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Freitag, 27. Mai 2011
Newsletter Mai 2011
Von Melanie Wulff @ 11:59 :: 1813 Aufrufe
 

 

1. Wie wird man Meister?

Im Mai werden Meister „gemacht“: Der neue Deutsche Fußballmeister zum Beispiel oder die Sieger beim Eurovision Song Contest. Alle Schülerinnen und Schüler, die ihren Schulabschluss gemacht haben, dürfen sich ebenfalls für eine Weile als „Meister“ fühlen, bevor sie sich neuen Herausforderungen stellen. Wie schafft man das eigentlich? Wie wird man ein „Meister“ seines Faches? Wie erreicht man seine Ziele?

Zunächst muss man überhaupt ein Ziel haben. Das leuchtet ein: Wer nicht den Traum hat, einmal in einem großen Stadion vor Tausenden von Zuschauern Fußball zu spielen (oder auf der Bühne zu stehen), wird auch nicht dafür kämpfen. Und dennoch: Obwohl sie so selbstverständlich erscheint, ist diese Grundbedingung des Lernens – ein eigenes Ziel zu haben – oft nicht erfüllt. Wer schon nicht versteht, wozu man überhaupt ein Integral berechnet, wird sich dieses „Lernziel“ nicht zu eigen machen. Und das ist bei der Rechtschreibung nicht anders.
Ein Ziel zu haben, ist aber nicht alles. Um sich auf dem Weg zum Ziel immer wieder neue Teilziele setzen zu können, braucht man auch einen guten Überblick

  • über das, was für das Erreichen des Ziels erforderlich ist (Was muss ich dafür können, welche Kompetenzen erwerben?),
  • über das, was man bereits kann (An welcher Stelle auf dem Weg zu meinem Ziel stehe ich?).

Aus diesen beiden Informationen lässt sich leicht der nächste Schritt ableiten.

Deshalb haben beide Punkte im Konzept der Rechtschreibwerkstatt einen so hohen Stellenwert: einerseits die Ordnung der Rechtschreibung (für Kinder veranschaulicht als Haus mit verschiedenen Zimmern, die die Rechtschreibprinzipien und Teilziele im Rechtschreiblernprozess darstellen) und andererseits eine regelmäßige Lernstandsanalyse, die den Schüler(inne)n aufzeigt, was sie schon können. Daraus leitet sich nicht nur das nächste Ziel ab, es ist auch die beste Motivation: zu sehen, dass wieder ein Teil der Strecke geschafft ist. Am Anfang wird dazu der Bild-Wort-Test durchgeführt und später folgen standardisierte Diktate, die qualitativ ausgewertet werden.

In der Lernentwicklungstabelle fließt beides zusammen:

  • eine detaillierte Übersicht der Teilkompetenzen, abgeleitet aus der Ordnung der Rechtschreibung und den Lehrplanvorgaben,
  • eine Übersicht über den aktuellen Lernstand eines Kindes und die individuelle Lernentwicklung über mehrere Schuljahre hinweg.

So behalten Schüler(innen) und Lehrer(innen) den Überblick und können sich – ganz individuell – über das nächste Teilziel verständigen. Erreicht ist es damit noch nicht, denn das eigentliche Üben beginnt dann erst.
Aber: Wer ein Ziel hat, den Weg kennt und weiß, wo er steht, der hat die besten Voraussetzungen, sein Ziel zu erreichen.

 

2. Das neue Schulpaket „Rechtschreibanalyse und Beratung“

„Alles neu macht der Mai“ auch in der Rechtschreibwerkstatt. Wir arbeiten mit Hochdruck am neuen Schulpaket „Rechtschreibanalyse und Beratung“ (ehemals Schulpaket Diagnose). Es enthält alles, was Sie zur begleitenden Lernstandsanalyse und individuellen Lernwegsberatung im Bereich Rechtschreiben benötigen. Neben Altbewährtem (Bild-Wort-Test und standardisierte Diktate) gibt es einige brandneue Features:

  • Mehr Diktate: Das neue Paket enthält insgesamt 52 Diktattexte für Primarstufe und Sekundarstufe (passende Texte für unterschiedliche Leistungsstände).
  • Audio-Diktate: NEU! Alle Diktate stehen nun auch als Audiodateien zur Verfügung.
    Das ermöglicht eine noch individuellere Lernstandsanalyse und ist damit ideal für heterogene Lerngruppen: zeitlich flexibel, individuell wählbarer Textumfang, alle Schüler(innen) können ihre Diktate im eigenen Tempo durchführen. Der Online-Zugang zu den Audio-Diktaten ist im Schulpaket „Rechtschreibanalyse und Beratung“ enthalten und kann ohne zusätzliche Kosten für alle Lehrkräfte einer Schule freigeschaltet werden.
  • Neue, vollständig überarbeitete Auswertungsprogramme zum Bild-Wort-Test und zur qualitativen Textanalyse (Diktate): verbesserte Datenverwaltung, auch für jahrgangsübergreifenden Unterricht, zusätzliche Auswertungsoptionen. Die Programme laufen unter allen gängigen Betriebssystemen (Win und Mac).
  • Ausführliche Einführung und Anleitung zu den Lernentwicklungstabellen: Vorteile, Ziele, Einsatz in der Praxis.

Das Schulpaket „Rechtschreibanalyse und Beratung“ im Überblick:

  • 3 Einführungs- und Anleitungshefte:
    • Kompetenzanalyse Rechtschreiben im Anfangsunterricht (Bild-Wort-Test)
    • Qualitative Textanalyse (Diktate)
    • Lernentwicklung und Beratung
  • Vordrucke und Kopiervorlagen für Bild-Wort-Test und Diktate
  • Software: Auswertungsprogramme zum Bild-Wort-Test und zur qualitativen Textanalyse
  • Schulzugang zu den Audio-Diktaten im Internet

 

Audio-Diktate:

Hier können die Schülerinnen und Schüler sich (ihrem eigenen Schreibtempo angepasst) die Diktattexte wahlweise von einer Sprecherin oder einem Sprecher diktieren lassen.

Den genauen Veröffentlichungstermin geben wir in einem der nächsten Newsletter bekannt!

 

3. Fortbildungen

  • 18.06.2011, 10:00 Uhr: Einführung in den Anfangsunterricht der Rechtschreibwerkstatt –
                                       kompakt, 33378 Rheda-Wiedenbrück
  • 23.09.2011, 15:00 Uhr: Moderatorenweiterbildung 2011, 59505 Bad Sassendorf

 

4. Fragen an Graf Ortho

Graf Ortho und seine Prinzipienwächter haben sich schon vor einiger Zeit mit dem Monat Mai beschäftigt – aus Rechtschreibsicht natürlich. Warum schreiben wir Mai mit ai? Die Antwort auf diese Frage ist hier zu finden.

Auf Graf Orthos Wörterseite im Internet könnt ihr noch mehr Wörter entdecken, die mit ai geschrieben werden. Die spannenden Erklärungen dazu sind dort natürlich auch zu lesen.

Alles neu macht der Mai,
macht die Seele frisch und frei ...

Wir wünschen weiterhin einen schönen Mai!
Das Team der Rechtschreibwerkstatt


   
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