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 09.09.2008 19:46
 
 bearbeitet durch Gerd_Kruetzmann  am 09.09.2008 19:49:25
Hallo Norbert,
herzlichen Dank für deine neue Fassung des Lernentwicklungsberichts im Downloadbereich. Mit einem Kollegium haben wir uns diesen heute näher angeschaut und gemeinsam überlegt, was dieser Bericht im Hinblick auf die neuen Lehrpläne in NRW alles leisten kann und welchen Chancen man damit hat. Die Diskussion war sehr spannend und ich hoffe, für die weiteren Beratungen und Entscheidungen des Kollegiums auch hilfreich.
Eine Frage der Diskussionsrunde konnte ich leider nicht klären und möchte sie deswegen hier ins Forum stellen. Zum Lernbereich WA schreibst du den Unterpunkt "sonst. Nomen (Abstrakta) groß schreiben" und gibst bei den Erwartungen nichts an. Das bedeutet doch, dass ich innerhalb der Grundschulzeit nicht erwarte, dass Kinder dies beherrschen. Laut neuem Lehrplan wird aber gefordert, dass die Kinder "Namen und Nomen mit großem Anfangsbuchstaben schreiben" (S. 30). Das würde aber bedeuten, dass die Kinder in der Grundschulzeit auch die Abstrakta für das Großschreiben beherrschen müssten.

Was steckt dahinter?

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 09.09.2008 21:28
 

Hallo Gerd,

prima, dass du diese Rubrik angefangen hast.

Ich versuche mich gerade in die Struktur des Lernentwicklungsberichtes einzuarbeiten. Da kann jede Frage absolut hilfreich sein.

Kannst du schon eine Quelle für den neuen Lehrplan in NRW angeben, Gerd?

Wenn der neue LP vorgibt, dass die Kinder die Nomen (Wieso werden die Namen dann extra aufgezählt?) mit großem Anfangsbuchstaben schreiben (sollen), dann zählen dazu die Konkreta und die Abstrakta. Es ist aber ganz klar, dass diese Kompetenz am Ende der Klasse 4 noch nicht abgeschlossen ist. Dazu haben wir jetzt in der Sek. I schon so viele Analysediktate ausgewertet, die genau dies immer wieder deutlich machen.

Da das Prinzip der Großschreibung bei den Konkreta in der Regel eher erfasst wird als bei den Abstrakta, wäre ein unterschiedliches Ziel - bezogen auf die Zeit - tatsächlich sinnvoll.

Gab es eventuell im alten LP eine andere Formulierung in Bezug auf die WA?

Mich interessiert die "Anwendung" des Lernentwicklungsberichtes Rechtschreiben an deiner Schule, Gerd. Was ist Grundlage für die Einträge in den Lernentwicklungsbericht? Wird der Bericht "nur" zu den Zeugniseckpunkten erstellt? Welche Form habt ihr gefunden, diesen Bericht mit dem Kind, den Eltern zu besprechen?

Vieles lässt sich bestimmt auf die Sek. I abstimmen.

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

 

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 09.09.2008 22:47
 

Hallo Gerd,

einerseits: Es wäre schön, wenn hier (auch in den Lehrplänen) eine Unterscheidung zwischen Nomen (wortbezogene Großschreibung) und Substantiven (kontextbezogenen Großschreibung) gemacht würde. Dann wäre die Formulierung in den Lehrplänen der Grundschule leichter zu verstehen.

Andererseits: Der Schlüssel für die Lösung liegt in den Lehrplänen für die Sekundarstufe. Im Downloadbereich (02-RS-Materialien/08-Bewertung/04-Lehrpläne/02-Lehrpläne Sekundarstufe) findest du eine Übersicht über die Inhalte der Lehrpläne bezogen auf die Rechtschreibung. Hier findest du auch einen Lehrplanvergleich zwischen den verschiedenen Schulformen.

Schau dir in diesen Lehrplänen einmal den Unterpunkt 13 an. Hier findest du Hinweise zu „Nominalisierungen“ (Kl. 5/6), „Großschreibung von Verben und Adjektiven“ (Kl. 7/8) und „Besonderheiten der Groß- und Kleinschreibung“ (Kl. 9/10).

Erst diese differenzierten Hinweise in den Lehrplänen der Sekundarstufe machen deutlich, dass in der Grundschule die Großschreibung von Nomen im wortbezogenen Sinne gemeint ist.

Viele Grüße auch an dein diskussionsfreudiges Kollegium

Norbert

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 09.09.2008 23:06
 
 bearbeitet durch Gerd_Kruetzmann  am 09.09.2008 23:13:33
Hallo ihr beiden,

bevor ich mich in die Inhalte des Lehrplans der SEK I begebe, muss ich kurz etwas richtig stellen. Dies war eine Diskussion in einem Kollegium während einer Fortbildung, nicht mein eigenes Kollegium.

Danke für eure Hinweise auf die Lehrpläne der weiterführenden Schulen. In diesem Fall scheint es ja mal anders herum zu sein. Die weiterführenden Schulen geben uns die Vorlage, mal nicht über die Stränge schlagen zu müssen. Meist ist es ja andersherum. Leider hat sich dies nicht in der Formulierung für die Lehrpläne der Grundschule niedergeschlagen. Die Formulierung scheint ja ziemlich eindeutig zu sein und alle Nomen zu betreffen. Die Frage ist jetzt der Umgang damit. Ich werde mal lesen...
Annek, du kannst dich beim Verlag Ritterbach (umsonst) registrieren und kannst dann die Lehrpläne online einsehen oder als pdf herunterladen. Hier kannst du dich registrieren.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 10.09.2008 09:38
 
 bearbeitet durch WILFRIED  am 10.09.2008 09:38:48
Hallo zusammen,
in der Auflistung des Lehrplans Grundschule ist eindeutig der Wortbezug angegeben und der Satzbezug ausgeklammert, dort steht:
 
„auf der Wortebene: Namen und Nomen mit großen Anfangsbuchstaben schreiben (soweit das ohne Bezug zum Satz möglich ist)“
 
Substantivierung (Nominalisierung) von Verben und Adjektiven sind für die Grundschule also kein (verbindliches) Thema.
 
Nicht eindeutig hingegen wird auf Konkreta und/oder Abstrakta Bezug genommen, wie dies im alten Lehrplan der Fall war.
 
Es gilt demnach zu diskutieren und zu klären, ob bzw. inwieweit Nomen wie Zeit, Beobachtung, Freundschaft, …(verbindliches) Thema der Grundschule sind.
Viele Grüße
Wilfried
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 10.09.2008 15:57
 

Hallo Gerd, Norbert und Wilfried,

der Hinweis auf die Quelle für den Lehrplan der GrS war sehr hilfreich, Gerd. Mich erstaunt, welche differenzierten Angaben einerseits zu Fähigkeiten und Fertigkeiten im Rechtschreiben  - Klasse 1 bis 4 - gemacht werden.

Ich denke, dass diesen genauen Angaben im Prinzip hilfreich für alle Beteiligten sind, da gerade die Ziele, Anforderungen am Ende der Klasse 4 usw. an der Stelle transparent gemacht werden.

Wenn jedoch im LP der GrS steht: "Namen und Nomen mit großem Anfangsbuchstaben schreiben", dann fehlt hier eine klare Aussage, was denn damit sein soll! Sollen die Kinder dieses Rechtschreibprinzip am Ende der Kl. 4 (fehlerfrei) beherrschen, sollen sie erste Erfahrungen damit gemacht haben, dürfen die Kinder - ohne Abzüge zu befürchten - noch Fehler in diesem Bereich machen usw. So bleiben es nur "wichtige Fähigkeiten und Kenntnisse im Rechtschreiben ", wie es auch der Tabellenkopf hergibt. Vielleicht ist es aber auch sinnvoll, genau diese Lücke zu nutzen, um im Kollegium zu differenzierten Überlegungen zu kommen, wie du es ja auch vorgeschlagen hast, Wilfried.

Für die Sek. I möchte ich Folgendes ergänzen, Norbert: In vielen deutschen Grammatiken werden die Nomina als "Substantive" bezeichnet. Für uns (Schule) sind die Termini "Nomen" und "Substantive" völlig synonym! Es kann also in Klasse 5/6 nicht um Nominalisierungen gehen, wenn es in den Klassen 7/8 auch um die Großschreibung von Verben und Ajektiven geht, denn genau das behinhaltet die Nominalisierung.

Kannst du mir bitte trotzdem auf meine Fragen antworten, Gerd, dieses Mal in Bezug zu deiner Schule?

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

 

 

 

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 10.09.2008 19:02
 

Liebe Anne,

es stimmt, in den Schulgrammatiken wird in den allermeisten Fällen nicht zwischen Nomen und Substantiven unterschieden. Schade! Die Sprachwissenschaften sind hier sehr viel differenzierter (und weiter). Ich möchte hier keine Diskussion über den Sinn und Unsinn von und in Schulgrammatiken vom Zaune brechen (dafür ist die Diskussion um die Lernentwicklungsberichte viel zu interessant) aber vielleicht können wir uns hier auf folgenden sprachlichen Modus verständigen:

Wir unterteilen die Gruppe der Substantive in:

  • Namen (Klasse 1/2)
  • Konkreta (Klasse 2 bis 4)
  • Abstrakta (Klasse 4 bis 6)
  • Nominalisierungen (Klasse 7 bis 8)

Eine solche Differenzierung würde auch in den Lehrplänen gut passen (was leider noch nicht der Fall ist und daher zu der von Gerd angeregten Diskussion geführt hat).

In den Grundschulen ist der Begriff Nomen weit verbreitet, wohl wegen seiner Ähnlichkeit zum Begriff „Namen“. Daher auch die Verwendung dieses Begriffes in den Aufgabenheften zum Modellwortschatz. Schön ist das nicht, zumal die Sprachwissenschaften hier andere Wege gehen.

Liebe Grüße

Norbert

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 10.09.2008 20:51
 

Lieber Norbert,

die Sprachwissenschaften gehen auch nur die Wege, die in ihrem Grammatikhaus gelten. Ansonsten grenzen sie sich auch gern von anderen Grammatikern ab.

Die von dir vorgeschlagene Einteilung müsste dann auch ihren Niederschlag in den Analysetexten (Anzahl der Verschreibungsmöglichkeiten) und im Lernentwicklungsbericht finden (= Abstimmung).

Ich schlage vor, dass wir nicht die Nomen / Substantive an sich unterteilen, sondern uns eher um die Zuordnung zu den Ebenen kümmern, wie du sie auch schon im Bericht vorgegeben hast: Wir sollten uns jedoch überlegen, ob die Zeilen so erhalten bleiben sollen:

31 WA kennen und (??? Hier kann Frau doch gar nichts eintragen, oder?)

32 Adjektive, Verben, Sonstige (Klasse?)

33 Namen und Konkreta kennen (1-4)

34 sonstige Nomen groß (4-6) (Hier sollten die Abstrakta auftauchen!)

56 kontextbezogene Schreibung (Nominalisierungen, 7-8)

Sobald mehrere Kriterien auf einer Zeile auftrauchen, ist schon keine genaue Zuordnung mehr möglich, denn ein Kind kann vielleicht N und V gut unterscheiden, bei anderen WA vielleicht noch Schwierigkeiten haben.

Ich habe das Problem, dass ich einerseits eine grobe Einteilung (UW-AF) ausreichend finde, andererseits aber auch sehe, wie differenziert die Schwierigkeiten innerhalb eines Lernbereiches sein können.

Wie sehen die anderen Kollegen dieses Problem?

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 11.09.2008 20:59
 
 bearbeitet durch Gerd_Kruetzmann  am 11.09.2008 21:30:44
Hallo ihr beiden,

man kommt ja bei euch beiden gar nicht dazwischen. ;-)

Zu deinen Fragen, Annek. Im alten Lehrplan war der Wortlaut genau der gleiche. In dieser Richtung hat sich nichts getan.

Ich kann (leider) nicht von eigenen Erfahrungen sprechen. Bei mir an der Schule arbeiten wir nicht mit der Rechtschreibwerkstatt. Bei meinem Start vor 1,5 Jahren an der Schule haben wir über ein neues Lehrwerk diskutiert. Die Rechtschreibwerkstatt wurde vom Kollegium nicht gewünscht und ich werde einen Teufel tun, ein Lehrwerk als Schulleiter durchsetzen zu wollen. Umgesetzt werden muss es in den Klassen. Und wenn die Kolleginnen dann nicht dahinter stehen, wird es sehr wahrscheinlich auch nichts werden.

Ich selber habe im letzten Halbjahr eine jahrgangsübergreifende Fördergruppe gehabt. Ich wollte für diese Kinder im aktuellen Schuljahr beginnen, den Bericht zu führen. Leider hat sich durch Schwangerschaft und Krankheit mit dazugehörigem Vertretungsunterricht die Gruppe für dieses Halbjahr erledigt.

Das Ausfüllen würde ich zur Zeugnisvorbereitung punktuell machen. Grundlage wären die Diagnosediktate, die Beobachtungen während der Werkstattstunden und die Überarbeitung eigener Texte (soweit schon möglich!). Bei Beratungsgesprächen kann ich mir den Bericht für Eltern gut vorstellen, da der Bezug zu den Kompetenzerwartungen durch die fetten Rahmen gekennzeichnet und nachvollziehbar ist. Endlich bekommen die Eltern eine Rückmeldung, was die Kinder können und was von ihnen erwartet wird. In Gesprächen war es häufig schwierig, eine Diskrepanz zu erklären oder gar aufzuzeigen.

In der Beratung für die Kinder stelle ich mir den Bericht schwierig vor. Ich würde es gerne mal probieren. Aber ich glaube, mit den Ausdrucken aus der Textauswertung schon eine ideale Form gefunden zu haben. Der Bericht ist für die Kinder meines Erachtens zu unübersichtlich. Ich kann es aber gut für mich als "Lesezettel" beim Gespräch mit den Kindern nutzen. Insbesondere die Bereiche Methoden/Arbeitstechniken sind hier endlich systematisiert.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 11.09.2008 21:18
 
 bearbeitet durch Gerd_Kruetzmann  am 11.09.2008 21:18:51
Hallo Wilfried,
danke für deinen Hinweis. Dies hatte ich beim ersten Lesen glatt übersehen. Trotzdem bleibt es wie du schon schreibst interessant, welche Überlegungen in Bezug zu den Abstrakta gemacht werden müssen.
Ist es für die Kinder wirklich so schwierig, dass wir dies aus den Anforderungen der Grundschule herausnehmen sollten? Ich glaube, viele Kinder werden etliche Abstrakta richtig schreiben. Es wird aber nicht in allerletzter Vollendung sein. Abgeschlossen wird dieser Bereich in der Grundschule mit Sicherheit nicht.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 11.09.2008 22:05
 

Hallo Gerd,

ja, da muss man sich schon dazwischendrängeln, nicht wahr? :-)

Vielen Dank für deine Antwort.

In der Tat ist der Bericht eine gute Möglichkeit, die Lern- / Arbeitsergebnisse der Kinder im Vergleich zum Soll zu besprechen. Für die Sek. I ist es auch für die Schüler denkbar, auch wenn sie manchmal mit dem ganzen Wortschatz zur RSW durcheinandergeraten. So fragte mich heute ein Schüler aus dem 9. Jahrgang, ob ich denn die Dialyse-Diktate durchgesehen hätte...

Für die Sek. hoffe ich, dass wir uns den Bericht noch einmal gemeinsam ansehen können, um zu schauen, ob die Anforderungen erfasst worden sind.

Wie siehst du Sache, wenn mehrere Anforderungen in einer Zeile auftauchen, aber nur die Möglichkeit besteht, im Paket zu antworten?

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 11.09.2008 22:17
 
Hallo Annek,

du meinst zum Beispiel im Bereich LV "ie, ä, ß"? Ich erinnere mich an eine Diskussion mit mehreren Lehrern, die den Lernentwicklungsbericht für ihre Schule abwandeln wollten (zum Teil unterrichteten sie auch nicht nach der RSW). Großer Kritikpunkt war die sehr detaillierte Ausführung. Es kamen viele bekannte Argument (wie soll ich das alles schaffen, wer liest das überhaupt, das kann ich nicht leisten...). Viele wollten den Bericht stark eindampfen.

Um hier eine Akzeptanz zu schaffen, finde ich es richtig, einzelne Bereiche der Übersichtlichkeit wegen zusammenzufassen. Eine differenzierte Auswertung und Rückmeldung kann ich immer noch mit dem Bogen zum Rechtschreibpass aus der Textauswertung machen. Insofern finde ich das nicht problematisch, sonder eher für die Verbreitung förderlich.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 12.09.2008 17:47
 

Hallo Gerad,

ja, genau, diese Zeilen meine ich unter anderem.

Du findest eine Mischung von folgenden Formen vor: Einerseits eine Rückmeldung zu einem Punkt, z. B. Silben trennendes h, dann wieder eine Rückmeldung zu mehreren Punkten: au, ei, eu, sch, ch, ng, nk, qu, x.

Damit ich richtig verstanden werde: Mir ist eine sehr detaillierte Auswertung - mindestens zweimal im Jahr - sehr wichtig, die natürlich auch die Methoden und Korrekturtechniken umfassen soll. Wenn ich den Bogen für die Sek. I ansehe, dann kann ich dem Kind eine Rückmeldung zu LB geben. Ich finde aber keinen Platz, um genau die Buchstaben zu dokumentieren, die noch Bauchschmerzen bereiten. Wie soll ich denn im nächsten (Halb)Jahr weiterarbeiten, wenn diese Hinweise fehlen?

Entweder arbeite ich mit einem groben Raster (siehe Analysetexte) oder mit einem Feinraster (z. B. Doppelkonsonanten), das mir ggf. auch noch Bemerkungen (Klappmenü?) erlaubt.

Eine Mischung ist ungünstig, weil ich nicht klären kann, auf welchen Punkt ich mich in der Auswertung beziehe, wenn mehrere Beobachtungspunkte vorhanden sind.

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 13.09.2008 09:44
 
 bearbeitet durch Gerd_Kruetzmann  am 13.09.2008 09:47:38
Hallo Annek,

ich würde genau andersherum argumentieren. Ich benötige mehrmals im Jahr eine sehr detaillierte Auswertung zu den Lernbereichen. Dort muss ich die Möglichkeit haben, z. B. auf einzelne Buchstaben in der Laut-Buchstaben-Zuordnung einzugehen. Da brauche ich aber nicht den kompletten Überblick über alle Lernbereiche. Ich spreche mit dem Kind dann nur über den aktuellen Lernbereich und den als nächstes anstehenden. Dies erledige ich mit dem Bogen der Textauswertung. Da dort die Anzahlen aus den Lernbereichen erfasst werden, mache ich mir auf den Ausdrucken zu den meisten Kindern (je nach Bedarf) handschriftliche Notizen.

Beispiel Sven: Der hat im LB-Zimmer nur noch sehr wenige Verschreibungen. Wenn man sich diese näher anschaut, fällt einem die Schwierigkeit a statt er am Wortende und die Unterscheidung ü-i bei schwimmen etc auf. Ansonsten häufen sich die Verschreibungen in LV. Dieses Kind bekommt vom Computer LB als Übungsbereich ausgedruckt. Sven schicke ich nun in den Bereich LV, da er da mit einer neuen Gruppe starten kann. Zwischendurch wird er als Hausaufgabe zusätzliche Übungen zu den beiden Schwierigkeiten aus LB bekommen und dies in der Freiarbeit weiter bearbeiten. Auf dem Ausdruck zum Pass steht bei mir dann: "a->er; ü>i; dann LV" Damit haben Sven und ich alle wichtigen Informationen auf der Seite im Rechtschreibpass.

Informationen zum Arbeitsverhalten und Methodenkompetenz während der Rechtschreibstunden notiere und bespreche ich mit den Kindern gesondert. Hier könnte ich mir vorstellen, einen strukturierten Bogen als Grundlage zu erstellen. Andererseits muss man aufpassen, sich nicht mit Beobachtungsbögen zuzuschmeißen. Bisher habe ich den Eindruck, mit meiner subjektiven Bauchgefühlmethode nicht ganz schlecht zu liegen.

Zweimal im Jahr brauche ich nun alle Bereiche im Überblick als Zusammenfassung und Vorbereitung der Zeugnisse. Hierfür bietet sich der Lernentwicklungsbericht an. Die Übersichtlichkeit und die Vorteile haben wir ja bereits diskutiert.
Also meine Zusammenfassung: mehrmals im Jahr individuell mit der Textauswertung, zweimal im Jahr zu den Zeugnissen detailliert mit dem Lernentwicklungsbericht.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd

Meine Hansajolle Flyt im Netz

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 13.09.2008 11:25
 

Morgen Gerd,

keine Frage, die genaue Wanderung findet im Jahr statt, um mit dem Kind die nächsten Lernschritte zu besprechen. Ich gehe ähnlich vor: Wenn ich den Rechtschreibpass ausgedruckt habe, lege ich mir die Analysetexte noch einmal neben mich und ergänze die Feinheiten auf dem RP. Diese handschriftliche Ergänzung bespreche ich mit dem Kind und jage sie dann noch einmal durch den Kopierer, damit Kind und Lehrerin einen Fahrplan haben.

Notizen zum Arbeitsverhalten und der Methodenkompetenz - Auffälligkeiten! - lege ich mir in der Regel nach der Stunde in meinem Vokalbeheft (A4) an, um für die nächste Analyse alles auf den Tisch bringen zu können. Unsere Arbeit wäre damit im Laufe des Jahres sehr detailliert.

Zu den Zeugnissen käme dann der Entwicklungsbericht, in dem die Lernfelder aus den Analysetexten wieder auftauchen und differenzierter dargestellt werden. Dazu muss der identische Lernbereich nicht immer wieder aufgeführt werden. Es gibt also nur eine Zwischenüberschrift, z. B. WA, dann schließen sich nur! die Beobachtungspunkte an.

Es bleibt meine Frage, Gerd, was du durch deine Einschätzung ankreuzt, wenn in einer Zeile mehrere Punkte angegeben werden, du aber unterschiedliche Einschätzungen zu WA (Adjektive, Verben, sonstige Wörter) geben müsstest. Kannst du bitte darauf genau antworten?

Ich möchte jetzt so weiterarbeiten: Im Bereich der Sek. I werde ich meine Vorschläge darstellen, wie die Beobachtungspunkte ergänzt, gestrichen, gehalten... werden könnten.

Mit sonnigen, windigen Grüßen aus Nordhessen

Anne

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 13.09.2008 11:47
 
Hallo Annek,

ich kann mir vorstellen, dass ich die entsprechenden Teilbereiche einkreise, um deutlich zu machen, wo noch Verbesserungen wünschenswert sind. Die Einschätzung, also wie viele Pluszeichen ich notiere, ist dann ein Mittelwert aus den Teilbereichen.

Beispiel: Ein Kind hat im Bereich WA angefangen zu arbeiten. Es hat sich zuerst nur um die Adjektive gekümmert und ist dort schon recht sicher. Die Verben kann das Kind noch nicht sicher erkennen. Hier würde ich auf dem Lernentwicklungsbericht bei "Adjektive, Verben, sonst. Wörter" die Wörter Verben, sonst. Wörter einkreisen und ein Pluszeichen vergeben.

Dem Kind sollte dann erläutert werden, dass es einen Teil schon gut kann. Da es aber die anderen Bereiche dieser Teilleistung noch nicht bearbeitet hat, muss es hier in der nächsten Zeit weiterarbeiten.

Man kann jetzt sicher diskutieren, ob auch zwei Pluszeichen gerechtfertigt wären. Dies bleibt aber jedem selber überlassen.

So, ich gehe jetzt unser Gartenfest vorbereiten. Meine Frau und ich feiern heute unsere runden Geburtstage vor bzw. nach. Drück mal die Daumen, dass das Wetter hält. Bei uns ist es auch sonnig und windig und hoffentlich heute Abend nicht zu kalt.

Schöne Grüße aus Münster
Gerd [der jetzt das Bier vom Hahn probieren muss ;-)]

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