Hallo Annek,
nein, wir haben keine fest verankerten Stunden. Dies wird bei Bedarf von den beteiligten Kolleginnen festgelegt. Die Arbeit innerhalb der Jahrgangsstufe (2 Parallel-Klassen) wird immer enger und die Lehrerinnen treffen sich meistens im Anschluss an den Unterricht, um Absprachen zu treffen. Es ist wirklich toll zu sehen, dass das Lehrerzimmer immer häufiger Ort von Planungen wird. Dieser Austausch ist aber nicht festgelegt oder instrumentalisiert. Er findet freiwillig statt.
Zum zweiten hat sich aus der Lehrerkonferenz die Arbeit an den Arbeitsplänen und der Leistungsbewertung ergeben. Diese sollte bis zu festgelegten Terminen in Gruppen erarbeitet und schriftlich fixiert werden. Die Ergebnisse werden dann kopiert und als Tischvorlage (eine Woche vorher im Fach der Kolleginnen) in die nächste Konferenz genommen. Ich hoffe, dass wir damit viel im Vorfeld abarbeiten können und die Konferenz dann nur noch abschließende Diskussionen und Beschlussfassung leisten muss. Die gewonnene Zeit möchten wir dann für weitere inhaltliche Arbeit nutzen.
Wir haben auch schon einmal versucht, für Absprachen in Gruppen den Konferenztermin unterschiedlich beginnen und enden zu lassen. Jahrgang 1 und 2 beginnt um 14:00 Uhr und arbeitet als Gruppe eine Stunde lang. Danach 1 Stunde gemeinsamer Teil mit allen bis 16:00 Uhr. Zum Schluss trifft sich 1 Stunde Jahrgang 3 und 4. Die Teilzeitkräfte können dadurch nur ihren Teil besuchen, es gibt aber für mich und andere die Möglichkeit, an beiden Gruppen teilzunehmen. Organisatorisch schwieriger und hat sich bei uns nicht durchgesetzt.
Eine dritte Neuerung bei uns ist die Durchführung eines sogenannten kollegialen Teamcoachings. Dies ist eine besondere Form der kollegiumsinternen Fallberatung. Wir haben dies auf einer lohnenswerten Fortbildung des psychologischen Institutes der Uni Münster (http://www.konfliktmanagement-elterngespraech.de/index.htm) kennengelernt und werden das Instrument bei uns einsetzen. Wenn Bedarf ist, lädt eine Kollegin ein und sucht sich ein Team zur Beratung. Dies ist neue Planung und ich bin gespannt auf die Erfahrungen. Dafür braucht man mindestens 60 Minuten, insofern werden wir das nicht wie Jenny alle zwei Wochen durchführen können.
Schwierig ist es, die Motivation für alle diese Vereinbarungen aufrechtzuerhalten. Die Personalsituation durch Erkrankungen ist seit November so angespannt, dass die Aufrechterhaltung eines normalen Stundenplanes für alle schon anstrengend genug ist. Irgendwo ist dann auch im motiviertesten Kollegium zu Recht Schluss!
Schöne Grüße aus Münster
Gerd