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neuer Beitrag
 17.11.2005 13:38
 
Hallo, alle zusammen!

Ich habe schon mehrfach das Forum nach Beiträgen zur Sonderpädagogik durchforst, leider ohne Erfolg. Wer verfügt über Erfahrungen mit der RSW an Sonderschulen und hat Lust, sich mit mir auszutauschen. Bin gespannt auf eure Antworten. Alles Gute, liebe Grüße

boelli
?(
neuer Beitrag
 17.11.2005 14:36
 
Hallo!

Ich habe Fortbildungen zur RSW in Sonder-/Förderschulen der Kategorien Sprache, LB und E durchgeführt. An den Grundprinzipien der Arbeit ändert sich eigentlich nichts. Schüler aus dem Bereich Sprache benötigen halt mehr Zeit/Intensität im Untergeschoss, machen auch "dementsprechend" typische Privatschreibungen, LB-Schülern kommt der schrittweise Aufbau mit "Lobgarantie" natürlich besonders entgegen. Manchmal muss in dem Bereich halt kleinschrittiger vorgegangen werden. Auch E-Schüler sind von der Selbstständigkeit im Arbeiten nicht überfordert. Auch hier sind gerade diese Kompetenzen ja Lernziele der betreffenden Schule.

Viele Grüße

Tommy


ICQ: 222 499 880 Skype: thomasgoedde
neuer Beitrag
 17.11.2005 20:51
 
Liebe/r boelli,

ich kann Tommy nur zuistimmen.
Wir haben in Kassel in einer Schule für Sprachbehinderte eine Fortbildung zur RSW durchgeführt.
Diese Schule arbeitet mit der RSW. In Eschwege gibt es seit diesem Schuljahr eine Klasse mit 12 sprachbehinderten Kindern.
Auch hier arbeitet die Kollegin mit der RSW. Sie hat im November den ersten BWT geschrieben und war sehr beeindruckt. Insgesamt, sagt sie, brauchen die Kinder mehr Zeit als in der Regelschule. Die Erfahrungen die Tommy schildert, beobachtet die Kollegin auch.
Ich kann noch etwas über Kinder im gemeinsamen Unterricht sagen: Wenn in den Klassen mit der RSW gearbeitet wurde konnten die Integrationskinder am Ende der Klasse 1
hinhören, lesen und entsprechend dem Lehrplan richtig schreiben.
Interessant ist es, wenn man hörbehinderte Kinder beobachtet.
Diese Kinder lernen tatsächlich differenziert zu hören und entsprechend deutlich mitzusprechen. Die Schule für Hörbehinderte reagiert auf diese Ergebnisse irritiert, weil sie bei ihren Kindern immer ausschließlich den visuellen Weg bevorzugt.

Liebe Grüße
rz
neuer Beitrag
 20.11.2005 14:22
 
Liebe boelli,
ich glaube, wir kennen uns von einer Fortbildung.
Ich meine, dass in Eschweiler die SB- Schule Erich-Kästner mit der RSW arbeitet, die KB-Schule Kalverbenden in Aachen ist im Primarbereich ebnfalls auf die RSW umgestiegen.
Ich selbst arbeite ja im GU zur Zeit in der flexiblen Eingangsstufe mit Integrationskindern und kann die Erfahrungen von rz nur unterstützen. Bisher haben meine "I-Kinder" auch im Laufe des 1. Schuljahres lesen und schreiben gelernt. Es dauerte etwas länger, bis sie die Methodenkompetenz für die Arbeit sicher erworben hatten, aber dann blühten sie wirklich auf. Sie nahmen ihre Arbeit sehr ernst und befolgten alle Anweisungen sehr akribisch, so dass sie manchmal sogar bessere Ergebnisse zB. im BWT vorzuweisen hatten. Dies gilt für die Bereiche LB/LD. In den weiteren Lernbereichen stagniert es dann doch recht häufig, wobei WA auch noch fassbar ist.
Liebe Grüße
Gaby
neuer Beitrag
 26.11.2005 09:35
 
Hallo Boelli,

ich arbeite im GU in verschiedenen Klassen mit der Rechtschreibwerkstatt.
Ich habe auch häufig genug Rechtschreibunterricht/Anfangsunterricht mit Pusteblume, Tobi oder Lollipop erlebt (inzwischen nur noch im Vertretungsunterricht). Dort fand ich die Situation für rechtschreibschwache oder L-Kinder besonders problematisch, da sie entweder eine seperate Schiene fahren mussten oder ihre mangelnden Lernfortschritte ignoriert wurden und sie z.B. trotz unvollständiger Laut-Buchstabenzuordnung bereits Übungen zu tz oder z machten. Meine Versuche neben dem herkömmlichen Rechtschreibunterricht noch in Kleingruppenförderung oder in speziellen Rechtschreibstunden Elemente aus dere Rechtschreibwerkstatt wie Diagnostik einzubringen hat Erfolge gebracht, ist und war aber ein fauler Kompromis.

Außschließlich mit der Rechtschreibwerkstatt den Rechtschreibunterricht zu gestalten halte ich auch in dere Integration für erfolgversprechender. Wobei es natürlich Kinder mit besonderer Problemlage in Bereichen wie Wahrnehmung, Motorik oder Sprache gibt, die noch Förderung benötigen um die Voraussetzungen für das Lernen von Lesen und Schreiben erst zu schaffen.

Meist gilt jedoch die Devise "weniger ist mehr", so dass das Zuschütten mit Fördermaterial unnötig ist.

In diesem Sinne

Grüße Wolfgang:smile:
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