprechen... PUNKT!
- die Kinder haben sich gegenseitig bei Ausspracheproblemen oder in der Grammatik verbessert...
- einige Kinder fingen an, die einzelnen Sätze mit den unterschiedlichen Verbkarten in einen inhaltlichen Zusammenhang zu bringen...
Ich weiß nun was wir, wären wir Dinos, alles bauen und brauchen und wofür wir danken, und selbstredend, dass wir in der Dinohöhle duschen...
Schreibübung:
die Sätze wurden zwar wieder kürzer, aber...
- einige Kinder haben (erstmalig) die Wortgrenzen eingehalten (juchuh) - die Tafeln gaben dabei Orientierungshilfe
- alle Kinder haben das Satzschlusszeichen gesetzt...
- und alle Kindern konnten am Ende ihre Satzanfänge mit einem großen Buchstaben kennzeichnen...
Ich bin gespannt, ob sich dies nach weiteren Übungen mit dem Satzbausatz auch in den eigenen Geschichten der Kinder niederschlägt und werde gerne davon berichten.
Fazit: Die Kinder haben durch das Material angeregt sehr viel und sachbezogen miteinander gesprochen, sich gegenseitig neue Begriffe erklärt und auch verbessert.
Nun in der praktischen Anwendung hat mich das Material absolut überzeugt. Und um zum Abschluss noch mit einem Gütekriterium für guten Unterricht zu kommen - es gab bisher in den "Baumeisterstunden" immer einen ziemlich hohen Anteil echter Lernzeit!
Herzliche Grüße
Regina