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neuer Beitrag
 29.03.2016 23:22
 

Hallo zusammen,

 

bei jedem Diktat überlege ich, was für ein Fehler im folgenden (Beispiel-)Satz steckt:

diktiert: Mein Vater ist nett.

geschrieben: Ein Vater ist nett.

oder

diktiert: Draußen sehe ich einen Hund.

geschrieben: Draußen sehe ich einem Hund.

 

Beim Rückwärtslesen sind diese Fehler nicht zu erkennen. Also SW?

 

LG iko

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 31.03.2016 01:25
 
 bearbeitet durch kl  am 05.04.2016 15:58:39

Guten Tag, iko,

mit SW markiere ich Verschreibungen, wenn die korrekte Schreibung eines Wortes nur aus dem Satzzusammenhang zu klären ist, z. B. wieder / wider, Waise / weise / Weise.

Mit SA markiere ich Verstöße gegen die grammatische Struktur und Zuordnung der Wörter/Wortendungen, Beispiele:

unpassende Wortstellungen: Ich heute spazierengehe.

unpassende Endungen: Ich kaufe einen neuen Auto. Das altes Baum wurde gestern gefällt.

Nun zu deinen Beispielen:

Ein Vater ist nett. SW – da hier das korrekte Wort nur aus dem Satzzusammenhang zu erschließen ist.

Draußen sehe ich einem Hund. SA – da hier die Endung (Zuordnung (Akkusativ, zum Substantiv) nicht korrekt ist.

Vielen Dank für deine Frage. Stell solche Fragen auch weiterhin; davon profitieren alle.

Viele Grüße

Norbert

PS. Mehr zur Zuordnung von Verschreibungen zu den Lernbereichen findest du in dem Buch „Qualitative Textanalyse“ oder hier im Forum.

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 31.03.2016 10:09
 
Lieber Norbert, vielen Dank für beide Antworten. Deine Erkärung kann ich nachvollziehen :-), aber .... Ich habe es ja richtig diktiert. Die Kinder müssen "nur" zuhören und es richtig nach-/mitsprechen und natürlich aufschreiben. Ist das nicht von Bedeutung? Liebe Grüße iko
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 01.04.2016 00:32
 
 bearbeitet durch sost  am 01.04.2016 00:39:05

Liebe iko,

mit dem Hören ist das so eine Sache: Wir glauben zu hören was wir denken und fühlen.

Ich will dir ein Beispiel geben. Hier ist die Aufzeichnung eines gesprochenen Wortes:

Dieses Wort besteht aus sechs Lauten. Drei Laute klingen ähnlich und werden durch die gleichen Buchstaben abgebildet.

Ich gebe dir eine Hilfe:

An diesem Beispiel kannst du „sehen“, dass wir zwar eine Reihe von (verschiedenen) Lauten bzw. Lautfolgen hören, dieses Gehörte jedoch sofort in unserem Gehirn interpretiert und in einen Sinnzusammenhang gestellt wird. Und so „hören“ wir was wir denken (oder geschrieben sehen).

Kurz: Sie können als Lehrerin noch so deutlich sprechen. Entscheidend ist, was das Kind und sein Gehirn aus diesem Gehörten macht. Daher kommen solche Verschreibungen – wie die von dir beschriebenen – vor.

Viele Grüße

Norbert

neuer Beitrag
 01.04.2016 20:33
 
Alles klar. Danke. LG iko
neuer Beitrag
 08.04.2016 10:42
 

Liebe Annemarie,

vielen Dank für deine E-Mail. Hier der Nachtrag:

Das Lösungswort zu dem Wortbeispiel (Klanggrafiken) ist "Ananas".

Herzliche Grüße

Norbert

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