Hallo Tanja, bei deinem Problem geht es anscheinend um die Arbeit mit dem Anlautlineal. Der Anlaut ist ja wichtig fürs Buchstabenlernen mit dem Hör-, Schreib- und Sehpass. Hier wird der Unterschied zwischen Ente und Esel im Anlaut schon angesprochen und ist für einige Kinder natürlich schwierig. Wenn sie diesen Schritt aber kennengelernt haben, sollten sie bei der Arbeit mit dem Anlautlineal schon etwas sensibel für den unterschiedlichen Klang der Vokale in Wörtern geworden sein. Dass dies natürlich besonders schwierig ist und nicht von Anfang an klappen wird, ist verständlich. Nun zum Lautieren. Das "h" ist nach meiner Auffassung erst dann nachvollziehbar, wenn ich das auslautende "e" in Ente versuche in die Länge zu ziehen. Dann merke ich eigentlich nur noch, wie Luft ohne einen Laut aus meinem Mund entweicht und könnte auf den Laut "h" kommen. Insofern würde ich es an dieser Stelle immer so lautieren, wie ich es normalerweise ausspreche, also kurz. Gerade dies (lang und kurz) macht ja den Unterschied des Klanges bei den Vokalen aus. Ich würde unter Umständen die Kinder auf eine ganz falsche Fährte locken. Die Kinder werden mit der Zeit zunehmend sicherer mit der klanglichen Unterscheidung der kurzen und langen Vokale und werden diese dann auch zuverlässig schreiben.
Schöne Grüße aus Münster Gerd
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