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 07.10.2007 23:52
 
Hallo Gabi,
ich habe in allen meinen Klassen den Janosch-Tiger als Klassentier gehabt. Die Geschichten sind einfach klasse... Bisher haben nur sehr wenige Kinder Schwierigkeiten mit der Stolperstelle "er" am Wortende gehabt. Für die leistungsstärkeren Kinder war es häufig so oder so klar. Andere Kinder haben zuerst nicht geglaubt, dass Erwachsene es so schreiben, obwohl man es doch anders hört. Aber zum Schluss haben sie es sich an diesem speziellen Wort halt überdeutlich wie im LD-Zimmer (Sprich, wie du schreibst!) vorgesagt. Das heißt nicht, dass sie dies auf ähnliche Wörter übertragen konnten. Sie haben es sich halt gemerkt. Dies habe ich dann auch für diese Kinder so belassen, bis sie sich mit dem Phänomen im LB-Zimmer auseinandergesetzt haben.
Ich sehe also darin keine besondere Schwierigkeit. Spannend wird der Tiger dann wieder im LV-Zimmer wenn es um das regelhafte lange "ie" geht. Dies ist häufig der Punkt, wo der bis dann längst vergessene Tiger wieder aus der Versenkung bei den Kindern auftaucht...

Viel Spaß und Erfolg in deiner ersten Klasse.
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

neuer Beitrag
 08.10.2007 00:05
 
Hallo Tanja,
bei deinem Problem geht es anscheinend um die Arbeit mit dem Anlautlineal. Der Anlaut ist ja wichtig fürs Buchstabenlernen mit dem Hör-, Schreib- und Sehpass. Hier wird der Unterschied zwischen Ente und Esel im Anlaut schon angesprochen und ist für einige Kinder natürlich schwierig. Wenn sie diesen Schritt aber kennengelernt haben, sollten sie bei der Arbeit mit dem Anlautlineal schon etwas sensibel für den unterschiedlichen Klang der Vokale in Wörtern geworden sein. Dass dies natürlich besonders schwierig ist und nicht von Anfang an klappen wird, ist verständlich.
Nun zum Lautieren. Das "h" ist nach meiner Auffassung erst dann nachvollziehbar, wenn ich das auslautende "e" in Ente versuche in die Länge zu ziehen. Dann merke ich eigentlich nur noch, wie Luft ohne einen Laut aus meinem Mund entweicht und könnte auf den Laut "h" kommen. Insofern würde ich es an dieser Stelle immer so lautieren, wie ich es normalerweise ausspreche, also kurz. Gerade dies (lang und kurz) macht ja den Unterschied des Klanges bei den Vokalen aus. Ich würde unter Umständen die Kinder auf eine ganz falsche Fährte locken. Die Kinder werden mit der Zeit zunehmend sicherer mit der klanglichen Unterscheidung der kurzen und langen Vokale und werden diese dann auch zuverlässig schreiben.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

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