Liebe Gisela,
das ist eine wirklich ermutigende Rückmeldung.
Nun, es stimmt sicherlich beides: Einerseits wird sich deine individuelle Unterstüzung deiner Schüler(innen) natürlich ausgewirkt haben, so dass diese nun zu einem so guten Ergebnis kommen.
Andererseits: Das Diktat ist eine herausgehobene Situation, in der die Schüler(innen) nicht nur ihr Rechtschreigespür zeigen (die umfassende Rechtschreibkompetenz zeigt sich ja erst nach der Textkorrektur). Das wird eingeschränkt durch den Faktor Zeit. Die einen sind durch das vorgegebene Tempo überfordert und verunsichert und machen deshalb Verschreibungen, die sie ohne Zeitdruck nicht machen würden. Andere Kinder langweilen sich während des Diktats, werden unkonzentriert und machen aus diesem Grunde mehr Verschreibungen als nötig.
Fazit: Erst dann, wenn die Kinder ein Diktat im eigenen Tempo schreiben dürfen, kann ihr Rechtschreibgespür voll zur Geltung kommen. Jetzt weißt du, was deine Schüler(innen) wirklich können.
Nur allzu gerne würde ich deine Anmerkung nicht nur im geschützen Moderatorenbereich, sondern im allgemeinen Forum lesen. Darf ich diesen Beitrag dorthin verschieben?
Ganz herzlichen Dank für deine Rückmeldung
Norbert