Lieber Norbert,
in den Unterlagen zur Satzwerksatt ist nachzulesen, wie du dir den Einstieg in die Arbeit mit dem LEB vorstellst:
Das Kind arbeitet zunächst an einer Übung zur Textkorrektur. Stellen wir hierbei fest, dass das Kind in diesem Bereich Schwierigkeiten hat, wird mit dem Kind über das aktuelle Lernziel besprochen, Übungen gezeigt...
Daraus ergibt sich das erste Pluszeichen. Die anderen folgen, wenn der Übungsbereich und die Textkorrektur gesichert sind. Abgeschlossen ist der Bereich erst, wenn Schüler in ihren eigenen Texten diesen Lernbereich beherrschen.
Das halte ich durchaus für sinnvoll.
Ich sehe jedoch in der Praxis auch unsere qual. Analyseergebnisse aus der TA und den Arbeiten, die aus meiner Sicht auch einen Platz in Richtung LEB bekommen müssen. Die Daten dürften sich nicht grundlegend widersprechen. Ein Kind, dass z. B. im SZ-Bereich in der Analyse und in eigenen Texten "Zähler" hatte, braucht doch erst gar keine Korrektur "auszuprobieren", um dann doch bestätigt zu bekommen, dass es Fehler nicht auf Anhieb und schon gar nicht vollständig finden konnte.
Interessant ist jedoch, dass der LEB eine differenzierte Einschätzung zulässt. Zum Beispiel ist der Bereich SZ viel feiner aufgegliedert, sodass ich in der Tat Korrekturtexte in SZ - um bei unserem Beispiel zu bleiben - einsetzen könnte, um auch Erfolge in "einfacheren" Bereichen zu dokumentieren.
Beratung muss aber auch auf etwas zurückgreifen können, was Kind und Eltern und Lehrerin beschäftigt. Wenn ich eine Arbeit eines Schülers analysiert habe, unter der auch eine unbefriedigende Note steht, dann hat das Kind doch großes Interesse daran, genau in dem Bereich zu arbeiten.
Am Montag (päd. Tag) werden im faschingsfernen Melsungen Kollegen an dem LEB für unsere Schulformen arbeiten.
Deine von dir ins Netz gestellte Blankotabelle wird an diesem Tag Grundlage unserer Arbeit sein. Danke, dass du dies für uns "erledigt" hast.
Es bleibt spannend.
ANNEK