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 07.10.2012 17:08
 
 bearbeitet durch sschneider  am 10.10.2012 11:22:56

Liebe Kollegen,

wenn ich in der Sek. I eine Deutschklasse übernehme, vermittle ich den Kindern immer - unabhängig von der Re-Diagnose, dem Bildungsgang und der Klassenstufe - welche Bedeutung die Korrektur hat und wie korrigiert wird.

Mit der Korrektur haben die jungen Leute schon viele Erfahrungen gemacht, die sie aber oftmals gar nicht genauer beschreiben können. Damit sie dies können, gebe ich ihnen Leitfragen mit, die sie als "Selbstbefragung" beantworten sollen. Anschließend gehen sie in die Gruppenarbeit und tauschen sich zu ihren Beobachtungen aus.

Diese Leitfragen könnt ihr euch anschauen. Ich schicke sie der RSW, damit diese sie hier bitte platziert.

> Leitfragen

Damit ich als Lehrkraft bei den Rückmeldungen der einzelnen Gruppensprecher eine Übersicht über die Ergebnisse behalte, zeichne ich die  Ergebnisse tabellarisch auf. Wie die Kinder das machen, stelle ich ihnen frei.

(Auch diese Tabelle schicke ich der RSW.)  >  Ergebnis-Tabelle

Unterm Strich möchte ich gerne, dass die Schüler Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren Antworten entdecken. Daraus formulieren wir dann gemeinsam Unterrichtsziele.

In den nächsten Tagen werde ich hier einmal eine ausgefüllte Tabelle, Jahrgang 9 R, sowie die sich daraus ergebenden Ziele veröffentlichen.

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 10.10.2012 14:00
 

Vielen Dank für deine Unterstützung, liebe Silke.

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 20.10.2012 12:34
 
 bearbeitet durch sisadm  am 22.10.2012 11:48:19

Liebe Kollegen,

nach einer etwas "holprigen" Besprechung der Tabellenergebnisse (Wer macht warum keine HA?) ist die Tabelle fertig. Sie finden darin die zusammengefassten Antworten der Schüler einer 9. Realschulklasse und meinen Kommentar dazu.

Ebenso finden Sie die möglichen Unterrichtsziele, die sich aus den Antworten ergeben. 

> ausgefüllte Tabelle

Es ist immer wieder überraschend, welchen Stellenwert die Korrektur (nicht) einnimmt. Man könnte daraus wiederum schlussfolgern, dass in allen Sprachfächern Korrekturkompetenzen brachliegen.

 

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 22.10.2012 16:54
 
 bearbeitet durch sisadm  am 26.11.2012 12:22:32

Liebe Kollegen,

Rechtschreibwerkstatt und Arbeiten im Fach Deutsch sind vielleicht immer wieder Themen, die zusammengeführt werden müssen. Ich mache das so:

Da die Kinder in meiner Hauptschulklasse gerade an der Korrektur arbeiten (siehe oben), grenze ich diesen Bereich erst einmal ein. In der Hauptschule bietet es sich an, mit KL zu beginnen und dann bei KW-WA fortzusetzen.

In der Anlage findet ihr wieder einen "Fahrplan", den ich den Kindern austeile. Aus diesem Fahrplan ist ersichtlich, wie viele Schritte bis zu welchem Ziel zu absolvieren sind. Über Intensität und Dauer, damit meine ich auch HA, entscheiden die jungen Leute selbst. Ich schalte mich immer wieder am Ende eines solchen Schrittes dazwischen, bevor die Kinder in den nächsten Bereich wechseln, damit ich nicht nur am "Ende" eine Note geben muss.  Dazu melden sich die Mädchen und Jungen bei mir an.

Der Arbeitstermin ist unter "normalen" schulischen Bedingungen im Jahrgang(!) festgelegt, meine Zeit zum Arbeiten ist also an sich begrenzt.

Wenn die Kinder aufgrund der Arbeitsergebnisse in der Arbeit jedoch nicht zufrieden / erfolgreich sind, könnten sie in der Förderung und in den HA ihre Arbeit nach dem Plan oben fortsetzen. So fällt nach die Intensität nicht ganz plötzlich nach der Arbeit ab, bloß weil eine Note unter der Arbeit steht.

Das funktioniert richtig gut.

Da mehrere nicht deutschsprachige Kinder in meiner Klasse haben, arbeiten diese mit dem MWS und dem Satzbausatz.

Immer wieder können sie sich untereinander helfen.

Zum Ende der Stunde lassen wir uns ein paar Minuten Zeit, um die Arbeitsatmosphäre und die Zufriedenheit mit den Ergebnissen zu besprechen. Erstaunlich, wie kritisch die Kinder ihre Ergebnisse betrachten.

Ein Junge hatte sich zum Aussortieren der WA angemeldet, da er diesen Bereich für sich als abgeschlossen betrachtet hatte. Beim Aussortieren mit mir merkte er aber sehr schnell, dass er sich überschätzt hatte. Ich wollte ihn trösten: "Mach dir kein dickes Herz!" Er lehnte meinen Trost ab und sagte: "Nein, ich will jetzt lernen."

 

Mit herzlichen Grüßen

ANNEK

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 26.11.2012 17:35
 

Liebe ANNEK,

ich habe den "Fahrplan" zur Textkorrektur aus deinem letzten Beitrag nun hochladen können (siehe dort). Danke, dass du mit vielen konkreten Beispielen dein Vorgehen in der Hauptschule so anschaulich machst.

Viele Grüße aus dem "DORF"!

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 28.11.2012 21:03
 

Liebe ANNEK,

auch den Kindern geht's ums Lernen! Ein schönes Beispiel für guten Unterricht (und einen gute Lehrerin).

Herzliche Grüße

Thomas

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 29.11.2012 16:39
 

Vielen Dank für die Blumen! :)

 

Am Dienstag schreiben wir - weil Schule eben (noch so ist) die Arbeit für den abgeschlossenen Korrekturbereich. Dann können wir auch die Arbeit hochladen, sodass Vorbereitung, Umsetzung und Arbeit ersichtlich sind. Ich darf wohl sagen, dass ich mehr als gespannt bin, wie die Ergebnisse so ausfallen. 

Bei Nichtzufriedenheit der Kinder (und der Lehrerin) besprechen wir das Aufarbeiten und die möglichen Ursachen. 

Noch eine aktuelle Anekdote aus der HS: 

Schüler: "Frau K., kriegen wir zur Arbeit auch einen Folientext?"

L.: "Nein, da gibt es wieder Papier." ...

Mit herzlichen Grüßen und spätestens bis Di

 

ANNEK

 

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 17.12.2012 14:20
 
 bearbeitet durch sisadm  am 17.12.2012 15:47:54

Liebe Kollegen,

im Anhang findet ihr eine Arbeit für den Korrekturbereich in der HS-Klasse 8. Sicherlich hätte man diese Arbeit schon in der 7. Klasse schreiben können, eventuell sogar noch früher, aber ich habe diese Klasse gerade erst in Deutsch übernommen.

Was war interessant:

a) Die Technik "leidet" auch in der Arbeit, weil die Kinder hoffen, beim "normalen" Lesen alle Fehler zu finden.

b) Einige Schüler waren recht erfolgreich darin, mehrere Korrekturdurchgänge mit jeweils einem anderen Ziel farblich sichtbar zu machen.

c) Überrascht war ich, als ich merkte, dass einige Kinder zwar viele Fehler gefunden hatten, aber leider keine passende Begründung. So ist es wenig hilfreich, ein Nomen in Singular und Plural aufzuschreiben, wenn es um einen ausgelassenen Buchstaben ging.

d) Je größer der Korrekturbereich (in der RS hatten wir LB, LD, LV, WA, WZ angesetzt) ist, umso eher lässt sich eine Beziehung zum Fehlerquotienten eines normalen Aufsatzes aufzeigen: Wer im Aufsatz einen niedrigen Fehlerquotienten hatte, der konnte auch gut korrigieren. Oder andersherum: Nur wenn du schon recht sicher in der Rechschreibung bist, kannst du auch in diesem Bereich / in diesen Bereichen erfolgreich korrigieren. 

e) Nur unsichere Kinder nutzten ein Wörterbuch, weil sie zu viel nachschlagen wollten. Sichere Korrekturleser brauchten sehr selten ein WB, weil sie die Korrekturstelle gefunden und eine Korrekturbegründung hinzugefügt hatten.

Der Übergang zu den eigenen Texten war "hart", weil die Korrektur erst im Schüleralltag ankommen muss. Die Selbstverständlichkeit ist noch nicht da. 

Aber ich habe den Korrekturbereich in der HS abgesprochen und lasse mir die Korrekturen auch vor dem Abtippen / Abschreiben zeigen. Da ich diese Absprachen auch für das Fach Gesellschaftslehre ausdehnen kann, gibt es viele Möglichkeiten, die Korrektur immer wieder auszuprobieren / zu trainieren.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

 

ANNEK

 

 

 

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